• Wahibi Sands

    18 novembre 2025, Oman ⋅ ☀️ 29 °C

    Wüste hat auf mich eine ungeheure Anziehungskraft. Diese Weite, die Stille, die Sterne in der Nacht und diese unglaublichen Sonnenuntergänge, aber auch Sonnenaufgänge.

    Wir haben uns den Wecker gestellt um den Sonnenaufgang um 6:19 nicht zu verpassen. Und was soll ich sagen: es hat sich sowas von gelohnt. Es ist magisch, innerhalb von drei Minuten ist sie da und der neue Tag erwacht zum Leben.

    Für uns hält er wieder tolle Momente bereit. Das morgendliche Yoga mit diesem wunderbaren Ausblick ist einfach next Level. Hier hat der Sonnengruß eine ganz besondere Bedeutung.

    Das Frühstück ist, wie überhaupt das ganze Essen hier, sehr lecker und liebevoll zubereitet.

    Amer, der Campbesitzer (wobei man bei drei Zelten eigentlich nicht von einem Camp sprechen kann) hat den Tourismus der Zukunft verstanden. Authentizität, Individualität und ein guter Mix aus einfachem Leben und ein klein wenig Luxus. Es wäre schön, wenn mehr den Tourismus auf diese Art umsetzen würden. Von uns bekommt er eine 10/10.

    Wir fahren mit ihm zu einer Beduinenfamilie und werden typisch omanisch mit Kaffee, Datteln und Hawla, einer Gelee artigen Süßspeise, empfangen. Wir erfahren so einiges über das Leben der Beduinen: viele leben inzwischen in Häusern, vor allem die mit Kindern, damit diese die Schule besuchen können.

    Die Behausung ist einfach, verfügt aber über einen TV und 16 Solarpanels, die den nötigen Strom liefern.
    Lebensgrundlage dieser Familie ist die Kamel Zucht. Insbesondere Rennkamele sind ein lukratives Geschäft, erklärt uns Amer. Die Tiere werden nach Dubai verkauft, dort finden zahlreiche große Rennen statt. Für ein Champion Kamel können bis zu 100.000 OMR erzielt werden.

    Wir sehen unterwegs zahlreiche, andere Wüstencamps, alle aber viel größer als unseres. Da haben wir mit dem FYAFY Camp wirklich einen Volltreffer gelandet. Die Fahrt mit Amer beinhaltet sogar ein kleines Dunebashing, so dass wir beschließen am Abend lieber wieder den Sonnenuntergang zu genießen und ungefähr 50.000 Fotos zu machen.

    So schnell wie die Sonne morgens aufgeht, ist sie am Abend dann auch verschwunden.
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