• Und Reisegefährtin sowieso!
    TeeplantagenDie beste Beifahrerin!Old Street Fenqihu

    20.7. Alishan, Fenqihu

    July 20, 2024 in Taiwan ⋅ ☁️ 20 °C

    Mit fantastischem Bergpanorama wachten wir auf und starteten mit einem 2-stündigen Morgenspaziergang auf dem hölzernen Waldpfad in den Tag. Es gibt hier gar keine "klassischen" Wanderwege, sondern die Wege sind immer angelegt auf Bohlen ca 50 cm über die Boden. Statt Gefälle steigen wir zahlreiche Stufen, die Navigation fällt auf Grund von ständigen Schildern leicht. Dieses Wandererlebnis macht Spaß, ist aber doch ungewohnt für uns bergliebenden Menschen und fordert auf jeden Fall die Körperruckseite von den Waden bis zum Po.
    Wir sind nun gut 1000 Höhenmeter tiefer als am Vortag und sehen deswegen ganz andere Dinge: Bambuswälder, die wie Wirtschaftswälder genutzt werden (Bambus wird angezogen und gefällt, gelagert, abtransportiert. Warum hat es Bambus als Baumaterial eigentlich noch nicht zu uns geschafft!?), und zahlreiche Teeplantagen.
    Zurück im unserem kleinen Bergdörfchen genießen wir die alte Shopping-Street. Souvenirs sind nun gesichert. Eine Oolong-Tee-Verkostung durfte nicht fehlen. Hier nochmal die zusammenfassung zu den Teesorten: alle Tersorten stammen von der gleichen Pflanze; weißer Tee ist sehr jung (es hat noch keine Fermentation stattgefunden, kein Koffein), grüner Tee (auch noch keine Fermentation, wenig Koffein), Oolong Tee (halbe Fermentation) und schwarzer Tee (oder auch roter Tee in Taiwan genannt, volle Fermentation, viel Koffein). Dazu gab's wieder einige neue Leckereien zu entdecken: Blätterteig-Donuts (sau lecker!) und gefüllter Tofu.
    Gestern hatten wir so viel Glück mit dem Wetter, dass uns heute die dicken Nebelwolken zur Mittagszeit einholten. Auch dicke Tropfen brachten sie mit. Im Schneckentempo und super vorsichtig fuhren wir mit dem Roller zurück ins Tal. Ich fühle mich schon fast einheimisch mit meinen ganzen neu erworbenen Roller-Skills. LEVEL UP!
    Nun geht's im Zug nach Taichung für eine Nacht und morgen früh zum Sonne-Mond-See.

    Nachtrag zum heutigen Abendessen:
    Gegrillte Austern mit Wasabi, ganzer Fisch in Ingwersoße, Lotus Gemüse,
    Gegrillter Bambus (das was so aussieht wie spargel)

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    Mama: Eine Frage stellt sich mir bei den vielen Leckereien an jeder Ecke und zu fast jeder Tageszeit ... kochen die Einheimischen daheim auch noch oder ist das alles nur für Touris?

    Steffi: Es wurde uns erzählt, dass in den Großstädten die Apartments oft so klein sind, dass nur selten zuhause gekocht wird. Viel eher wird streetfood gekauft und zuhause verspeist. Oder man stoppt im 7-eleven und kauft dort ein fertiges Gericht, was nur noch in der Mikrowelle erhitzt wird. Das könnte auf dem Land aber anders aussehen. Das weiß ich nicht.
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