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WELTREISE A+E on the way

An open-ended adventure by A und E on the way Read more
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    Boonoo Boonoo und Giraween National Par

    December 23, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 23 °C

    Dienstag, 23.12.2025


    Nach dem Aufstehen gabs noch eine Runde Yoga im Gras neben unserem Van, während rund um uns in aller Ruhe die Kängurus ihr Grasfrühstück knabberten.
    Danach machten auch wir unsere Frühstückspause, und bereiteten schon einiges für unser morgiges Weihnachtsessen zu. Ich machte den Teig und die Fülle für unsere veganen Apfel-Zimt-Schnecken und Alex machte sich an den Teig für die Kartoffelknödel, schnitt das Rotkraut und kochte Linsen und Pilze für unsere Leibchen.
    Dann war auch schon wieder Zeit zum Mittagessen. Es gab Salat mit Tofu.
    Nach dem Abwasch ging es dann endlich los. Auf dem Weg zum Giraween National Park gab es sogar eine Schokolaterie. Dort mussten wir einfach stehen bleiben.
    Wir kauften etwas Schokolade ein, und Alex entlockte dem Besitzer eine Zutat für seine Schokolade, nämlich Sonnenblumen-Lecithin. Damit sollte die Schoko noch feiner werden.
    Eine vegane heiße Schokolade genehmigten wir uns auch noch. Wir tranken sie auf der Veranda, vor der etliche Papageien sich Futter holten. So prächtige Vögel, und so farbenfroh. Danach gings endlich weiter.
    Der Weg in den Giraween Nationalpark war eine Schotterstraße. Sehr hügelig. Wir blieben an einem Aussichtspunkt stehen, um uns einen schönen Wasserpool anzusehen, wo anscheinend Schnabeltiere zu sehen gewesen wären.
    Wir sahen kein einziges. Doch die Oberfläche war so glatt, daß sich der Eukalyptus Wald ganz klar darin spiegelte.

    Wir erreichten unseren Campingplatz, Alex zahlte, und gleich darauf machten wir uns auf den Weg, wir hatten ja heute nur gefölltert und uns gar nicht bewegt. So marschierten wir los. Inzwischen waren dunkle Wolken aufgezogen, und es donnerte leicht. Ok, wir ignorierten das Wetter und liefen weiter. Aus dem Nieseln wurde ein Starkregen, und unsere Wanderlust versiegte vollkommen. Wir drehten um.

    Und nach 15 Minuten erreichten wir nass bis auf die Haut unseren trockenen Kohbi. Welche Wohltat, wie schön, bei Gewitterregen in ein trockenes Zuhause zurückkehren zu können.
    Wir machten es sich gemütlich und chillten in unserem Hochbett.
    Morgen war Weihnachten, und es war das 2. Weihnachten weg von zu Hause, nicht in Österreich, nicht mit unseren Lieben zusammen feiern. Nur wir zwei.

    Der fast leere Campingplatz versprach eine ruhige Nacht.
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  • Bold Rock National Park

    December 22, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 28 °C

    Montag, 22.12.2025

    Montag früh stand noch Laufen auf unserem Programm, danach packten wir uns zusammen und verließen die Campsite, die seit Freitag lauter neue Camper bekommen hatte. Es wurde uns hier einfach zu voll.

    Wir steuerten nun Tenterfield an. Dort gab es eine Bäckerei, bei der wir zuallererst einkehren. 2 Laib Brot wurden im Kohbi verstaut.
    Danach gings zu Coles, im Supermarkt kaufte ich mal nur die Dinge die wir fürs Frühstück brauchten. Sobald ich diese bezahlt hatte, gings zurück zu Kohbi, wo wir begannen, das frische Brot zu schneiden Porridge und das Obst zu schneiden.
    Nach einem zufriedenstellenden Frühstück, kauft es sich dann auch gleich entspannter ein. Erste Station war der Bioladen. Tolle Produkte wechselten den Besitzer. Danach kaufte ich den offenen Rest im Coles Supermarkt ein.

    Die nächste Station war die Wasserfüllstation in Tenterfield. Zuerst fuhren wir hin, um zu schauen, welchen Adapter wir brauchen würden. Diesen kauften wir dann im 2. Baumarkt in Tenterfield, fuhren zurück und füllten unseren Tank an. Da wir noch altes gefiltertes Wasser aus dem Crooked Creek drinnen hatten, waren wir rasch voll. Alex überlegte nicht lange und ließ den ganzen Tank nochmals aus. Bald war er vollkommen leer und nun konnte das gute Trinkwasser in den Tank. Solche Trinkwasser-Zapfstellen gibt es in fast jeder größeren Stadt. Die Bezahlung geht sogar per Kreditcarte bargeldlos.

    Dann ging es zum Bold Rock Nationalpark. Die Wanderung im Nationalpark dauerte ca. 2 Stunden und wir streiften am Anfang durch den Wald, bis wir etwas höher zu imposanten Granitformationen kamen. Sehr beeindruckende riesige Granitkugeln waren hier von der Witterung, Wind und Wasser gebildet worden. Am Gipfel, der eigentlich eine glatte Granitfläche war, konnte man das Farbenspiel erkennen, welches Wasser und Gestein ausgebildet hatten.
    Die Straßen in den Nationalparks sind teilweise asphaltiert oder gute Schotterstraßen. Meist wurde kurz vor den besonderen Natur-Szenerien ein Campingplatz gebaut. Mit Toiletten, aber ohne Dusche und Trinkwasser, auch Mistkübel gibt es keine, man muss seinen Mist meist wieder aus dem Nationalpark mit hinaus nehmen.
    Die australische Regierung hat sich hier wirklich etwas angetan, um diese tollen Gebiete zu schützen und auch für die Menschen zugänglich zu machen.
    Oft gibt es genaue Infotafeln mit diversen Trail-Möglichkeiten. Alles sehr gut beschrieben, der Trail wie auch die Natur ringsherum.

    Wir genossen die Wanderung und die Schönheit der Landschaft sehr, gut, dass Denis und Fran uns diesen Nationalpark so ans Herz gelegt haben.

    Wir verbrachten eine ruhige Nacht hier und zahlten dafür online ca. $ 29 AUD.
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  • 5 Tage Freiheit am Crooked Creek

    December 20, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 30 °C

    Mittwoch, 17.12. bis Sonntag, 21.12.2025

    So ruhige Tage sind einfach Balsam für unsere Seelen. Diese grüne Wiese im Eukalyptuswald und der kleine Crooked Creek haben uns so gut gefallen.
    Frühmorgens stand Yoga oder Laufen auf unserem Programm. Die Wiese war einfach wirklich ideal für unsere Yoga-Einheit. Danach ein gutes Frühstück und an unseren Projekten weiterarbeiten. Ganz chillig, dazwischen mal Abkühlung im Bach.

    Alex verbrachte einige Zeit damit, uns mit veganem Eis zu verwöhnen. Mal gab es Schokoladeeis und mal Vanille. Es war einfach nur köstlich! Ich versuchte mich an veganen Energieballs, gefüllt mit Mandeln oder mit salted Peanutbutter. Diese waren voll einfach zu machen und wahnsinnig gut.
    Ich machte mir auch einen Spaß und entwarf mit KI ein Logo für unsere vegane Eiscreme.
    Ich finde es sehr gut gelungen und könnte auch in der Zukunft mal verwendet werden.

    Wir haben Papageien bewundert, 2 x sahen wir ein Känguruh über die Wiese hüpfen. Ein kleiner blauer Vogel hielt sich auch immer in unserer Nähe auf.
    Besonders schön waren die Abende, wo wir aus dem Wald ganze Holzstämme zu unserem Feuerplatz geschleppt haben. Dreimal haben wir uns Lagerfeuer gemacht und sind bis in die Dunkelheit sitzen geblieben und haben die funkelnden Sterne über uns betrachtet.

    Samstag haben wir Bekanntschaft mit Matthias und Vanessa gemacht. Sie hat es auch hier an den Crooked Creek verschlagen. Ein junges deutsches Pärchen, auf Work und Travel Tour mit einem kleinen weißen Bus, den sie sich hier in Australien gekauft haben.
    Wir saßen am Lagerfeuer zusammen und haben uns gut unterhalten.
    Als wir also so gemütlich am Lagerfeuer saßen, krabbelte etwas in meinem Haaransatz im Nacken. Ich wußte sofort, das ist ein Zeck. Mit vereinten Kräften von Alex und Vanessa konnte das Tierchen entfernt werden. Es war wirklich eine Challenge! Es konnte nämlich zuerst nur der Körper gezogen werden. Der Kopf blieb leider stecken. Vanessa schaffte es dann, mir den Kopf des kleinen Biestes auch rauszuziehen.
    Phh, war ich froh! Am nächsten Tag hatte ich dort einen roten Punkt, der jedoch bald verging.
    Die beiden verließen die Campsite am nächsten Tag. Wir verabschiedeten uns noch herzlich voneinander, vielleicht sieht man ja wieder, denn wir wollten alle nach Süden. Vielleicht Sylvester zu feiern?
    Nachdem jedoch dieses Attentat am Bondi Beach in Sydney kurz zuvor passiert war, und dort wahrscheinlich auch wenige Stellplätze waren, ist dieses Ziel für uns noch nicht so klar.

    Wir wollten zuerst noch zum Bold Rock National Park, wegen der tollen Felsformationen, und so blieben wir also bis Montag früh.
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  • … eine fahrende Gelateria

    December 16, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 22 °C

    Dienstag, 16.12.2025

    Nach einer sehr ruhigen und angenehmen Nacht auf dem Parkplatz kehrten wir zur Morgenroutine zurück. Wir machten Yoga am Gehsteig. Das Wetter war angenehm kühl und der Himmel zeigte sich bedeckt.
    In aller Ruhe machten wir Frühstück und dann ging Alex das Projekt “Vegane Eiscreme” an.

    Aus Sojamilch,Banane, Schoko Pulver, Datteln, Honig,Cashewsˆ mixte er in unserem Super-Power-Mixer eine cremige Sauce.
    Zuerst testen wir unsere kleine Cuisinart Maschine. Füllte alles ein und ich verankerte die Maschine in einer Kiste am Boden und sicherte sie mit einem Spanngummi in unseren Bodenösen und Alex steckte sie mit einem Adapterstecker an unsere Konverter-Steckdose.

    So gesichert, machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Casino. Erste Station war das Postamt, wo wir die Amazon-Retouren aufgeben wollten. Da wir aber erst vor Ort die Retoure bei Amazon eingaben, war dies im System der Post noch nicht ersichtlich. Erst in einer Stunde würde es aufscheinen.
    So ließ ich Alex am Parkplatz von Aldi aussteigen und er ging von dort aus zu Fuß zu seiner Verabredung in der Zahnarztpraxis. Inzwischen stockte ich bei Aldi unsere Vorräte auf.
    Alex war bald zurück, mit einer neuen Zahnfüllung und ohne Loch. Er bezahlte $ 220 AUD und schickte die Rechnung sofort bei unserer Welt-Krankenversicherung per App ein.

    Da es schon Mittagszeit war und wir einen ruhigen Platz bevorzugten, ging es zurück zum Rail-Trail Parkplatz.
    Heute gabs bei mir Risotto mit Pilzen und Kohlsprossen und bei Alex wurde der Reis gegen die Linsen ausgetauscht. Salat gibt es bei uns sowieso immer.

    Da die Eiscreme noch nicht die gewünschte Konsistenz erreicht hatte, kam nun unsere neue Mistral-Eismaschine ins Spiel. Alex füllte die Masse um, wir verankerten die Maschine auf unserem Fußboden wie vorher und fuhren dann los in Richtung Bold Rock National Park, der ca. 2 Stunden entfernt im Westen lag.

    Nach 30 Minuten wurde die Maschine langsamer. Ein Zeichen, daß die Masse fester wurde. Wir blieben am Straßenrand stehen und schauten in den Behälter. Schöne cremige Schokoeismasse wartete auf unsere Verkostung.
    Wir dekorierten unser Schokoeis mit Himbeeren und zelebrierten diesen Erfolg unserer veganen Eisproduktion.
    Während wir nun wieder Richtung Nationalpark fuhren, diskutierten wir über die diversen Sorten, Zutaten und Herstellungsverfahren - KOHBI Ice Cream entsteht unterwegs - in unserem Van, mit Pflanzen, Liebe und dem Wunsch, uns ein kleines Stück Glück zu schenken.

    Aber nicht nur Eiscreme macht uns glücklich, sondern auch ein wunderschöner Stellplatz in der Natur, wo wir ein wenig Einsamkeit, Waldluft, Tiergeräusche und Muße für unsere Projekte entwickeln können.
    Und so fuhren wir die hügelige Straße entlang, immer den Blick auf irgendeine Seitenstraße geheftet, wo wir heute übernachten könnten.
    Die erste Gelegenheit war enttäuschend und wir kehrten wieder um.
    Aber die zweite war ein regelrechter VAN-MAGIC-PLACE.
    Eine steile Schotterstraße hinunter in den Wald, dann eine wunderschöne große Wiese mit 2 ebenen Terrassen und einem Bach und rundherum Wald.
    Schöner konnten wir es nicht treffen.
    Hier bleiben wir mal bis uns die Vorräte ausgehen.
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  • Rail Trail von Casino nach Lismore

    December 15, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 31 °C

    Montag, 15.12.2025

    Unser Stellplatz über der Straße war nicht so entspannend und leise, wie wir gedacht hatten.
    Die ganze Nacht war der Verkehr nicht abgerissen und wir waren beide in der Nacht öfter aufgewacht.
    Doch die Athmosphäre am nächsten Morgen war ein wahres Highlight.
    Der orange gefärbte Himmel kündigte die Sonne an. Rosa angestrahlte Wolken standen über uns und zwischen den Hügeln und Feldern, breitete sich der weiche weisse Morgennebel über die tieferen Täler aus.
    Ich konnte mich von dem Anblick gar nicht losreisen. Die Hektik breitete sich auf unseren 8 Quadratmetern aus.

    Wir machten Kohbi startklar und fuhren den kleinen Hügel hinunter auf die Straße. Nach einer halben Stunde Fahrzeit erreichten wir den Parkplatz in Casino, wo der Rail Trail startete.
    Während Alex die Räder aus der Garage lud und alles zusammen baute, bereitete ich unser Frühstück und auch das Mittagessen vor. Alles fand Platz in unseren Rad-Packtaschen. Alex lud wie immer mehr in seine hinein, er war mindestens 5 Kilo schwerer als meine.Den Trainingseffekt wolle er nicht missen, meinte er.

    Ich war doch ein wenig skeptisch nach der gestrigen Wanderung, die ich so sehr in meinen Beinen gespürt hatte. Denn unsere Strecke war heute nicht ohne. 57 Kilometer waren zu bewältigen.
    Die Zahnärztin hatte Alex auch schon ein Email zurückgeschrieben, dass er am Dienstag um 10:30 in ihrer Praxis erwartet wurde. Also war auch dieses Problem schon mal gelöst.

    Wir bestiegen unsere Reiseräder und los ging es. Nach dem ersten Kilometer Asphalt mündete dieser in eine Schotterstraße. Aber ich tat mir heute unendlich leicht. Gemütlich ging es durch die Weiden dahin, ab und an radelten wir durch beschattete Wäldchen. Nach einer ausgiebigen Frühstückspause im Schatten gings über den einzigen steilen Abstieg Richtung Lennox Head. Alex fuhr anscheinend fast mühelos den Berg hoch. Ich musste absteigen und das schwere Rad schieben. Einfach zu steil. Da kam mir mein liebster Ehemann schon entgegen, nahm mein Rad und fuhr das letzte steile Stück hinauf. Bald darauf erreichten wir den Endpunkt Lismore mit dem schönen alten Bahnhofsgebäude. Ich kaufte mir in der Bäckerei ein Stück Kuchen und Alex ein großes Mars bei Seven Eleven. Unsere Belohnung fürs Strampeln sozusagen.
    Alex schickte mich schon vor, um einen Platz fürs Mittagessen ausfindig zu machen. Nach fast 7 Kilometer, wo ich nichts Schattiges gefunden hatte, musste aber jetzt ganz schnell einer her, denn die Diva in Alex hatte schon unglaublichen Hunger.

    So schlug ich den nächsten schattigen Platz direkt neben dem Radweg mit mannshohem Gras vor. Unsere Diva willigte ein. Kurz darauf ließen wir uns unser Mittagessen im weichen Gras Bett gut schmecken.

    Der Tag war ziemlich heiß, und an den Zwischenstationen am Trail mit WC und Waschbecken, benäßten wir unsere Hemden mit Wasser, um abzukühlen. Am Rückweg hatten wir Gott sei Dank Rückenwind, und so überwanden wir den steilen Anstieg zurück in derselben Manier wie zuvor.
    Bald waren wir auch zurück am Parkplatz, und hatten auch noch fast den ganzen Nachmittag zur Verfügung. Alex zerlegte die Räder und räumte sie in die Garage, während ich die Packtaschen ausräumte.

    Danach gönnten wir uns auf dem leeren Parkplatz zwischen Kohbis Hecktüren eine herrliche Dusche und beschlossen, die Nacht hier stehen zu bleiben, da es keine Verbotsschilder gab, die das Campen hier verbieten würde.
    Ein Auto mit Allrad und Trailer (Wohnwagen) fuhr gegen Abend noch auf unseren Parkplatz.

    Wir genossen das Gekreische der weißen Kakadus in den hohen Bäumen, die aufgeregt hin und her flogen, sich auch auf den Hochspannungsseilen niederließen und auf einmal total witzig sich nach vorne fallen ließen und dann kopfüber am Seil hingen und mit den Flügeln schlugen und dann sich damit wieder in die Normalposition bugsierten. Das sind schon lustige Vögel mit furchtbarem Gekreische.

    Wir chillten noch ein wenig und gingen dann müde von unserer Tour bald ins Bett.
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  • Coastal Trail - Ballina bis Lennox Head

    December 14, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 24 °C

    Sonntag, 14.12.2025

    Die Sonne blinzelte durch unsere Vorhänge und gab uns schon das Gefühl, dass ein schöner Tag bevorstand. Wir hatten alles fertig in unsere Rucksäcke gepackt,dann verließen wir mit Kohbi den Campingplatz und stellten uns gleich daneben auf einen Parkplatz neben dem Coastal Walk.
    Nun ging es 7 Strände entlang, manchmal auf Stegen durch Pinienwälder, oder über grasbewachsene Klippen über dem Meer die Küstenlinie entlang. Das Wetter war ziemlich durchsetzt. Mal Wolken, ein wenig Sonne und sogar ein kurzer heftiger Regenschauer begleiteten uns. Trotzdem war die Wanderung sehr chillig und landschaftlich herausragend.
    Aber bei mir hängten sich die 20 km ganz schön an meine Oberschenkel. Ich hätte gestern doch nicht 30 Squats machen sollen!? Da unser Auto ca. im zweiten Drittel der Strecke parkte,waren wir gegen Mittag wieder zurück bei unserem Parkplatz. Zum Mittagessen suchten wir uns einen schönen Platz unter einem großen schattigen Baum am Strand. Danach wanderte ich zurück zum Parkplatz und Alex machte sich noch zu Fuß die letzten 6 Kilometer auf den Weg nach Ballina.
    Dort wartete schon die Belohnung, nämlich ein Gelato von Baskin Robbins, auf ihn.

    Ich gönnte mir noch eine Dusche am Campingplatz und fuhr danach Richtung Ballina um noch Vorräte bei Woolworth aufzustocken und noch in einem Bioladen daneben wichtige Dinge für unser veganes Gelato-Projekt einzukaufen.

    Dann holte ich Alex vom Eisgeschäft ab. Dieser war sichtlich entäuscht von seinem eben gegessenen Eis und schwor sich nun endlich das Eisprojekt voranzutreiben und selber gesundes veganes köstliches Eis selbst zu machen.

    Deshalb packten wir die Gelegenheit beim Schopf und rutschten im Bunnings-Baumarkt noch vorbei. Dort ergatterten wir noch eine der letzten Eismaschinen im Angebot mit eigenem Kompressor. Denn die Maschine, die Alex vor 1 Woche in einem anderen Markt erstanden hatte, war der totale Reinfall gewesen und hatte nur flüssiges Eis erzeugt.

    Auf dem Weg zu unserer nächsten Station fanden wir einen Stellplatz neben einer Straße.
    Ganz in Ordnung für eine Nacht.
    Beim Zähneputzen kam Alex drauf, dass etwas bei seinem Zahn nicht in Ordnung war. Ein Teil in Form eines Tortenstückes war ausgebrochen.
    So muss er am Montag einen Besuch bei einem Zahnarzt buchen. Na, es soll nichts Schlimmeres passieren.
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  • Bayron Bay und Flat Rock Campsite

    December 13, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 23 °C

    Samstag,13.12.2025

    Unser Morgen begann mit Yoga in der Wiese hinter unserem Van. Matthew stieß ziemlich bald zu uns und bat uns doch auf seiner Veranda unser Yoga zu praktizieren. Danach frühstückten wir gemeinsam. Er hatte sein Porridge auch schon hergerichtet, als wir mit unseren Schüsseln zu seinem Tiny House kamen. Wir kosteten jeweils vom anderen. Er hatte seines mit Ingwer,Datteln,Kurkuma würzig und doch süß gekocht. Ich fand es sehr köstlich. Muss ich unbedingt auch mal probieren.
    Er ließ uns dann noch eine Schokopudding-Frucht probieren, hier heißt sie auch Black Sapote. Ganz schön ungewöhnlicher Geschmack! Wirklich wie Schoko-Pudding.
    Wir redeten noch viel über diverse Trails und er erzählte uns von seiner letzten 3.000km Wanderung, dem Teararoa Trail, den Alex auch schon immer machen will. Was mich jedoch nach Matthews Erzählung definitiv abschreckte war die Länge, das man Proviant für 2 Wochen mitnehmen muss, viel Wasser tragen muss und so mit 30 kg Rucksack unterwegs ist. Ich glaub nicht, dass meine Füße das durchhalten würden. Er hat für die 3000 km 5 Monate gebraucht.

    Auf jeden Fall bekamen wir für den heutigen Tag noch Sight-Seeing Tipps.
    Unsere 1. Station war der Strand wo Matthew immer surfen geht. Pudrig weiß und mit wunderschönen großen blau-durchsichtigen Wellen, die sich mit weißen Schaumkronen auf dem Strand brechen.
    Auch wir beide gingen also hier zum allerersten Mal ins Meer. Wir hatten irgendwie keine Gelegenheit, und daß muss ich wohl hier auch erwähnen, die Hosen ziemlich voll, denn vor 2 Wochen war eine junge Schweizerin, die mit ihrem Freund genau hier an der Ostküste morgens um 6:30 schwimmen gegangen war, und weiter draußen Delfine gesichtet hatte mit einer Go Pro etwas weiter raus geschwommen war, von einem Hai getötet worden. Ihr Freund rettete sie noch an den Strand, wurde aber ebenfalls vom Hai lebensgefährlich verletzt.
    Das hat uns doch einen ziemlichen Schock versetzt.
    So blieben wir beide sehr nah am Strand, wo wir noch stehen konnten und spielten mit den Wellen.

    Am Weg wieder hinauf den Berg, nach dem Strand, sollten wir laut Matthew dann gleich noch unsere salzige Haut im Teebaum See waschen. Dieser lag gleich neben der Straße und hatte durch die Teebäume eine rostbraune klare Wasserfläche. Soll sehr gesund sein, und unsere Haut weich machen.

    Unsere nächste Station auf unserer südlichen Route war Bayron Bay. Wir fuhren bis zum Lighthouse, und wanderten dann den Weg bis an den östlichsten Punkt Australiens hinunter. Die Sonne strahlte vom Himmel, das blaue Meer brandete an die Klippen und dann sah ich sie! Eine ganze Kolonie von Delfinen waren gerade dabei, das Cape zu umschwimmen. Immer wieder konnte ich viele Rückenflossen aus dem Wasser kommen sehen.
    So ein schöner Augenblick. Diese Tiere lösen immer wieder große innere Freude in mir aus.
    Ich konnte sie eine ganze Weile beobachten.

    Danach kehrten wir zum Van zurück und da es schon Mittag war, bereiteten wir unser Mittagessen zu und fuhren danach zu einem Campingplatz in der Nähe von Ballina direkt am Strand. Dort wechselten wir dann einmal den Stellplatz, da wir von australischen Campern regelrecht umzingelt wurden und wir am nächsten Morgen den Platz gar nicht verlassen konnten, so eng stellten sie sich an uns heran.
    Wir bekamen einen anderen guten Platz, direkt 1. Reihe hinter dem Strand.
    Hier ging der alte Aboriginal Trail vorbei, der von Ballina nach Lennox Head führte. Den wollten wir morgen früh gehen.
    So richteten wir abends noch unser Frühstück und Mittagessen her.
    Müde stiegen wir in unser Bett, denn wir hatten heute wirklich viel erlebt.
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  • Murwillumba, bei Fran und Denis

    December 9, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 18 °C

    Sonntag, 07.12. bis Donnerstag, 11.12.2025

    Ja, heute geht es noch zu zwei ganz lieben Menschen, die wir auf unserem Jakobsweg 2022 in Spanien kennengelernt haben. Schon damals, am Fuße eines Anstieges zu einem steilen Hügel direkt am Meer haben wir uns hervorrangend mit den beiden Australiern unterhalten. Wir haben sie damals auf unserem Weg noch mehrmals getroffen und das war immer ein schönes Erlebnis. Wir haben also unsere Adressen ausgetauscht und auf WhatsApp waren wir auch schon verbunden.
    Denis ist 77 und Fran ist 67 und sind erst Anfang November in ihr neues Haus in Murwillumba eingezogen. Davor wurde es noch grundlegend renoviert.

    Als wir bei ihrem Haus ankommen, fühlt es sich so an, also ob wir uns erst vor kurzem gesehen hätten, und es nicht schon 3 Jahre her ist. Die Verbindung zwischen uns war sofort wieder da.
    Bei der Hausführung waren wir total beeindruckt von der herrlichen Aussicht auf den Mount Warning. Das ist ein ganz markanter Berg in der Mitte einer riesigen Caldera-Pfanne, in dieser liegt auch Murwillumba.
    Die nächsten Tage verbrachten wir mit Laufen am Rail Trail, einer Radausfahrt von 47 Kilometer, um den kompletten Rail Trail mit samt seinen 7 m hohen alten Tunnels zu erkunden. Und wir frühstückten miteinander und hatten so viel zu quatschen, das uns die Zeit eigentlich jedes Mal zu kurz wurde. Abkühlen konnten wir uns im neu gebauten Pool, der 1 Tag vor unserer Ankunft fertig geworden ist.
    Ich war total begeistert von der tollen Atmosphäre, die dieses alte und neu durchdachte Haus ausstrahlt. Die Umgebung war phantastisch und ich konnte wunderschöne Fotos machen.
    Wir bekamen ganz viele tolle Tipps, was wir uns hier in New South Wales noch ansehen können, auch für Neuseeland. Denn Denis kommt eigentlich aus Neuseeland.

    Am Mittwoch hatte Denis noch einen kleinen operativen Eingriff, den er gut überstand.
    Da unsere Amazon Bestellung am Freitag beim Locker endlich zugestellt wurde, machten wir uns bereit, Fran und Denis wieder zu verlassen.
    Denis gab uns noch die Telefonnummer seines Sohnes Matthew mit, den wir am Abend in Tayagarah, nahe Bayron Bay noch aufsuchen wollten um dort zu übernachten.

    So verabschiedenten wir uns nach einem ausgedehnten Frühstück mit noch vielen Tipps für unsere Weiterreise.
    Ich fühlte mich sehr wohl bei den beiden, und hab sie richtig ins Herz geschlossen. Wir haben hier so tolle Gastfreundschaft erfahren und ich fühlte mich wie Zuhause, so herzlich und liebevoll wurden wir aufgenommen. So fiel mir der Abschied gar nicht leicht.

    Kurz nachdem wir Murwillumba verlassen hatten, wollten wir noch die Shroombrothers besuchen. Pilzzüchter, bei wir gerne den Anbau der verschiedenen Sorten bewundern wollten. Leider hatten sie zuviel zu tun uns so wurde unser Besuch abgelehnt.
    Wir standen also vor dem Schranken der Firmeneinfahrt, und auf einmal ließ sich Kohbi nicht mehr starten. Das war nun schon 3 oder 4 mal passiert. Unsere Autobatterie war am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Wir brauchten eine neue. Alex suchte also den günstigsten Anbieter über Google heraus und der saß 1 Stunde entfernt in Queensland. Zuerst ging es noch zum Amazon Locker die unsere so lang erwartete Lieferung abzuholen. Dann fuhren wir also zurücknach Quennsland und sparten 200 AUD. Alex baute die alte Batterie sogar noch vor dem Geschäft aus, setzte die neue ein und der Van ließ sich ohne Mucken anstarten. Die alte Batterie nahm das Geschäft sogar als Austausch an. Dann gings endlich Richtung Bayron Bay. Während der Fahrt begann es zu regnen, und es hörte erst mitten in der Nacht auf.

    Bei Matthews Wohnort, einer kleinen Comune in einem Permakultur-Park kamen wir erst bei Dunkelheit an. Matthew erwartete uns, wir luden ihn noch auf eine Tasse Tee in unseren Kohbi ein, denn draussen regnete es in Strömen. Ja, er sah Denis wirklich ähnlich und hatte auch eine ähnliche Stimme. Nach einem netten Gespräch gingen wir dann spät schlafen, und verabredeten uns auf ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen.
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  • Tallebudgera Creek/ Gold Coast

    December 6, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 28 °C

    Samstag, 06.12.2025

    Wir prosten uns alle 4 mit frischem Karottensaft zu, den Alex mit unserem Entsafter gezaubert hat. Es schmeckt einfach köstlich und wir plaudern so viel, dass wir erst sehr spät, so um 11.30, schon nach dem eigentlichen Checkout, verabschieden wir uns herzlich und wir düsen nach Canungra, um dort nochmals einzukaufen. Unser Mittagessen nehmen wir auch gleich dort ein. Dann gehts weiter Richtung Gold Coast. Wir fahren zu allererst zum Amazon Locker, wo wir unsere bestellten Sachen abholen. Leider ist noch nicht alles angekommen, aber die Bremsseile für das Rad von Alex sind da. Gegen Abend wollen wir e einen Stellplatz auf dem Tallebudgera Campingplatz buchen. Dort gibts mal eine Dusche, und ich kann meine Haare waschen. Es sind total viele Leute hier, der Campingplatz an der Flussmündung ist voller Familien mit Kindern.
    Wir haben trotzdem eine ruhige Nacht, und heute Sonntag, während ich die Wäsche wasche in der Coin Laundry des Campingplatzes, repariert Alex seine Bremsseile. Bis zum Checkout um 10 Uhr haben wir sogar noch gefrühstückt und abgewaschen und die getrocknete Wäsche verstaut.
    Heute wollen wir uns in Gold-Coast noch den Botanischen Garten ansehen und dort einen Spaziergang machen. Es ist ein netter Spaziergang, und wir lernen wieder neue Bäume und Sträucher kennen. Er ist gut beschildert und interessant aufgebaut.
    Gegen Mittag sind wir wieder auf dem Parkplatz und essen dort zu Mittag. Ein kleiner Salat ist ja schnell hergerichtet, und mehr gibt es auch heute nicht, da es in Surfers Paradise ein tolles Eisgeschäft gibt. YO CHI, Yoghurt Eis in allen Variationen zum selber runterlassen aus der Eismaschine. Dann gehts mit dem Becher vorbei an den vielen köstlichen Toppings, dann wird abgewogen und nach Gewicht bezahlt. Sehr praktisch und diese Art sein Eis zu essen gehört ab jetzt zu den Lieblings Geschäften von Alex und mir.
    Weil wir so viel in unsere Becher gefüllt haben, machen wir danach einen ausgedehnten Strandspaziergang. Wir spazieren durch den weißen Sand, vorbei an der rot-orangenen Life-Garde und dann wieder zurück zu Kohbi.
    Und auf unsere nächste Station freuen wir uns besonders.
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  • Sarabah-Campsite

    December 6, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 19 °C

    Montag, 01.12.2025 bis Samstag 06.12.2025

    Wir kommen gerade noch knapp vor der Check-Out Deadline vom OˋReillys Kühlschrank-Campingplatz.
    Wir sind unschlüssig, haben noch keinen passenden Platz für die nächsten Tage gefunden. Wir wollen ja nicht Stunden fahren. Ein schöner Platz fällt weg, da wir die 45 Minuten auf einer Straße, die nur für Allrad-Fahrzeuge geeignet ist, natürlich nicht nehmen können. Auf der asphaltierten Straße würden wir 2 Stunden brauchen.

    So finden wir dann doch noch einen Campingplatz an einem Flüsschen, das gurgelnd duch ein wunderschönes Tal rinnt. Ja, endlich! Wir sind hier fast alleine, wie in einem riesigen Park, unser Starlink funktioniert hier auch sehr gut. Hier werden wir mal bleiben.
    An unserem ersten Morgen, es ist Dienstag, gehen wir laufen. Und ich sehe wieder mal einen Eisvogel, der den Flusslauf hinauf fliegt. Wie immer, geht mir dabei das Herz über, und ich denke an meinen Papa.
    Der Tag vergeht mit dem Zusammenbauen unserer Fahrräder, und Alex ist da sehr genau. Ich bekomme auch neue Mäntel auf mein Rad und es fährt sich wie neu. Wir essen gut und freuen uns über dieses herrliche Plätzchen Erde, das wir nun hier für kurze Zeit bewohnen dürfen.

    Mittwoch früh gehts schon um 5 Uhr mit dem Fahrrad nach Canungra, denn beim Abendtee ist uns die erste Gasflasche leer geworden. Also hat sie ca. 2,5 Monate lang mit 5 kg Gas ausgehalten. So will Alex mit der leeren Gasflasche am Gepäckträger und mit leeren Radtaschen mit mir ins 14 km entfernte Canungra fahren. Ich soll schon mal vorfahren. Alex kommt nicht daher. Also rufe ich ihn an und er sagt sein Schaltseil ist nach 1 km gerissen und er habe jetzt nur noch einen Gang, aber der wäre OK.
    So treffen wir uns im Dörfchen mitten im Supermarkt wieder. Ich habe inzwischen alles noch eingekauft, was wir die nächsten 3 Tage brauchen. Mit neu gefüllter Gasflasche hinten am Rad drauf und mit Lebensmittel gefüllten Packtaschen geht es wieder die 14 Kilometer lange und hügelige Straße zurück zum Campingplatz.
    Komplett ausgehungert von den 30 km machen wir uns an die Zubereitung vom Frühstück.

    So köstlich war das auch noch nie! Wir haben beide bei der Fahrradtour fast 800 Kalorieren verbrannt. Na, da darf man nach 2 Stunden dann schon wieder das Mittagessen kochen und verspeisen. Dann ein wenig lesen, im Hängesessel chillen, duschen und ins Bett.

    Donnerstag früh waren wir nochmals laufen, und danach gabs Frühstück am Fluss. Wir chillten danach den ganzen Tag und am Abend füllte sich der Campingplatz wieder ein wenig. Auch der Freitag vergeht einfach so schnell in dieser schönen Landschaft. So machten wir auch abends Bekanntschaft mit Wei Wei und mit Pjotr. Sie war Italienerin mit chinesischen Wurzeln, ein sehr hübsches,großes Mädchen,25 Jahre alt und seit sie 17 ist, im Modelbusiness tätig. Pjotr,32, kam aus Polen, hat in England Architektur studiert,sogar ein eigenes Business dort aufgebaut. Nun hat es beide nach Australien verschlagen und sie kennen sich nun seit 6 Wochen. 4 Wochen miteinander schreiben und seit 2 Wochen sind sie nun zusammen, und mit einem blauen VW-Bus unterwegs, das Hinterland zu erkunden.
    Es ist total nett, aus der Welt der jungen Generation zu hören, und ihnen auch von unserem Reiseabenteuer zu erzählen. Wir unterhalten uns so gut, das wir uns für den nächsten Morgen, Samstag, zum Frühstück verabreden.
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  • Toolona Creek circuit

    November 30, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 23 °C

    Sonntag, 30.11.2025

    Um 4Uhr dreißig weckt mich Alex schon auf. Es ist sogar schon hell, als wir aus dem Parkplatz des Springbrook-Campingplatzes fahren. Es geht den Berg runter nach Canarunga, nochmals zum Supermarkt, welcher auf der Strecke in den Lamington National Park liegt. Es liegen ca. 2 Stunden Fahrzeit vor uns. Alex fährt wieder, er läßt es sich derzeit nicht nehmen, selber zu fahren. So kann ich die Morgenstimmung von unserer Fahrt genießen. Wir fahren an einem Stausee vorbei wo die Bäume direkt im Wasser wachsen, die Nebelschwaden ziehen durch das Tal und das Sonnenlicht jetzt am morgen leuchtet verhalten und bricht weich durch den Wald. Wieder geht es eine enge Straße den Berg hinauf, manchmal sogar nur einspurig befahrbar. Oben am Plateau gibt es ein Resort mit Villen, Cafehaus und einen Campingplatz, in dem wir heute übernachten wollen.
    Auf dem großen Parkplatz für die Wanderer stehen noch nicht viele Autos. Heute sind wir wirklich sehr zeitig dran und so brechen wir gegen 8 Uhr auf.
    Der Beginn des Trails ist noch asphaltiert, dann wird der Wanderweg enger. Wir kommen an imposanten ausgehöhlten Baumriesen vorbei. Die Würgefeige mit ihren tausenden Armen hat sich hier im Urwald oft in ungewöhnlicher Weise an den Bäumen hoch gerankt.

    Wir wandern vorbei an schönen Wasserfällen und immer mal wieder kreuzt unser Weg einen kleinen Bach. Hier wachsen riesige Farne, und hier ist heute alles noch üppiger und feuchter als bei unserer letzten Wanderung. Wir treffen auf unserem Weg auch einen blauen Krebs, welcher recht angriffslustig mit seinen Scheren klappert. Er ist auf dem Weg von einem Fluss in den anderen. Die Stämme der Bäume und die Felsen in den Wasserfällen sind von saftigem grünem Moos überzogen und wir vergessen die Zeit, so spannend und abwechslungsreich zeigt sich uns hier der “Rainforest”. Nach ca. 4 Stunden genehmigen wir uns am Wasserfall das Mittagessen, das wir uns wirklich verdient haben.

    Dann geht es gestärkt weiter. Unser Trail ist heute ca. 20 km lang und die letzten 10 km gehen wieder leicht bergab, was sehr angenehm ist.
    Gegen 17 Uhr sind wir wieder zurück und fahren auf den Campingplatz OˋReillys, welcher nur 5 Minuten entfernt ist. Alex hat online für eine Nacht gebucht.
    Wir sind ein wenig entäuscht, denn die Stellplätze dort sind dunkle geschotterte Parkbuchten an einer Straße zur Erschließung des Campingplatzes.
    Jedoch sind die Duschen ganz wunderbar. Einfach, modern und warm. Ich kann mir hier die Haare waschen und genieße das warme Wasser ausgiebig.
    Sehr neugierig sind auch die rot-blauen Papageien, die sehr neugierig ganz nah an unseren Van kommen.

    Da hier sehr viel Betrieb herrscht, werden wir nur diese Nacht bleiben, und uns einen anderen schönen Platz suchen.

    Heute war es anstrengend und so schlafen wir bald ein. Die Nacht ist ruhig, jedoch ziemlich kühl.
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  • Warrie-Circuit - Wasserfälle

    Nov 28–29, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Freitag, 28.11.2025 und Samstag,29.11.2025

    Ein weiterer Sonnenaufgang auf unserer Lichtung im Papageien-Urwald. Von überall das Geschrei dieser bunten Gesellen und untermalt mit den schönsten Farben des Himmels.
    Heute gibt es kein Morgenyoga,wir wachen um 5 Uhr auf und richten alles zusammen, und dann geht es den Berg hinunter. Wir haben einen Supermarkt ausfindig gemacht, welcher schon um 6 Uhr früh öffnet. Nachdem wir auch gleich noch unseren Mist entsprechend entsorgt haben, kaufe ich in dem gut sortierten Laden alles ein, was wir brauchen. In der Bäckerei daneben nehme ich noch frisches Sauerteigbrot mit und ein Stück Apfelkuchen.
    Danach geht's mit unserem Van ins 1-Stunde entfernte Springbrook.

    Dort angekommen, checken wir die Lage im Caravan-Camp des Nationalparks. Leider ist online zu sehen, dass hier kein Platz frei ist. Aber es gibt dort auch 3 Parkplätze und das ist unsere Chance für einen kleinen Stellplatz für die Nacht.
    Aber jetzt geht's mal zum Parkplatz, unserem Einstieg in die 14 km lange Wanderung mit den vielen Wasserfällen.
    Da es erst 7 Uhr ist, machen wir mal Frühstück, Abwasch bleibt für später. Um 9 Uhr verlassen wir Kohbi und wandern den Regenwald auf einem sehr schönen, teilweise betonierten Weg zum 1. Wasserfall hinunter. Diesen kann man sogar hinter dem Wasser passieren. Während vor einem die Wasserfontäne die Felswand herunterfällt. Imposant. Und so wandern wir weiter durch den grünen Dschungel, von einem Wasserfall zum anderen. Die Bäume sind riesig und die Lianen, die herunterhängen, sind kunstvoll verdreht oder so ineinander verschlungen, dass man sich wie in eine Schaukel hineinsetzen könnte. Neben uns gurgelt der klare Bach und die ganze Szenerie, das permanente Vogelgezwitscher, dass sich so sehr von unseren heimatlichen unterscheidet, schlägt uns in seinen Bann.
    Wir sind gar nicht müde, so dahin wandern und zu staunen.

    Mittags machen wir Pause kurz vor dem Platz, wo sich zwei Flüsse treffen, hier springen wir in die klaren Pools, und hoffen, dass wir von den Blutegeln verschont bleiben, vor denen wir in Rezensionen im Internet schon gewarnt wurden. Nach dem Essen sitzen wir noch eine lange Weile auf dem Felsen, nehmen die Umgebung mit all unseren Sinnen in uns auf und genießen diesen Moment.
    Und da! Ja gerade da, sehe ich ihn! Er sitzt auf einem Ast unter dem Pool, in dem wir gerade noch Ja, ich denke er ist es wirklich! Lange sitzt er unbeweglich, bewegt nur ab und zu sein Köpfchen mit dem langen Schnabel. Dann fliegt er kurz auf und taucht ins Wasser, geschwommen sind. Zweimal sehe ich ihm zu, wie er sich Futter fischt. Dann fliegt er das Flussbett hinauf und das Blau seiner Flügel blitzt in der Sonne auf.
    Ja, jetzt weiss ich es sicher,ein Eisvogel, mein Eisvogel, mein Papa, hat mich mal wieder besucht.

    Es ist meine Brücke zu meinem Papa, die sich auftut und dankbar nehme ich dieses für mich magische Erscheinen als ein Zeichen der tiefen und liebevollen Erinnerung an ihn wahr.

    Beschwingt geht es dann leicht, aber stetig bergauf. Die nächsten 2 Stunden wandern wir die Runde zurück zum Ausgangspunkt und werden auf den letzten 2 Kilometern mit wunderschönen Ausblicken über dieses Regenwald Tal bis zur Skyline von Brisbane belohnt.
    Wir genehmigen uns noch eine kurze Rast auf einem Baumstamm im Fluss, ca. 1 m, bevor das Wasser des klaren Baches über die hohe Felswand hinunter stürzt. Der Blick in die Weite mit dem Infinity-Look des Baches ist eine außergewöhnliche Belohnung für die lange Wanderung.
    Ich spüre nun doch ein wenig meinen Knöchel, den ich mir vor fast einem Jahr in China gebrochen habe. Und mein Fersensporn muckt auch ein wenig auf.
    Aber ich habe nach den ca. 9 Stunden mit Pause zumindest keine Blasen mit meinen Salomon Trekking-Schuhen.

    Oben bei Kohbi angekommen nehmen wir die Straße zur Campsite, lernen auf dem Parkplatz auf dem ebenfalls ein kleiner weißer Campervan schon steht ein älteres Geschwisterpaar aus Deutschland kennen, wo der Bruder in Kanada lebt. Ein wenig Smalltalk und dann wird es auch schon dunkel, während sich auf der Wiese hinter dem Parkplatz sich mindestens 10 Wallabies beim Gras fressen.

    Ich bin heute auf jeden Fall fertig! Ich spüre meine Muskeln überall. Gut, sagt Alex! Ja, gut, sag ich, putze mir die Zähne und schmeiß mich ins Bett. Kurz nach 20 Uhr schlafe ich schon ein.
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  • Gold-Coast Hinterland

    November 26, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Mittwoch,26.11.2025 und Donnerstag, 27.11.2025

    Um 5 Uhr früh weckte mich Alex liebevoll und nach unserer Yoga-Routine und dem Frühstücks Porridge machten wir uns auf den Weg ins Gold-Coast Hinterland.

    Erste Station ist Tamborine Mountain. Es geht hier ganz schön bergauf und bergab, die Straßen-Anstiege für Kohbi sind sehr steil. Hier machten wir eine 3 km lange Wandung am Fluss im Regenwald zu den Curtis Falls.
    Alex sah sein erstes Wallabie im Wald, einen Lizard, und auch australische Buschhühner konnten wir entdecken. Nach der Autofahrt und dem quirrligen lauten Brisbane war diese Wanderung eine richtige Wohltat für uns.

    So entschieden wir auf Anhieb, noch ein paar Tage hier zu bleiben,zu relaxen und die Gegend zu erkunden.
    Aber das wichtigste war wir brauchten noch einen Schlafplatz für heute abend. Als wir die Straße Richtung Witheren hinunter fuhren, sahen wir auf unserer linken Straßenseite einen geschotterten Weg. Wir überlegten nicht lang, fuhren hinein und erreichten eine große Lichtung, ebenfalls mit Schotterbelag. Wow! Nirgendwo ein Schild, das man hier nicht über die Nacht stehen bleiben darf. Guten Starlink-Empfang. Einfach nur perfekt. Wir standen auf einem Plateau über der Straße, und hier waren wir weitgehend unsichtbar für die Fahrzeuge die die Straße hinauf- oder hinunter fuhren.
    Wir hatten hier einen wunderschönen Sonnenaufgang, die Papageien kreischten in den Bäumen und man spürte richtig wie unberührt es hier war.
    Das Yoga auf dem Schotter war ein wenig unangenehm, aber wir entfernten die spitzesten Steine unter unseren Yoga Matten und dann war es OK.
    Heute legten wir einen richtigen Rasttag ein, recherchierten noch weitere Wanderungen und ließen mit Lesen und Faulenzen, Kochen,Essen und Schlafen unseren Tag ausklingen.
    Wir blieben hier noch eine weitere Nacht.
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  • Bibliothek Brisbane und Fiat East Coast

    November 25, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 31 °C

    Montag, 24.11.2025

    Heute sind wir beide wieder um 5h bereit für unsere Morgenroutine.
    Diese findet auf dem kleinen Eckchen Gras zwischen den Parkplätzen statt.
    Und unsere Wogen, die gestern noch aufeinander gebrandet sind, haben sich geglättet.

    Danach frühstücken wir und dann geht es mit dem Bus gemeinsam nochmals in die Bücherei. Und wir freuen uns wirklich darauf! Ein modernes Gebäude mit vielen unterschiedlichen Sitzgelegenheiten, Platz zum Recherchieren am Computer, Drucker zum Scannen und viele interessante Bücher über Permakultur stehen hier zur Verfügung.

    …und zwar kostenlos! Ich checke mir tolle Zeitschriften über Tiny Houses in Australien und Interior Design. Alex findet ein tolles Buch und beginnt das Interessanteste daraus zu scannen und in seine Dropbox zu laden.

    Die Stunden vergehen wie im Flug, und nach einem hervorragenden Mittagessen in einem kleinen Selbstbedienungsrestaurant mit wirklich vielen köstlichen frischen Salaten und veganem Burger nehmen wir den Bus zurück zu Kohbi.
    Heute werden wir noch bei der Abholstation von Amazon vorbeifahren und unsere bestellten Sachen abholen. Übrigens sehr einfach, hier auf Amazon Australien bestellen und zum Abholpunkt in deiner Nähe liefern lassen. Kann ich nur jedem empfehlen.

    Inzwischen hat sich der Himmel verdunkelt. Es blitzt und donnert, während wir Richtung Abholstation fahren. Und dann bricht ein Unwetter los, das wir so hier noch nicht erlebt haben. Dicke, fette Regentropfen fallen, und auf einmal hören wir ein Klackern! Das sind keine Regentropfen mehr, sondern Hagelkörner mit mindestens 2 cm Durchmesser. Viele Autofahrer suchen mit ihren Fahrzeugen Unterstellmöglichkeiten. Brücken,Vordächer von Firmen, und auch unter allen ausladenden Tankstellen Dächern stehen die Autos. Auch wir fahren in eine BP-Tankstelle hinein, hinter der unser Amazon-Abholkasten liegt.
    Man fährt ein wenig auseinander, als wir kommen, weist uns sogar auf den freien Platz ein, während die Hagelkörner auf das Tankstellendach donnern. Teilweise werden die Eisbrocken unters Dach geschleudert und ich sehe sie auf dem Asphalt zerschmelzen.

    Bald regnet es nur noch. Langsam löst sich der Knäuel auf der Tankstelle auf. Man merkt, jeder war dankbar, hier unterzukommen. Es gibt keine Hektik und kein Rumgeschrei und kein Hupen. Sehr diszipliniert und freundlich unsere Australier.

    Alex läuft mit dem Schirm ums Eck der Tankstelle zu den Amazon-Schließfächern. Wir haben per Mail die Codes bekommen, die die magischen Sesam-öffne-Dich Türen aufspringen lassen.
    Als er zurückkommt, ist er zwar tropfnass, aber total happy, dass alles, was er bestellt hat, angekommen ist.

    Nun geht's zum Fiat Professional East Coast. Wir dürfen hier heute Nacht stehen und schlafen und morgen früh um 7h sind wir dann bereit für das Service und die Reparaturarbeiten.
    Wir haben auch noch ein total nettes und interessantes Gespräch mit Maurice, dem “Caretaker” hier, der des Nachts aufpasst, die Müllabfuhr beim Tor hereinläßt und auf die Firma achtet, während alle anderen sich zu Hause für den nächsten Tag ausruhen.
    So erfahren wir viele neue Eindrücke über das australische Sozial- und Pensionswesen und ein wenig über Politik.

    Wir bereiten danach noch alles für morgen vor: unser Frühstück, die Wäsche zum Waschen und das Mittagessen.
    Das war ein wohl gefüllter Tag und zufrieden gehen wir in unser Hochbett.
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  • Brisbane bis Tamborine National Park

    November 25, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 20 °C

    Dienstag 25.11.2025

    Wir schliefen gar nicht so schlecht bei Fiat Professional. Die große Straße war zwar ganz in der Nähe, doch die vielen Vans, die zwischen uns und der Straße geparkt waren, hielten doch ganz gut den Lärm ab.
    Früh morgens gingen wir noch Laufen. Maurice hatte das große Tor schon um 5 Uhr früh geöffnet. Wir gingen wieder beide getrennt, da unsere Lauftempo doch sehr unterschiedlich sind. Ich lief durch diese kleine Vorstadt von Brisbane, die Häuser eher schäbig, sicher schon älter. Es ging berauf und bergab, und die Zeit verging mir sehr rasch.
    Ich kehrte nach einer Stunde zum Van zurück und began das Frühstück in Gefäße zu richten, denn heute würde Kohbi schon zu unserer Frühstückszeit in der Werkstatt überprüft werden.
    Wir packten unsere Ess-Tasche, die unser Frühstück als auch das Mittagessen enthielt , dann auch den Wäschesack und unsere Rucksäcke mit unseren Notebooks und Tablet´s und begaben uns ins Büro. Die Klimaanlage war so kalt eingestellt, das wir beide mit langärmeligen Pullis im Kundenbereich saßen.

    Kurz nach dem Frühstück, machte ich mich auf zur Wäscherei, die nur 300 m weiter entfernt lag. In dieser Münz-Wäscherei wusch ich 3 Maschinen und füllte dann 2 große Trockner.
    Nach 2 Stunden war alles fertig und ich maschierte mit der frischen Wäsche wieder zurück.

    Alex war inzwischen nach Draußen gewandert. Ihm war zu kalt gewesen. Ich wanderte nun mit einem großen Ikea-Sack zum Aldi, der in der entgegengesetzten Richtung lag um noch einige Dinge fürs Mittagessen zu besorgen.

    Wir speisten im Kundenpavillion von East Coast Professional, zwar warm, aber doch luftig.
    Gegen 15 Uhr war Kohbi dann fertig.
    Vera, die Dame aus dem Büro richtete noch die beiden Rechnungen her, einmal die Arbeit für die Garantieleistungen wie Glühkerzen und Mass - Sensor wechseln, die andere für das Service. Alex bezahlte und dann trafen wir uns noch alle beim Van auf ein nettes Gespräch.
    Wir bekamen dann auch noch den Stempel in unser Serviceheft - ups, fast hätten wir vergessen unser Service abstempeln zu lassen.

    Dann machten wir uns auf den Weg zu einem Schlafplatz, den ich auf Park-4-night gefunden hatte. Direkt neben einem Park. Keine Verbotsschilder, das man hier nicht stehenbleiben darf. Bis in die Dunkelheit war noch viel Trubel rund ums Auto. Die Leute kamen mit ihren Hunden und Eltern mit ihren Kindern zum Radfahren. Endlich um 20 Uhr kehrte dann Ruhe ein. Ein kleiner Regenschauer mitten in der Nacht weckte mich, und da Alex ganz hinten bei der offenen Hecktüre schläft, musste ich fast über ihm klettern, um die Hecktüren zu schließen. Er wurde aber nur ganz kurz munter, und schlief dann schnell wieder ein.
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  • Bibliothek Square Library Brisbane und F

    November 24, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 33 °C

    Montag, 24.11.2025

    Heute sind wir beide wieder um 5h bereit für unsere Morgenroutine.
    Diese findet auf dem kleinen Eckchen Gras zwischen den Parkplätzen statt.
    Und unsere Wogen, die gestern noch aufeinander gebrandet sind, haben sich geglättet.

    Danach frühstücken wir und dann geht es mit dem Bus gemeinsam nochmals in die Bücherei. Und wir freuen uns wirklich darauf! Ein modernes Gebäude mit vielen unterschiedlichen Sitzgelegenheiten, Platz zum Recherchieren am Computer, Drucker zum Scannen und viele interessante Bücher über Permakultur stehen hier zur Verfügung.

    …und zwar kostenlos! Ich checke mir tolle Zeitschriften über Tiny Houses in Australien und Interior Design. Alex findet ein tolles Buch und beginnt das Interessanteste daraus zu scannen und in seine Dropbox zu laden.

    Die Stunden vergehen wie im Flug, und nach einem hervorragenden Mittagessen in einem kleinen Selbstbedienungsrestaurant mit wirklich vielen köstlichen frischen Salaten und veganem Burger nehmen wir den Bus zurück zu Kohbi.
    Heute werden wir noch bei der Abholstation von Amazon vorbeifahren und unsere bestellten Sachen abholen. Übrigens sehr einfach, hier auf Amazon Australien bestellen und zum Abholpunkt in deiner Nähe liefern lassen. Kann ich nur jedem empfehlen.

    Inzwischen hat sich der Himmel verdunkelt. Es blitzt und donnert, während wir Richtung Abholstation fahren. Und dann bricht ein Unwetter los, das wir so hier noch nicht erlebt haben. Dicke, fette Regentropfen fallen, und auf einmal hören wir ein Klackern! Das sind keine Regentropfen mehr, sondern Hagelkörner mit mindestens 2 cm Durchmesser. Viele Autofahrer suchen mit ihren Fahrzeugen Unterstellmöglichkeiten. Brücken,Vordächer von Firmen, und auch unter allen ausladenden Tankstellen Dächern stehen die Autos. Auch wir fahren in eine BP-Tankstelle hinein, hinter der unser Amazon-Abholkasten liegt.
    Man fährt ein wenig auseinander, als wir kommen, weist uns sogar auf den freien Platz ein, während die Hagelkörner auf das Tankstellendach donnern. Teilweise werden die Eisbrocken unters Dach geschleudert und ich sehe sie auf dem Asphalt zerschmelzen.

    Bald regnet es nur noch. Langsam löst sich der Knäuel auf der Tankstelle auf. Man merkt, jeder war dankbar, hier unterzukommen. Es gibt keine Hektik und kein Rumgeschrei und kein Hupen. Sehr diszipliniert und freundlich unsere Australier.

    Alex läuft mit dem Schirm ums Eck der Tankstelle zu den Amazon-Schließfächern. Wir haben per Mail die Codes bekommen, die die magischen Sesam-öffne-Dich Türen aufspringen lassen.
    Als er zurückkommt, ist er zwar tropfnass, aber total happy, dass alles, was er bestellt hat, angekommen ist.

    Nun geht's zum Fiat Professional East Coast. Wir dürfen hier heute Nacht stehen und schlafen und morgen früh um 7h sind wir dann bereit für das Service und die Reparaturarbeiten.
    Wir haben auch noch ein total nettes und interessantes Gespräch mit Maurice, dem “Caretaker” hier, der des Nachts aufpasst, die Müllabfuhr beim Tor hereinläßt und auf die Firma achtet, während alle anderen sich zu Hause für den nächsten Tag ausruhen.
    So erfahren wir viele neue Eindrücke über das australische Sozial- und Pensionswesen und ein wenig über Politik.

    Wir bereiten danach noch alles für morgen vor: unser Frühstück, die Wäsche zum Waschen und das Mittagessen.
    Das war ein wohl gefüllter Tag und zufrieden gehen wir in unser Hochbett.
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  • Stadterkundung Brisbane

    November 22, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    Samstag, 22.11. und Sonntag 23.11.2025

    Wir haben gut geschlafen in der Waldluft. Früh am nächsten Morgen, nämlich 4:00, steht Alex auf und macht uns Tee, danach sitzt er noch meditierend ca. 1 Stunde am Boden unseres Vans im Yogisitz. Er weckt mich meist um ca. 5h. Ich bin meist noch ziemlich verschlafen, eigentlich noch nicht bereit meine Füße aus dem Bett zu schwingen.

    Doch mein Motivator ist energisch und dann schaffe ich es doch. Und ich bin eigentlich froh dann mein Yoga und mein neues Qui Gong am Morgen zu machen. Es fühlt sich danach sehr gut an und ich bin Alex für die Energie, die er hier an mich verwendet, sehr dankbar - auch wenn das oft für ihn nicht so merkbar ist.
    .
    Na ich muss schon sagen, das der Schlendrian während der 6 Wochen alleine, sich oft bei mir breitgemacht hat.

    Und mein Körper läßt es mich auch spüren, das Laufen, das Armtraining haben einen schmerzhaften Muskelkater hinterlassen.

    Nach dem Frühstück brechen wir dann zu Fuß auf. Wir erkunden heute Brisbane. Wandern die Straßen hinunter zum Brisbane River und nehmen das City Cat Boot zur Erkundung auf dem Fluss. Wir laufen auch eine ganz schön lange Strecke den Fluss entlang, vorbei an netten Cafes, und Parks, sogar Kletterfelsen gibt es hier.
    Unser Mittagessen ist eine Falaffel Bowl, sehr frisch und sehr gut. Als Abschluss gibt dann noch ein Eis von Tom und Jerrys.
    Wir nehmen wieder das Boot zurück, steigen jedoch diesmal eine Station vorher aus und marschieren zum Albion Free Car Park zurück. Hier steht Kohbi und ich bin froh, nach meinen 23.000 Schritten meine Beine hochzulegen.
    Viele schöne Eindrücke haben unseren Weg gesäumt und Brisbane hinterläßt heute bei uns einen sehr gechillten, geerdeten und weltoffenen Eindruck.

    Wir ziehen uns zurück in die gemütliche obere Ebene im Van - unser Bett, Lesen, Schauen YouTube und ich Schreibe am Reisetagebuch. Alex schläft schon um 8h ein. Ich erst gegen 23:30 h
    Kein Wunder, daß ich am nächsten Morgen müde bin. Noch dazu regnet es draußen in Strömen und heute fühlt es sich noch schwerer an als gestern.
    Ich schaffe es, stehe im Laufgewand mit Regenjacke auf der Straße. Alex ist wie immer auch im Regen hochmotiviert.
    Heute wird es bei mir keine Laufeinheit, sondern ich gehe. Höre Podcast über Microbiom. Und nehme mir fest vor, kein Eis mehr zu essen.
    Nach einer Stunde,ich komme vor Alex zurück und weiß nun gar nicht mehr, was ich heute essen will zum Frühstück, beginne ich den Kühlschrank auszuräumen.

    Heute ist kein guter Tag. Für uns beide nicht. Um Abstand zu gewinnen, werde ich den Bus nehmen und die Bibliothek gehen. Alex möchte hier bleiben.

    Wir finden auch wieder zueinander, schließlich ist das Band zwischen uns sehr stark geworden.
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  • Mount Coot-Tha Lookout

    November 21, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    Freitag, 21.11.2025

    Wir müssen noch Vorräte aufstocken, und deswegen halten wir auf dem Weg zum Campingplatz noch bei einem Coles.
    Ich bin richtig froh, daß wir so einen großen Kühlschrank haben. Trotzdem ist es jedesmal die irre Schlichterei, um alles dort gut unterzubringen.

    Der Campingplatz ganz in der Nähe, ebenfalls für Pfadfinder konzipiert, begeistert uns gar nicht. Er liegt im Wald, ist sehr abschüssig und außerdem neben einer Straße.
    Hierher kommen ganz viele Mountainbiker, die ihre Autos hier parken und mit den Bikes Mount Coot-Tha erkunden.
    Das heißt, es wuselt nur so um uns herum. Da es schon Mittagszeit ist, genehmigen wir uns ein schnelles Essen. Frisches Brot, Hummus, Käse für mich und einen Salat.
    Als Nachspeise gibt es frisches Obst.

    Nun machen wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Wir erkunden dabei den Lookout des Mount Coot-Tha mit herrlicher Aussicht auf die Skyline von Brisbane und genehmigen uns dort oben im Cafe noch ein Eis.

    Beim Hinunterfahren Richtung Brisbane entdecken wir eine Parkbucht ohne “Campingverbot”- oder war da doch ein Schild?. Dort stellen wir uns hin, surfen im Internet und ich recheriere noch für mein Projekt “Buch selber herausgeben”.

    Es wird eine ruhige Nacht.
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  • Camping am Fluss „Allawah“

    November 18, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 26 °C

    Dienstag, 18.11.2025 bis Donnerstag,,20.11.2025

    Wir schlafen dann doch noch ganz schnell wieder ein und vor dem Frühstück gibt es eine Laufrunde durch den angrenzenden Park.
    So entspannend und mit viel Freude bin ich schon lang nicht mehr gelaufen. Ok, ich mach dann meist noch ein paar Fotos, sehe mir die Leute an und sauge diese Atmosphäre eines frühen Morgen Beginns in so einer pulsierenden Stadt, wie Brisbane eine ist, in mich ein.
    Viele Läufer sind unterwegs, viele Hundebesitzer, die sich auf ein Tratscherl einlassen, während sich ihre Hunde gegenseitig beschnuppern. Sportliche Väter, die hinter Kinderwägen herlaufen, Frauen, die Yoga machen und eine Gruppe von älteren Personen, die Chi Gong praktizieren.
    Es ist ein kurzweiliger Lauf, denn es gibt einfach wahnsinnig viel zu sehen.

    Nach dem Abwasch gehts endlich los. Kohbi muss noch getestet werden, deswegen läßt sich Alex den Fahrersitz nicht nehmen.

    Wir kommen bei der Allawah Campsite an. Gebucht wird online. Die Nacht kostet 24 AUD. Das ist echt günstig. Eigentlich ist dieser Campingplatz für die Pfadfinder und da am Wochenende ein Event stattfindet, müssen wir deswegen auch schon am Freitag früh fahren.

    Hier ist es einfach wunderschön! An einer Flußkrümmung liegt der terrassierte Campingplatz. Wir stehen auf der 2. Terrasse oberhalb des Flusses. Wir sehen die Kokkabarrus in den riesigen Bäumen sitzen, beobachten die weissen Reiher im Fluss und die Schildkröten beim Sonnenbaden auf dem warmen Stein im Wasser.
    Wir machen uns Frühstücksporridge mit Früchten und sitzen dabei in der Wiese unter den hohen Bäumen im Schatten.
    Auch unsere Mittags-Abend-Essen werden ausgefeilter. Mal gibt es Chili sin Carne und ein anderes Mal Erbsen mit Pilzen. Natürlich immer mit Salat, versteht sich.
    Die beiden Tage sind herrlich und schweren Herzens verlassen wir am Freitag nach einem Morgenlauf mit abschließender Dusche diesen herausragenden Stellplatz.
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  • Nachjustierungstag mit Nacht-Besuch

    November 17, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 29 °C

    Montag, 17.11.2025

    Heute werden wir zeitig wach, und nach dem Frühstück legt sich Alex erneut unters Auto.
    Er nimmt die Schelle nochmals herunter, biegt alle Zähne gerade und mit vereinten Kräften, Ich halte oben dagegen und Alex schraubt unten die Schelle zusammen, schaffen wir es.

    Die Schelle sitzt nun perfekt. Sie schließt gut ab und Rauchentwicklung zeigt sich nun auch keine mehr.
    Wir sind beide total froh, daß Alex das so gut geschafft hat. Er kann da wirklich immens geduldig und genau sein, was in diesem Fall total erforderlich ist.
    Danach gehts nochmals zu Bunnings. Alle Werkzeuge die wir nicht gebraucht haben können wir zurückgeben und auch meine Holzplatte wird gegen einen Gutschein eingetauscht. Wir gehen auch noch Vorräte einkaufen in der Stadt und die Probefahrt bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline ist ein voller Erfolg.
    Da es schon zu spät ist auf den Campingplatz am Fluss zu fahren, beschließen wir noch eine Nacht am Rande des Parks zu verbringen.

    Wir lesen und recherchieren noch einiges und gehen dann schlafen.
    Ich glaube es ist ca. 12h nachts, als es ans Auto klopft. Da ich nichts anhabe und auch Alex ziemlich schwer zu wecken ist, und ich schon inzwischen mehrmals gesagt habe: “ One Moment PLEASE!” , die Türe aber noch nicht geöffnet habe, stapft dieser jemand um unseren Kohbi herum und leuchtet mit seiner Taschenlampe hinten in unseren Schlafbereich. Ja klar, wir haben den Vorhang vorgemacht und er kann wahrscheinlich nichts sehen.
    Endlich bin ich angezogen, mache das Fenster auf und sehe einen Officer davor stehen. Er hält uns einen Zettel vor die Nase, da steht alles drauf, das Camping in Brisbane verboten ist.
    Alex erklärt, das wir morgen auf den Campingplatz fahren. Und das wir das Schild “nicht” gesehen haben. (Zwinker, Zwinker).
    Und das Wunder geschieht. Der Officer, ist total nett, verwarnt uns freundlich, und wir müssen heute nacht nicht weg fahren.
    Irgendwelche Anrainer in den süßen Queensländer Häusern am Rande des Parks dürften uns wohl verpetzt haben.
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  • Umbauaktion am Hanlon-Park

    November 15, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 30 °C

    Freitag, 14. 11. bis Sonntag, 16.11.2025

    Wir haben beide gut geschlafen, denn mit dem Lebensmenschen an seiner Seite, schläft man einfach viel,viel besser.
    Es nieselt ein wenig, und da ist ein Morgenlauf die optimale Wahl. Da wir unterschiedlich schnell laufen, macht sich jeder seinen eigenen Pfad.
    Ich bin total entzückt über die wunderschönen Holzhäuser, die an meinem Laufweg liegen. Damit hat Brisbane schon mal bei mir gepunktet.

    Nach dem Frühstück gehts noch zum Aufstocken der Lebensmittel in den Supermarkt und noch kurz in den Baumarkt.

    Auf Park for Night habe ich einen tollen Stellplatz an einer Parkwiese gefunden. Ideal um dort Kohbi wieder in seinen Urzustand zurückzubauen.
    Sofort nach der Ankunft schmeisst sich Alex in sein “Arbeitsgewand” (Radlleiberl und kurze Berghose) und los gehts.
    Er arbeitet bis es dunkel wird, und schafft es, den entkernten DPF auszubauen. Ich helfe so gut ich kann, reiche diverse Schraubenzieher, Zangen und verschiedene Nuss-Größen in Alex Hände weiter, die unter dem Van hervorkommen.
    Am Abend gegen 18h beginnt es heftig zu regnen. Ganze Wasserbäche strömen unter unserem Ducato Richtung Wiese.
    Ich kann am Abend mich dann endlich auf die Umsatzsteuererklärung für September konzentrieren und erfolgreich abschicken.

    Wir schlafen gut und besonders Alex,schläft schnell ein, erschöpft von der anstrengenden Detailarbeit im engen Motorraum.

    Der Regen prasselt aufs Dach, während wir dem nächsten Morgen entgegen schlafen.

    Dieser Morgen hält wieder etwas Sonne für uns bereit. Alex kriecht sofort nach dem Aufstehen wieder unter das Auto. Heute wird er den nigelnagelneuen DPF einbauen.
    Dieser reist seit Islamabad gut verstaut in einer Hängevorrichtung unter unserem Bett mit uns mit.
    Zwischenzeitlich mache ich mich nach dem Frühstück mit einem Ubertaxi auf den Weg in den nächsten Baumarkt. Wir brauchen Reiniger für den Intercooler und den Abgas-Rückführungskühler. Ich bekomme so einiges: Entfetter, Kerosin, Bremsenreiniger und Spiritus. Auch rote Kühlflüssigkeit brauchen wir.
    Gegen Abend ist Alex fertig.
    Der Probelauf entdet mit resignierter Miene. Beim DPF raucht es raus, und auch gibt es eine Fehlermeldung auf unserem Diagnosegerät. Alex mutmaßt, dass die Zahnschelle die den DPF mit dem Abgasauslass verbindet, nicht dicht ist.
    Für heute ist es aber gut, denn morgen Sonntag ist auch noch ein Tag, und falls wir etwas brauchen, der Baumarkt und auch das Autozubehörteile-Geschäft, sowie auch die Lebensmittelgeschäfte haben hier alle auch am Wochenende geöffnet.
    Das ist äußerst hilfreich und sehr convenient für uns.
    Ich bereite immer Frühstück und Mittagessen für uns vor und erledige den Abwasch. Natürlich mit vielen Unterbrechungen, wenn Alex irgend ein Werkzeug zugereicht braucht, an das er gerade nicht rankommt, weil er unterm Auto liegt.

    Das Wetter hält und der angesagte Regen verschont uns. Alex muss nun die Schelle lösen, die sich leider nicht mehr lösen läßt. Verzweifelt und gleichzeitig geduldig und hoch konzentriert arbeitet er an der Lösung des Problems.

    Da wir noch Werkzeug brauchen, wie zum Beispiel einen ultralangen 45 cm Schraubenzieher und einen Gummihammer, bin ich diesmal mit dem Bus zum Bunnings Warehouse unterwegs. Ich stehe grad in der Werkzeugabteilung mit den Hämmern, und hab Alex auf WhatsApp Video, als ein Freudenschrei durchs Handy kommt! “Die Schelle ist gerade aufgesprungen!”
    Ok, nun brauchen wir das Werkzeug nicht mehr, und ich nehme mir einen Uber um schneller zurück zu Alex zu kommen. Denn nun braucht er meine Hilfe.
    10 Minuten später bin ich bei ihm und gemeinsam schaffen wir es den DPF mit der Schelle gut und genau zu verbinden.

    Nachdem alles eingeräumt und verstaut ist, gibt es noch eine Dusche mit unserem alten reparierten Duschsack und froh und ungeheuer stolz auf meinen Mann gehe ich heute schlafen. Wir können also morgen mit unserem Auto auf Probefahrt begeben, noch alles besorgen und uns dann auf den Campingplatz am Fluss gegeben, den ich schon herausgesucht habe. Doch soweit kommt es morgen dann doch nicht.
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  • Das schönste Geschenk zum 60iger

    November 13, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Donnerstag, 13.11.2025

    Wow! Fühlen sich so 60 Jahre an? NEIN!

    Ich liebe, ich mach mir Sorgen um Leon, aber gleichzeitig freu ich mich wie ein junges Mädchen, meinen Mann nach 6 Wochen endlich wieder in die Arme nehmen zu können. Und irgendwie bin ich überschwenglich, hör laut Musik!

    Ich hab Schmetterlinge im Bauch, und mein Herz pumpert an meinem Hals nahe des Kehlkopfes und nimmt mir ein wenig die Luft zum Atmen. Ich stehe schon seit 1 Stunde hier am Flughafen in Brisbane, schau auf die Schiebetüre, aus der immer wieder neue Menschen strömen und von ihren Liebsten gleich in Empfang genommen werden.
    Manche Szenen sind richtig cute! Da sind die Eltern aus Korea, die die Tochter und das neue Enkelkind besuchen. Vor dem Weihnachtsbaum werden alle stocksteif aufgereiht und das Wiedersehens-Foto geknipst.

    Ich bin fast 2 Stunden vor Ankunft des Flugzeuges losgefahren, man weiß ja nie, ob es nicht doch früher als erwartet ankommt. Für Kohbi habe ich ganz in der Nähe einen kostenpflichtigen Parkplatz gefunden.
    So steh ich also da und warte auf Alex!
    Endlich, kurz nach 10:30 steht er plötzlich da! Wild schaut er aus! Unrasiert, die Haare fast 3 cm lang! Ein wenig unausgeschlafen.
    Es tut unendlich gut, ihn wieder zu haben, wir umarmen uns ganz fest!

    Es ist zwar mein 60er, aber es fühlt sich irgendwie nicht so an. Es ist alles so entspannt und unaufgeregt - ja, das tut mir richtig gut, und das Beste ist die Hand von Alex in meiner.

    Erste Station war noch das Postamt nahe am Flughafen, Pinkenba. Dort wollte ich meine bestellten Waren von Amazon abholen. die nette Postbeamtin, Lita, überreichte mir ein Paket. Die anderen hatte sie nicht übernommen, da sie nicht mit der australieschen Post geliefert worden waren. Wir quatschten ein bißchen, und sie versprach alle noch ausstehenden Päckchen gerne zu übernehmen und schenkte mir zum Abschluss noch eine wunderbar duftende Kamelie aus ihrer eigenen Vase. So nett!

    Ganz gechillt gehen wir nun in der Stadt frühstücken. Können am Parkstreifen sogar noch die Park-App checken und schlendern danach beruhigt ins Cafe. Danach kauf ich mir nochmals 1-Monat Daten und Telefonie für meine australische Nummer.

    Wir stromern durch den Botanischen Garten und dabei checkt Alex noch geschwind einen Service-Termin bei FIAT East Coast Professional für unser Auto. “25.11.2025” also haben wir jetzt noch ca. 1,5 Wochen Zeit hier in Brisbane.

    Zu Mittag soll es heute eine Pizza sein und das Vapiano in Brisbane ist da genau richtig. Die Pizza ist herrlich, und für Alex gibt es sogar veganen Pizzakäse.
    Danach noch ein Gelato und die Welt ist in Ordnung.

    Als es zu dämmern beginnt, geht es zurück zu meinem Parkplatzauf dem wir noch eine geruhsame Nacht verbringen. Alex hat es sich nicht nehmen lassen, und kutschierte uns den ganzen Tag mit Kohbi durch Brisbane.
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  • … es geht nach Brisbane!

    November 12, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 22 °C

    Mittwoch, 12.11.2025

    Heute hab ich ca. 4 Std. Fahrzeit nach Brisbane vor mir. Es geht in der Nähe der Küste entlang. Und es geht mal steil bergauf und dann wieder fast 12% bergab. Kohbi plagt sich, aber mit 30 km/h schafft er auch die steilste Steigung. Das ich einen Rattenschwanz Autos hinter mir herziehe macht mich ein wenig unrund. Ich bleibe 2 x seitlich stehen und lass die Kolonne an mir vorbeifahren.
    Frühstück gibts am Straßenrand, und Abwasch mach ich später.

    Die Landschaft ist ein Traum. Hügelig wie in der Südsteiermark, die Kühe grasen links und rechts der Straße, nur die Bäume sind viel mächtiger als bei uns.
    Auffällig sind auch die blau blühenden ausladenden Jacaranda - Bäume. Wunderschön, wie sie aus dem grün der anderen Pflanzen hervorstechen.
    So fahre ich gechillt durch die Berglandschaft Australiens Brisbane entgegen. Und das heißt auch meinem Schatz entgegen.

    Am Stadtrand falle ich noch in ein großes Einkaufszentrum hinein. Dort gibts einen Kosmetikbesuch für mich, einfach um mir was Gutes zu tun. Ich hab mir auch noch einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe vom Flughafen gesucht, damit ich morgen nicht so weit fahren muss.
    Es ist ein relativ ruhiger Ort, am Abend stehen dort sehr wenige Fahrzeuge. Ich hab meine Ruhe. Oder doch nicht! Denn ich nutze die Zeit und telefoniere mit meinen Kindern.
    Als ich Leon dran hab, klingt dieser etwas anders als sonst. Seine Wunde am Bein hat sich entzündet. Er konnte kaum gehen, und hat den Hausarzt aufgesucht. Dieser hat ihn ins Krankenhaus geschickt. Nach einem MRT steht fest, dass die Wunde geöffnet und gereinigt werden muss. Er wird ca. 20 Minuten operiert, bekommt einen Schwamm eingesetzt. Ein Schlauch saugt das Sekret aus der Wunde. Auch Antibiotika bekommt er flaschenweise intravenös eingetropft.
    Und klar, Mama macht sich Sorgen.
    Nach der OP rufe ich ihn nochmals an. Es ist bei mir 1:33 nachts. Es geht ihm gut. Wir hören uns morgen.
    Mehr schlecht als recht finde ich dann doch noch etwas Schlaf.
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  • Tin Can Bay und wilde Delfine

    November 11, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 22 °C

    Montag, 09.11. bis Dienstag 11.11.2025

    Für mich gehts nun an die Tin Can Bay um die wilden Delfine zu sehen. Es sind gerade mal ca. 2 Std und ich nach dem Frühstück gehe ich nochmals einkaufen. Ich habe mir einen Campingplatz ganz in der Nähe der Bucht ausgesucht, wo die Delfine jeden morgen hinkommen. Ich kann sogar zu Fuß hingehen. Sind 20 Minuten.
    Ich verbringe noch einen schönen, gemütlichen Abend, koche mir mal Kaiserschmarren mit Rosinen und zerdrückten Himbeeren. Das hat sich ja direkt heimatlich angefühlt. Ich quatsche wie immer lang mit Alex, dieser hat endlich seinen Flug nach Brisbane gebucht und wird am 13. um 9h früh ankommen. Icfs
    Ich freu mich total. 60er zu zweit feiern! Und ihn endlich wieder drücken, umarmen und küssen können!
    Mir gehts schon seit 2 Tagen nicht so gut, habe Kopfschmerzen und meine Verspannungen in Hals und Schulter sind total unangenehm.
    Deswegen geh ich früh ins Bett. Ich therapiere mich mit Liebscher und Brachts Nackenretter und den Druckkegeln für die schmerzenden Knödel in meiner Schulter. Ich glaub ich hab mich 2 Stunden bearbeitet - und wirklich, es geht mir danach besser.

    Außerdem möcht ich ja morgen um 6h schon losziehen zur Delfinbucht. Ich wach rechtzeitig auf, mach mir noch grünen Tee und dann gehts auch schon los. Ich wandere auf einem Steg die Mangrovenküste entlang, treffe sogar eine nette Dame, die auch noch ein Foto von mir macht, und mit der ich noch plaudere.

    Und dann bin ich auch schon da. Bei Barnecals Cafe befindet sich ein kleiner Strand, und wirklich, dort sehe ich schon graue nasse Rücken ganz nah am Strand.
    Um 7h öffnen sich dann die Tore. 15 AUD kostet es, wenn man die Delfine füttern möchte. Pro Runde sind es ca. 25 Leute die gleichzeitig an den Strand gehen dürfen. 1 m Abstand zum Wasser. Im Wasser stehen 3 ältere Damen, und um sie herum tummeln sich bald 6 Delfine. Humphback-Delfine! Diese kommen ca. 80 km von der Insel K'gari und sie legen diese Strecke jeden Morgen hierher zurück. Sie bringen Geschenke mit an den Strand. Mal sind es Steine, Stöckchen oder auch mal Sonnenbrillen. Die Voluntäre halten das alles genau schriftlich fest, kennen die Tiere beim Namen und haben viele Geschichten über sie zu erzählen.
    Dies wird alles vom Staat Queensland organisiert, das Cafe, welches keinen guten Ruf mit seinem Frühstück hat,das hat mir die Dame am Steg erzählt, ist dennoch zum Bersten voll. Ich glaub es sind hier ca. 100 Menschen, die sich immer in 25er - Gruppen am Strand mit den Delfinen aufstellen dürfen.
    Dann beginnt die Fütterung. Ich darf ins Wasser und dem Delfin den Fisch hinhalten - schwups, hat er ihn verspeist. Das ging einfach zu schnell für mich. 2 Sekunden später steh ich wieder oben und schau den anderen zu.

    Ich bleibe 2 Stunden, höre den Geschichten zu und bin fasziniert von diesen schlauen Tieren. Ich bin verliebt in Delfine! Das steht fest.
    Dann mach ich mich auf den Rückweg und verbringe den Tag mit Schreiben, Telefonieren mit Alex und Lorenz und Recherchieren, was wir an meinem Geburtstag zusammen in Brisbane unternehmen werden.
    Und dann

    Ich wache rechtzeitig auf. Hab noch Zeit, mir grünen Tee zu machen und dann gehts schon los.
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  • Hervey Bay + Virtue permaculture Farm

    November 8, 2025 in Australia ⋅ 🌬 26 °C

    Freitag, 07.11.2025 bis Sonntag,08.11.2025

    Freitag morgen mach ich mich nach dem Frühstück auf den Weg nach Hervey Bay.Dort schau ich noch im Bunnings - Baumarkt vorbei und kaufe Farbe für die Ausbesserungen des bemalten Van-Bodens.
    Auch Vorräte gehe ich noch einkaufen.

    In Hervey Bay gibt es auch ein Freilicht-Museeum. Hier wurden alte Häuser samt Inhalt neu in Szene gesetzt. Ich bin auf dem Gelände ca. 1,5 Stunden unterwegs und lasse mich gerne durch die vielen Schaustücke um 100 und mehr Jahre zurückversetzten. Besonders die Einrichtung von Küche, Wohnzimmer und Vorzimmer haben mich als Inneneinrichterin entzückt.

    Nun gehts zur Tourist Information, hier werde ich beraten und mit Prospektmaterial ausgestattet.
    Auf meine Frage, ob es noch Whale Whatching Touren gibt, bekomme ich leider nur ein Kopfschütteln. Die Saison ist vorbei und die Humphback Whales schon weiter nach Süden gezogen. Man könnte jedoch noch auf Mrs. Elliot Island mit Manta Rays und Turtles schwimmen gehen.
    Diese Inseln sind jedoch nur mit dem Flugzeug erreichbar und eine 1-Tagestripp kostet ca. 500 AUD. Also no way!
    Ich überlege noch hier auf dem Parkplatz der Tourist Info kostenlos zu übernachten, jedoch ist nur mehr ein Platz in der Nähe der Klo-Ausguss-Stelle frei und diese wird alle 20 Minuten von heranfahrenden Autos und auch Campern benutzt. Das stinkt mir hier definitiv zu viel und ich beschließe auf meine nächste Campsite zu fahren.
    Die Virtue permaculture Farm empfängt mich mit einer herrlichen Aussicht auf die Bucht und die Insel Kgari. Ich lerne John und Heidi kennen, die seit ca. 15 Jahren die Farm bewirtschaften. Es entstand ein Gemüsegarten in dem der Hühnerkäfig alle 2 Wochen ein Beet weiterwandert. Dann 2 Wochen Rast und dann kann wieder bepflanzt werden. Die Roundelle mit DM ca. 3 m werden mit den verschiedensten Gemüsen und Kräutern bepflanzt.
    Auch einen Food Forest mit breiten Rasenflächen dazwischen gibt es und darauf tummeln sich die Kängurus. Wow! Es ist ruhig und beschaulich und ich verbringe einen ganzen Tag damit, den beschädigten Boden unseres Vans mit den verschiedenen Farben nachzumalen.

    Ich mache auch einen Spaziergang durch den kleinen Teil Regenwald, der hier von den Besitzern nicht gerodet wurde. Es soll hier sogar noch Koalas geben, jedoch hat auch Heidi selbst hat noch nie einen dort gesehen. Sie sollen sich sehr gut verstecken können.

    Hier übernachten ca. 2-3 Vans pro Nacht, diese müssen sich komplett selbst versorgen können. Wasser und Strom wird nicht hier angeboten. Die Nacht kostet 20 AUD. Das ist total Ok.
    Vor allem die freilebenden Kängurus die hier die Rasenflächen abgrasen sind hier der Hit. Sie werden auch nicht gefüttert. Auch die Pflanzen, Obstbäume, und Beerensträucher werden von diesen Tieren nicht angetastet.
    So koexistieren Mensch und Tier hier friedlichst nebeneinander, ohne dem anderen etwas zu zerstören oder den Lebensraum einzugrenzen.
    Die Tiere hüpfen um unser Auto herum oder liegen friedlich im Gras.
    Ein sehr schönes Miteinander, wie ich finde.
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