• Neues Jahr und Tränen

    1. januar, Sydafrika ⋅ ⛅ 25 °C

    Der Plan ist nicht neu. Er ist schon vor einiger Zeit entstanden. Jetzt geht es nur noch darum, ihn auszusprechen und umzusetzen.

    Und trotzdem fühlt es sich an wie ein Ende. Vielleicht sogar wie das grosse, endgültige. Eines, das man nicht wegdiskutieren kann.

    Sandra wird Anfang Januar zurück am Kispi erwartet und fliegt deshalb direkt von J’burg in die Schweiz. Für sie beginnt ein anderer Alltag, ein anderes Leben. Ich bleibe noch. Ein paar Tage auf der Farm, etwas Zeit für Bubenträume vielleicht 🤷🏼‍♂️. Später bringe ich unseren treuen Landy zurück nach Cape Town, lade ihn im Hafen in einen Container und fliege von dort aus ebenfalls nach Hause.

    Mein Flug ist gebucht. 4. Februar, CPT–ZRH. Für die lange Strecke zurück nach Cape Town ist sogar Begleitschutz organisiert, vermutlich, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme und am Ende doch einfach irgendwo in Afrika hängen bleibe.

    Die Tage fühlen sich seltsam an. Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Zehn Monate lang waren wir praktisch ununterbrochen zusammen. Auf vier Quadratmetern, in unserem zweistöckigen Zuhause auf Rädern. Wir haben alles geteilt, Herausforderungen, Entscheidungen, Krisen, Begegnungen, Müdigkeit, Zweifel, Freude.

    Wir rutschen gemeinsam in unserem Zelt ins neue Jahr, begleitet von ausnahmsweise einigermassen prasselndem Regen 🙄.

    Heute fahren wir zusammen zum Flughafen OR Tambo in J‘Burg. Wissend, dass sich unsere Wege hier für eine Weile trennen.

    Eines ist sicher, wir werden zurückkommen.
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