• Im Schleudergang Richtung Cape Town

    23. januar, Sydafrika ⋅ 🌬 34 °C

    In Livingstone haben wir uns zwei neue Reifen montieren lassen. Ganz stilecht im Afrika Style. Ausgleichsgewichte zum Wuchten? Fehlanzeige 🤷‍♂️

    Wir haben kurz überlegt und uns dann mit einem optimistischen „wird schon etwa passen“ dafür entschieden, einfach weiterzudüsen. Da wir ohnehin meist im gemütlichen Buschtempo unterwegs waren, fiel die Unwucht kaum auf. Irgendetwas klappert ja sowieso immer, das gehört bei unserer Klepperkiste quasi zur Serienausstattung.

    Doch nun rückt das Endziel langsam näher. Plötzlich gibt es eine Autobahn. Ohne Schlaglöcher. Mit glattem Asphalt. Und tatsächlich mit Schildern, auf denen 120 km/h steht. Da wollen wir natürlich auch mal etwas zügiger unterwegs sein.

    Aber ab 80 km/h beginnen uns die fehlenden Ausgleichsgewichte sehr eindrücklich zu erklären, warum sie eigentlich erfunden wurden. Unser treuer Landy verwandelt sich in einen vibrierenden Massagesalon auf Rädern. Das Lenkrad schlägt, das Armaturenbrett tscheppert, und an den unmöglichsten Stellen kleppert plötzlich etwas, das vorher noch nie gekleppert hat.

    Gemütlich ist ja schön und gut, aber wir möchten nicht in Cape Town ankommen wie ein frisch gemixter Sundowner. Also beschliesse ich, bei nächster Gelegenheit die Räder wuchten zu lassen. In Bloemfontein finden wir einen Tyreshop, in dem uns sofort geholfen wird. Am Ende rollen wir mit zwei neuen und vier frisch gewuchteten Rädern vom Lift.

    Ich bin gespannt, wie ruhig unser Landy jetzt die N1 weiter schnurrt. Es sind noch 1046km.
    Læs mere