• …das wahre Neuseeland!

    January 16 in New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Freitag, 16.01.2026
    44.54 km,516 hm
    von Pukekohe unter die Brücke von Rangiriri

    Wir wachten um ca. 6h auf, packten diesmal wirklich gut ausgeschlafen unser Zelt zusammen und fuhren aus unserem verlassenen Grundstück wieder auf die Straße.
    Es war ziemlich viel Verkehr, und daher entschieden wir noch vor der Autobahn, die hier auch Fahrräder benutzen dürfen,es gibt hier einen ausgewiesenen Fahrstreifen für die Räder, noch zu Frühstücken.
    Wir wählten einen überdachten Platz neben einem Subway, während dessen ging wieder mal ein kleiner Regenschauer nieder, der genau da zu Ende ging, als wir wieder losfuhren.

    Diesmal wählten wir eine Straße paralell zur Autobahn und endlich hatte ich das Feeling in Neuseeland angekommen zu sein.
    Ich genoß die grünen Hügel, die mit weidenden weißen schon kahlgeschorenen Schafen gesprenkelt waren. Wir fuhren vorbei an sehr neugierig aufschauenden Kühen, die friedlich auf ihrer Weide standen.
    Die Straßenränder waren üppig bewachsen mit blau und weiß blühendem Zierlauch. Auf den hohen Graswiesen blühten gelbe Blumen und weiße wilde Möhren. Es roch nach nasser Erde und leichtem frischen Blumenduft.
    Trotz der steilen Steigungen, die wir hier ab und an zu bewältigen hatten, war es ein wahrer Genuß.
    Nach so einer Steigung trafen wir Doug. Er war ein Araroa-Trail Angel, der hier auf dieser Straße jeden Tag seine 8 km abgeht um Müll aufzusammeln. Wow! Wir waren total begeistert. Er lud uns beim Gespräch auch noch auf Kaffee ein, da wir jedoch erst so kurz unterwegs waren, wollten wir noch Kilometer machen und verabschiedeten uns herzlich von ihm.
    Gegen Mittag wählten wir eine Wiese neben einer Straßenkreuzung, hoch bewachsen mit dickem saftigem Gras. So saßen wir weich und verspeisten genüßlich unser Brot mit Humus und unseren Salat.
    Kurze Zeit später kamen wir noch in einem kleinen Dorf an einem kleinen Supermarkt vorbei, so einer von der Sorte “habe alles und auch nichts” und tatsächlich konnten wir dort kaltes Wasser und eine neue Gummiwurst kaufen. Auch ein nettes Gespräch mit dem Besitzer, einem Inder aus der Provinz Punjab und seit 20 Jahren hier in Neuseeland ansässig, erfreute uns sehr.
    Nach einigen Hügeln, ein wenig Autobahn kamen wir nach Rangiriri, eine historische Stätte eine Erinnerung an die Kämpfe 1863 zwischen Engländern und Maoris.
    Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz.
    Nach einer Brücke vermuteten wir den Te Araroa Trail, der, wie sich später herausstellte nur für Wanderer und in keinem Fall für Radfahrer ausgelegt worden war.
    Alex war zurückgefahren um den Einstieg in diesen Weg zu finden und hatte einen Platz unter der Brücke entdeckt, der sich bald als perfekt herausstellte. Nur der steile Weg hinunter zum Fluß war eine Challenge, die Alex, mein Gentleman,bravourös meisterte. Er schleppte unsere Räder und unser Gepäck unter die Brücke. Ein schöner Platz mit Wiese und Blick zum Fluss war die Belohnung.
    Ab und an fuhr ein Fahrzeug über die Brücke, aber das war dann doch gut auszuhalten. Nachts war es sehr ruhig.
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