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  • Day10

    PLOUCRESCANT

    July 23 in France

    Fahren oder bleiben? Beim Frühstück hoch oben, mit Blick über das Meer, wissen wir es immer noch nicht. Der Platz, den wir haben, ist so perfekt. Ruhige Atmosphäre, tolle Aussicht, Wanderweg, Stadt und Strand quasi vor der Tür, das ist kaum zu toppen. Aber wir sind nicht umsonst Wohnmobilisten, mit der Betonung auf mobil, und Veränderungen, Gegensätze und neue Eindrücke erst machen unsere Tour lebendig und abwechslungsreich. So räumen wir schweren Herzens den Platz nach dem Frühstück mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
    Unser neues Ziel ist ein kleiner Camping Municipal auf einer winzigen Halbinsel vor dem Ort Plougrescant. Dorthin geht es auf der D786 Richtung Lanvollon und weiter auf der D 6 nach Pontrieux. Hier überqueren wir die Schienen des La Vapeur du Trieux, der historischen Eisenbahn, die zwischen Pontrieux und Paimpol verkehrt. Immer wieder tauchen die typischen bretonischen Häuser mit ihren Hecken aus Hortensien auf. Ein Anblick, den ich nicht müde werde, zu fotografieren. Wenig später geht es auf einer alten Eisenbrücke bei Treguier über einen Fjord, dessen Wasser, da Gezeiten abhängig, gerade nicht da ist. Zurück gelassen hat er nur viele kleine Boote, die nun etwas hilflos, inmitten des schwarzen Schlicks, auf die nächste Flut warten.Von Treguier geht es wieder bergauf und auf schmalen Wegen nach Plougrescant, das sich als schmuckes Dörfchen mit Palmen, Bananenstauden und bunt blühenden Blumen präsentiert. 3 km hinter dem Ort, wenn Flut ist, von Wasser umschlossen, fahren wir auf den Camping Municipal Beg Ar Velin. Der nette Typ an der Rezeption hat auch einen schönen Platz für uns. Nur durch eine Hecke getrennt von Strand und Wasser und très calme. Durch das fehlende Wasser macht die Umgebung einen etwas sonderbaren Eindruck, doch da, wo das Meer bereits die roten Felsen umspült, bietet sich uns der Anblick einer grandiosen Natur. Auf der Karte, die wir bei der Anmeldung bekommen haben, ist der Wanderweg Gr 34 eingezeichnet, der um die ganze Landspitze führt und zeugt von reichlichem Betätigungsfeld "à pied" ...zu Fuß. Der Campingplatz ist nicht groß und sehr einfach, jedoch alles da, was gebraucht wird und sehr ruhig.
    Gemeinsam gehen wir wenig später das Unternehmen wandern auf dem Zöllnerweg" an, wandern gut 5 km entlang der Küste und freuen uns über immer neue Landschaftsbilder aus Wasser, Felsen, Steinen und einer üppigen Vegetation. In dieser Gegend ist es wesentlich wärmer und jede kühle Brise vom Wasser ist uns sehr willkommen. Zurück am Womo, sind wir nicht nur ganz schön durchgeschwitzt, sondern auch geschafft. Da kommt uns der Kaffee und die Rosinenschnecke vom Bäcker heute morgen, gerade recht. Nicht nur wir sind zurück an unserem Platz am Strand, auch das Meer ist da und lockt zum Baden. Das kommt uns nach der Wanderung ganz gelegen. Am späten Nachmittag geht's dann per Rad in den Ort und ein wenig die Umgebung anschauen. Groß ist es nicht, dieses Plougrescant, aber zwei Kirchen hat es, einen Bäcker und einen kleinen Marché. Nach der quirligen Stadt Binic heute mal ganz abgeschieden und ländlich.
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