- Show trip
- Add to bucket listRemove from bucket list
- Share
- Day 5
- Thursday, July 11, 2024
- ⛅ 30 °C
- Altitude: 28 m
TaiwanHua-Lien Kang23°59’20” N 121°35’58” E
11.7. Hualien, Bicylce Ride

Nun war also klar, wie wir die Route in Taiwan gestalten werden : im Uhrzeigersinn umrunden wir die Insel. Und so gings morgens nach Hualien. Wir können stets zwischen dem Expresszug und dem Local Zug wählen, müssen uns aber darauf einstellen, dass einer von beiden ausgebucht sein könnte. Da wir es wie immer so spontan gemacht haben, blieb uns nur übrig, 3h durch die Landschaft zu juckeln. Und zum Ende war das genau richtig: erst fuhren wir durch dichten Dschungel, später lag das Meer links von uns. Die Felsenküste im Sonnenschein war traumhaft anzusehen.
Leider hat im April diesen Jahres ein schweres Erdbeben die Ostküste erschüttert, sodass vorallem die berühmte Taroko Schlucht und der zugehörige Nationalpark bis heute geschlossen bleiben. Ich muss also auf jeden Fall wiederkommen!
Stattdessen leihen Lara und ich uns Fahrräder aus und radeln die schöne Fahrradwege an der Küste in Richtung Qixintian Beach ab. Ich hatte es vorher nicht auf dem Schirm, aber Taiwan ist ein Paradies für Fahrradfahrer. Viele Wege, spannende Ausblicke. Man könnte die Insel sogar umradeln...
Die Sonne drückte bei 38Grad auf unseren Kopf, doch wir schafften die ca. 15km bis an den steinigen Strandabschnitt. Große türkisene Wellen brechen sich dort. Man sagt wohl, so müsse es auf Hawaii aussehen. Zur Belohnung gönnten wir uns ein Mango-Snow-Flake Ice: geraspelter Eiswürfel mit Zuckersirup übergossen und mit Jelly und Mango gepimpt. Sau lecker!
Unsere Fahrradidylle wurde immer mal wieder von einem lauten Donnern gestört. Was war das? Ein Flugzeug? Gewitter? Schutthalde? Unfassbar laut! Je dichter wir am Strand waren, wurde uns klar, dass hier das taiwanesische Militär stationiert ist. Einige Kampfflugzeuge hielten ihre Übung oder Manöver ab, sie zogen Kreise über die Berge und das Meer, übten Formationen, den Landeanflug und das Durchstarten. Top Gun und Pearl Harbor. So hat sich das für uns angefühlt. Und gleichzeitig waren wir uns beide einig, wie glücklich wir sind, nicht in so einer ständigen Bedrohungslage zu leben, wie manch andere Nationen das so tun. Das Geräusch war bedrohlich und angsteinflößend.
Um nicht wieder mit dem Essen zu Enden, blende ich dezent aus, dass wir den Abend mal wieder auf dem Nachtmarkt ausklingen lassen haben: diesmal mit Scampis, frittierten Austern und Stinky Tofu (stinkt wirklich furchtbar, schmeckt aber besser).
---
https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-07/chi…
Das heutige Erlebnis mit den aufsteigenden Kampfflugzeugen bekommen eine noch schärfere Bedeutung, wenn man die heutigen Nachrichten liest.Read more