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  • Day16

    Unterwegs.....nach Hause

    October 27 in Germany

    Gegen fünf weckt mich das Trommeln des Regens auf dem Dach. Willkommen im deutschen Herbst, denke ich und dreh mich noch einmal um.
    Um acht Uhr, als wir aufstehen, regnet es immer noch. Warum haben wir gestern überhaupt abgekoppelt? Außer uns stehen doch nur 3 Mobile auf dem Platz. Da hätte der Hänger gut dranbleiben können. Nun muss er im Regen wieder angehängt werden. Unglücklicherweise haben wir ihn gestern Abend in eine kleine Kuhle geschoben, aus der wir ihn nur mit vereinten Kräften wieder herausschieben können.
    Wir sind schnell abfahrbereit. Im Laufe der Jahre sind wir ein eingespieltes Team. So sind wir kurz nach neun schon wieder auf der Straße. Noch schnell tanken. Donnerwetter! Die Dieselpreise sind aber nach oben gegangen. Will man so der Nutzung von Dieselmotoren Einhalt gebieten?
    Umweltschutz ist ja ok, aber warum soll das immer "der kleine Mann" ausbaden?
    Das Reisen mit dem Wohnmobil war noch nie ein ganz preiswertes Hobby. Aber mir scheint, im Moment will jeder von dem Hype auf das Wohnmobil etwas abhaben. Der Diesel, aber auch die Plätze werden immer teurer. Und volle Stellplätze zum Wochenende und in den Ferien sind vorprogrammiert. Man muss sich seine Nische suchen, damit der Traum von der großen Freiheit nicht zum Alptraum wird.
    Da schwärmen doch wirklich im sozialen Netzwerk Wohnmobilfahrer in den höchsten Tönen von dem Campingplatz gleich nebenan, in Lazise. Ein Blick auf die Preisliste hat mich echt schockiert. Da kostet ein VIP Platz vorne am See,aber hinter einem Maschendrahtzaun in der absoluten Nachsaison noch 50 Euro pro Tag, Hund, Hänger und Motorrad extra..... in der Hochsaison nur der Platz über 100 Euro pro Tag. Ohne Personengebühr usw. Das kommt noch oben drauf.
    Hallo! Geht's noch?
    Am Iseosee haben wir direkt am See gestanden für den ACSI Preis der Nachsaison und haben uns die ganze Zeit als VIP gefühlt, so nett und so zuvorkommend wie sie dort waren.
    Während ich das schreibe, sind wir auf der Autobahn Richtung Heimat. Noch einmal 500 km, sprich sieben Stunden Fahrt liegen vor uns. Während Michael souverän wie immer das Wohnmobil über die Autobahn steuert, verschafft mir die Fahrt Zeit, um mein Reisetagebuch zu vervollständigen und ein abschließendes Fazit zu schreiben. Zwischendurch machen wir Pause und vertreten uns die Beine. An die Kälte werden wir uns erst gewöhnen müssen. Es regnet nicht mehr, und das ist beim Fahren von Vorteil. Wir kommen gut voran und sollten, wenn es keine Vorkommnisse gibt, gegen 16.00 Uhr zu Hause sein.
    Die 14 Tage waren unheimlich abwechslungsreich. Was haben wir alles gesehen und unternommen.....von den hohen Bergen in Südtirol bis zu den italienischen Seen. Wir haben uns treiben lassen. Haben die Landschaft mit ihren Besonderheiten quasi selbst entdeckt. Sind nicht irgendwelchen Reiseführern oder Reiserouten gefolgt, die uns letztendlich nur gestresst hätten. Sicher haben wir etwas verpasst, manches nicht gesehen. Aber wir haben uns bei all den Aktivitäten gut erholt. Allerdings würde ich diese Reise niemals im Sommer machen wollen. Die Reise mit Hänger war nicht stressig. Er rollt hinterher. Michael hat die veränderte Länge beim Ein- und Ausscheren im Griff. Nur Verfahren sollten wir uns nicht unbedingt.
    NIcht jeder Platz ist mit dem Hänger einfach zu befahren, vor allem nicht, wenn sie voll sind. Doch die schönen Touren, die wir mit dem Roller gemacht haben, wiegen etwaige Unannehmlichkeiten auf.
    Alles in allem war es ein von Erlebnissen und Eindrücken bunter Herbsturlaub .....eben ein "Indian Summer".
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