Auf Wiedersehen Südkorea 🇰🇷
30 апреля, Китай ⋅ ☀️ 26 °C
Eigentlich war Südkorea nur als Zwischenstopp gedacht. Am Ende war es deutlich mehr als das.
Nach einer Woche ging es für mich heute weiter nach China. Igor, ein Brasilianer, den ich am Fuji getroffen habe, hatte das damals ziemlich gehypt – genau deshalb bin ich jetzt hier.
Die Vorbereitung hatte es in sich. Unsicherheit pur, welche Apps funktionieren, welche nicht. Ich habe mir mehrere VPNs installiert, Alipay eingerichtet und mich halb verrückt gemacht. Am Ende stellte sich raus: Meine eSIM reicht aus, um die meisten europäischen Apps ganz normal zu nutzen. Weniger Drama als gedacht.
Der Flug selbst war unspektakulär. Große Flughäfen, aber alles gut organisiert. Erst als ich in Beijing ankam, wurde mir klar, dass ich mich eigentlich kaum mit der Stadt beschäftigt habe. Ich war komplett auf Einreise fokussiert – und stand dann erstmal da ohne richtigen Plan.
Spontan habe ich mich für den Temple of Heaven entschieden. Auf dem Weg dorthin bin ich noch in so eine Fake-Mall reingelaufen. Komplett irre. Jeder spricht dich an, zieht dich irgendwo rein. Die Qualität der Klamotten teilweise so gut, dass man echt zweimal hinschauen muss, ob das nicht doch original ist. Vor allem bei Adidas. Dazu überall Technik, und du willst eigentlich alles mitnehmen. Muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen, was davon wirklich Sinn macht.
Der Temple selbst war dann eher etwas zum Durchlaufen. Ganz cool, aber nichts, wo ich ewig geblieben wäre.
Danach ging’s Richtung Hotel. Ich habe mir mit Mühe ein Bikesharing-Fahrrad freigeschaltet – auch wieder so ein kleiner Kampf für sich. Und dann rein in den Verkehr. Das hat mich ehrlich überrascht: erinnert eher an Sri Lanka als an Europa, nur größer, lauter und intensiver. Zwischenzeitlich bin ich als Linksabbieger auf einem viel zu kleinen Drahtesel über eine achtspurige Hauptstraße gefahren. Komplett absurd, aber irgendwie funktioniert es.
Das Hotel ist okay, nichts Besonderes. Die Sprachbarriere ist dafür deutlich spürbar.
Ich war komplett durch heute, bin direkt eingeschlafen und einfach durchgeratzt. Trotzdem: Der erste Tag war gut. Und ich glaube, aus den nächsten vier Wochen kann ich hier richtig was machen.
China fühlt sich deutlich „roher“ an. Weniger glatt, weniger geschniegelt. Und genau das gefällt mir gerade ziemlich gut. Die Leute schauen wieder mehr hin, man fällt auf. Ganz anderes Gefühl als in Japan oder Südkorea.Читать далее








