• kolonialer Glanz

    25 November 2025, Zimbabwe ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir fahren die schmale Straße durch die Eastern Highlands entlang, und plötzlich liegt es vor uns: La Rochelle – ein Anwesen, das aussieht wie aus einem Film der 50er Jahre, mitten im Grün Simbabwes. Wie uns Mike erzählt, erzählen die Mauern Geschichten von Sir Stephen und Lady Virginia Courtauld, die hier einst Gäste aus aller Welt empfingen. Manche sollen ihre Namen sogar in Glas graviert haben, praktisch ein Who’s Who der damaligen Zeit.

    Heute wirkt alles friedlich und ein bisschen märchenhaft. Wir stapfen durch die botanischen Gärten, zwischen exotischen Bäumen, bunten Orchideen und kleinen Teichen. Es zwitschern Vögel, Frösche quaken…

    Wir staunen über die Tatsache, dass wir für einen Moment das Gefühl haben, in einer Parallelwelt gelandet zu sein, zwischen kolonialer Eleganz und dem chaotischen Alltag Simbabwes draussen auf der Strasse. Ein Haufen Details wie die restaurierten Wasserläufe und die alten Fenstergriffe machen den Besuch zu einer echten Zeitreise. Mike, ein quirliger junger Mann mit tausend Ideen und grossen Träumen wird nicht müde uns den Ort lebendig zu erzählen.

    Am Abend sitzen wir im Restaurant, blicken in den Garten und staunen. Zimbabwe hat für uns eine ganz eigene Magie. Einmal kein Gold, sondern nur Vögel, Frösche, Pflanzen und die Geschichten, die dieses Haus lebendig gemacht haben.
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