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  • Day93

    Roadtrip Neuseeland Teil 3

    January 28 in New Zealand ⋅ 🌧 15 °C

    Endlich Wale anschauen!!! Die Nacht waren wir an einem richtig schönen Campingplatz am Meer und beim Frühstück konnten wir schon einige Delphine vorbei schwimmen sehen. Das steigt die Vorfreude auf noch größere Meeresbewohner natürlich noch mehr. Wir haben uns erst mal mit Medikamenten gegen Seekrankheit eingedeckt, in der Hoffnung die helfen was. Es war etwas stärkerer Seegang angesagt und ich bin nicht gerade unempfindlich 😬. Dann wurden wir schon zum Katamaran gefahren und los ging’s! Vor der Küste Kaikura‘s befindet sich ein tiefer Canyon unter Wasser, der perfekte Bedingungen für alle möglichen Meeresbewohner bietet und natürlich auch für Wale. Wir mussten brav drinnen auf unseren Plätzen warten und hoffen, dass der Guide das Kommando zum rausgehen gab. Und tatsächlich: nach kurzer Zeit war ein Wal in Sicht und alle stürmten nach draußen für den besten Platz. Da konnte man schon den riesigen Buckel und Rückenflosse eines Pottwals sehen,der zum Luft holen ca 7min an der Wasseroberfläche bleibt. Unsere Guids waren auch so erfahren, dass sie genau den Moment des Abtauchens vorhersagen konnten. So konnte jeder ein Foto der großen Floß machen, bevor der Wal wieder in über 1000m Tiefe verschwindet. Ein gigantisches Erlebnis! Wir hatten richtig Glück und konnten das Spektakel noch zweimal beobachten! Dann waren wir aber auch froh, wieder an Land gehen zu können. Die hohen Wellen schlagen doch auf den Magen und die ersten hatten ihre Kotztüten schon gefüllt. Nach kurzer Erholungszeit ging es wieder weiter mit „the hoff“ Richtung Abel Tasman. Wir haben ja keine Zeit! Wieder entlang der einmalig schönen Küste mit vielen Robben-Kolonien. Man möchte am liebsten nach jeder Kurve stehen bleiben und wieder ein Foto machen. Am Abel Tasman ging es direkt weiter mit unserem Aktionprogramm. Wir haben uns Kajaks gemietet um die Küste abzufahren. Hört sich entspannt an, aber irgendwie haben wir nicht bedacht, dass wir auf dem Meer paddeln müssen. Mit Wind und Wellen. Also haben wir uns erst mal zwei Stunden abgekämpft bis wir an unserem ersten Ziel waren. Eine kleine Insel nahe der Küste auf der man Robben beobachten kann. Danach haben wir erst mal eine Badepause an einem der schönen Strände gebraucht! Auswahl gibt es genug. Nach Picknick und Sonnenbaden wollten wir uns auf den Rückweg machen. Gut, dass ich bei der Instruktion so gut aufgepasst habe! Ich bin natürlich vollkommen falsch eingestiegen, hab das Kanu fast zum kentern gebracht und dabei erst mal ein paar Liter Wasser eingeladen. Upsi!!! Wir haben’s dann doch noch geschafft irgendwie ins Kanu zu kommen und sind die Küste zurück gepaddelt. So schön hier und eigentlich kann man es länger aushalten! Aber bei uns geht es weiter im Programm und ich nehm mir fest vor hier nochmal zurück zu kehren... unsere nächste Station sollte der Franz-Josef-Gletscher werden. Da das ein echt langer Weg ist machen wir auf der Hälfte Zwischenstopp auf einem eigentlich sehr schönen Campingplatz. Aber leider landen wir auch in der sandfly-Hölle! Nach dem obligatorischen Camping-Outdoor-Dinner sind wir komplett zerstochen und werden uns noch lange drüber freuen. Die Stiche jucken richtig schlimm und leider sind die kleinen Biester auf der Südinsel sehr verbreitet. Da müssen wir uns will mit anfreunden. Am nächsten Tag geht es nochmal ein gutes Stück weiter und als wir angekommen sind gingen wir erst mal in ein Büro für die Gletscher-Touren. Uns hat wieder eine richtig nette Dame beraten und schnell war klar: ab morgen sieht das Wetter ganz schlecht aus. Also am besten gleich noch in den Heli! Die Tour am Franz-Josef war ausgebucht (und wurde dann auch noch abgesagt). Also entschieden wir uns für den Fox-Gletscher. Wir mussten nochmal ca eine Stunde hinfahren und nach der Registrierung und Sicherheitsunterweisung war es soweit: mein erster Flug im Helikopter! Der war zwar kurz, aber richtig toll! Man merkt kaum wie man abhebt oder landet. Perfekt für mich 😅! Auf dem Gletscher bekamen wir zu unserer Ausrüstung noch Spikes und los ging es mit einem Guide durch das blaue, ewige Eis. Einfach einmalig und beeindruckend. Das Wetter war nicht optimal, aber es war trotzdem ein wahnsinnig schönes (aber auch teures!!!) Erlebnis. Ein bisschen erschreckend war auch, als uns der Guide zeigte, wie hoch das Eis 2008 noch war. Die Gletscher hier schmelzen weltweit wohl am schnellsten! Nach ca zwei Stunden wurden wir mit unserem Heli-Taxi wieder zurück gebracht. Wieder ein unvergesslicher Tag und ich bin fast überfordert bei all den tollen Sachen, die wir in der kurzen Zeit schon erlebt haben. Meine zwei Monate allein werden wohl aus „natur for free“ und Nudeln mit Ketchup bestehen... 😬Read more