Satellite
Show on map
  • Day49

    Fukuoka

    October 5, 2019 in Japan ⋅ ⛅ 27 °C

    Unseren ersten Tag in Japan verbringen wir auf der Insel Nokonoshima, direkt vor der Hafenstadt Fukuoka.

    Wir sind etwas kaputt von der unruhigen Nacht auf der Fähre und schmeißen deshalb nur kurz unsere Rucksäcke ins gemütliche Hostel, trinken noch schnell einen Yasemin-Tee und machen uns dann auf den Weg zur Insel.

    Schon unterwegs bewahrheitet sich das Vorurteil des höflichen und respektvollen Japaners, was den Einstieg in dieses Land einfach und angenehm macht. An der Bushaltestelle warten alle Fargäste wie Perlen an der Schnur aufgereit auf den Einstieg und werden auch nicht ungeduldig, wenn ältere Mitmenschen dafür etwas länger brauchen. Die Fahrer errinnern mit ihrer Mütze, dem sauberen Hemd, der passenden Krawatte und den weißen Handschuhen eher an einen Chauffeur als an einen Busfahrer. Dazu bedanken sie sich bei jedem Fahrgast der aus seinem Bus aussteigt für die gemeinsame Fahrt und wünschen noch einen schönen Tag. Wir müssen an unsere Erfahrungen an den Nahverkehr in Bremen und Hamburg denken und kommen ein wenig ins Grübeln.
    Die Merkwürdigkeit, dass jeder Fahrgast durch die Vordertür den Bus verlassen muss um beim Herausgehen beim Busfahrer zu zahlen verblüfft uns ebenfalls, und wir beobachten an jeder Haltestelle das unpraktische Durch-die Masse-Schieben der Fahrgäste von ganz hinten nach ganz vorne mit einem unterdrückten Lächeln (wir wollen ja nicht unhöflich sein).

    Das Wetter spielt mit, wir leihen uns auf der Insel kurzerhand Fahrräder und erkunden das hüglige, dicht bewaldete Eiland. Die Warnung der Vermieterin, dass sie keine E-Bikes mehr für uns im Angebot hat tun wir zwar noch mit einem Lächeln ab, merken aber schnell wie anstrengend das ungewohnte Radfahren in den Bergen doch ist. Aber wenigstens werden wir nicht nur zwischendurch immer wieder mit schönen Ausblicken belohnt, sondern auch mit einem einsamen Strandabschnitt, an dem wir das erste Mal auf unserer Reise die Badesachen auspacken und eine Abkühlung in den Fluten erleben dürfen.

    Abends schlendern wir noch über einen Markt mit vielen Lichtern, roten Lampions und leckerem Streetfood bevor wir kaputt und zufrieden ins Bett fallen und uns auf die morgige Fahrt nach Hiroshima freuen.
    Read more