• Bushflying and fly fishing Lesotho Style

    April 14, 2025 in Lesotho ⋅ ☁️ 16 °C

    Fischen und Fliegen – zwei Leidenschaften von mir, die in Lesotho auf faszinierende Weise zusammenkommen. Die Semonkong Lodge liegt traumhaft direkt am Ufer des Maletsunyane River und bietet rund sechs Kilometer unberührtes Forellenwasser – eine der best erhaltenen Fischereistrecken im südlichen Afrika. Unterhalb der beeindruckenden Maletsunyane Falls tummeln sich Bach- und Regenbogenforellen sowie Yellow Fish in kristallklarem Wasser. Zwar hatte ich meine Rute nicht dabei, doch dank der zufälligen Begegnung mit Lucas konnte ich ein paar Würfe machen. Die Fliegen waren improvisiert, mein Wurfstil etwas eingerostet – aber ein paar Bisse gab’s dennoch. Und vor allem: Die Szenerie ist schlicht atemberaubend. Der Fluss schlängelt sich durch eine wilde, einsame Landschaft, wie gemacht dafür, sich in ihr zu verlieren.

    Lesotho ist das einzige Land der Welt, dessen tiefster Punkt über 1.400 Meter liegt – ein Gebirgsstaat durch und durch. Viele der abgelegenen Bergdörfer sind nur zu Fuss oder mit dem trittsicheren Basotho-Pferden zu erreichen. Doch wer fliegen kann, hat einen anderen Zugang: Ein Netzwerk von kurzen Bushpisten zieht sich durchs Land, genutzt unter anderem vom Lesotho Flying Doctors Service. Eine dieser Landebahnen liegt auf über 2.300 Metern Höhe, ist keine 600 Meter lang – und endet direkt an einer Klippe. Beim Start hebt das Flugzeug oft erst nach dem Ende der Piste ab – und stürzt sich in einem spektakulären Sinkflug in die Tiefe, bis es endlich trägt.

    Allein die Vorstellung, mit einer kleinen Cessna in diese abgelegene Bergwildnis zu fliegen, die Route der Flüsse zu erkunden und in vollkommener Abgeschiedenheit zu fischen, hat etwas Magisches. Beim nächsten Mal komme ich mit Fliegenrute – und Flieger.
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