• Roller fahren und Berg besteigen

    May 23 in China ⋅ 🌧 30 °C

    Ich habe mir heute wieder einen Roller geliehen. Für knapp über 3 Euro konnte ich den ganzen Tag damit fahren, bis zu 60 km weit. Ich kam damit immer gut auf Geschwindigkeit und er hatte sogar den Vorteil eines Heckkoffers.
    Vom Hostel aus gab es eine Routenempfehlung, die ich auch angenommen habe, und es war wirklich schön. Die Strecke führte an Flüssen und Reisfeldern entlang und zwischendurch auch mal durch schöne, enge Dörfer. Zwischenzeitlich gab es einen heftigen Schauer und ich musste irgendwo Schutz suchen.
    Das Schönste an allem waren aber diese unglaublichen Berge. Mama und Papa fragten, ob man diese besteigen könne, und ich verneinte selbstsicher. Meine Meinung änderte sich aber noch am selben Tag.
    Ich fuhr für einen Zwischenstopp ins Hostel zurück und lernte Mathies aus Hongkong kennen. Wo zwei Reisende sind, werden es auch schnell drei, und wir lernten Christina aus Frankfurt kennen. Sie hatte eine Empfehlung für eine kleine Sonnenuntergangswanderung auf einen dieser „nicht besteigbaren“ Berge bekommen.
    Wir fuhren dort als Rollergang hin. Es waren heftige 40 Minuten Aufstieg, wir waren komplett platschnass. Oben traf sich zufälligerweise das halbe Hostel und wir alberten ein wenig herum und hatten unseren Spaß. Eigentlich darf ich Mama die Bilder gar nicht zeigen.
    Wir waren laut meiner Garmin auf etwa 300 Metern Höhe. Der anschließende Abstieg im Dunkeln war echt rutschig und dauerte länger als erwartet.
    Danach gingen wir noch lokal essen und anschließend zurück zum Hostel. Dort trafen wir noch eine andere Runde und hielten nur ein wenig Smalltalk. Es waren wieder meine Lieblingsthemen: Indien und „Wie lange reist ihr schon?“
    Ich habe das Gefühl, mein Dopaminlevel hat sich wieder gefangen.
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