• Einmal 1500km SW auf der N1

    22. januar, Sydafrika ⋅ 🌬 32 °C

    Der Plan ist auf den ersten Blick eigentlich ganz simpel. Wir fahren von Johannesburg nach Cape Town. Möglichst direkt. Nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern aus taktischen Gründen. Jeder gesparte Umweg bedeutet mehr Zeit als Belohnung in Cape Town. Ein klassischer Fall von Win-win also.

    Ganz so direkt dann aber doch nicht. Wir haben keine Ambitionen auf den südafrikanischen Strassen Ultramarathon und spuren die läppischen rund 1500 Kilometer nicht am Stück runter. Stattdessen gönnen wir uns ein paar Tage, um Strecke, Landschaft und Energie Recourcen gleichmässig zu beanspruchen.

    Wir sind zu dritt unterwegs, in zwei Fahrzeugen. Eines mit funktionierender Klimaanlage und eines… mit Charakter. Eines mit viel Elektronik, Assistenzen und auf Zeit nervigen Tönen und eines… mit Charakter. Die Fahrer benötigen regelmässige Pausen zur Erholung, Kühlung und moralischen Stabilisierung. Und ich darf, aus bereits erwähnten Gründen, auf keinen Fall alleine fahren. Man weiss ja nie, wo ich sonst plötzlich abbiegen oder hängen bleiben würde.

    Also nehmen wir Kurs SW, Richtung Cape Town auf der direkten Route N1 durch die Karoo. Unendlich viel Weite und plötzlich viel blauer Himmel. Genau die richtige Kulisse, um den letzten grossen Schnipsel dieser Reise unter die Räder zu nehmen.
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