• Punkt. Ende. Schluss.

    4 февраля, Южная Африка ⋅ ☁️ 24 °C

    Seit wir Mosambik verlassen haben, spürten wir, wie wir uns Schritt für Schritt wieder an die westliche Lebensart akklimatisierten. Plötzlich sind überall wieder weisse Gesichter, vertraute westliche Kleidung, internationale Ketten, westliches Essen, Wohlstand. Dinge, die uns davor kaum mehr aufgefallen sind, wirken nun fast fremd oder vielleicht eher neu vertraut. Es fühlte sich an, als würden zwei Welten langsam ineinander überfliessen. Kein harter Schnitt. Kein klarer Punkt. Eher ein leises Verblassen.

    Es stellt sich die Frage, wann genau endet unsere Reise?
    Ist es der Moment, als wir gemeinsam die letzte Grenze von Mozambique nach Südafrika überquert haben?
    War es als Sandra in J’Burg in den Flieger stieg?
    War es als ich den Landy für das Verschiffen in Cape Town abgestellt habe?
    Oder vielleicht erst dann, wenn auch ich zu Hause den Schlüssel in unser Schloss stecke?
    Vielleicht hat das Ende gar keinen klaren Zeitpunkt. Vielleicht beginnt es schleichend, lange bevor der eigentliche Punkt, der Schluss da ist.

    Wir tragen tausend Abenteuer, Begegnungen und Geschichten mit nach Hause. Unzählige Gesichter, Landschaften, Gespräche am Lagerfeuer, staubige Pisten und sternenklare Nächte. Tausende digitale Bilder. Und trotzdem fühlt es sich an, als sei alles plötzlich ganz schnell gegangen. Eben noch mitten im Busch und bäm, schon steht der Flug von CPT nach ZUE an.

    Ich steige heute früh mit einem weinenden und einem lachenden Auge in die „Piz Palü“. Ein Teil von mir möchte noch bleiben, noch eine letzte Piste fahren, noch einmal dieses Gefühl von Weite und Ungewissheit einatmen. Der andere Teil freut sich unendlich auf unser Zuhause. Darauf, wieder zusammen zu sein. Auf Vertrautheit. Auf eine Waschmaschine. Wie absurd schön dieser Gedanke plötzlich ist.

    Was wird uns erwarten? Wie werden wir in unseren Alltag zurückfinden? Wird er sich eng anfühlen? Was werden wir vermissen? Die Einfachheit? Die Intensität? Das Ungewisse? Die Begegnungen? Und wird es vielleicht auch Dinge geben, denen wir keine Sekunde nachtrauern?

    Zwischen Vorfreude und Wehmut, zwischen Abschied und Neubeginn, liegt genau dieser Moment.
    Ein Moment ohne klaren Punkt. Ohne endgültiges Ende. Ohne Schluss.

    Die Reise endet vielleicht gerade geografisch.
    Punkt.
    Ende.
    Schluss.

    Doch das, was sie mit uns gemacht hat, reist weiter.

    Einigermassen viele Fragezeichen… We keep you updated 😉
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