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Zwischen mir und der Welt

An open-ended adventure by Jan Read more
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    🇹🇼 Taipeh, Taiwan

    Nochmal Batterien laden

    1 hour ago in Taiwan ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute war wieder ein eher leichter Tag, da ich praktisch nichts gemacht habe. Ich spielte viel Schach auf dem Handy und lernte dabei Lily kennen, die einen positiven Vibe mitbrachte. Am Abend machte ich mich noch einmal auf den Weg, um Boxershorts zu kaufen, was allerdings ziemlich enttäuschend war. Als Ausgleich kaufte ich mir eine coole kleine Tasche und ein cooles neues Shirt.
    Obwohl mein Dopaminlevel heute eher im Keller war, wurde die Stimmung am Abend wieder deutlich besser, als ich voller Vorfreude die weitere Reise geplant habe. Der Rucksack ist gepackt, mal sehen, wie es morgen weitergeht.
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  • Batterien laden

    May 30 in Taiwan ⋅ ☀️ 29 °C

    Ich nutze Taipeh gerade ein wenig, um runterzukommen. Alle zweieinhalb Tage einen neuen Ort in China zu besuchen, hat dann doch Spuren hinterlassen. Heute bin ich mehr oder weniger planlos durch die Gegend gezogen. Ich bin ein wenig mit dem Bus und der Bahn gefahren, bevor ich rechtzeitig über eine ganz nette Einkaufsmeile zurück zum Hostel gekommen bin.Read more

  • Auf Wiedersehen China 🇨🇳

    May 29 in Taiwan ⋅ ☁️ 27 °C

    Auch wenn ich in China eine riesige Krankheitsphase hatte, steht dieses Land in meiner persönlichen Rangliste ganz weit oben. Ich war durchgehend überwältigt von den gigantischen Bauwerken und den beeindruckenden Bergen, die das Land zu bieten hat.
    Bei den Menschen gibt es hier ganz klar zwei Seiten. Auf der einen Seite stehen die oft eher unsozial wirkenden Männer mittleren Alters, die durch Spucken, bauchfreies Herumlaufen und lautes Auftreten möglichst negativ auffallen wollen. Auf der anderen Seite habe ich aber viele offene und kontaktfreudige Chinesen kennengelernt. Diese haben das Negative mehr als aufgewogen und kommen in ihrer Freundlichkeit sogar ein wenig an die überfreundlichen Singhalesen heran.
    Auch der gefühlt komplett regellose Verkehr begann mir irgendwann zu gefallen. China ist auf jeden Fall ein Land, das ich noch einmal bereisen würde.
    Zu meinem Tag: Dieser begann früh und ich war bereits gegen 7 Uhr am Flughafen. Wegen der Tax-Refund-Rückerstattung für meine DJI Action Cam wurde es noch einmal ziemlich stressig. Am Ende kam ich genau zum letzten Aufruf am Gate an und mein, mal wieder zu schweres, Handgepäck wurde ebenfalls nicht kontrolliert.
    Zwei Stunden später war ich in Taiwan und eine weitere Stunde später in Taipeh. Die Müdigkeit zog sich durch den ganzen Tag und ich hangelte mich mehr oder weniger von Kaffee zu Kaffee, bis ich schließlich spät einchecken konnte.
    Taipeh ist groß und die Taiwaner achten etwas mehr auf Ordnung. Dadurch ist die Auswahl an Sharing-Bikes leider deutlich begrenzter. Außerdem muss man hier beim Rollerfahren immer einen Helm tragen.
    Am Abend lief ich noch etwa eine Stunde an einem Fluss entlang und freute mich einfach über mich selbst. Das Interior des Hostels ist gut und auch der Aufenthaltsraum macht einen angenehmen Eindruck. Bisher habe ich allerdings noch keine offenen Reisenden kennengelernt. Vielleicht gefällt mir das zur Abwechslung aber auch ganz gut.
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  • Neue Cap und alte Bekannte

    May 28 in China ⋅ ☁️ 28 °C

    Ich bin jetzt offiziell Mitglied des TAG Heuer Run Clubs. Nachdem ich heute mal wieder spät aufgestanden bin, fuhr ich mit dem Fahrrad Richtung TAG-Heuer-Büro. Erst besorgte ich noch ein paar leckere Éclairs als Dankeschön, dann machte ich mich auf die wilde Suche nach dem Büro selbst. Es befand sich irgendwo in einem Officegebäude im 11. Stock, komplett ohne Beschriftung. Man kam auch nicht so einfach rein und musste sich erstmal einen QR-Code holen, um eine Schranke passieren zu können. Aber ich fand sie schließlich und bekam feierlich die Cap überreicht.
    Es gab Burger zum Lunch und deshalb war ich 20 Minuten zu spät fürs Naturkundemuseum. Danach verbrachte ich viel Zeit vor dem Hostel und aus dem Nichts tauchten plötzlich Viktor und Gaeton aus Yangshuo auf. Es war ein herzliches Wiedersehen. Zwischendurch ging ich noch die obligatorische Abschiedspizza essen. Danach fanden wir uns dort wieder zusammen und wurden irgendwann eine riesige Gruppe, mittendrin saß irgendwo ein alter Mongole mit einer Bong. Es war eine wilde Konstellation.
    Meine Tasche ist gepackt und ich bin gespannt, wie es morgen weitergeht.
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  • Mein neuer Runclub

    May 27 in China ⋅ ☁️ 28 °C

    Der Tag fing an mit einer ausgelassenen Fahrradtour querfeldein durch Shanghai. Ich schaute einfach, was bei Maps imposant aussah, und fuhr los. In einer Mall fand ich sogar einen Aldi, in dem ich ungesund viel Zeit verbracht habe. Die Mall, in der der Aldi ansässig war, hieß „1000 Trees Mall“ und war übersät mit Bäumen. Außerdem war die Architektur wirklich auffällig.
    An einem anderen Ort stand auf einmal ein Schiff mitten in der Stadt, der Besitzer: Louis Vuitton. Insgesamt werden es am Ende wohl etwa 20 km mit dem Fahrrad gewesen sein.
    Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel zog ich mir nochmal die Laufschuhe an. Der Lauf war bis zu einem gewissen Punkt ziemlich unzufriedenstellend. Aus mir unbekannten Gründen gab es überall Straßensperren und von der Polizei langsam geregelten Verkehr. Ich sah schließlich eine Laufgruppe und lief als letzte Hoffnung hinterher, um überhaupt mal am Stück laufen zu können.
    Sie konnten Englisch und akzeptierten mich direkt als neues Mitglied. Es war der „Tag Heuer Shanghai Run Club“. Alles wirkte extrem professionell. Nach dem Lauf gab es einen Tisch mit Wasser und Snacks, bevor jemand ein paar Dehnübungen vormachte. Danach luden sie mich noch zum Essen ein und wir hatten einen richtig guten Abend. Morgen werde ich wohl mal bei ihnen im Büro auftauchen.
    Ich fuhr komplett high vom Dopamin mit dem Fahrrad zurück ins Hostel. Was für ein geiles Ende meiner Chinareise.
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  • Wiedersehen in Shanghai

    May 26 in China ⋅ 🌧 28 °C

    Die Nacht war natürlich nicht so erholsam wie in einem richtigen Bett. Um 11:25 Uhr kam ich in Shanghai an und machte mich über Umwege auf den Weg zum Hostel. Erst einmal war es schwer zu finden und dann wurde ich auch eher unhöflich begrüßt: Ich solle die letzten 12 Minuten bis 14 Uhr zum Check-in warten.
    Das Hostel machte eher den Eindruck, für Chinesen ausgelegt zu sein, und man sah keinen einzigen Ausländer. Ich wollte die Zeit nutzen und mir das Hostel genauer ansehen. Alles wirkte etwas schmuddelig und ich sah aus dem Augenwinkel, wie das Personal auf mich zeigte, über mich sprach und kicherte, was mir endgültig den Rest gab.
    Ich setzte mich in den Aufenthaltsraum und suchte nach einem neuen Hostel. Eine Chinesin setzte sich zu mir und sprach mich schmunzelnd an: „You also looking for another hostel?“ Ihr war ebenfalls aufgefallen, dass es dort nicht gerade sozial zuging. Gemeinsam suchten wir uns ein neues Hostel.
    Das neue Hostel war deutlich besser und ich fand sofort Anschluss. Mein Highlight war, Santiago wiederzusehen, den Argentinier, den ich in Chengdu kennengelernt hatte. Ich machte eine ausgiebige Fahrradtour durch Shanghai und lief danach noch bei bester Aussicht zehn Kilometer am Bund entlang.
    Abends aß ich noch mit Santiago, bevor ich wegen Kopfschmerzen rechtzeitig ins Bett ging.
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  • Nachtzug nach Shanghai

    May 25 in China ⋅ ☁️ 34 °C

    Der heißeste Tag meiner ganzen Reise, glaube ich. Dagegen kann nicht mal Sri Lanka mithalten. „36 Grad und es wird noch heißer“, dazu hohe Luftfeuchtigkeit. Ich habe heute viel entspannt. Morgens gab es viel Kaffee und danach ging ich mit Christina frühstücken. Es gab Reis.
    Weil sich ein Roller heute nicht mehr so richtig gelohnt hätte, nahm ich das Fahrrad, um zur Hauptstraße zu kommen. Die Suche nach richtig gutem Eis war erfolgreich. Danach fuhr ich aber wieder zurück ins Hotel und verbrachte praktisch den Rest des Tages mit zwei Jungs aus der inzwischen nicht mehr ganz so namenlosen Gang.
    Zufälligerweise hatten die beiden Belgier, Viktor und Gaëtan, dasselbe Reiseziel wie ich und wir konnten zusammen ein Taxi nach Guilin nehmen. Es war echt nett mit den Jungs und wir spielten viel Schach. Leider mussten wir uns am Zug trennen, denn sie hatten Wagen 13 und ich Wagen 4. Irgendwie witzig, dass wir uns verabschieden mussten, obwohl wir die nächsten 13 Stunden noch im selben Nachtzug verbringen.
    Mein Bett ist geil und meine Bettnachbarn haben alle ein Lächeln auf den Lippen. Außerdem habe ich mich, glaube ich, in meine Bettnachbarin verliebt, leider kann sie kein Englisch. Mal sehen, wie die Nacht wird.
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  • Die Gang ohne Namen

    May 24 in China ⋅ ☁️ 32 °C

    Frühstück war heute ein Omelette von nebenan. Mit dem chinesischen Frühstück bin ich erstmal durch. Danach nahm ich wieder den Roller und fuhr zu einem Wasserfall. Die Fahrt war echt nice, immer am Li River entlang, dem breiten Fluss hier in Yangshuo. Wir hatten heute 33 Grad und es war die Hölle, sobald man stehen blieb.
    Zum Wasserfall musste man noch ein Stück bergauf laufen und ich war komplett nassgeschwitzt. Hin- und Rückweg zusammen dauerten etwa zwei Stunden samt Rollerfahrt.
    Später traf ich mich mit ein paar Jungs aus dem Hostel, aus irgendeinem Grund haben wir uns nie bei Namen vorgestellt. Wir fuhren zu einer Stelle am Li River, an der Baden zwar verboten ist, aber wir sind hier in China, rules are just recommendations. Die Strömung war geisteskrank. Wir hatten eine Klippe angepeilt, von der wir springen wollten, aber ehe wir uns versahen, hatte uns die Strömung schon 100 Meter weiter gedrückt und wir mussten abbrechen. Sie war so unberechenbar, dass derselbe Schuh zweimal an uns vorbeischwamm.
    Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel fuhren wir danach als Gang weiter zu einem Restaurant für chinesisches BBQ. Es war fantastisch, aber wegen der chinesischen Speisekarte bestellten wir viel zu viel Brot, was zumindest für gute Lacher sorgte. Jedes Mal, wenn die Küchentür aufging, bekamen wir Panik, dass noch mehr Brot kommt.
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  • Roller fahren und Berg besteigen

    May 23 in China ⋅ 🌧 30 °C

    Ich habe mir heute wieder einen Roller geliehen. Für knapp über 3 Euro konnte ich den ganzen Tag damit fahren, bis zu 60 km weit. Ich kam damit immer gut auf Geschwindigkeit und er hatte sogar den Vorteil eines Heckkoffers.
    Vom Hostel aus gab es eine Routenempfehlung, die ich auch angenommen habe, und es war wirklich schön. Die Strecke führte an Flüssen und Reisfeldern entlang und zwischendurch auch mal durch schöne, enge Dörfer. Zwischenzeitlich gab es einen heftigen Schauer und ich musste irgendwo Schutz suchen.
    Das Schönste an allem waren aber diese unglaublichen Berge. Mama und Papa fragten, ob man diese besteigen könne, und ich verneinte selbstsicher. Meine Meinung änderte sich aber noch am selben Tag.
    Ich fuhr für einen Zwischenstopp ins Hostel zurück und lernte Mathies aus Hongkong kennen. Wo zwei Reisende sind, werden es auch schnell drei, und wir lernten Christina aus Frankfurt kennen. Sie hatte eine Empfehlung für eine kleine Sonnenuntergangswanderung auf einen dieser „nicht besteigbaren“ Berge bekommen.
    Wir fuhren dort als Rollergang hin. Es waren heftige 40 Minuten Aufstieg, wir waren komplett platschnass. Oben traf sich zufälligerweise das halbe Hostel und wir alberten ein wenig herum und hatten unseren Spaß. Eigentlich darf ich Mama die Bilder gar nicht zeigen.
    Wir waren laut meiner Garmin auf etwa 300 Metern Höhe. Der anschließende Abstieg im Dunkeln war echt rutschig und dauerte länger als erwartet.
    Danach gingen wir noch lokal essen und anschließend zurück zum Hostel. Dort trafen wir noch eine andere Runde und hielten nur ein wenig Smalltalk. Es waren wieder meine Lieblingsthemen: Indien und „Wie lange reist ihr schon?“
    Ich habe das Gefühl, mein Dopaminlevel hat sich wieder gefangen.
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  • In Richtung Osten

    May 22 in China ⋅ ☁️ 31 °C

    Ganz klar ein guter Tag. Es stand wieder Reisen auf dem Plan. Leider war die einzig logische Verbindung von Lijiang nach Yangshuo ein Flug. Das bedeutet immer ein wenig Ungewissheit beim Handgepäck. Obwohl ich zwei Kilo drüber war, bin ich aber einfach so durchgekommen.
    Außerdem bin ich bei Flügen lieber früher da, was heute dank zusätzlicher Flugverspätung für zweieinhalb Stunden Aufenthalt bis zum Abflug sorgte. Aber positiv gesehen: Der Flughafen war wirklich gemütlich und sowas entschleunigt auch mal.
    Gegen 15 Uhr bin ich gelandet und anschließend für umgerechnet 8,60 Euro eine Stunde mit einem hochmodernen Kleinbus nach Yangshuo gefahren. Ab dort merkte man sofort, wie schön die Natur hier ist. Wieder absolut beeindruckende Berge.
    Ich checkte erstmal im Hotel ein, was mir direkt einen 20-minütigen Fußmarsch bergauf bescherte. Yangshuo ist extrem schwül und ich muss mir morgen definitiv einen Roller mieten. Die typischen bunten Roller aus den letzten Städten gibt es hier leider nicht.
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  • Entspannen

    May 21 in China ⋅ ☀️ 28 °C

    Ich war heute eher unmotiviert. Zum Frühstück musste ich heute mal wieder Brot haben und nicht wieder was Deftiges. Also bestellte ich mir mal was beim Lieferanten. Man kann hier praktisch alles bestellen und das ist hier auch Gang und gebe. Teilweise ist bestellen sogar günstiger als im Laden, weil hier ein kleiner Wettkampf zwischen den zwei Hauptplatformen stattfindet. Hier in unserem Hostelhof kamen so 5 Fahrer täglich seit ich hier bin. Hauptsächlich war ich heute beim Black Dragon Pool, der am Ende aber auch nur ein See mit Bergblick war. Ich fuhr ein wenig mit dem Roller durch Orte, an denen ich noch nicht gewesen war, und wechselte von Café zu Café. Die meiste Zeit verbrachte ich aber einfach im Bett.
    Am Abend ging ich noch alleine los und wollte BBQ essen. Es war ein sehr lokales Geschäft, und ich war wieder überrascht über das Auftreten einiger Chinesen. Der Nachbartisch rauchte durchgehend, war sehr laut und drückte dann noch die Zigaretten im nicht gegessenen Essen aus. Ich empfand es nicht als störend, musste aber fast schon schmunzeln.
    Außerdem wurde mir Gehirn angeboten. Der Koch konnte mir zwar nicht sagen, von welchem Tier es war, aber am Ende musste ich das auch nicht unbedingt wissen.
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  • Roller fahren und Heuschrecken

    May 20 in China ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Tag fing nicht gut an. Ich war noch kränker als gestern und bekam zusätzlich Magenprobleme. Trotzdem entschied ich mich, mit Alex aus Russland essen zu gehen. Es gab Reis, genau das Richtige für meinen Magen. Danach schaltete ich aber wieder in den Erholungsmodus und sah mir alleine die Altstadt von Shuhe an. Sie erinnerte mich an die in Lijiang, war aber deutlich entspannter und nicht so überlaufen.
    Einen großen Teil des Tages verbrachte ich auf dem Roller und fuhr einfach durch die Gegend. Die kühle Luft tat gut bei den heißen Temperaturen. Gegen Abend fühlte ich mich langsam etwas besser und im Hostel entstand eine kleine Gruppe aus Menschen unterschiedlichster Herkunft. Gemeinsam gingen wir noch auf den Nachtmarkt. Alles wirkte sehr rustikal, hatte aber genau dadurch einen richtig guten Vibe. Überall stieg Rauch von den Ständen auf und es gab jede Menge zu probieren.
    Kieran, Shai und ich wagten uns sogar an Larven und Heuschrecken. Wir hatten viel Spaß dabei und ich hoffe, dass ich morgen noch etwas fitter bin. Gegen Mitternacht waren wir zurück im Hostel.
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  • Von Dali nach Lijiang

    May 19 in China ⋅ ☀️ 26 °C

    Gestern früh ins Bett und heute zeitig hoch, um noch ein, zwei Kaffees zu trinken. Ein Pole sprach mich an und fragte, ob wir uns ein Taxi teilen wollen. Er würde bezahlen, könne es aber selbst nicht rufen. Wir mussten in dieselbe Richtung. Ich sagte zu und er war total hektisch, wollte sofort los.
    Irgendwie wurde die Situation im Taxi dann komisch. Er war unhöflich und vermittelte mir das Gefühl, dass das Ganze ein Fehler war und ich am Ende auf meinem Geld sitzen bleibe. Da hätte ich lieber doch den Bus für umgerechnet 70 Cent genommen. Am Ende ging aber alles gut aus. Er verabschiedete sich zwar nicht, aber ich bekam immerhin das Geld.
    Am Bahnhof musste ich erstmal die Örtlichkeiten aufsuchen. Es gab nur Hocktoiletten, aber ich wollte diese Erfahrung auch mal machen. Ich will da nicht lange drauf eingehen, aber es war eine Scheißerfahrung.
    Die Zugfahrt verlief ohne besondere Ereignisse. Ich plante den Rest meiner China-Reise durch. In Lijiang fuhr ich mit dem Bus erstmal ins Hostel. Super niedlich! Ein kleiner Innenhof und viele verspielte Einrichtungen, würde ich sagen, aber nicht zu überladen. Der Sanitärbereich ist allerdings sehr veraltet und man muss leider immer über den Innenhof laufen.
    Ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und bin erstmal in die Altstadt von Lijiang. Sehr sehenswert! Riesig, überall verwinkelte Gassen und schöne Ecken. In den oberen Etagen saßen oft Musiker und spielten nach draußen. Zwar gibt es überall dicht an dicht dieselben Souvenirläden, aber trotzdem machte es Spaß, sich alles anzuschauen.
    Witzig fand ich, dass KFC, McDonald’s und Pizza Hut hier auch vertreten sind, sich optisch aber angepasst haben. Ich kaufte mir etwas Yak Jerky in einem kleinen Geschäft, wobei die Verkäuferin total aufgeregt war. Wir freuten uns aber beide darüber. Kurz darauf wurde ich auch von einem Pärchen nach einem Foto gefragt und viele andere lächelten mich an. Scheinbar ist der Tourismus hier noch nicht so präsent. Ich liebe es!
    Wir hatten den ganzen Tag gutes Wetter, bis auf einen heftigen Schauer. Währenddessen saß ich aber gerade gemütlich beim Pizzaessen drinnen. Danach suchte ich noch vergeblich auf ein paar Märkten nach alkoholfreiem Bier, aber das scheint hier nicht besonders verbreitet zu sein.
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  • Ich und mein Roller

    May 18 in China ⋅ ⛅ 25 °C

    Ich habe mir heute einen Roller gemietet und das war mit Abstand das Beste, was man in Dali machen kann. Es war ein Elektroroller mit 110 km Reichweite für einen ganzen Tag. Für 8 Euro war das ein echt guter Deal. Wir hatten ordentlich Sonne und mit dem gechipten Roller schaffte man locker 50 km/h, obwohl der Tacho schon bei 25 km/h aufhörte. Durch den Fahrtwind ließ es sich trotzdem gut aushalten.
    Hier gibt es keine Helmpflicht, was ich ehrlich gesagt ziemlich geil fand. Außerdem scheint es auch keine wirkliche Straßenverkehrsordnung zu geben. Ähnlich wie in Sri Lanka, einfach fahren. Rot ist eher eine Empfehlung als eine Regel. Meine westliche Herkunft sorgte vermutlich auch dafür, dass die anderen vorsichtiger mit mir waren.
    Ich fuhr ungefähr 80 km Stop-and-go durch engste Straßen, über Schotterwege an Feldern entlang und über vierspurige Hauptstraßen. Immer wenn ich etwas Interessantes sah, hielt ich an und entdeckte dadurch Dinge wie ein Alpaka, riesige Drohnen zum Düngen der Felder und wahnsinnig hübsche Gemüsemärkte. Einen Sonnenbrand gab es gratis obendrauf.
    Abends brachte ich den Roller zurück und fand noch ein nettes Lokal, in dem ich eine Rice Beef Bowl, frittierte Pilze und etwas zum Dippen bekam. Das Essen in China gefällt mir allerdings bisher nicht besonders. Hotpot finde ich nicht wirklich gut, beim Chinese BBQ gibt es oft ziemlich komische Sachen und ansonsten besteht vieles aus scharfen Nudeln und relativ wenig Reis.
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  • Hotelwechsel in Dali

    May 17 in China ⋅ ⛅ 26 °C

    Das lange Schlafen tat mir gut, trotzdem fing der Tag eher negativ an. Um 10 Uhr verließ ich das Bett und wollte Wäsche waschen. Es war wieder niemand da, deshalb musste ich die Waschmaschinen selbst suchen. Waschmittel gab es auch nicht und ich wurde von einer älteren Dame aufgefordert, zum Supermarkt zu gehen. Derweil ging mir die Hauskatze auf die Nerven, von der nirgendwo etwas geschrieben stand. Allergiker scheint es hier in China wohl nicht allzu viele zu geben. Beim Zähneputzen musste ich ihr ausweichen, weil sie kuscheln wollte, und als sie dann auch noch in mein Zimmer lief, musste ich sie mit einem Ohrenstöpsel wieder hinauslocken und schnell die Tür schließen. Überall waren Haare. Als sie danach auch noch an meine Schuhe ging, war ich endgültig bedient.
    Ich hatte am Vortag kaum etwas gegessen und musste erstmal raus dort. Beim 7 Eleven angekommen fand ich nur große Packungen Waschmittel und kaufte deshalb erstmal nur Frühstück. Ich saß ungeduscht, in den Klamotten vom Vortag, auf einer Parkbank in der Altstadt und fühlte mich wie ein Obdachloser. Mein einziges Ziel war eigentlich nur: Wäsche waschen, duschen und frische Sachen anziehen.
    Als ich in der Herberge schließlich eine andere Mitarbeiterin fand, die ebenfalls kein Wort Englisch sprach, und ich schon wieder zum Supermarkt geschickt wurde, platzte mir endgültig der Kragen. Ich ging duschen, packte meine Sachen und checkte aus. Das war’s für mich mit dem „Dalis First International Hotel“.
    Im Nachhinein war das eine gute Entscheidung, denn ich wurde in meinem neuen Hotel mit offenen Armen empfangen. Auf Englisch, ohne Katze und sogar mit Waschmittel. Es waren auch direkt ein paar Leute zum Quatschen da. Trotzdem verbrachte ich den Tag eher ruhig, um meine Erkältung nicht weiter zu verschleppen.
    Ich probierte heute ein paar lokale Snacks wie Rushan-Käse oder frittierten Tofu. Mein Abendessen war chinesisches BBQ, bei dem ich mit Schrecken feststellte, dass ich Hühnerfüße am Spieß bestellt hatte, nachdem ich bereits die Hälfte gegessen hatte. Aber wenigstens war der Nachtisch gut.
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  • Zug fahren und Selbstmitleid

    May 16 in China ⋅ ⛅ 27 °C

    Der Tag fing eigentlich richtig gut an. Ich war rechtzeitig am Bahnhof und genoss die erste Bahnfahrt sogar. Die Strecke führte durch Täler und Tunnel in beeindruckenden Bergregionen. Zwischendurch interessierten sich die Leute im Bus auch mal für mich, aber wegen der Sprachbarriere war die Unterhaltung schwierig. Am Transferbahnhof Richtung Dali lernte ich Yuan kennen, einen Läufer, der extra für den Dali-Marathon an diesem Sonntag angereist war. Wir unterhielten uns ausschließlich mit Hilfe unserer Handys.
    Nach dem Umsteigen fühlte ich mich leider immer schlechter und verschlief die letzte Fahrt von anderthalb Stunden komplett. In Dali konnte ich mich leider nicht einmal richtig verabschieden, weil mich die Sicherheitskontrolle nicht durchließ. Er drehte sich noch einmal mit einem suchenden Blick um, dachte aber wohl, ich wäre einfach gegangen, ohne etwas zu sagen. Eigentlich wollte ich ihn am Sonntag anfeuern, aber das wird meine Erkältung wohl nicht zulassen.
    Danach ging es noch eine Stunde mit dem Bus zum Hotel, und ich war dankbar, als ich endlich ankam. Ich legte mich hin und schlief sofort ein. Diese Nacht werden es 14 Stunden Schlaf für mich sein.
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  • Pandas

    May 15 in China ⋅ ☁️ 20 °C

    Ich war heute mit Rachel unterwegs und wir waren in Dujiangyan Panda Base. Hauptsächlich waren wir natürlich wegen der Pandas dort. Der Park war wirklich sehenswert, mit dem ganzen Bambus und dem guten Wetter hatte das Ganze eine richtig entspannte Atmosphäre. Die Pandas waren verdammt niedlich.
    Vor allem bei den kleinen roten Pandas hatten wir richtig Glück. In einem Moment lief sogar einer direkt über uns drüber. Viele der großen Pandas saßen einfach da und aßen, während einer gerade den Nap seines Lebens hatte. Er sah praktisch tot aus, mit einem Arm in der Luft.
    Die Fahrt dorthin dauerte etwa eineinhalb Stunden. Nachdem wir mit dem Pandapark fertig waren, schnappten wir uns Fahrräder und erkundeten die Stadt. Wir fanden ein riesiges Schwimmbad und eine wahnsinnig coole Bücherei. Danach fuhren wir über schöne Radwege weiter zur Altstadt.
    Auch die Altstadt war wirklich schön anzusehen und dort lernten wir Santiago aus Argentinien kennen. Es war extrem cool, weil er sogar Mate dabeihatte. Wir verstanden uns sofort und kamen fast nicht mehr voneinander los.
    Der Rückweg nach Chengdu dauerte wieder eineinhalb Stunden, diesmal mit dem Taxi. Hier heißt Uber praktisch Didi und für 16 Euro war das die längste Taxifahrt meines Lebens. In Deutschland hätte man nach spätestens 40 Minuten wahrscheinlich schon bei der Bank angerufen und nach einem Kleinkredit gefragt.
    Zurück in Chengdu verabschiedeten Rachel und ich uns voneinander. Ich ging nur noch etwas essen und danach zurück ins Hostel.
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  • Mit dem Fahrrad durch Chengdu

    May 14 in China ⋅ ☁️ 25 °C

    Ich fühl mich ok, aber noch nicht wirklich fit. Deshalb habe ich heute wieder auf Sparflamme gemacht. Ich bin erst gegen 14 Uhr aufgestanden und mit dem Fahrrad zum Global Center gefahren, einem riesigen Einkaufszentrum. Wirklich begeistern konnte ich mich dort für nichts, außer für das beeindruckende Gebäude selbst. Ich habe dort noch eine Pizza gegessen und bin danach zurück zum Hostel gefahren. Abends habe ich mir dann noch Burger bestellt. Im Grunde bestand mein Tag aus Fahrradfahren und Musik hören. Ich hoffe, morgen bin ich fit genug für die Pandas.Read more

  • Party und Korean BBQ

    May 13 in China ⋅ ☁️ 26 °C

    Es ging schon wieder viel länger als geplant. Eigentlich wollte ich heute nur nach Chengdu weiterreisen und mich danach erholen. Die Reise verlief einfach und ohne besondere Erlebnisse. Ich hatte letzte Nacht richtig schlecht geschlafen und dümpelte bis zum Check-in durch Chengdu, bevor ich mich sofort hinlegte, als ich ankam.
    Rachel schrieb, ob wir etwas essen gehen wollen, und eigentlich passte es mir gar nicht. Aber weil es die letzte Chance war, Kris zu sehen, sagte ich zu. Wir fanden ein Restaurant für koreanisches BBQ mit All-you-can-eat und Getränken für 9 €. Ein Bekannter aus Spanien von den beiden, namens Gerry, kam noch mit.
    Es war so verdammt gut. Das lag zum einen daran, dass es einfach richtig gut schmeckte. Zum anderen gefiel mir aber auch das Buffetkonzept, bei dem man sich selbst bedienen musste. Dadurch musste man nicht kompliziert auf einer chinesischen Speisekarte ohne Bilder auswählen.
    Im Anschluss ließ ich mich noch überreden, mit in die Partymeile zu kommen, wo wir überraschend gut ankamen. Die Chinesen sind beim Feiern eher ruhiger. Gegen 1 Uhr ging es zurück ins Hostel. Aufregend war noch das mein Internet ausfiel nach der Bahnfahrt und ich irgendwie mit Hand und Fuß rausfinden musste wo mein Hostel ist und wie ich dorthin komme.
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  • Here we go again

    May 12 in China ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir sind wieder in der Krankheitsstaffel angekommen. Leider tat mir das warme Klima im Wechsel mit dem schön gekühlten Hostel langfristig nicht so gut. Dementsprechend habe ich heute deutlich zurückgeschaltet und mein Tag bestand hauptsächlich aus ein wenig Klamotten shoppen und essen.
    Ein kleines erwähnenswertes Highlight war ein Restaurant in einer Mall. Der Besitzer hatte offenbar eine Vorliebe für Touristen und das merkte ich auch. Gleichzeitig saß dort eine thailändische Familie, mit der ich sofort warm wurde und die schließlich sogar ihren Nachtisch mit mir teilte.
    Zurück im Hotel fiel ich meiner Müdigkeit zum Opfer und verdrehte mir mit meiner „Mittagsstunde“ von 18 bis 22 Uhr wahrscheinlich komplett den Schlafrhythmus. Den Tag beendete ich noch mit einem kleinen Abendspaziergang in Badelatschen auf der Suche nach etwas zu essen.
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  • Hot Pot und Skyline

    May 11 in China ⋅ ☁️ 29 °C

    Gestern wurde es spät und heute dementsprechend auch. Nach Wäsche und Kaffee verließ ich um eins das Hostel. Es begann mit einer sehr ansehnlichen Bahnfahrt am Wasser entlang zur Liziba Station, dem bekannten Ort, an dem die Bahn durch ein Gebäude fährt.
    Die Bahnfahrt selbst war tatsächlich das Highlight, denn vor Ort war es letztlich nicht so spektakulär und dazu wieder ordentlich überlaufen. Trotzdem habe ich natürlich wie ein braver Tourist mein Handy gezückt.
    Anschließend nutzte ich die Bahn direkt weiter zur Raffles City, einer großen, modernen Mall an der Landspitze, an der die beiden Flüsse Chongqings zusammenfließen. Die Aussicht dort war stark, aber da ich eigentlich schon wieder auf der Suche nach Adidas war und es dort keinen Store gab, lief ich zurück zum Main Square. Dort gab es zwar einen Laden, allerdings hatte ich keine Zeit mehr, weil ich mit Kris und Rachel verabredet war.
    Am Abend gab es Hot Pot, und es war sauscharf, ehrlich gesagt etwas zu scharf für unsere Verhältnisse. Wir haben zwar alles geschafft, aber die Kombination aus „viel zu scharf“ und „wir verstehen die Speisekarte nicht“ brachte uns gemeinsam zu dem Entschluss, dass das wohl eine einmalige Sache bleibt.
    Danach spazierten wir noch durch das Neonlicht zurück zum Hostel. Dabei wurde mir eines klar: Diese Stadt hat die beste Skyline, die ich je gesehen habe.
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  • Megacity Chongqing

    May 10 in China ⋅ ☁️ 27 °C

    Von einem Ort mit atemberaubender Natur ging es heute in eine ebenso atemberaubende Stadt. Für mich begann der Tag erstmal mit einem kleinen Miracle Morning: ausschlafen und bis 13 Uhr gemütlich Kaffee trinken.
    Irgendwann machte ich mich dann doch auf den Weg zum Bahnhof, der überraschend übersichtlich war. Zweieinhalb Stunden später stand ich mitten in Chongqing – einer Stadt voller Wolkenkratzer, Neonlichter und Modernität. Außerdem war es unglaublich warm.
    Während ich durch die Straßen schlenderte, entdeckte ich einen DJI Store. Und tatsächlich: Genau die Actioncam, nach der ich schon lange gesucht hatte, war dort im Angebot. Also kaufte ich mir die DJI Action 5 Pro inklusive Tauchzubehör für bis zu 60 Meter Tiefe.
    Voller Vorfreude machte ich mich anschließend auf den Weg zum Hostel, wo ich direkt am Eingang Rachel traf. Offenbar haben wir denselben Hostelgeschmack.
    Kurz darauf kam allerdings etwas Ernüchterung auf. Wegen der riesigen Touristenmassen entlang des Flusses war entspanntes Laufen durch Chongqing kaum möglich. Etwas enttäuscht ging ich zurück zum Hostel.
    Zum Glück hielten Kris und Rachel mich nicht lange in dieser Stimmung fest und fragten, ob wir zusammen essen gehen wollen. Und plötzlich war der Abend doch noch großartig. Gemeinsam liefen wir bis Mitternacht durch die Straßen voller Neonlichter und waren einfach froh, nicht allein unterwegs zu sein. Denn langsam habe ich das Gefühl, dass mein Hostel mal wieder nicht unbedingt der beste Ort ist, um neue Leute kennenzulernen.
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  • Nationalpark Tag 2

    May 9 in China ⋅ ☁️ 24 °C

    Es ging heute wieder in den Park, erneut gemeinsam mit Ethan und Ryan. Unser Hauptziel waren diesmal die sogenannten Avatar Mountains. Wir entschieden uns heute bewusst gegen den Fahrstuhl und nahmen stattdessen die Treppen, was uns eine Stunde pures Treppensteigen bescherte. Ich fand’s ehrlich gesagt ziemlich gut, auch wenn heute alles etwas voller war als gestern. Zum einen ist dieser Teil des Parks deutlich beliebter, zum anderen war heute Samstag.
    Die Avatar Mountains selbst waren beeindruckend, auch wenn sie vielen anderen Stellen ähnelten, die wir bereits gesehen hatten. Viel mehr herausgestochen ist für mich die Fahrt nach unten mit der Gondel. Die Aussicht dabei war wieder komplett verrückt.
    Nach sechs Stunden verließen wir den Park mit gutem Gewissen, weil wir eigentlich alles gesehen hatten, was wir uns vorgenommen hatten. An einer Stelle wurden uns sogar Steinschleudern angeboten, um auf Affen zu schießen. Mit all den Kindern um mich herum musste ich da aber dankend ablehnen. Die Affen waren heute ohnehin deutlich präsenter als an den Tagen zuvor.
    Am Abend gab es dann nur ein kleineres Dinner, weil viele der Jungs bereits abgereist waren. Trotzdem fanden wir uns nach dem Essen noch zu fünft zusammen und zogen gemeinsam durch die Stadt.
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  • Willkommen auf Pandora!

    May 8 in China ⋅ ☁️ 15 °C

    Ich war heute auf einem anderen Planeten. Beim Verlassen des Hotels lernte ich erstmal Ryan kennen, mit dem ich dann den National Forest Park Zhangjiajie betrat, den ersten Nationalpark Chinas. Als Erstes ging es in eine Gondel und wir fuhren zwei bis drei Minuten steil bergauf. Wir waren einfach baff. Die Aussicht war atemberaubend und man fühlte sich wirklich wie auf Pandora. Ich genoss jede Sekunde der Fahrt.
    Oben angekommen lernten wir Ethan aus England kennen. Er war ein wahnsinnig guter Gesprächspartner und sollte mich ebenfalls den Rest des Tages begleiten. Danach wechselten sich Shuttlefahrten und Hikes von bis zu zwei Stunden ab. Es war nicht zu voll, wahrscheinlich weil es leicht regnete, aber der Aussicht tat das keinen Abbruch.
    Ein bisschen enttäuscht waren wir vom 8-Euro-Fahrstuhl. Er war so voll, dass wir kaum etwas sehen konnten und nach 20 Sekunden war die Fahrt schon vorbei. Da wird ordentlich Geld verdient.
    Nachdem wir den Park nach einem langen Tag gegen 17 Uhr verließen, entschied ich mich noch laufen zu gehen und landete an einem atemberaubenden Ort. Ein großer Teil dieser Stadt ist aus irgendeinem Grund verlassen. Ich lief einfach drauflos und stand plötzlich vor einem Zaun mit einem Loch. Mein Gedanke war nur: Ich werde schon irgendwann wieder rauskommen.
    Ich lief und lief. Irgendwann blieb ich nach etwa einem Kilometer mitten in einer verlassenen Gegend stehen, nur um mich umzusehen. Alles war offen, zugewachsen und wirkte wie eine verfluchte Stadt. So etwas Außergewöhnliches habe ich noch nie gesehen. Mein Herzschlag blieb hoch, obwohl ich meine Garmin längst gestoppt hatte und gar nicht mehr lief.
    Irgendwann dachte ich an die vielen Kameras in China und entschied mich für den Rückweg. Eine extra Runde lief ich trotzdem noch, bevor es zum Community Dinner ging. Heute saßen wir in einer großen Runde mit ein paar neuen Gesichtern zusammen. Wir spielten noch ein wenig Uno, bevor ich mich mit einem breiten Lächeln wegen dieses aufregenden Tages ins Bett legte.
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  • Aufs und abs in Zhangjiajie

    May 7 in China ⋅ ☁️ 17 °C

    Ich musste heute leider Abschied von meiner Powerbank nehmen. Um neun Stunden Zugfahrt zu umgehen, entschied ich mich für den Luftweg. Mit viel zu wenig Schlaf stand ich früh morgens auf und fuhr erstmal eine Stunde mit dem Taxi zum Flughafen.
    Eigentlich lief alles gut, bis zur Sicherheitskontrolle. In China ändern sich scheinbar über Nacht die Regeln und selbst meine gute Marken-Powerbank blieb davon nicht verschont. Problem: Es fehlten wohl drei kleine „C“ auf der Kennzeichnung. Also musste ich sie dort zurücklassen.
    Ohne Powerbank ging es weiter und mir war sofort klar, was ich in Zhangjiajie als Erstes tun musste: eine neue kaufen. Leichter gesagt als getan. Natürlich landete ich ausgerechnet diesmal nicht in einer riesigen Metropole, sondern in einer deutlich ruhigeren und ärmlicheren Gegend. Die wenigen Elektromärkte verkauften fast ausschließlich Großgeräte.
    Zwischen etwas halbherzigem Sightseeing kaufte ich schließlich notdürftig eine neue Powerbank für 21 Euro, dieses Mal allerdings ohne europäische Zertifizierung. Das könnte auf dem Heimweg also nochmal spannend werden.
    Abgesehen davon muss ich aber sagen, an was für einem unglaublichen Ort ich hier gelandet bin. Überall ragen bewachsene Berge in den verrücktesten Formationen aus der Landschaft. Ich kann es kaum erwarten, morgen den Nationalpark zu sehen.
    Auch das kleine Örtchen Wulingyuan, in dem mein Hostel liegt, ist ein echtes Highlight. Vor allem das gemütliche Interieur, der gut gelegene Aufenthaltsraum und das gemeinsame Community-Dinner haben schnell dafür gesorgt, dass ich wieder viele neue Leute kennengelernt habe.

    Am Ende gab es also doch noch ein Happy End.
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