Zugspitze & Partnachklamm
April 16 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C
Tag 3 - nach einer erholsamen Nacht war unsere erste Station heute Morgen ein Bahnhof. Dort bestiegen wir die Zugspitzbahn, eine Zahnradbahn, die uns auf ihrem weiten Weg bis auf den gleichnamigen Berg mitnehmen sollte. Die Stimmung war irgendwo zwischen gespannt und skeptisch, denn schon am Vortag hatten wir erfahren, dass die Seilbahnen des höchsten Berg des Landes momentan - zumindest unter der Woche - außer Betrieb sind. Das bedeutete für uns: Wir würden heute nicht bis zum Gipfel kommen. Unser Ziel heute war statt dessen die Zugspitzplatt-Station auf immerhin 2.588 Höhenmetern.
Der Weg nach oben verlief reibungslos. Zuerst durch Ortschaften mit Märchenflair, danach ging es aufwärts an nicht weniger zauberhafter Natur (der Eibsee ist zum Niederknien schön!) bis zu einem Tunnel, der uns durch das Bergmassiv bis zu unserem Zielbahnhof führte. Dort angekommen war die Enttäuschung zunächst groß: Dichter Nebel umgab die Station, sodass wir außer Schnee kaum etwas zu Gesicht bekamen. Immerhin hab es in der Station Kaffee. Davon gestärkt stiefelten wir mehr oder weniger missmutig einen kleinen Abhang hinauf um wenigstens die Kapelle der Station (immerhin die höchstgelegene Kirche der Bundesrepublik!) zu besuchen. Uns empfing ein hübsches Kleinod, das (nachdem eine Gruppe Tourist*innen, die vor und dort war gegangen war) eine tiefe Ruhe ausstrahlte und uns zum Innehalten einlud.
Als wir die Kapelle verließen, war es, als hätte, wie es in einem Adventslied so schön heißt, der Heiland die Himmel aufgerissen: Der Nebel verzog sich und es war sogar etwas vom Himmel und den umliegenden Felswänden und -gipfeln zu sehen. Tief beeindruckt von der Szenerie gingen wir umher, um das Panorama ganz aufzusaugen. Im Außenbereich der ansässigen Gastronomie verbrachten wir unsere Mittagspause, indem wir unsere mitgebrachten Vollkornbrote mit den einheimischen Vögeln teilten und (zumindest einer von uns) ein Bierchen verrückten.
Hinab ging es, wie wir hinaufgefahren sind, diesmal aber mit einem guten Gefühl!
Unser nächstes Ziel war die Partnachklamm, ein kleiner Canyon, den der gleichnamige Fluss durch den Felsen gefressen hat. Bei sonnigem Wetter wanderten wir vom Parkplatz aus ein gutes Stück bis wir an dem Eingang der Klamm angekommen waren. Was uns dahinter erwartete, war Natur hautnah. Ein künstlich befestigter Weg mit Geländer führte uns an der Schlucht entlang, unter uns Stromschnellen, über uns Felsen und vereinzelte Wasserfälle. Ein wunderschönes Spektakel! Nachdem wir nach ungefähr einer halben Stunde das Ende der Klamm erreicht hatten, gingen wir den gleichen Weg zurück.
Auf dem Nach-Hause-Weg zurück in unsere Unterkunft hatten wir noch Zeit für eine klitzekleine Wallfahrt zum Franziskanerkloster St. Anton. An einem Berghang gelegen wurde die Kirche als Dank dafür gestiftet, dass die Ortschaft nicht von Krieg verwüstet worden ist. Zum Glück (auch für uns!) verfehlt die Wallfahrtskirche nicht ihren Zweck. Hoffentlich bleibt es so.
Unser Abend endete - wie sollte es anders sein - in einem typisch bayrischen Gasthaus. Zum Wohl!
🚙 10km, 🚶🏼♂️12km, 🚋 38km, ⛪2Read more


























TravelerZwei Nordlichter erkunden die Bergwelt. Klingt nach wunderbaren, himmlischen Momenten. Spitze !