• Heute hiess es: Motorräder fassen, Gepäck verladen – und nach einer sehr kurzen Instruktion ging es bereits los in Richtung Norden.
    Die Fahrt aus der Stadt Lima heraus ist ein echtes Abenteuer. Die Fahrweise hier entspricht zu 100 % meinen Vorstellungen: links und rechts überholen, auf dem Pannenstreifen fahren, sich wieder eingliedern,gelassenheit und grosszügikeit lissen den verkehr aber gut vorwärtskommen – alles läuft gleichzeitig und irgendwie doch koordiniert ab.
    Unser Guide Bruno gab uns den entscheidenden Tipp: Immer etwas schneller als der Verkehr fahren, dann funktioniere es am besten. Wird es einmal knapp, einfach kurz hupen – so macht man Lastwagenfahrer oder PW-Fahrer auf sich aufmerksam. Ein kurzes „Zurückhupen“ zeigt dann, dass man gesehen wurde. So einfach ist das hier. Ohne Rotlicht, ohne Radaranlagen und allen andereren Vorschrififten – und trotz (oder gerade wegen) des dichten Verkehrs macht das Fahren hier unglaublich viel Spass.
    Auf der Panamericana ging es zügig nordwärts, bis wir rechts abbogen zu einer archäologischen Stätte – Ausgrabungen einer der ältesten Städte der Welt. Ein kurzer Aufenthalt dort ließ uns Tausende von Jahren in die Vergangenheit zurückblicken.
    Der Abend in Barranca war dann ein weiteres Erlebnis: Hunderte von Tuk-Tuks, ein unglaubliches Treiben auf den Märkten und in den Strassen – laut, lebendig, intensiv.
    Morgen geht es dann erstmals richtig in die Höhe: hinauf auf über 4’000 Meter.
    Es war ein erster, ereignisreicher Tag auf dem Motorrad.
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