• A und E on the way
  • A und E on the way

WELTREISE A+E on the way

An open-ended adventure by A und E on the way Read more
  • Trip start
    March 24, 2024

    Hügel über Budapest

    March 24, 2024 in Hungary ⋅ ☀️ 11 °C

    Unsere 1. Station ist Budapest/Ungarn. Um fast 16:40 kommen wir in der schönen Stadt an. Wir haben uns für einen Stellplatz am Berg entschieden, und rammen mit der Dachgalerie beim Einparken schon mal den ersten rosa blühenden Baum.
    Ok, nix Gröberes passiert, Kohbi ist in Ordnung, nur ein kleiner Ast mit zartrosa Blüten hängt vom Dach.
    Wir wollen uns nach mehr als 2-stündiger Fahrt die Füße vertreten. So machen wir uns hangabwärts auf den Weg zur Donau, nehmen den Weg über die moderne Brücke auf die andere Uferseite. Wunderschöne Abendstimmung! Die Wolken, die Farben - schon lange nicht mehr so etwas Schönes gesehen. Langsam geht die Sonne unter, über die Elisabethbrücke geht es zurück, schöne alte Häuser und Donauschiffe säumen den Weg.
    Zurück auf unserem Hügel kochen wir uns noch Gnocci mit Salat. Mhhhh
    war das gut. Alex wäscht ab - wassersparend - mit einem halben Liter Wasser - ich trockne ab. Ok, an diese Prozedur muss ich mich erst wieder gewöhnen.
    Es soll 4° in der Früh bekommen. Wir stellen unsere Heizung auf 12°.
    Also dann sag ich mal: „Gute Nacht, all Ihr Lieben“
    Bis morgen.
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  • Sibiu , Hermannstadt, Rumänien

    March 25, 2024 in Austria ⋅ 🌬 9 °C

    25.03.2024, Montag, 2. Tag: RUMÄNIEN,
    570 km, von Budapest bis Sibiu
    Wir haben gut geschlafen, sehr ruhige Nacht. Kostenloser Stellplatz. Es geht weiter.
    In Szeged, kurz vor der rumänischen Grenze machen wir nochmals einen Großeinkauf bei Aldi (unser Hofer), leider war kein Sojajogurt zu bekommen. Wir decken uns ein mit Obst und Gemüse für die nächsten 1-2 Tage.
    Kurz vor der rumänischen Grenze - STAU! Eine halbe Stunde stehen wir vor der Grenzkontrolle. Der Justizbeamte will nur einen kurzen Blick hinten reinwerfen, ob wir auch wirklich ein Campervan sind. Dann gehts weiter.
    Wir wollen noch bis Sibiu fahren. 1 Stunde Zeitumstellung nach vorne läßt es für uns
    früher Abend werden. Und es wird noch später als gedacht! Ein Stau ca. 150 km vor Sibiu fehlt ein Stück Autobahn und es geht einen Umweg über Hügel und Straßendörfer. Und hier bekommen wir einen Eindruck, wie die Menschen hier leben.
    Ärmliche Häuser, Scheunen, Mini-Vierkanthöfe - nicht wie in Oberösterreich, diese riesigen Kästen, wo man sich eh fragt was die mit sovielen Räumlichkeiten machen.
    Am Straßenrand - im sogenannten Staugebiet nutzt die Landbevölkerung die erzwungene Langsamkeit des Staus: wie Schwammerl schießen kleine Verkaufsstände vor den Minibauernhöfen und sogar im Wald und draußen auf der windausgesetzten Landstraße aus dem Boden. Es wird selbstgemachter Saft, Marmelade, Honig, Äpfel und Birnen, also alles was mit den eigenen Händen erarbeitet wurde, verkauft.
    Da wir keinen Cent rumänischen Bargeldes besitzen, können wir diese Möglichkeit des Einkaufens nicht nutzen.
    Um ca. 19:30 kommen wir in Sibiu an. Wieder ein toller Stellplatz, bei Park For night gefunden - stille Straße neben einem Park.Wir machen uns Abendessen, es gibt Vollkornbrot, Salat und veganen Käse, auch ein Rest Kartoffelbrei mit Spinat ist noch da.
    Satt und zufrieden sitzen wir in unserem Kingsize-Bett, Alex schaut noch Lonley Planet und ich tippsle.
    Gute Nacht an Euch Alle!
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  • …von Sibiu über Bran nach Bucarest

    March 27, 2024 in Romania ⋅ 🌬 12 °C

    26.03.2024, Dienstag, 3. Tag, von Sibiu nach Bucarest über Schloß Bran RUMÄNIEN,
    424 km
    Gleich nach dem Aufwachen packten wir uns zusammen, und ließen Kohbi auf
    unserem Stellplatz allein. Wir wanderten nur ca. 10 min in das Zentrum von Hermanstadt hinein, alte Häuser, mit kleinen Innenhöfen mit Arcaden, gepflasterte Straßen, und schöne Kirchen, und ein riesiger Hauptplatz zum in der Sonne sitzen.
    Wir genossen die Stille in den Kirchen und setzten uns in die schönen alten geschnitzten Holzbänke.
    „ Welche Menschen hier wohl schon 300 oder 400 Jahre vor uns in der Bank saßen?!
    Danach gings zurück zu Kohbi,es wurde gebruncht und danach wir machten uns auf den Weg zum Schloß Bran,Romanvorlag zu Bram Stokers „ Draculaschloß.
    Auf Bundesstraßen ging es rechter Hand vorbei an hohen schneebedeckten Bergen und durch winzige Straßendörfer, auf deren Strommasten viele Störche nisteten.
    “Voll schön“….hier sind die Störche also hergeflogen! „
    Ich fand das Schloß gar nicht gruselig, sondern, heimelig, kuschelig, mit schönen Holzöfen, wunderbar geschnittenen Räumen, Arkadengängen, und Türmen. Wenn man sich in die Geschichte des Schloßes vertieft, findet man eine Verbindung nach Österreich
    und taucht ein in die Geschichte der königlichen rumänischen Familie.
    1,5 Stunden wanderten wir durch das Schloß, mit uns eine Menge ausländischer Touristen. 700.000 sollen es voriges Jahr gewesen sein.
    Na, daß Schloß muss ja irgendwie erhalten werden, und das Dörfchen darunter will unter allen Umständen mitpartizipieren. Eine Menge Standeln mit allem möglichen Plunder.
    „Schrecklich“! Ich finde die Gegend um das Schloß wird verschandelt und entweiht.
    Wir wollen heute noch Bucarest erreichen, und machten uns auf den 2,5 Stunden langen Weg. Am Parkplatz eines riesigen Kaufland-Stores kochten wir Linsencurry und Salat. Dann fuhren wir weiter. Im Dunkel erreichten wir unseren Stellplatz neben dem Regierungspalast in Bukarest. Hier verbringen wir die Nacht auf einem großen Parkplatz, gefunden auf der App park4night. Kostenloses Übernachten möglich.
    Echt super diese App.
    Somit Tschüss bis morgen!
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  • Constantia , Rumänien

    March 27, 2024 in Romania ⋅ 🌙 10 °C

    27.03.2024 Mittwoch, 4. Tag, von Bucarest nach Constantia
    RUMÄNIEN, 223 km
    Ja, was soll man sagen zu einer Stadt wie Bucarest? Alles Grau in Grau, Schlammgrau,grüngrau….sehenswert? Für mich definitiv „NEIN“
    Somit haben wir uns nur die Füße vertreten, dann noch um 11 noch gefrühstückt und sind dann Richtung Constantia ans Schwarze Meer aufgebrochen.
    …und der Tag wurde nicht besser:
    auf der Autobahn, ich bin gerade gefahren, plötzlich Warnanzeige in Gelb: Einspritzpumpe vom Motor defekt und rote Warnanzeige, Getriebeöl wird zu heiß.
    Wir zittern uns bis vor die Fiatwerkstätte in Constantia, davor noch Gespräche mit der Fiathotline, wohin wir uns wenden sollen. Wir haben ja gerade erst mal 4.300 km am Tacho. Stolpern gerade noch vor Geschäftsschluss ins Büro und bekommen für morgen 8:40 einen Termin.
    Fahren können wir ja noch. Nur die Lichteln im Cockpit machen uns beide nervös.
    Leider dürfen wir nicht am Gelände der Fiatwerkstatt übernachten und so suchen wir uns ein paar Kilometer danach einen Parkplatz. Denke hier können wir ohne Probleme bleiben. Morgen werden wir dann erfahren, an was unser Kohbi erkrankt ist.
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  • Bucarest again

    March 28, 2024 in Romania ⋅ ☁️ 14 °C

    27.03.2024 Mittwoch, 4. Tag, von Bucarest nach Constantia
    RUMÄNIEN, 223 km
    Ja, was soll man sagen zu einer Stadt wie Bucarest? Alles Grau in Grau, Schlammgrau,grüngrau….sehenswert? Für mich definitiv „NEIN“
    Somit haben wir uns nur die Füße vertreten, dann noch um 11 noch gefrühstückt und sind dann Richtung Constantia ans Schwarze Meer aufgebrochen.
    …und der Tag wurde nicht besser:
    auf der Autobahn, ich bin gerade gefahren, plötzlich Warnanzeige in Gelb: Einspritzpumpe vom Motor defekt und rote Warnanzeige, Getriebeöl wird zu heiß.
    Wir zittern uns bis vor die Fiatwerkstätte in Constantia, davor noch Gespräche mit der Fiathotline, wohin wir uns wenden sollen. Wir haben ja gerade erst mal 4.300 km am Tacho. Stolpern gerade noch vor Geschäftsschluss ins Büro und bekommen für morgen 8:40 einen Termin.
    Fahren können wir ja noch. Nur die Lichteln im Cockpit machen uns beide nervös.
    Leider dürfen wir nicht am Gelände der Fiatwerkstatt übernachten und so suchen wir uns ein paar Kilometer danach einen Parkplatz. Denke hier können wir ohne Probleme bleiben. Morgen werden wir dann erfahren, an was unser Kohbi erkrankt ist.

    28.03.2024,Donnerstag, von Autocomo/Constantia nach Bucarest
    236 km
    OMG! Wir sind gerade wieder in Bucarest angekommen und es ist 22h! Aber mal
    von vorne: Die Lichter im Cockpit sind: das Getriebeöl wird zu heiß, das Getriebe muss kontrolliert werden, und Kohbi läßt sich nicht mehr automatisch gut schalten.
    Die Autowerkstatt in Constantia hat unser Getriebeöl getauscht und meinten, es wäre zu wenig vorhanden gewesen. Sie haben das Diagnosegerät angehängt und Schritt für Schritt abgehandelt: d.h. Sie haben das Getriebeöl ausgetauscht und dann eine 1stündige Probefahrt gemacht. Beim Retourkommen nächster Schritt Thermostat austauschen - der war natürlich nicht auf Lager- und es ist Osterfeiertage - und die Lieferwege nach Constantia dauern 3-4 Tage länger als nach Bucarest.
    Wir mussten also den Öltausch bezahlen, den sollten wir aber von Fiat bezahlt bekommen, da unser Kohbi noch unter Garantie ist. Und wir mussten auf der Rechnung vermerken, daß wir auf eigenen Wunsch nun nach Bucarest in eine andere Werkstatt fahren. Liebenswürdigerweise wurde uns noch eine herausgesucht, angerufen, Email Geschrieben und dann machten wir uns auf den Weg.
    Viel haben wir von Constatia nicht gesehen. Aber Autocomos Kundenraum im 1. Stock haben wir den ganzen Tag genossen. Keine Sonne - das macht ein bisl trübsinnig. Das selbst zubereitete Abendessen auf einer Raststation auf der Autobahn Richtung Bucarest gab uns wieder Motivation. Und morgen ist ja auch noch ein Tag! Morgen fahren wir Autoitalia/ Werkstätte und hoffen, daß uns dort geholfen werden kann. Haltet uns die Daumen.
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  • Zurück in Bukarest

    March 29, 2024 in Romania ⋅ 🌙 15 °C

    29.03.2024, Freitag, Tag 6. vom Parkplatz neben Regierungsgebäude auf den Campingplatz Belvedere in Bucarest

    Gut geschlafen, dann noch Frühstück hergerichtet und los gings zu Autoitalia Colentina, um 9 h Termin, welcher telefonisch von uns gestern mit dem Serviceteam ausgemacht war. Es ging ganz gut durch die voll verstopfte Stadt, bei 1,8 Millionen Menschen. Dort angekommen eine Hiobsbotschaft: der nächste freie Termin um sich unser Problem genau anzusehen ist Donnerstag in einer Woche. Dann steigen wir mal auf unsere innere Bremse, kommen mal langsam runter, nehmen den Fuß vom Gaspedal und kommen zur inneren Ruhe.
    Um entspannt zu sein, darf man nicht hungrig sein. Deshalb verlassen wir das Autohaus, fahren zum nächsten großen Kaufhaus - nicht ohne vorher unser Frühstück um 12:00 zu uns zu nehmen, denn bekanntlich soll man hungrig nicht einkaufen gehen. Wir decken uns mit Obst, Gemüse, Joghurt, Brot , Nüssen, Salat ect. .ein und beschließen die 5 Tage Wartezeit auf dem Campingplatz Belvedere am Rand von Bucarest zu machen.
    Der Himmel ist blau, es hat 25°. Sofort nach dem Ankommen schmeisst sich Alex in sein Laufgewand, ich hole die Yogamatte raus, denn ich fühle mich nach meiner Grippe noch immer nicht ganz fit.
    Aber die 30 Minuten Yoga tun mir gut. Ok, ich denke wir werden die 5 Tage mit, lesen, schreiben und recherchieren verbringen.
    Gezwungen zur Langsamkeit, mal einen Gang zurückschalten - hat auch etwas!
    Danke fürs Daumen drücken! - wir haben jetzt mal einen fixen Werkstatttermin.
    Das ist gut so.
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  • …Autowerkstatt Autoitalia in Bucarest

    April 4, 2024 in Romania ⋅ 🌙 13 °C

    04.04.2024
    Tolles Datum! Aufregender Tag!
    Wir haben nun fast eine Woche am Campingplatz in Bukarest gechillt.
    Heute früh um 7h gingen wir noch eine Runde laufen, da ja um 11h der Termin bei Autoitalia colentina vereinbart war.
    Um 11h waren wir da. Nettes Personal. Dann Prüfung mit dem Diagnosetool - dann die schlimme Nachricht:
    Das Getriebe muss ausgetauscht werden. Hier in Rumänien kann das zwischen 3Wochen bis 3 Monate dauern. Würden wir unseren Kohbi nach Wien karren lassen, kann das schon 3 Wochen dauern bis er in Wien ist. Bestellung des Getriebes in Italien direkt, nach Eingang des Wagens vom jeweiligen Servicebetrieb.
    Sind wir dann in Wien, haben wir keine Wohnung, keinen Auftrag, und wir müssten dann wieder 1000 km zurückfahren, auch der Transport unseres Kohbis, mit Übergröße, könnte riskant sein.
    Bleiben wir in Bucarest, selbes Scenario, nur eigentlich schneller, da kein Transport nötig ist. Sollte das Auto früher fertig werden, kann es kostenfrei auf dem Parkplatz von Autoitalia colentina auf uns warten.
    Bis um 17h haben wir wegen unserer Garantie auf Antworten vom Generalimporteur aus Wien gewartet. 8 Stunden Ideen, Varianten, Möglichkeiten von einer Seite auf die andere gewälzt! Stunden recherchiert im Internet,mindestens 6 x Toilette besucht,
    Mittags unser hergerichtetes Frühstück gefuttert.
    Aber wir haben eine Entscheidung getroffen!
    Es wird spannend!

    Für heute übernachten wir an einem Park, es ist ganz ruhig und kuschelig da, und nicht weit von der Servicewerkstatt entfernt.

    Mehr gibt es morgen zu erzählen!
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  • … es gibt ein neues Ziel

    April 5, 2024 in Romania ⋅ 🌙 17 °C

    05.04.2024, Freitag
    Wir haben eine gute Nacht am Rande eines schönes Parks verbracht. Sehr leise.
    …und wir sind um 6h früh aufgewacht, die Temperaturen sind so um die 12-13°, also brauchen wir auch die Heizung in der Nacht nicht aufdrehen.
    Ich sitz also grad im Bett, und will meine Knirscherschiene aus dem Mund ins Schachterl tun, und plumps, fällt eine kleine Keramikkrone mit ins Schachterl hinein!
    Mahhhhhhh!!!! Schreck laß nach, jetzt brauch ich auch noch einen Zahnarzt, der mir
    die wieder reinklebt.
    Und um 15h müssen wir Kohbi zu Autoitalia colentina bringen, denn wir haben uns entschieden, daß er hier in Bucarest repariert wird, dann entfällt auch der langwierige, nicht in unserer Macht liegende Transport nach Wien und die Rückreise von über 1000 km.
    Und wir haben uns entschlossen, eine 3-monatige Radreise zu machen. Zur Überbrückung sozusagen.
    Das heißt nun müssen wir alles zusammenpacken, was wir zum Radln und im Zelt zum Übernachten brauchen. Wir brauchen auch 2 Bikekartons, weil wir müssen unsere Reiseräder ein wenig auseinanderbauen. Also ruf ich gleich mal im nächstgelegenen Bikeshop an und wir dürfen uns kostenlos um 9h 2 Bike-Kartons abholen.
    Der Besitzer Katalin macht mir auch gleich noch einen Termin bei seinem Zahnarzt um 11h. Im Shop wird auch noch alles besorgt was wir noch brauchen: 3 Fahrradschläuche, eine zweite Radlhose für mich, Bikehandschuhe, 2 Trinkflaschen und 1 Halter,Bikewerkzeug zum mitnehmen sowie 2 geschenkte Bike-Kartons. Voll nett und zuvorkommend die Rumänen.
    Während Alex im Van schon mal zu sortieren und räumen beginnt, mach ich mich zu Fuß auf den Weg zum Zahnarzt. Der nimmt mich gleich als Erste dran, und fragt vorher höflich den schon vor mir wartenden Pensionisten ob er mich eh vor ihm drannehmen kann. „Notfall“ eben.

    In 15 Minuten klebt meine Keramikkrone wieder dort wo sie hingehört und ich bin ungeheuer erleichtert und fühle mich auch wieder viel schöner und kompletter.
    Dann gehts in unser AirBnB in der Nähe des Flughafens, alles aus dem Van rausräumen und Elektrik stilllegen, Kühlschrank putzen und leer machen und auch unsere Trelino (Trenntoilette) klar Schiff machen. Es kommt alles in die Wohnung,was nun mitkommt, samt Räder und Kartons, und Alex macht sich allein auf den Weg zu Autoitalia um Kohbi dort abzugeben.Stellantis Wien (der Hauptimporteuer von Fiat in Österreich/Wien, hat uns mit Frau Julia (gebürtige Rumänin) eine kompetente Betreuerin zur Seite gestellt, die von Wien aus alle Schritte mit Autoitalia colentina zusammen leiten wird. Damit Kohbi wieder gesund werden kann.

    Ich hab einstweilen aus allen Kühlschrankresten unser Abendessen gekocht und mir
    einen heißen Kaffee gegönnt. Als Alex wieder da ist, beginnen wir die Reiseräder gut zu verpacken, sowie unseren Rucksack und die Radpacktaschen.
    Morgen um 15 h geht unser Flieger.
    Ich nehme nun gerne Quiz-Antworten entgegen wo es nun für uns hingeht.

    Jetzt liegen wir im Bett, voll fertig, wir haben nun ein Ziel vor Augen und freuen uns sehr darauf.
    Alles Liebe aus Bucarest, und Foto gibt es nur dieses eine - ich im Hemd von meinem Papa - so hab ich ihn bei mir und nehm ihn mit - denn dort war er noch nicht - und er hat mit Mama viele,viele Länder bereist!
    Also ich freu mich auf Eure Vorschläge!
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  • … von Fukuoka nach Karatsu

    April 9, 2024 in Japan ⋅ 🌬 14 °C

    Dienstag 09.04,2024
    Erster Biketag von Fukuoka/Kyushu bis kurz vor Karatsu, knappe 60 km

    Nachdem wir gestern am Flughafen von Fukuoka bei strömendem Regen um ca. 1ßh gelandet waren und unser Gepäck ziemlich schnell entladen wurde, hat Alex unsere Räder auf einem ruhigen Eckerl vom Flughafen zusammengebaut. Ich räumte inzwischen die Packtaschen ein und dann gings ca. 20 Minuten durch strömenden Regen mit Linksverkehr in unsere Unterkunft. Am Weg kauften wir noch Abendessen und Frühstück ein, und nach etwas Suchen konnten wir Abendessen, ein warmes Bad genießen und die heutige Radlroute planen.
    Erschöpft fielen wir danach auf unsere Futons und schliefen bis 7 h morgens.

    Dann gings los: durch die Stadt mit viel Verkehr, noch in ein Sportgeschäft für einen Campingkocher, eine ordentliche Bikepumpe und einen Gabelschlüssel für Pedale.
    Mit der Einkaufsaktion brauchten wir ca.2 Stunden durch die Stadt. Das Wetter war ziemlich bewölkt, aber es regnete nicht.
    Danach ging es durch wenig befahrene Sträßchen in die Vorstadt, dann wurde es ländlich und immer grüner, bis wir endlich den Strand und das Meer erreichten.
    War das schön, unberührte Strände, das Rauschen des Meeres und voll nette Autofahrer die sehr achtsam hinter uns fuhren oder uns auch bei roter Ampel noch ohne Hupen über die Straße ließen. Bei kleinen Convenience-Stores machten wir herrliche Klopausen mit warmen Klobrillen fürs kalte Popscherl und nachheriger Dusche. Sehr praktisch, sehr hygienisch und überall dort wo man ihn gerade braucht.
    Dann gabs Kaffee, Snacks, Wasser, Mittagessen - super! Gegen 17 h deckten wir uns mit Abendessen und Wasser ein und in einem Pinienwäldchen mit ziemlich hohen alten Bäumen liegen wir nun nach dem Abendessen schon in unseren Schlafsäcken im Zelt und regenerieren unsere müden Radlpopis, und verspannten Oberschenkel. Auch mein Kopf brummt enorm, hab mir ein Ibuprofen schon eingeworfen und hoffe auf rasche Linderung.
    Wir hören die Wellen an den Strand schlagen. So herrlich! Es hat ca. 12°, also wird es kuschelig in unseren Schlafsäcken.
    Bis morgen!
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  • …der Verfranzer!

    April 10, 2024 in Japan ⋅ ⛅ 12 °C

    Mittwoch, 10.ß4.2024
    2. Radltag von Karatsu nach Momonokawa
    ca. 8h, ca. 47 km,544 HM
    Wir fuhren aus unserem Pinienwald um 9:30 weg, weil wir bis 9 h geschlafen haben.
    Aber gut! Dann gings nach Karatsu. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir die Burg,die auf der Bergspitze trohnte, mit Bllck aufs Meer, blühenden Kirschbäumen und einem 150 Jahre alten Blauregen. Sehr imposant, leider blühte er noch nicht.

    Danach gings den Fluß entlang, bis uns Bikemap rechts in die Berge führte. Es ging ganz schön Berg auf mit unserem ca 25 kg schweren Gepäck und ca. 13-15 kg Radgewicht. Und unser eigenes dürfen wir ja auch nicht vergessen.Vorbei an Obstplantagen, kleinem Stausee und viel Wald. Also bei mir dann mit ca. 100 kg den Berg rauf! Alex radelte voran. Nach ca. 1-2 Stunden kamen wir zum Schluß, das wir falsch waren. Wir brausten gleich mal 10 Minuten hinunter, kamen dann zu dem Entscheid vielleicht doch richtig gewesen zu sein und quälten uns nochmal die 30 Minuten zum ersten Ausgangspunkt zurück. Dann mal ein Mittagspäuschen, ein spätes.
    Nach viel hin und her, Google Maps, Bikemap nahmen wir Schluß endlich den Weg zurück bergab, ca. 20 min dauerte die Fahrt. Wir kamen bei einer Bundesstraße heraus, die uns zum nächsten größeren Ort führte und zu einem Conbini
    Das ist ein Laden, der alles hat. Abendessen eingekauft und Frühstück. Alex hatte inzwischen einen Park entdeckt. Dort wollten wir unser Zelt aufschlagen. Das taten wir dann auch. Wir kochten noch Abendessen und nun liegen wir schon im Schlafsack.
    Hoffentlich verfranzen wir uns morgen nicht wieder so.
    Also bis morgen.
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  • … the best bikeshop of Japan

    April 11, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 13 °C

    Donnerstag,11.04.2024
    3. Radltag von Momonokawa nach Omura
    431 HM, 10h 50 Gesamtzeit mit Pausen, ca. 5,5 Std direkt am Rad.

    Heute haben wir nur bis 6h geschlafen, da wir einige Kilometer abspulen wollten.Aufgrund der Nähe des Flusses war unser Zelt außen waschelnaß, auch innen leider durch das anliegende Tarp. Wir packten also alles trotz Nässe in den Zeltsack und machten uns auf den Weg. Es ging durch Reisfelder, üppiges Grün, im Flusstal entlang.Die typischen japanischen Häuser und Bauernhöfe waren eine Freude für mein Auge, jeder Fleck der Erde wurde mit Gemüsegarten, Reisfeldern, oder Teepflanzen genutzt. In vielen Vorgärten blühten die Kirschbäume,Azaleen und Kamelien. Es ist ein wirklicher Genuss das alles in sich aufzusaugen und ich fahre dabei mit einem richtigen Grinsen durch die Gegend.
    Bergauf gings es heute sehr moderat, leichte Steigung, und schöne schnelle Strecken bergab. Die Autofahrer sind wirklich sehr zuvorkommend und freundlich, es gibt kein Hupen wenn sie mal hinter einem herfahren müssen, weil es zu eng ist, oder sie Angst haben Dich umzufahren. So bleiben sie geduldig hinter Dir.
    Wir machten 4 Essenspausen und 3 Trinkpausen. In Omura fuhren wir dann in
    die kleinen Gassen hinein, aber schon nach der zweiten Ecke blieben wir im ersten Bikeshop der Stadt hängen. Alex kaufte sich ein Kapperl unter dem Helm, ich noch eine bessere Radlhose, denn mit der jetzigen bin ich schon wundgescheuert. Die kommt morgen weg! Und dann der Clou: Alex kaufte mir eine Vorbauerhöhung, ca. 10 cm, ich sitze jetzt aufrechter, rutsche mit dem Po nicht mehr nach vorne (Alex hat mir auch den Sattel gerade gesetzt) ich hoffe, morgen entspannter auf dem Radl zu sitzen, und meine Nackenmuskulatur nicht mehr so zu quälen. Die Mädels im Bikeshop griffen selber zum Schraubenzieher und die 4 Katzen dort fühlten sich richtig wohl - so wie wir. Auch eine Popocreme ging dort noch für mich mit. Mit einem guten Tipp, wo wir gleich ums Eck auch noch unser Zelt aufschlagen können, verließen wir den wirklich kompetenten Bikeladen. Bald hatten wir einen geschützten
    Platz direkt am Meer gefunden. Das Abendessen gekocht - und dann der nächste Schreck: die Unterlagsmatte von Alex hatte ein Loch - also alles Pickzeug geholt, das Loch war schnell gefunden, und nun müssen wir nur noch warten bis es trocken ist, dann können wir es wieder aufpumpen.
    Liebe Leute, dann bis morgen
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  • … to Nagasaki

    April 13, 2024 in Japan ⋅ ⛅ 20 °C

    Freitag,12.04.2024
    4. Radltag von Omura nach Nagasaki
    ca. 55 km,934 HM, ca. 5 Std. Fahrzeit

    Von unserem trockenen Zeltplatz direkt am Meer gings heute um ca. 8h schon los. Wir brachen auf in Richtung Nagasaki, es ging heute abwechslungsreich bergauf und bergab. Gefrühstückt haben wir heute an einem Fluß, über diesen waren Seile gespannt, auf denen Windfahnen aus Stoff hingen. Lauter bunte Fische, ich nehme an das es Kois waren. Leider hab ich nichts gefunden, aus welchem Grund die Japaner so schöne Windinstallationen anbringen.
    Nagasaki liegt von vielen Hügeln umschlossen am Meer. Wir strampelten also 2 wirklich steile Hügel hinauf mit unserem schweren Gepäck und konnten auf der Bergabstrecke es so richtig tuschen lassen.
    Wir haben uns in der Nähe vom Nagasaki Bomb Museeum eine Unterkunft gemietet für 2 Nächte, haben gerade Wäsche gewaschen und aufgehängt. Und natürlich eine heiße Dusche genossen. Alex war so lieb und hat den kurzen Weg zur Post gemacht, um ca. 6 Kilo Gepäck(das meiste war von mir) nach Rumänien zu Autoitalia zu schicken. Dort wird es liebenswürdigerweise entgegengenommen und in unserem Van verstaut.
    Man kommt ja doch drauf, daß man viele Sachen nicht doppelt und dreifach braucht.
    Man was waschen kann und wenn das Radl leichter ist, es bergauf nicht gar so anstrengend sein muss.
    Morgen werden wir das Museeum und den Friedenspark besichtigen gehen und die Postsendung nach Rumänien zu Autoitalia fertig machen. Das ist nämlich keine einfache Sache, jedes Ding das man zurückschickt, muss festgehalten sein in einem Onlinesheet, das dann ein Label ausspuckt mit dem das Paket nach Hause versendet werden kann.
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  • … im Hypercenter in Nagasaki

    April 13, 2024 in Japan ⋅ 🌙 17 °C

    Samstag,13.04.2024
    Ruhetag in Nagasaki

    Heute schliefen wir uns bis 9h mal aus. Dann gabs Frühstück in der Gemeinschaftsküche und Alex ging nochmal auf die Post um unser Paket nun endgültig abzusenden - Kostenpunkt € 75,— na, dafür sind wir um ca. 5 kg leichter - hat auch so seinen Wert.
    Dann marschierten wir zu Fuß ins nahe gelegene Atomic Bomb Museum.
    Es ging in einer überdimensionalen Spirale aus dem Jetzt hinunter ins Jahr 1945, auch architektonisch sehr inspirierend gelöst.
    Die Ausstellung war sehr,sehr berührend.Verstörend! Wie Menschen anderen Menschen so viel Leid antun können. Wie die Menschen aus Nagasaki diese ungeheure Katastrophe überstanden haben, oder auch wie ganz viele von ihnen daran gestorben sind, wird hier unpathetisch, zu Herzen gehend erzählt. Man ist so nah auch an Einzelschicksalen dran, durch Fotos, Erzählungen, Beschreibungen und Originalexponaten, dass, und ich kann jetzt nur für mich sprechen, man unglaublich gerührt ist.
    Man weiß am Ende, dass es nie wieder eine Atombombe geben darf!
    Doch das Schreckliche ist, das die Nordhalbkugel so viele Atombomben besitzt um die ganze Menschheit auszurotten - wenn auch nicht gleich auf einen Schlag, aber auch durch die späteren Langzeitschäden.
    Die ganze Südhalbkugel ist atombombenfrei.
    Es kommt auch sehr gut rüber, dass ganz Japan, insbesondere Nagasaki und Hiroshima keinen Haß und Groll gegenüber den Verursachern verspüren lässt.
    Im Vordergrund steht der Frieden, das Miteinander und der Bürgermeister und die ganze Stadt Nagasaki will bis heute und in die Zukunft ein Mahnmal sein, das so eine vom Menschen gemachte Katastrophe nie wieder stattfinden darf.
    Man geht also hinaus aus dem Museum, die Rampe hinauf ans Licht, aus der dargestellten Verwüstung, und ein paar Meter weiter in den Park des Friedens, wo viele Staaten Exponate gespendet haben und wo auf einem weiten Platz ein Monument steht, genau dort wo die Bombe detoniert ist.
    Die Vögel zwitschern, die Bäume blühen, die Sonne scheint - es ist so unglaublich
    wie diese Stadt dies überlebt hat.
    Wir waren beide sehr beeindruckt und froh im Park das Gesehene verarbeiten zu können.
    Jetzt gehen wir noch fürs Abendessen einkaufen, kochen und dann noch chillen.
    Damit wir für morgen Kraft fürs Bergaufradeln sammeln können.
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  • …mit der Fähre nach Kumamoto

    April 14, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 18 °C

    Sonntag,14.04.2024
    von Nagasaki nach Kumamoto
    68 km, Fahrzeit ca. 5 Std
    Wir hatten uns den Wecker auf 6h gestellt. Alles mußte noch in die Packtaschen und in die Rucksäcke verstaut werden. Alex trug noch beide Radln aus dem 1. Stock hinunter auf die Straße und dann gings schon los.
    Gleich mals 150 hm bergauf, aber wir waren ausgeruht, und die Strecke führte selektiv eine zuerst breite Nebenstraße den Berg hinauf. Das Runterdüsen war ein wahrer Genuss, da wir ganz enge Gassen mit Serpentinen bewältigen mussten und hier ging es durch richtige Bergdörfer.
    Dann ging es weiter auf die Halbinsel Shimabara.Immer am Meer entlang.
    Heute war es herrlich warm, es hatte 25 ° Höchsttemperatur, wir fuhren mit kurzen Ärmeln und langer Hose.
    Und diese Blumendüfte, vorbei an in allen Farben blühenden Azaleen, der Jasmin blühte, die Ringelblumen, auch Rapsfelder haben wir passiert.
    Sogar einen Kranich hab ich heut gesehen. Die mit den schwarzen Federn an den Flügelenden.
    Wir frühstückten wieder bei einem Combini und holten uns Strom an der Steckdose
    in der Außenwand. Sehr praktisch. Mittagessen same way.
    Gegen 17h erreichten wir Shimabara.
    Wir sahen uns noch originale Samurai-Häuser an, aus Holz gebaut, mit Tatamis ausgelegt und mit Holzschiebetüren mit Reispapier.
    Muss saukalt gewesen sein im Winter. Die Samuraihäuser sind alle an einer Straße situiert, wo mittig der Bach durchfließt. Sehr idyllisch war das, sie mit dem Radl zu befahren.
    Leider wurde aus unserem Vorhaben ein Teehaus zu besuchen nichts! Es war schon zu.
    So gings dann zum Hafen und wir erwischten noch die Fähre nach Kumamoto.
    Während der Überfahrt nahmen wir gleich das Abendessen ein, und nach einer Stunde konnten wir die Fähre wieder verlassen. Jetzt war Schlafplatz suchen angesagt. Schon auf der Fähre hat Alex einen ca. 7 km entfernten grünen Fleck auserkoren.
    Meine Fähigkeiten als Schlafplatzlfinder meldeten sich schon beim Rausfahren aus dem Bauch der Fähre, da war ein Park, ich gleich mit dem Radl hinein und Runde gedreht, ein guter windgeschützter Platz hinter einem Erdwall wurde von mir auserkoren. Alex strampelte hinter mir drein, und stimmte dann meiner Wahl
    erfreut zu.
    So liegen wir schon im Zelt und planen die nächste Etappe.
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  • … von Kumamoto nach Aso

    April 15, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Montag,15.04.2024
    6.Radltag, 1130 hm, ca. 65 km
    von Kumamoto nach Aso, Hotel Kamenoi

    …gar nicht mal so schlecht geschlafen. Wir wachten auf um 6h und hörten die ersten Regentropfen aufs Tarp fallen. Es nieselte leicht.
    Wir mussten als erstes durch Kumamoto, Alex meinte sie sei so groß wie Linz. Gefühlt fuhren wir 2 Stunden durch die Stadt. Dann hielten wir bei einem Combini.
    Alle Geräte mit Strom beladen und Frühstück fassen. Als wir aufbrachen fing es wieder leicht zu regnen an. Und nachdem wir ca. 20 km gerades Terrain durch die Stadt und am Fluß,sowie durch die Felder radelten, ging es dann ca. 20 km mal moderat bergauf.
    …und es regnete immer noch. Dann begann die Steigung, und eine Stunde danach schüttete es wie aus Kübeln. Wir kämpften uns gegen den immer stärkeren Wind nach oben und waren durchnäßt bis auf die Haut.
    Alex wartete an einem Anstieg auf mich und fuhr auf die andere Straßenseite, da es schon 14h war und wir schon keine Power mehr hatten. Dort war ein Restaurant!
    Ja, ich will da rein! …sagte aber nix, weil Alex mir entgegenrief: „ Die haben da nur Scheiß!“. Also biß ich die Zähne zusammen und dachte bei mir das Scheiß gleich Fleisch heißt und ich eh nur Reis mit irgendeinem Gemüse gegessen hätte.
    Alex hat wohl meinen verzweifelten Blick gesehen - mitten im Regensturm, der noch stärker geworden war.
    Unbeirrt trat er in die Pedale und wechselte wieder auf die Straßenseite von vorher.
    Ich hinterher. „Wir halten bei der nächsten Möglichkeit!“ Ok, dann bitte nächste Möglichkeit KOMM!
    Sie kam: eine verlassene Autowerkstatt ohne Tore direkt an der Straße, die paar Regale mit dickem schwarzem Staub bedeckt.
    Aber es regnete nicht herein, wir waren geschützt. Draußen tobte der Regensturm und wir wechselten drinnen die waschelnaßen Klamotten gegen trockene aus den Packtaschen. Dann aßen wir alles was wir in unseren Taschen noch finden konnten und wurden doch noch satt.
    Alex fand sogar noch ein unangetastetes staubiges Packerl Chips auf einem staubigen Regal, öffnete es und wir aßen mit Genuss die knackigen Chips. Sehr köstlich! Und mein liebster Ehemann buchte für heute Abend ein Hotel in Aso mit heißem Onsen (Bad).
    So gestärkt von diesem Trailmagic und der Aussicht auf Wärme,heißes Wasser, ein Bett und ein tolles Abendbuffet kämpften wir uns den Berg hinauf.
    Dann ließ der Regen für ca. 1 Std etwas nach, aber dann waschelte es noch ordentlich durch bis wir das Hotel erreichten.
    Immer wieder wartete Alex auf mich, ermutigte mich und erzählte mir das wir es bald geschafft haben. Toller Mann!
    Jetzt liegen wir am Futon, haben heißes Onsen genossen, gut gegessen und unsere schon etwas wunden Popis mit Creme versorgt.
    Morgen ist ein neuer Tag und sicher besseres Wetter.
    Liebe Grüsse
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  • … unser letzter Tag auf Kyushu

    April 16, 2024 in Japan ⋅ 🌙 18 °C

    Dienstag, 16.04.2024
    7.Radltag, Hotel Aso Kumenoi bis kurz nach Oita
    89 km, 915 Hm, 9,5 Stunden unterwegs, reine Fahrzeit 6 Std
    Kalorienverbrauch gesamt:E: 3.250, A: 3.612f

    Das Frühstücksbüffet war der Wahnsinn! Ich hielt mich ein wenig zurück, da ein steiler Anstieg bevorstand, Alex schlug ordentlich zu und meinte: „ da brauch ich erst am Abend was essen“!.
    Um 9:30 verließen wir das Hotel und machten uns auf in Richtung Takita.
    Es war wunderbar warm, und wir fuhren kurz-kurz. Gut geschützt mit der 50er Sonnencreme. Ich glaub ich fuhr zwischen 5-7 km/h, ca. 2 Stunden, dann die herrliche Belohnung einer noch längeren Abfahrt, so viele Kilometer ohne zu treten, stehend,ohne auf dem Sattel zu sitzen - „eine wahre Erholung für meinen Popi“.
    In Takita angekommen kauften wir im Supermarkt gut ein.
    Ein weiterer langer Anstieg stand und noch bevor.
    Wieder gings in der Sonne bergauf. Alex immer vorne weg, ich hinterher. Er ist berauf einfach eine flinke Bergziege, und ich eine lahme Ente.
    Wir fahren mit der Bergfex-App, und so sehen wir genau wann ein Anstieg kommt und wieviel wir geschafft haben.
    So wartete Alex fast ganz oben auf mich und sagte mir die nächste Möglichkeit mit Strom machen wir Pause.
    Dann kam doch noch ein ordentlicher kleiner steiler Schupfer und Alex zog wie Lance Armstrong bei der Tour de France davon.
    Na gut, ich machte wie immer auf langsame Ente. Dann hatte ich es geschafft! Ich sah am Profil es geht nur mehr bergab. Ich verfiel in den Widhalmschen Downhill-Modus. Lei lafen losen!!!!! Ich gab alles - Popo nach hinten, auf die Pedale abgestützt brauste ich talwärts.
    Komisch, Alex muss wohl auch sehr schnell sein, das ist eigentlich gar nicht er.
    Nach einer halben Stunde läutete mein Telefon - ALEX!
    Er war ca. 5 km hinter mir, und kochte gerade Reis, und fragte wo ich sei.
    Ich fuhr nicht zurück, machte Rast bei einem Restaurant am Stausee, aß 3 Bananen,alle Weintrauben, Cashwekerne und 3 Motchis.
    … und wartete bis Alex wieder zu mir gestoßen war. Gemeinsam setzten wir
    unsere Abfahrt fort bis wir Oita Centrum erreichten. Dort mussten wir noch in einen Bikeshop, denn das Radl von Alex klakerte so komisch beim Tretlager.
    Dort eingetroffen, sprühte der nette Herr etwas Silikonspray drauf, und das Klackern war weg. Wir hatten schon Schlimmeres befürchtet.
    Dann gings weiter Richtung Küste, denn wir wollen mit der Fähre morgen nach Shikoku übersetzen.
    Ein Schlafplatz war in einem Park unter Bäumen schnell gefunden - von mir natürlich, noch ‚Abendessen und dann ab in den Schlafsack lund noch alles festhalten was heute so passiert ist.
    Bis morgen, Ihr Lieben!
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  • …von Beppu nach Matsuyama

    April 18, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 20 °C

    17.04.2024, Mittwoch
    8. Radltag, von Beppu nach Matsuyama
    78 km und 525 hm
    4:20 läutete der Wecker,wir packten alles zusammen und in der Dunkelheit ging es an der Küste entlang zum Fährhafen nach Beppu. Dort legte unsere Fähre um 6:20 ab und wir verließen unser erste Insel Kyushu um nach Shikoku zu gelangen.
    Auf der Fähre wurde gefrühstückt und auf bequemen Sesseln und mit einem Becher Kaffee verging die Fahrt von fast 3 Stunden sehr schnell. Schönheitspflege inbegriffen.
    Im Fährhafengebäude angekommen, lernten wir noch Sam(Frankreich)und Lesley(Belgien) kennen, Bikepacker, die schon seit 2 Monaten in Japan unterwegs waren und nun in die umgekehrte Richtung wie wir, nach Kyushu wollten.
    Fertig adjustiert gings dann an der Küstenstraße entlang Richtung Matsuyama.
    Es ging gleich mal als erstes wieder steil und lang bergauf.
    Durch duftende Orangenplantagen, in Glashäusern und auch im Freien auf Plantagen wuchsen die Bäume und standen in satter Blüte.
    Die Fahrt am Meer war geprägt von vielen ärmlichen Fischerdörfern, dem Geruch des salzigen Meeres, frischem Wind und die Fahrt ging teilweise am ca.1,5m breiten Gehweg oder wenn es zu schmal für unsere Packtaschen war, auf der Straße.
    3 mal ging es durch Tunnels im Berg, nur einmal leider wurde extra für Fußgänger und Radfahrer ein eigener Tunnel durch den Berg geschlagen.
    Beim Fahren durch den Tunnel bin ich doch eher ängstlich. Wenn ein LKW sich von hinten mir nähert, fahre ich äußerst konzentriert, mit dem Herz in der Hose, denn es hört sich an, als ob neben Dir gerade ein Kampfjet in den Himmel startet.

    So gings also am Meer dahin, und unsere Konstitution, besonders meine, litt unter
    der unebenen Straße, der langen Fahrzeit und meiner Müdigkeit.
    Trotz der öfter eingelegten Pausen mit eiskaltem Wasser aus den Vending Machines oder einer Eistüte an einem schönen Sandstrand und dem jedesmal Einschmieren meines Hinterteils konnte ich am Ende schon nicht mehr Sitzen. Mein Popi brannte wie Feuer.

    Wir beschlossen also, in Matsuyama einen Pausentag einzulegen. Alex buchte ein Hotel, Check In, und mit dieser Aussicht kämpfte ich mich durch bis ins Zentrum von Matsuyama.
    Im Hotel angekommen, nahm ich gleich mal eine Dusche. Frisch angezogen mit unserer Schmutzwäsche im Sack, konnten wir im Hotel auch gleich noch unsere Wäsche waschen und trocknen. Dann gings in die belebten Straßen der Stadt, denn zu Fuß ging das körperlich gut. In einer Pizzeria gönnten wir uns Salat, und Pizza Margarita, dann gings noch zum Starbucks auf Kakao und Cookie.
    Satt und zufrieden machten wir uns auf den Weg ins Hotel.
    Endlich schlafen in einem richtigen Bett und nicht auf einem harten Futon, welch eine
    Erholung.
    Doch um plötzlich um 23.14 schrillten unsere beiden Handys laut auf! ERDBEBENALARM!
    Wir waren beide auf einmal wach! Und wir spürten wie sich unser Zimmer von links nach rechts bewegte und dann nochmals!
    Wir hielten uns an den Händen und dann war nichts mehr zu spüren.
    Ein Erdbeben! Vor der Küste von Shikoku hatte es Stärke 6,3, bei uns in Matsuyama nur mehr 3,4, und das war schon entrisch.
    Unser Zimmer befindet sich im 3. Stock, Gott sei Dank nicht höher.
    Eine halbe Stunde später konnten wir dann endlich wieder einschlafen.
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  • … es geht zum Shimanami Trail

    April 19, 2024 in Japan ⋅ 🌙 18 °C

    18.04.2024 Ruhetag
    19.04.2024, Freitag, 9. Radltag von
    Matsuyama nach 1. Insel nach Imabari,Oshima Island
    Start des Shimanamit Trails über 6 Brücken und 6 Inseln
    60.27 km, 286 hm,8.47 Stunden Gesamtzeit, Zeit in Bewegung 4 h 47 mins

    Heute verließen wir nach einem guten Frühstück ausgeruht das Hotel. Es ging am Fluß entlang und dort entdeckte ich viele Schildkröten die zum Sonnen auf den großen Steinen saßen. Es waren Rotwangen-Schildkröten, die im Süßwasser leben.
    Danach ging es am Meer entlang. Wir fuhren sogar einen Teil des Weges einen Pilgerweg, den 88 Tempel Trail auf Shikkoku, den Alex schon einmal vor vielen Jahren zu Fuß gegangen ist., Bei einem dieser Tempel lernten wir Alice aus Kanada kennen, die schon 53 Tempel besucht hatte und uns mit ihrem Outfit begeisterte.

    Wir radeltn weiter bis nach Imabari, um dort den berühmtesten Radweg Japans zu erobern. Der Shimanami Trail geht über 6 Insel mit 6 Brücken und wurde 1999 eröffnet. Er verbindet die große Insel Shikoku mit Honshu.. Es wurden eigene Fahrradwege geschaffen, und fährt man von insel zu Insel mit dem Rad. Es ist wunderschön, so weit oben übers Wasser auf die Inselwelt Japans zu schauen. Ich kann es nur jedem empfehlen, wenn er mal hier ist. Fahrräder kann man sich ausborgen und auf der anderen Seite zurückgeben.

    Wir nahmen gleich die 1. Ausfahrt auf die erste Insel Oshima, und suchten uns ein Schlafplätzchen. Alex kochte uns noch Ramennudeln, während ich mit Luisa telefonierte und Fotos von der untergehenden Sonne machte.
    Unser Abendessen nahmen wir auf einer warmen Steinsitzbank mit Blick aufs Meer ein.
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  • … bis zur Imoshima Brücke

    April 20, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 17 °C

    20.04.2024, Samstag, 10. Radltag
    von Oshima bis kurz vor die Imoshima Brücke
    60 km,390 hm, 8h50 Gesamtzeit, Zeit in Bewegung: 5h

    Unser verstecktes Schlafplätzchen bescherte uns eine gute Nacht. Um 6:30 wachten wir auf und machten uns fertig, das hieß Teekochen und alles zusammenpacken und unsere Drahtesel satteln.
    Dann gings die Küstenstraße entlang. Wir kamen durch kleine, einsam anmutende Fischerdörfchen, wo wir ab und an eine alte Frau bei der Gartenarbeit beobachten konnten.
    Die Bikeroute war sehr gut ausgeschrieben, und auf der Straße mit Kilometerangaben und Zielort gekennzeichnet. Die Auffahrten zu den Brücken mit einer 3% Steigung war sehr gut zu bewältigen. Viele Serpentinen führten durch terrassierte Orangen- und Zitronenplantagen, und obwohl es bewölkt war, und der Wind frisch war uns beim Fahren sehr angenehm.
    Frühstück gabs beim Combini, um unsere Powerbank und das Telefon nachzuladen.
    Mittagessen und Abendessen kauften wir bei einem größeren Supermarkt.
    Dann erwartete uns das Tageshighlight: Dolce, eine Eisdiele mit selbst produziertem Eis in köstlichen Sorten, natürlich mit mehreren verschiedenen Orangen- und Zitronensorten, die hier auf der Insel angebaut werden.

    Damit es heute nicht zuviele Kilometer werden, und mein Popi wieder heilen kann,
    machten wir heute vor der Imoshima Brücke einen Unterstand für Pilger aus, kochten dort unser Abendessen,Reis mit Schwammerlsauce und Mochis und Natto und Salat.
    Teilweise fing es dazwischen schon zu regnen an. Gut, dass wir heute ein Dach über dem Kopf haben. Zum Schutz vor Moskitos stellten wir nur unser Mesh auf und beschwerten die Eckpunkte mit schweren Steinen und banden den Dachfirst an den Zaun des Unterstandes.

    PS: nun kommt ein Insider Tip - nur für Frauen:
    Da ich mich wirklich schlimm aufgerieben hab, und es höllisch bei jedem Reintreten brannte, erinnerte ich mich an meine tollen Comped - Blasenpflaster. Diese verhindern auch ein Wundwerden oder mildern schon aufgeriebene Blasen beim Wandern.
    Diese wurden für meine wehe Stelle zweckentfremdet. Und es funktioniert perfekt!
    Das Brennen ist weg und ich bin sehr erleichtert, weiterfahren zu können.
    Über Nacht kommt das Pflaster weg und Wundcreme drauf. So heilt es langsam zu.

    Das Meer rauscht, wir hören in der Ferne die Lkws über die Brücke fahren und hoffen hier eine trockene und ruhige Nacht zu haben.
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  • …durch den Regen bis ins Container-Hotel

    April 21, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 19 °C

    21.04.2024, Sonntag, 11. Radltag
    Inselchen vor Onomichi bis kurz vor Kurasiki
    83 km, 600 hm,
    Gesamtzeit: 11h 25, Stunden in Bewegung 7h
    Unter dem festen Dach haben wir gut geschützt übernachtet. Aufgestanden sind wir um 6:30, bis wir dann endlich auf die Sättel kamen, war es 8h. 100 m weiter gab es noch Toiletten und dort haben wir uns gewaschen und Zähne geputzt.
    Dazu muss ich erzählen, das es in Japan eigentlich überall die Möglichkeit gibt aufs Klo zu gehen. Es gibt unzählige Toiletten, auch für Behinderte, und auch in den Supermärkten oder in den Combinis gibt es fast immer Dusch-WCs mit beheizter Klobrille.
    So kommt auch nie jemand auf die Idee, irgendwohin in die Natur zu ……… und so ist alles wirklich sauber.
    Da könnte sich Österreich noch was abschauen von Japan!
    Nachdem wir die letzte Brücke überquert hatten, und für einen kleinen Meeresarm noch die Fähre benutzten, sind wir nun auf der Hauptinsel Honsuh gelandet.
    Da heute Sonntag ist, sind viele mit ihren Kindern einkaufen, oder es gibt Veranstaltungen von den Kindern, ist ab 11h sehr viel los auf den Straßen.
    Es regnete schon leicht. Im Nieselregen ging es weiter Richtung Fukuyama.
    Die Strecke führte durch größere Städte und neben stark befahrenen Straßen entlang am breiten Gehsteig, der für Fußgänger und Radfahrer gilt. Heute haben wir 2 x für Frühstück und Mittagessen, einen Supermarkt gewählt, der im Inneren Sitzgelegenheiten für Jause bot. So mussten wir nicht im Regen sitzen und konnten meist auch drinnen unsere Powerbanks und Handys laden.
    Wir erhofften uns auch für heute Abend wieder so einen geschützten Unterstand zu finden. Jedoch jeder Versuch, in Parkanlagen so einen zu finden, schlug fehl. Ab 17:30 entschieden wir uns ein Hotel zu nehmen. Es regnete immer noch sehr stark und wir waren schon waschelnaß bis auf die Haut. Das 1. Hotel in 7 km Entfernung war zu, 2 weitere die wir per Handy kontaktierten, waren voll. Alex fand dann 11 km entfernt auf Booking.com ein Hotel, und buchte sofort.
    Es war also schon dunkel, es schüttete und als wir dort nach 1 Stunde eintrafen und in die Rezeption traten, tropften wir dort alles an wie nasse Waschlappen.
    Es war ein Hotel aus 42 Schiffscontainern, mit Parkplatz vor jedem Container.
    Super tolle Idee, es gibt auch Waschmaschine und Trockner in einem extra Container, und zum Einchecken gabs Tiefkühlessen für 2 Personen gratis.
    Das schlugen wir natürlich nicht aus.
    Am Zimmer angekommen,nahm ich mal ne heiße Dusche, während Alex versuchte die Mikrowelle in Gang zu setzen.
    Aufgewärmt und satt, genießen wir jetzt die frische Bettwäsche und Alex ein heißes Bad.
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  • …vom Container ins Infinity-Pool

    April 22, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 19 °C

    Montag, 22.04.2024, 12. Radltag
    Kurashiki bis Wohnwagenpark Hinase
    69,55 km, 9Std 28 , 226 hm, 5 h 21 in Bewegung
    Heute früh verließen wir gut ausgeruht unseren Schiffscontainer, sattelten unsere Drahtesel und ritten mitten durch die ganze Stadt. Das dauerte mindestens 2 Stunden und bedeutete viele Lkws, Autos und viele Abgase.
    Wir waren froh, wenn uns die Route durch kleine Straßen führte, die neben den Hauptverkehrsrouten im Zickzack durch fast unbefahrene Wohngegenden führte.
    Das waren aber leider nur 20% unserer Route.
    Wir hatten 18°, und es war warm und drückend schwül, und feucht wegen des gestrigen Regens. Wir waren kurzärmelig unterwegs mit langen Hosen.
    Wir frühstückten diesmal bei einem Combini, der drinnen eine Sitzgelegenheit mit
    Stecker für Handy und Pcs hatte. Sehr praktisch. Draußen war es sowieso ziemlich schwül. Dann gings weiter einer der Hauptstraßen entlang, aber es wurde schon wieder grüner und ein paar Berge waren im Dunst zu sehen.
    Mittagsessen, bei uns ist das ca. 14h, war ein Supermarkt,Hallows unser Ziel. Irgendwo auf der Hauptstraße gab es davon immer einen.
    Wir gingen einkaufen dort und verspeisten das Essen immer gleich vor Ort.
    Dann gings weiter, weil es heute doch von der Gegend nicht so spannend war,
    hatte ich mir ein Hörbuch über die japanische Mythologie heruntergeladen.
    Dieses war aber zum Zuhören schon ziemlich anstrengend, wegen der vielen verschiedenen Namen, die ich mir einfach nicht merken konnte und der Zusammenhang dadurch verloren ging. ….. und auch Alex ging mir im Gewirr der Vorstadtsträsschen ab und zu verloren. Gott sei Dank fuhren wir beide mit der Bergfex-App die gleiche Strecke und so sah ich ihn dann doch mit seinem blauen Radtrikot an irgendeiner Abzweigung auf mich warten.
    Ab 16h hatten wir ausgemacht, nun auf Schlafplatzsuche die Augen durch die Gegend zu schicken.
    Auf Google Maps hatten wir bald einen Park ausfindig gemacht, da es heute
    Abend noch regnen würde, und wir am besten wieder so einen tollen Unterstand mit schützendem Dach bevorzugten.
    Der 1. Park war ein Reinfaller, dreckig, heruntergekommen und unter dem schützenden Dach standen unverrückbare Tische und Stühle. Wir befanden uns gerade auf einer kleinen Halbinsel, und hier wurden Millionen von Jakobsmuschel-Schalen gelagert.
    Alex war schon ein wenig verzagt, ich fuhr also einfach mal um die Insel herum und da war er unser Zeltplatz: ein Rasen wie am Golfplatz, 3 silberne Airstream-Wohnwägen mit Zeltvordach, ein netter Besitzer, der auch gleich noch Besitzer vom angrenzenden nagelneuen Onsen war. Wir durften für 8.000 Yen unser Zelt hier aufschlagen und 1 Stunde im herrlichen Onsen( mit Warmwasserbecken und gleichzeitig ein Infinity-Pool sowie Sauna mit Blick auf die beleuchtete Brücke und das Meer genießen.
    So erfrischt, Haare gewaschen, sauber geh ich heute gern auf meine luftbefüllte Isomatte und in meinen Schlafsack.
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  • auf zum Sightseeing nach Himeji

    April 24, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 18 °C

    Dienstag, 23.04.2024
    von Hinase Campground nach Himeji
    52,1 km, 5 h 34 Gesamtfahrzeit , Zeit in Bewegung 3h 58 , 321 hm,

    Mittwoch, 24.04.2024 Ruhetag in Himeji

    Wir wachten um 5:30 auf, packten alles zusammen, denn wir hatten eine tolle Sightseeing-Tour in Himeji vor.
    Es ging nach wenigen Kilometern wieder einmal steil bergauf, und es gab nicht wirklich eine ausgesprochene Radspur auf der Passstraße. Soll rollte der Schwerverkehr und die Schuhschachteln direkt neben dir vorbei. Alex wartete oben auf der Passhöhe auf mich und da dort ein Park mit Sitzgelegenheiten war und uns der Frühstückshunger nach dem Anstieg plagte, machten wir dort Pause.
    Gut gestärkt gings dann hinunter in Tal. Allerdings merkte ich schon, das meine Sattelberührungspunkte sich schmerzhaft meldeten.
    Trotz der nur 51 km zu unserem Hotel nach Himeji, hatte ich mich mal wieder wundgerieben. Gerne nehme ich Tipps entgegen, was ich dagegen machen könnte!

    Auf jeden Fall kamen wir um 12 h Mittags im Hotel an, konnten unser Gepäck und die Räder deponieren und machten uns ins nächstgelegene Kaufhaus zum Essen Einkaufen auf. Danach gings durch eine große Mall zur Burg Himeji jo, in wundervollen japapanische Gärten und in ein dort gelegenes Teehaus zu einer traditionellen Teezeremonie.
    Den Tee bekamen wir in einer wunderschönen Schale, von einer älteren Dame im Kimono überreicht, mit vielen Verbeugungen. Matcha Tee, fast schaumig geschlagen! Ich find ihn sehr gut, auf Tatamimatten kredenzt, bekam er dadurch eine besondere Note für mich.
    Dann machten wir uns auf in die imposante Burg mit 6 Geschoßen, durch und durch aus Holz - Papa hätte seine Freude daran gehabt - im 16. Jahrhundert gebaut. Sehr gut renoviert, und die Besucher dürfen nur ohne Schuhe eintreten.
    Über steile Treppen geht es ins oberste Geschoß und ich hatte Schwierigkeiten mir vorzustellen, wie die Frauen in den engen Kimonos die Treppen mit fast 30 cm Höhe hinaufgekommen sind. Die Fenster sind alles Schiebefenster mit Reispapier, mit einer 2. Lage Schiebefenster aus dickem Holz.
    Innen sind die großen Räume wieder mit Schiebetüren in kleinere abzutrennen.
    Auf jeden Fall sehr sehenswert.
    Dann gings ins Hotel und dort nahmen wir das selbst eingekaufte Abendessen im Zimmer ein.
    Heute gibts als Draufgabe noch einen Ruhetag fürs wehe Popscherl, und ich hoffe dann wieder einigermaßen fit zu sein.
    P.S: und heute regnet es auch den ganz Tag immer mal wieder. Das passt doch auch gut, den Tag im Bett im Trockenen zu verbringen.
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  • durch die Stadt,bis Campingplatz B-Kobe

    April 25, 2024 in Japan ⋅ ☀️ 19 °C

    Donnerstag,25.04.2024
    14. Radltag
    von Comfort Hotel Himeji nach B-Kobe Campingplatz
    55,2 km, 6h 59 Gesamtzeit, 217 hm, 3h56 Zeit in Bewegung

    Nach dem Hotelfrühstück gings durch die Stadt Himeji, lange Teile der Strecke unter der Bahntrasse auf einer sehr wenig befahrenen Straße. Heute hatte ich die 2. Radlhose noch zusätzlich angezogen, um weicher gepolstert zu sein. Bei einer Pause hab ich dann diesen Blau-Schwarzen Schmetterling gesehen, und ihn mir auf Google herausgesucht - hab mich voll gefreut so etwas seltenes zu sehen. Auch Rotwangenschildkröten lagen am Fluss in der Sonne, und als ich stehenblieb um sie auf den warmen Steinen zu fotografieren, sprangen sie alle vor Schreck in den Fluss.
    Mittags machten wir Pause in einer großen Stadt, und deckten uns für Mittagessen und Abendessen in einem unterirdischen Mega-Supermarkt ein. Zu Mittag gegessen haben wir dann erst um 14h am Strand vor der großen Brücke. Dort quatschte uns eine alte Japanerin an, ich versteh sowieso Nüsse, und Alex quatschte japanisch zurück, meist versteht er aber dann nicht, was die alte Dame sagt. Er sagt dann immer „hai“, mehrere Male, damit es auch nachdrücklich klingt, somit glaubt die Frau, er habe eh alles verstanden, und quatscht uns noch mehr nieder. Irgendwann ist diese einseitige Konversation verstummt, und wir können uns endlich aus dem Staub machen.
    Für uns geht es nun noch mehr oder weniger steil bergauf, zum Campingplatz B-Kobe, am Berg gelegen, mit schöner Aussicht.
    Das Beste aber ist, das wir eine offene Feuerstelle mieten können, uns Holz dazu gekauft haben und nun vor einem warmen Feucherchen sitzen, Alex in die Flammen starrt und ich auf das Tablet einhämmere.
    Ich liebe es am Abend alles aufzuschreiben.
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  • … von Kobe nach Moriguchi am Fluß

    April 26, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 20 °C

    Freitag, 26.04.2024
    15. Radltag
    vom Campingplatz BE KOBE, nach Moriguchi,
    58,34 km, 157 hm, 8h25 Gesamtzeit, 4h26 in Bewegung

    Gut durchgeräuchert vom Lagerfeuer, wachten wir heute gut ausgeruht auf.
    Schnell war alles zusammengepackt, und die Räder waren startklar. Es ging gleich mal 15 Minuten noch bergauf. Wir waren so früh dran, das wir viele japanische Kinder in Schuluniform, Kindergartenkinder, Mütter mit ihren Kindern am Rad und den schwarz gekleideten Geschäftsmännern auf der Straße begegneten.
    Es ging teilweise wieder der Bahn entlang,sowie viele kleine Straßen in der Stadt und dann eine ganz lange Strecke am Damm an einem Fluss.
    Gefrühstückt wurde heute bei einem Combini, und Mittagessen von einem Supermarkt,am Boden sitzend beim Supermarkt.
    Wir hatten vor, heute ein nettes Schlafplätzchen am Fluss zu finden, und da mein Popo trotz der beiden Radlhosen wieder etwas zu spüren war, haben wir heute schon früh damit angefangen.
    Gegen 16h war er gefunden, wir stellten das Zelt auf, und da die Bäume so dicht standen, konnten wir das Tarp an den Stämmen befestigen. Das darunterliegende Mash sollte mit den Wanderstecken abgespannt werden. Diese Variante hatten wir heute zum ersten Mal. Leider hab ich nicht aufgepaßt, und so durchbohrte mein Stecken das Tarp. Ein Loch! OMG! Alex schimpfte wie eine Rohrspatz und pickte mit dem Radlflickzeug das Loch, und ich hoffe es hält bei Regen dicht.
    Wir kochten noch, aßen, und schlupften dann ins Zelt, denn am Fluss ist die Luft immer mit kleinen Mücken bevölkert, und im Zelt können sie uns überhaupt nicht stören. Da werden sie einfach ausgesperrt.
    Morgen geht es weiter nach Kyoto, ein wenig Sightseeing.
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  • … an den Biwasee

    April 27, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 20 °C

    Samstag, 27.04.2024
    16. Radltag
    Flußebene Moriguchi bis Otsu, am Anfang vom Biwasee
    59 km, 11h58 in Bewegung, 489 hm, Zeit in Bewegung 5h25

    Die Nacht war leicht unruhig, wegen mir sehr wohl bekannten Lauten, die in unserer unmittelbaren Umgebung zu hören waren. Sogar Alex bekam es diesmal mit. Ich war mir ja nicht ganz sicher, doch später sollte es noch einen Hinweis am Weg dafür geben.
    Am Morgen klopften ganz zaghaft Regentropfen auf das Tarp. Es hielt dicht. Jetzt hatte es Patina angesetzt.
    Um 7:30 saßen wir wieder auf den Sätteln und fuhren weiter den Fluß entlang.
    Wir hätten auch am Damm fahren können, dies bedeutete jedoch mehr Hindernisse, die wir zu überwinden hatten, als direkt unten neben dem Fluss.
    Wir mussten jedesmal das Rad, wegen den blöden Absperrungen hinten drüberheben.
    Am Weg kam dann eine Tafel mit dem dezenten Hinweis: „Achtung Wildschweine“!
    Hatte ich ja doch richtig gehört gestern Nacht!
    Gefrühstückt wurde bei einem Combini, etwas abseits vom Flußweg, dann gings wieder weiter am Fluss, bis wir Kyoto erreichten.
    Das erste Ziel, welches wir ansteuerten war der schon 400 Jahre alte Nishiki-Markt.
    Gleich beim ersten Standl erstanden wir unsere Lieblingsmochi, Mochireisteig mit Schokocreme und mittig eine frische Erdbeere! Das ist ein Geschmackserlebnis ohne Gleichen‘!
    Wir kosteten uns durch das berühmte japanische Bisquitomlet mit Eis und Ahornsirup, Beerencake und Schokocookie. Beim Rückweg mussten wir nochmals beim Standl mit den Mochis vorbei und deckten uns für die Weiterreise ein.
    Es ging durch enge Gassen raus aus der Stadt, leider sah ich ein rotes Tempeltor nur mehr von der Ferne, denn Alex hatte bereits genug vom Wahnsinnsgewusel in der Stadt. Es wurde grüner und auf der 10 km langen Strecke waren eine kleinere und eine sehr steile Steigung zu bewältigen. Diese schaffte ich mit dem schweren Gepäck nicht. Ich musste schieben. Dafür hatte ich Zeit mir den wunderschönen Bambuswald mit den blauen Immergrün anzusehen und das entschädigte mich für die 30-minütige Plackerei. Die letzten 10m kam mir mein Schatzi entgegen und übernahm das Schieben des Rades für mich.
    Und dann gings auch schon wieder bergab, Richtung Biwasee, der größte Süßwasser-Binnensee Japans, beste Wasserqualität und eine Größe von 674 Quadratkilometer groß, größer als der Bodensee.
    Hier kehrten wir noch im Supermarkt ein und kauften Abendessen. Abwechselnd recherchierten wir per Google Maps Satelit die Gegend für ein Schlafplätzchen.
    Und daß fanden wir: ….wunderbar direkt am See, ein paar Bäume schützten uns, Sandstrand und ein netter japanischer Pensionist , 63 Jahre, der hier Golf übte und
    sehr gerne mit uns eine Konversation Englisch/Japanisch mit Hilfe von Direktsprachübersetzung mit uns führte.
    Nach ein wenig Hin und Her-Geplänkel verabschiedete er sich und wir hatten den herrlichen Platz für uns allein. Wir speisten bei Sonnenuntergang während über uns mindestens 5 japanische Goldadler ihre Kreise zogen.
    Bevor wir ins Zelt hüpften gabs noch ein herrliches Bad im 14,7° warmen See.
    Alex sprang ganz hinein, und ich,feige Nuss, stand bis zu den Knien im See und wusch mich so.
    Herrlich erfrischend!
    Wir freuen uns auf das, was morgen kommt!
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