• 4.2 Muss das sein?

    August 26 in Austria ⋅ ☀️ 7 °C

    Mit der Seewandspitz (3.024) haben wir die 3.000m-Marke geknackt. Das war eigentlich mein Ziel für diese Tour. Damit könnten wir jetzt hier abbrechen und nach Hause fahren. Aber eigentlich war für die 3.000er Marke die Weißspitz (3.300m) vorgesehen. Und die steht jetzt vor uns. Wie immer ist der Weg nicht sichtbar und nicht wirklich klar, wie es da hoch geht. Was klar ist: die ersten Meter schrecken schonmal ab. Da ist ein Schotterfeld zu überqueren, das einer Sanddüne gleicht. Jeder Schritt nach vorn ist auch immer ein Schritt bergab, weil der Boden einfach nachgibt. Die Halde ist nicht allzu tief, runterrutschen tut nicht weh. Würde aber Kraft kosten.
    Am Ende hat ein Reisebegleiter den entscheidenden Satz gebracht: So nah kommen wir 3.300m nicht mehr so schnell. Also hoch…
    Ich habe noch nie so viel geflucht. Der Aufstieg ist schon besch***en. Aber das muss man auch wieder runter 😕
    Die letzten Meter geht es wieder mit Gekraxel über Blockwerk, was sich sehr leicht gestaltet. Oben halte ich mich lieber links, rechts geht’s ordentlich tief runter 😳

    Am Ende ist die Aussicht gigantisch. Aber richtig genießen kann ich’s nicht. Mein Kopf ist schon wieder beim Abstieg und den ganzen Stellen, an denen ich geflucht habe.

    Beim Abstieg ging es dann erstaunlicherweise deutlich einfacher und schneller, als ich erwartet habe. Geflucht habe ich dennoch und war froh wieder auf „normalem“ Wanderweg zu stehen.

    Der Rückweg über die Westseite hat sich dann Ewigkeiten gezogen, war dennoch immer wieder imposant.
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