• Der Kreis schliesst sich in !Khwa ttu

    25. januar, Sydafrika ⋅ 🌬 26 °C

    Fünf Tage brauchen wir von Johannesburg bis an die Westküste. Einmal quer durch Süd Afrika, mit dem einen Ziel vor Augen: Cape Town.

    Vor rund elf Monaten standen wir schon einmal hier. Damals war es der Start in unser grosses Afrika Abenteuer. Der Aufbruch verlief allerdings etwas holprig. Ich war überzeugt, wir hätten viel zu viel dabei, zu viel Ausrüstung, zu viel Ballast, zu viel von Allem. Zwischen Gleitschirm, Bergausrüstung, einer voll ausgestatteten Apotheke, Küche, Werkstatt und Kisten voller „Man weiss ja nie“ Gegenständen, hatte ich genau hier einen mittleren Nervenzusammenbruch. Also liessen wir kurzerhand einen Teil der Ausrüstung hier zurück. Zelt und Daunenschlafsäcke mussten bleiben. Diesmal fühlt sich die Ankunft ganz anders an. Vertraute Gesichter heissen uns Willkommen. Zum ersten Mal seit Langem fühlt es sich nach Zurückkommen an, nicht nach Weiterziehen.

    !Khwa ttu ist nicht nur ein wunderschöner Ort, sondern wahrscheinlich auch ein kleines Stück Familiengeschichte. Die UBUNTU Foundation wurde im Dezember 2001 gegründet und legte damit den Grundstein für den Aufbau der Organisation. In den darauffolgenden Jahren entstand hier Schritt für Schritt das Kultur- und Bildungszentrum zur Bewahrung der Geschichte und Lebensweise der San, das 2004 offiziell als Non-Profit-Organisation registriert wurde. Bis 2006 wurden die öffentlichen Einrichtungen und touristischen Angebote fertiggestellt, bevor !Khwa ttu schliesslich seine Tore für Besucher öffnete. Genau in dieser intensiven Aufbauphase war Papi beteiligt und hat das Projekt in seinen frühen Jahren mitgeprägt. Heute erzählen die San, die ursprünglichen Bewohner des südlichen Afrikas, hier ihre eigene Geschichte, bilden junge Menschen aus und bewahren ihr Erbe auf der 850 Hektar grossen Farm an der Westküste.

    https://khwattu.org/home/

    Wir bleiben ein paar Tage, kommen in Ruhe an und geniessen den Ort. Spaziergänge am Meer in Yzerfontein gehören genauso dazu wie lekker Sushi und unser erster stilechter Braai auf diesem Trans Südafrika Roadtrip.

    Der Fokus liegt diesmal nicht auf der nächsten Etappe, sondern auf dem Hiersein. An dem Ort, an dem unsere Reise begonnen hat und an dem wir nun etwas leichter mit etwas weniger Gepäck und deutlich mehr Routine ankommen.
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