• Kruger

    17. december 2025, Sydafrika ⋅ ☀️ 36 °C

    Mit einem weinenden Auge überqueren wir in Giriyondo die Grenze zurück nach Südafrika und lassen Mosambik hinter uns. Trotz Hochsaison haben wir es geschafft, ein paar Nächte im Park zu reservieren. Entsprechend gross ist die Spannung auf das, was uns erwartet.

    Der Park zeigt sich schnell als Spagat zwischen umwerfender, artenreicher Wildnis und einer perfekt organisierten Massentourismus Maschinerie. In den grossen Hauptcamps gibt es alles. Restaurants internationaler Ketten, Flugfelder, Shops, Tankstellen, Wäschereien… Die Unterkünfte sind riesig und jetzt während der Ferien restlos ausgebucht.

    Satara (eines unserer Camps mit gegen 1000 Übernachtungsplätzen) während den Weihnachtsferien gleicht einem Ameisenhaufen. Südafrikaner, so weit das Auge reicht, mit Kaffee, oder ab ca 9:30 mit Bier in der Hand, Ferngläsern und grossen Kameras um den Hals. Noch vor Sonnenaufgang staut sich die Schlange vor dem Gate, als gäbe es dahinter Gold zu gewinnen. Punkt 5:30 öffnet sich das Tor, und der Ameisenhaufen setzt sich gleichzeitig in Bewegung, jeder auf der Jagd nach dem ersten Sight­ing des Tages.

    Und dann ist da diese andere Seite. Die, die uns schlicht umhaut. Die Grösse des Parks (der Park umfasst eine Fläche von ca 20‘000 km², er ist ca halb so gross wie die Schweiz und somit eines der grössten Naturreservate von Afrika). Erst einmal aus dem Camp gefahren trifft man andere Fahrzeuge oft nur noch bei speziellen Sightings. Die Menge an Tieren, die üppige Vegetation, das satte Grün überall. Zwar ist es während der Regenzeit schwieriger Tiere zu finden, denn Wasser gibt es jetzt im Überfluss, und die Wildtiere verteilen sich weitläufig.

    Obwohl wir nicht zu den Frühaufstehern gehören, werden trotzdem fündig, und wie!
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