Einsam auf Kubu
4 Ağustos 2025, Botsvana ⋅ ☀️ 24 °C
Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang erreichen wir unser Ziel „Kubu Island“. Dieser sagenumwobene Inselhügel mitten in der unendlichen Weite der Sua Salzpfanne. Die Erwartungen sind so richtig hoch. Zu viel haben wir schon gehört. Von magischen Lichtstimmungen bei Sonnenauf- und -untergang, vom spektakulären Sternenhimmel in klaren Nächten, von den lustig geformten, uralten Baobabs, die wie überdimensionale Skulpturen aus einer anderen Welt und Zeit wirken.
Im Dunkeln finden wir ein kleines, einsames Plätzchen und richten uns ein. Erschöpft vom langen, aufregenden Tag. Die ersehnte Nacht über Kubu Island beginnt… doch statt eines funkelnden Sternenhimmel erwartet uns ein Vollmond, der den Himmel praktisch taghell erleuchtet. Die Sterne? Unsichtbar. So anders als erwartet.
Am nächsten Morgen erkunden wir die Insel zu Fuss. Sie ist kleiner als gedacht, in kurzer Zeit haben wir alle Aussichtspunkte abgelaufen. Kein Mensch, kein Geräusch, keine Bewegung. Nur Stille, Hitze, und wir zwei. Der Tag vergeht langsam, fast zäh. Wir dösen im Schatten, lassen die Gedanken treiben. Am Abend erleben wir den Sonnenuntergang von einem kleinen Felsen aus. Das Licht ist weich, der Himmel glüht. Schön, ja. Aber auch… irgendwie bekannt?
Uns stellt sich die Frage: Wie fühlt es sich eigentlich an, Orte zu besuchen, von denen man schon jedes Bild kennt, jeden Winkel aus tausend Perspektiven in perfekter Stimmung auf Instagram, YouTube oder Reiseblogs gesehen hat?
Kann man heute noch wirklich „entdecken“?
Oder ist man nur auf der Suche nach der Kopie eines Bildes, das sich schon längst im Kopf festgesetzt hat?
Unsere eigenen Fotos scheinen kaum mit dem mithalten zu können, was wir gesehen haben bevor wir uns hierher aufgemacht haben. Und trotzdem, irgendwie ist dieser Ort schon besonders. Vielleicht, weil er auch eine Geschichte erzählt, die sich nicht auf Pixel bannen lässt. Vielleicht wegen der stillen Baobabs, die seit Jahrtausenden hier stehen, als diese Insel noch mitten im Wasser lag. Oder wegen der völligen Abwesenheit von allem, was sonst laut, von Menschenhand gemacht oder einfach gewohnt ist.
Kubu Island ist kein Ort für grosse Action oder reiches Tierleben.
Es ist ein Ort zum Spüren. Zum Stillwerden. Zum Nachdenken darüber, was es heute noch heisst, etwas zu entdecken.Okumaya devam et













Gezgin
top Sandra - häbets witerhin guet
Gezgindanke Thomas, wir geniessen es total, die Wildnis ist einfach faszinierend.
Gezgin
Mega🤩