Als ich um halb sechs einmal wach bin, ist es noch ziemlich bewölkt. Also doch kein Bach? Aber als ich um halb acht wieder wach werde, sind fast alle Wolken weg. Also laufe ich nach dem Frühstück los zum Riedbach. Ich gehe an der Drieri entlang, da man von dort so einen schönen Blick auf den Gletscher hat. Juhu, noch fast keine Wolke, herrliche Sicht. Steil gehts auf einem Weg durch die Wiesen hoch zur Riederi, an der ich entlang zur Wasserfassung laufe. Nun gehts weiter aufwärts, Schäferweg, Wasserfall und oben durch den dort entstandenen Wald, über den ich immer noch staune. Von der Brücke aus schaue ich zum Gletscher. Er ist wieder kleiner geworden, aber noch da. Auch wenn jetzt einige Wolken da sind, ist es einfach schön hier oben. Ich setze mich auf eine Bank an der Feuerstelle und raste gemütlich zwei Stunden. Zuerst sind noch zwei andere Leute mit da, sie wollen noch zur Bordier und wieder zurück. Davon rate ich um diese Uhrzeit ab. Sie meinen, dann gehen sie bis zum Gletschertor. Die Frau setzt sich zu mir und erzählt, dass sie 1979 schon da war, da sei der Gletscher da gewesen, wo wir sitzen. Hmmmm, möglich. Ich berichte beiden über den Weg zum Gletschertor und der Mann lacht und meint, das wäre ja praktisch, dass hier die Touristeninfo sitzt. Ich lache auch und dann gehen sie los.
Nach 2 Stunden steige ich wieder ab. Die Rast an der roten Bank fällt aus, da wird gerade gewässert - inklusive Bank. Naja, vielleicht wächst sie noch. Wieder im Hotel ist es Zeit, ein wenig auszuruhen, nach über 16000 Schritten eine gute Idee. Draußen gibt es einen Schauer, dann ist wieder Sonne.
Nach dem Abendessen ist noch Flanierabend, ich gehe einmal durch den Ort, das ist mir aber viel zu voll. Aber neben meinem Abendrestaurant spielen die Musiker von gestern, heute ohne Klavier. Ich höre noch zu und gehe dann ins Hotel. Kurz darauf gewittert es heftig.Read more
TravelerAlles wiederzufinden aus deiner Kindheit, ist ein besonderes Glück.
TravelerJa, auf der Strecke kenne ich jeden Stein persönlich.