• Nerja überraschte uns 💥

    20. januar, Spanien ⋅ ☀️ 14 °C

    ... und zwar mehr als positiv. Hier landeten wir ganz spontan aufgrund eines Videos der YouTuber Alex und Christian von "Everlong Vanlife" https://youtu.be/kTQpIxpLhxw?si=pnq_zuJEKVPk6xHw. Herzlichen Dank an die Beiden für die tollen Tipps 🤗!

    Wir standen beim Schauen des Videos gerade für zwei Tage im schönen Jachthafen von Almerimar (wo wir den allerletzten Platz ergattert hatten 😅) und überlegten wie unsere Reise weitergehen soll. Eigentlich wären wir gerne mal ins schöne Hinterland gefahren, aber die Aussicht auf Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich 🥶 hielten uns davon ab. Die gefragten Stellplätze Richtung Málaga waren zurzeit alle ausgebucht 🙄 und so entschieden wir uns als Zwischenlösung ein paar Tage auf dem empfohlenen Parkplatz in Nerja zu verbringen, der direkt in der Altstadt liegt.

    Wir waren von der ersten Sekunde an von der lebhaften Atmosphäre des Städtchens begeistert. Nerja gilt als einer der schönsten Orte an der Costa del Sol und ist bekannt für seine malerische Altstadt mit weißen Häusern, versteckten Badebuchten und den berühmten Balcón de Europa (ein Aussichtspunkt im Zentrum mit atemberaubendem Blick über das Mittelmeer und auf die Sierra de Almijara). Auch jetzt im Winter ist hier noch richtig was los. Es gibt jede Menge kleine Geschäfte, Restaurants und traditionelle Bodegas. Uns machte es richtig Spaß uns durch die Altstadtgassen treiben zu lassen, an der kilometerlangen Strandpromenade entlang zu schlendern und den Straßenmusikern zu lauschen 🎸🎶.

    Darüber hinaus hat Nerja mit der Cueva de Nerja noch ein weiteres Highlight zu bieten. Wir haben in unserem Leben schon viele Tropfsteinhöhlen besucht und dachten eigentlich, dass uns keine mehr so richtig vom Hocker hauen könnte. Aber die Cueva de Nerja hat das nochmal geschafft. Wir hatten das große Glück, dass gerade nur ganz wenige andere Besucher in der Höhle unterwegs waren und so kamen wir in den Genuss einer einmalig schönen Atmosphäre. Wir fanden es prima, dass es hier keine Führungen gibt und jeder stattdessen in seiner eigenen Geschwindigkeit durch die riesengroße Höhle schlendern kann. Umso tiefer man in die Höhle eindrang umso prachtvoller und höher wurden die Räume, die an Kathedralen erinnerten. Wir hatten jede Menge Wow-Momente.

    Die Cueva de Nerja wurde 1959 zufällig von fünf Männern aus dem Nachbarort Maro entdeckt als sie beobachteten, wie ein Schwarm Fledermäuse aus einer Felsspalte hervorkam. Was muss die Entdeckung für ein Glücksgefühl gewesen sein 🍀. Die Höhle besteht aus einer Reihe von Höhlengalerien, die sich über eine Länge von fast 5 km (!) erstrecken. Davon ist allerdings nur ein Teil für Touristen zugänglich.

    Nach dem wunderschönen Rundgang durch die Höhle nutzten wir noch die Möglichkeit mit Hilfe einer VR-Brille virtuell jene Zonen der Höhle zu besichtigen, die aus Gründen der Sicherheit oder der Konservierung nicht für Besucher zugänglich sind. Die computergenerierte, dreidimensionale Welt war toll gemacht und war das I-Tüpfelchen unseres Besuches der Cueva de Nerja.

    Am letzten Tag unseres dreitägigen Aufenthalts in Nerja unternahmen wir bei sonnigem, aber sehr stürmischem Wetter eine Radtour nach Torrox Costa. Der Ort konnte uns jedoch bei Weitem nicht so begeistern wie das charmante Städtchen Nerja. Der Ausflug nach Torrox Costa lohnte sich trotzdem, denn wir entdeckten dort nicht nur einen Laden mit einer großen Auswahl an deutschen Zeitschriften sondern auch eine deutsche Metzgerei. Als Langzeitreisende freut man sich über solche Orte riesig. Schwer bepackt und mit ganz viel Rückenwind ging es dann mit Vorfreude auf ein leckeres Abendessen nach Hause 😋. Die drei Tage in Nerja waren super und das Wetter wieder mal viel besser als von der Wettervorhersage angekündigt ☀️.
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