Durch den Regen nach Mangakino
January 21 in New Zealand ⋅ 🌧 15 °C
Mittwoch und Donnerstag, 21. und 22. 01.2026
25,83 km, 479 hm
von Keith Scheune bis zur Cozy Hut in Mangakino
Wir schliefen eine Stunde länger als sonst, bauten das Zelt ab und beschlossen auf Grund des noch immer anhaltenden Regens, gleich das Frühstück hier im Trockenen einzunehmen.
Da ertönte das Brummen eines Motorrades, und wir sahen wie ein Mann etwas weiter weg von uns vom Motorrad stieg.
Wenig später schwenkte sein Blick zu seiner Scheune, und da ich ihn ja beobachtet hatte, hob ich zum Gruß meine Hand.
Daraufhin stapfte er durch den Regen zu uns herüber. Er stellte sich uns als Keith Alexander McBeth vor, 79 und Besitzer dieses Grundstücks. Alexander fragte ihn einiges über seine Farm und bemerkte dann, ob er einmal Wrestler gewesen war. Er bejahte und erzählte, er habe bei der Wrestling-Meisterschaft in Kanada für Neuseeland gekämpft. Keith hatte Hände so groß wie Klodeckel, und Alex war dies aufgefallen. Er erzählte auch von seiner Scheidung, das er die Hälfte seiner Farm, nämlich 110 Hektar, seiner Exfrau hätte geben müssen. Er hat sie aber ausbezahlt. Wahnsinn! Auch 2 Enkelkinder hätte er.
Er war so offen und ehrlich, dass er so frei von der Leber weg über sein Leben erzählte, und das an zwei total wild fremde Menschen wie Alex und mich.
Wir fanden dies sehr offenherzig. Er wünschte uns noch eine gute Weiterreise, schwang sich mit seinen 100 kg auf sein Motorrad, molk 2 Kühe noch für seinen Eigenbedarf und freute sich aufs Fernsehen in seinem Haus und bemitleidete uns ein wenig, weil wir im Regen weiterfahren mussten.
Wir kämpften uns also im strömenden Regen weiter voran, heute würden wir also mittags in Mangakino in unserer Cozy Hut ankommen.
Kurz vor dem Örtchen trafen wir dann die ersten Bike-Backer, Zwei Neuseeländer, schon pensioniert, aber sehr gut beieinander, Morris und Scot, sie hatten auch jeder ein Zelt und Kocher mit dabei, und ihr Gepäck hatte sicher auch 30 kg. Sie hatten es aber auch auf das Vorderrad verteilt mittels kleinerer Packtaschen. Den Timber Trail würden auch sie auslassen, es war doch eine Mountainbike Strecke, die mit Gepäck und mit dem Regen fast nicht zu bewältigen war.
So erfuhren wir wieder mal viel Wichtiges.
Wir machten noch ein Erinnerungsfoto und dann ging es bergab in den Supermarkt von Mangakino. Dort deckten wir uns für die nächsten 2 Nächte ein und waren froh, das uns Sue in ihrer netten Unterkunft freundlich empfing. Wir hüpften gleich unter die warme Dusche, denn durch das lange Quatschen mit den beiden Bikebackern war uns ziemlich kalt geworden. Sue wusch und trocknete unsere Kleidung ohne dafür Entgelt zu nehmen, und wir waren froh den Nachmittag und Abend im Warmen und Trockenen zu verbringen.
Das Mittagessen, Nudeln mit selbstgemachtem Sugo, war köstlich und unser Bett einfach nur wunderbar weich.
Der nächste Tag war unser Ruhetag. Wir frühstückten gemütlich, ich schrieb unser Reisetagebuch weiter und Alex machte Büroarbeit.
So ging auch dieser Ruhetag seinem Ende zu und morgen sollte es dann auch wieder weiter gehen.Read more
… bis zum Unterstand von Keith‘s farm
January 20 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C
Dienstag, 20.01.2026
48,46 km, 1015 hm
Maungatautari bis Wharepuhunga Ward/ Keith Alexander McBeth Scheune
Schon frühmorgens, als wir gerade unser Zelt zusammen packten, spielten sich die dunklen Regenwolken mit den noch wenigen Strahlen der aufgehenden Sonne.
Wunderschön beleuchteten die Sonnenstrahlen eine Buschreihe hinter Stevens Feldern und hob sie dadurch vom dunklen Wolken verhangenen Himmel ab.
Kurz danach begann es zu nieseln. Wir kämpften uns die hügelige Straße voran, gegen 9 h versuchten wir einen Platz zum Frühstücken zu finden. Eine alte, schon ziemlich desolate Hütte bot genügend Schutz gegen Wind und ein noch gut erhaltenes Dach gegen den Regen an. Der Innenraum war nicht so toll und mir grauste direkt, denn in einem Eck lag ein Vogel-Gerippe.
Alex meinte nur ich solle nun keine Tussi-Allüren an den Tag bringen, breitete einfach unsere blau-orangenen Planen darüber und irgendwie trat dann bei mir dieser “aus den Augen- aus dem Sinn-Effekt” ein. So konnte ich unser Frühstück dann doch noch genießen.
Aufgewärmt mit von Alex gekochtem Tee und gestärkt mit Porridge machten wir beide uns wieder auf den Weg.
Ich hörte nun ABBA, denn dies ging offline sehr gut und dies gab mir wieder etwas Antrieb, mich durch den Regen zu kämpfen.
Es regnete weiter, und um die Mittagszeit wünschte ich mir nichts mehr als eine Scheune. Ein Dach über dem Kopf, Schutz vor Wind und Regen.
Und da stand sie. Groß, ein Wellblech-Halbrund mit vielen Strohballen darin, Platz für uns und unsere Fahrräder.
Diesmal gingen wir schon unbelasteter an die Sache heran. Das Grundstückstor war offen, die Scheune nah an der Straße und ein Haus war weit oben am Hügel zu sehen.
Wir marschierten mit den Rädern zur Scheune, öffneten das große niedere Eisengatter und standen im Trockenen.
Wir machten es uns hinter einem großen Strohballen gemütlich, zogen die nasse Kleidung aus u und kochten uns erst mal heißen Tee und dann schon vorgekochten Reis mit Gemüse.
Später ging ich dann doch noch zum Haus hoch, da wir viel zu wenig Wasser mit hatten. Ich klopfte an die Eingangstüre und nach einiger Zeit öffnete ein Philipino. Hier wohnten sichtlich 5 oder 6 Farmarbeiter, die gerade pausierten und schliefen, bevor es wieder ans Kühe melken ging.
Ich bat um Trinkwasser und bekam, liebenswürdige Weise, meine 3 Wasserflaschen gefüllt wieder zurück.
Welch Glück.
Das sollte uns auch hold bleiben, denn nun regnete es ohne Unterlass, wir waren trotz Regenpelerine naß bis auf die Haut. Unserere Hände, die in kurzen Fahrrad-Handschuhen steckten, waren schon schrumpelig. Meine Haare waren trotz Kapuze unter dem Fahrradhelm total naß.
Es war ca. 16h, von der Straße her ein offenes Gatter, ein Weg zu einem halbrunden Wellblechschuppen, den wir, nachdem wir uns angeschaut hatten,einstimmig darauf zu fuhren.
Das war unser Übernachtungs-Platz. Die große Scheune war leer, der Boden ausgestreut mit Sägespänen. Die hintersten 3 m der Scheune waren trocken, dort stellten wir unser Zelt auf.
Wir zogen unsere komplett durchnässte Kleidung aus und hingen sie auf den Eisenverstrebungen zum Trocknen auf. Auch unsere Schuhe waren komplett nass. Endlich hatten wir trockene Kleidung an, das Zelt war aufgestellt. Ich musste 3 mal niesen, und Alex riet mir meine Haare trocken zu rubbeln mit dem Handtuch. Das tat ich und danach versuchte ich mich im Schlafsack wieder aufzuwärmen.
Für Alex war mein Niesen wohl ein Warnzeichen. Er war so feinfühlig und aufmerksam, und als er neben mir im Schlafsack lag, buchte er die nächsten 2 Nächte in einer Unterkunft. Denn es sollte auch stark weiter regnen.
Wir lagen nun im Trockenen und dass fühlte sich sehr gut an.Read more
… bis zu Steven‘s farm!
January 19 in New Zealand ⋅ ☁️ 24 °C
Montag, 19.01.2026
48 km, 585 hm
Hamilton bis Maungatautari-Stevens Farm
Wir starteten heute um kurz nach 8h von unserem Appartment weg. Alex machte sich auf den Weg in die Dental-Klinik, während ich noch im Woolworth einkaufen war.
Als ich anschließend zum Zahnarzt kam, war Alex schon fertig und hatte ein neues Inlet.
Ich hatte leider zuviel Wasser eingekauft, und da wir eh schon so schwer beladen waren, brachte ich die 4 Liter Wasser zurück und bekam eine Gutschrift.
Dann ging es den Rivertrail weiter, viel bergauf und bergab,insgesamt 500 hm und 48 km, es war sehr anstrengend, waren doch die Steigungen nach meinem Gefühl ca. 30% und meinen Oberschenkeln ging dann doch irgendwann die Kraft aus. Ich musste einfach ab und an absteigen, meine fast 150 Pulsschläge runterbringen und das Rad schieben.
Nach Cambridge, dort wo der River Trail endete, bogen wir auf den Araroa-Trail ab. Auf einer schon hoch gewachsenen Wiese nahmen wir unser Mittagessen ein. Am nächstgrößeren Ort hatten wir noch einen Woolworth ausfindig gemacht, dort kaufte ich nochmals Wasser nach, und Alex gönnte sich noch ein kleines Eis und ein Mars.
Unsere weitere Route führte uns durch eine hügelige Landschaft, wo ein Besitz sich an den anderen reiht. die Zäune gehen bis zu ca. 3 m an die Straße heran, und es gibt jeweils ein Einfahrtstor, wo dann eine Straße bis zum Haus führt, das man oft gar nicht sieht, so weit liegen diese oft weg von der Straße.
Schön langsam wurde es Zeit, uns einen Zeltplatz zu suchen, aber die Möglichkeiten hier schienen uns sehr, sehr gering.
Alex meinte, ich solle nun doch einen Wunsch ans Universum schicken, damit sich endlich eine Möglichkeit für uns findet. Und das tat ich, denn auch ich befürchtete das wir keinen Platz finden würden.
5 Minuten später, als wir auf der Straße so dahin strampelten, hörte ich das Geräusch eines Motorrades. Aus einer Schotterstraße kam ein groß gewachsener Farmer auf seiner Geländemaschine. Er blieb stehen, und ich fragte ihn, ob er einen Zeltplatz für uns wüsste.
Sofort bot er uns seine gerade Wiese neben seiner Scheune auf seiner Farm an. Er fragte uns sogar, ob wir schon gegessen hätten. Hatten wir, und wir brauchten nur einen eben Platz für unser Zelt.
Er erzählte uns, dass seine Eltern aus der Schweiz hierher ausgewandert waren, sein Vater die Farm gegründet hatte und er sie ihm nun abgekauft hatte.110 Hektar. Er lebte hier mit seinen fast 3 erwachsenen Töchtern und seiner Frau in einem wunderschönen grau und weiß gehaltenem Haus auf dem Hügel, hatte Rinder, ein paar Schafe und ein paar Pferde, die von seinen Töchtern umsorgt wurden.
Wir schlugen also unser Zelt auf der schönen Wiese neben der Pferdeweide auf, hatten eine ruhige und angenehme Nacht und starteten am nächsten Morgen gut ausgeruht in den Tag.
Steven winkte uns in der Früh noch von seinem Motorrad zu und fuhr auf seine Weide.Read more
Waikata Rivertrail nach Hamilton
Jan 17–18 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C
Samstag, 17.01.2026 bis 18.01.2026
52,48 km,270 hm
Rangiriri Brücke bis Hamilton,Avon Apartments
Alex wachte sehr früh auf, ich glaube es war vor 5 h früh. Ok, also Aufbruch. Bei einem herrlichen Sonnenaufgang mit rosa angeleuchteten Schäfchenwolken packten wir unsere sieben Sachen, und Alex schleppte unser Gepäck wieder hinauf auf die Straße. Oben hängte ich gerade die Packtaschen auf die Räder, als eine Maori mit ihrem Auto stehen blieb und mich fragte ob alles ok sei. So aufmerksam! Wow! Das war richtig nett.
Es ging am Fluss entlang, wunderschön, wenige Fahrzeuge auf der Straße und die blauen Blumen auf ihren langen grünen Stengeln wiegten sich neben der Fahrbahn im leichten Wind. Immer wieder musste ich stehen bleiben um diese wunderbaren Eindrücke als Foto festzuhalten.
Heute war das Fahren gut, es ging uns einfach von den Beinen.
Und dann erreichte mich mitten unter dem Fahren mein Sohn Leon. Wir plauderten und es war schön ihn zu hören und zu sehen, Video-Telefonie per WhatsApp natürlich. Danach rief ich noch Lena und danach noch Luisa an. So vergingen 32 km im Flug und wir hatten schon mehr als die Hälfte unseres Tagespensums erfüllt. Auch Alex hatte die Zeit genutzt und mit seiner Mama telefoniert.
In Huntley wollten wir frühstücken. Bei einem Cafe holte ich mir einen Long black und einen kleinen Kuchen und schon bald hatten wir an der Uferpromenade in Huntley am Fluss ein schönes Wiesenplätzchen auserkoren.
Dadurch ergaben sich auch ein paar nette Gespräche mit Einheimischen. Für uns auch interessant.
Gut gestärkt, und auch natürlich immer wieder unser Sitzfleisch gut eingecremt ging es dann ganz entspannt den Fluss entlang bis Hamilton.
Wunderschöne Ausblicke auf den Fluss, der Radweg immer am Fluss entlang, lieferte schöne Aussichten auf Häuser und Landschaft.
Da wir wirklich so zeitig gestartet hatten, war unsere nächste Anlaufstelle ein Outdoorladen, wo wir noch eine neue wasserdichte Hülle für meinen Rucksack kauften.
Dann gings in ein indisches Restaurant mit veganen Speisen, die wir uns schmecken ließen. Auch der berühmteste Eis-Laden der Stadt wurde noch von uns besucht. Da ich schon wieder eine Augenentzündung mir eingefangen hatte, besuchte ich danach gleich noch eine Apotheke. Bei der ersten bekam ich Tropfen gegen Allergie, da ich kein Rezept vorweisen konnte. Alex meinte, ich sollte doch noch gleich in die Apotheke gegenüber hineinlaufen und schauen ob ich was stärkeres bekomme. Obwohl ich mir nicht sicher war, ging ich hinein und siehe da, hier klappte es. Ich bekam Augentropfen mit Antibiotika.
Nach einem Großeinkauf bei Woolworth gings dann zu unserem Appartment. Groß und nett ausgestattet.
Dort angekommen wurde gleich mal unsere Wäsche gewaschen und am Balkon aufgehängt. Das war schon mal optimal.
Ich war müde von den vielen Eindrücken und vom Radfahren, und so schlief ich diesmal viel früher ein als Alex.
Ich wachte erst am nächsten Tag um 9 h früh wieder auf. Ausschlafen! Wie herrlich! Alex war seiner inneren Uhr gefolgt und war um 5 h schon aufgestanden. Aber er hatte die Zeit hervorragend genützt. Er hatte im Internet den kompletten Araroa Bike Trail gefunden, mit allen GPS Karten und Beschreibungen. Diese haben wir heruntergeladen und nun werden wir genau diesem Trail folgen.
Am Vormittag regnete es wieder ein wenig und wir waren richtig froh, im Appartment zu sein.
Dann gabs French Toast für mich und Brot mit Bananen Schoko für Alex, sogar Instant Kaffee war im Appartment. Wir chillten, und ich postete und schrieb alle Tage wieder nach.
Dann gabs gekaufte Pizzaböden mit veganem Käse und tollem Belag mit Salat zum Mittagessen.
Am Nachmittag schrieb ich weiter in unser Reisetagebuch. Bis ich auf einmal einen Schrei aus dem Badezimmer vernahm. Alex hatte beim Putzen mit der Zahnseide sich ein Stück Porzellankrone aus dem Zahn herausgelöst.
Ja, jetzt hab ich wohl einen Mr. Brösel-Tooth. Das kann natürlich nicht so bleiben, uns so haben wir heute Sonntag in der 5 Minuten entfernten Zahnklinik schon einen Termin für Montag früh um 9h30 zur Reparatur ausmachen können.
Jetzt chillen wir noch ein wenig und genießen unser Appartment. Meine Auge und auch meine Wunde am Hinterteil sind schon viel,viel besser.Read more
…das wahre Neuseeland!
January 16 in New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C
Freitag, 16.01.2026
44.54 km,516 hm
von Pukekohe unter die Brücke von Rangiriri
Wir wachten um ca. 6h auf, packten diesmal wirklich gut ausgeschlafen unser Zelt zusammen und fuhren aus unserem verlassenen Grundstück wieder auf die Straße.
Es war ziemlich viel Verkehr, und daher entschieden wir noch vor der Autobahn, die hier auch Fahrräder benutzen dürfen,es gibt hier einen ausgewiesenen Fahrstreifen für die Räder, noch zu Frühstücken.
Wir wählten einen überdachten Platz neben einem Subway, während dessen ging wieder mal ein kleiner Regenschauer nieder, der genau da zu Ende ging, als wir wieder losfuhren.
Diesmal wählten wir eine Straße paralell zur Autobahn und endlich hatte ich das Feeling in Neuseeland angekommen zu sein.
Ich genoß die grünen Hügel, die mit weidenden weißen schon kahlgeschorenen Schafen gesprenkelt waren. Wir fuhren vorbei an sehr neugierig aufschauenden Kühen, die friedlich auf ihrer Weide standen.
Die Straßenränder waren üppig bewachsen mit blau und weiß blühendem Zierlauch. Auf den hohen Graswiesen blühten gelbe Blumen und weiße wilde Möhren. Es roch nach nasser Erde und leichtem frischen Blumenduft.
Trotz der steilen Steigungen, die wir hier ab und an zu bewältigen hatten, war es ein wahrer Genuß.
Nach so einer Steigung trafen wir Doug. Er war ein Araroa-Trail Angel, der hier auf dieser Straße jeden Tag seine 8 km abgeht um Müll aufzusammeln. Wow! Wir waren total begeistert. Er lud uns beim Gespräch auch noch auf Kaffee ein, da wir jedoch erst so kurz unterwegs waren, wollten wir noch Kilometer machen und verabschiedeten uns herzlich von ihm.
Gegen Mittag wählten wir eine Wiese neben einer Straßenkreuzung, hoch bewachsen mit dickem saftigem Gras. So saßen wir weich und verspeisten genüßlich unser Brot mit Humus und unseren Salat.
Kurze Zeit später kamen wir noch in einem kleinen Dorf an einem kleinen Supermarkt vorbei, so einer von der Sorte “habe alles und auch nichts” und tatsächlich konnten wir dort kaltes Wasser und eine neue Gummiwurst kaufen. Auch ein nettes Gespräch mit dem Besitzer, einem Inder aus der Provinz Punjab und seit 20 Jahren hier in Neuseeland ansässig, erfreute uns sehr.
Nach einigen Hügeln, ein wenig Autobahn kamen wir nach Rangiriri, eine historische Stätte eine Erinnerung an die Kämpfe 1863 zwischen Engländern und Maoris.
Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz.
Nach einer Brücke vermuteten wir den Te Araroa Trail, der, wie sich später herausstellte nur für Wanderer und in keinem Fall für Radfahrer ausgelegt worden war.
Alex war zurückgefahren um den Einstieg in diesen Weg zu finden und hatte einen Platz unter der Brücke entdeckt, der sich bald als perfekt herausstellte. Nur der steile Weg hinunter zum Fluß war eine Challenge, die Alex, mein Gentleman,bravourös meisterte. Er schleppte unsere Räder und unser Gepäck unter die Brücke. Ein schöner Platz mit Wiese und Blick zum Fluss war die Belohnung.
Ab und an fuhr ein Fahrzeug über die Brücke, aber das war dann doch gut auszuhalten. Nachts war es sehr ruhig.Read more
…es wird besser!?
January 15 in New Zealand ⋅ 🌧 24 °C
Donnerstag,15.01.2026
20,72 km, 239 hm
von Nähe Auckland/Hingaia bis Pukekohe
Wir wachten total spät auf, 9 h neuseeländische Zeit! Ich hatte überhaupt nicht gut geschlafen. Auch Alex war sehr oft aufgewacht. Da lernt man erst nächtliche Ruhe schätzen, wenn einem die ganze Nacht die Autos durchs Schlafzimmer dröhnen.
Weil es schon so spät war, frühstückten wir mit Blick auf den Fluss. Das Geräusch der vorbeizischenden Autos mussten wir ausblenden.
Unser Mittagessen nahmen wir unterm Vordach eines Woolworth ein, bei dem wir vorher noch einkaufen waren. Zwischenzeitlich kamen unsere kleinen Solarpaneele zum Einsatz, um unsere Akkus aufzufüllen.
Unser angepeiltes Ziel war der Ort Pukekohe. Nach einem steilen Anstieg entdeckte Alex auf einem Grundstück ein verlassenes Haus mit einer Scheune mit Vordach. Ein Gewitter kündigte sich gerade an, und nach eingehenden Verhandlungen mit mir, die ich schon total am Semmerl war, müde und mit Kopfschmerzen,willigte ich in unseren Übernachtungsplatz ein. Es war wirklich das Beste, was uns passieren konnte.
Zuerst legten wir nur unsere Planen aus und ließen uns darauf nieder. Nachdem aber der Regen mit so geballter Ladung Wasser auf dieses Vordach fiel, und sich kein Ende des Regens ablesen lassen konnte stellten wir unser Zelt unter dem Vordach auf.
Es war irgendwie doch sehr idyllisch. Eine Kinderschaukel hing hier, die hat wohl schon sehr lange niemand benutzt. Sie war über und über mit Spinnernetzen überzogen.
Der Regen prasselte auf das Vordach und auch ein wenig durch das Loch auf unsere Zeltplane. Endlich fühlten wir uns hier sicher und der Lärm der Straße drang sehr abgemildert nur mehr an unsere Ohren.Read more
Hallo, Auckland!
January 14 in New Zealand ⋅ ☁️ 25 °C
Mittwoch, 14.01.2026
ca. 20 km nach Hingaia Reserve Freedom Camping
Als es dämmerte, landete unser Flugzeug in Auckland. Wir kamen gut durch die Pass- und Sicherheitskontrollen. Als wir unser Gepäckband erreichten, standen unsere Bikekartons schon prominent und unübersehbar neben dem Fließband. Bald darauf kam auch unser Aufgabegepäck daher und wir konnten mit einem angepackten Gepäckwagen das Flughafengebäude verlassen.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Ankunftshalle, war Platz zum Zusammenbauen und Sortieren des Inhaltes unseres Gepäcks, daß ich auf unsere jeweils 4 Radtaschen aufteilte, während Alex unsere Räder zusammenbaute.
Die leerenKartons nahmen die Müllbeauftragten mit einem Fahrzeug bereitwillig mit.
Wie sich später herausstellte, gingen uns dann noch 2 Schrauben ab. Vielleicht waren die noch im Karton verblieben?
Während sich Alex auf die Suche nach den Müll-Männern begab, schenkte mir ein Tourist sein Feuerzeug. Er durfte es nicht mitnehmen und wir konnten es sehr gut gebrauchen.
Danke!
Als alles auf unseren Bikes montiert war gings hinein in die Stadt. Wir kauften uns bei einem Woolworth mal unser Frühstück ein, das wir dort auf einem Bankerl hungrig verspeisten.
Unsere nächste Station war ein Outdoor-Laden in einem Einkaufszentrum, denn wir brauchten ja Gas zum Kochen. Bald hatten wir auch dieses Problem gelöst. Wir fanden nach viel Herumlaufen in der riesigen Mall von 5 Outdoorläden den heraus, in des es Gaskartuschen gab. Und obwohl ich Alex vorschlug gleich 2 Stück zu nehmen, kaufte er nur eine.
Während wir danach draußen noch recherchierten wo wir hinfahren sollten, ging er uns noch ein Wasser kaufen und kam mit 2 Flaschen Wasser und der zweiten Gaskartusche wieder.
Dann wars auch schon wieder Mittag und wir gingen nochmals in einen Woolworth einkaufen. Auch das morgige Frühstück war damit gesichert.
Auf der Bank vorm Wooly gaben wir uns dann beide einen kleinen 30-minütigen Powernap.
Irgendwie hatten wir uns leider keinen genauen Fahrplan überlegt, wir waren übernachtig und auch noch fast keinen Meter gefahren. Alex wollte so gerne irgendwo in der Natur übernachten, doch während wir so durch die Gegend Richtung Süden fuhren, fand sich auf Google maps nur ein vermeintlicher Campingplatz, Hingaia Reserve Freedom Camping.
Es war lange hell, und so erreichten wir diesen Platz um ca. 20h. Wir schlugen etwas weiter oben am Hügel, nah an einem Zaun unser Zelt auf. Gerade als wir es uns gemütlich machen wollten und Alex auf einem nahe gelegenen Tisch mit Bank seine Buchhaltung erledigen wollte, kam ein Security-Mann auf uns zu.
Hier dürften wir nicht unser Zelt aufschlagen. Aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite, am Flußufer, wäre es okay.
Es war aber ganz und gar nicht okay! Es war 3 m von der Straße entfernt, diese war stark befahren. Alle 5 Minuten brauste ein Auto oder Lkw vorbei.Read more
…mit den Bikeˋs nach Neuseeland
January 13 in Australia ⋅ ☁️ 20 °C
Dienstag, 13.01.2025
Das letzte Mal Yoga im Koomba Park. Das Wetter ist angenehm warm. Wir frühstückten noch gemütlich und machte den Abwasch. Heute durfte ich mal soviel Wasser nehmen, wie ich wollte. Der Tank muss heute leer werden.
Dann gings zum Amazon Locker, den Alex hatte noch wichtige Dinge bestellt. Meine Arbeitsbrille zum Schutz meiner leicht endzündlichen Augen, und neue Sonnenbrillen, die anderen waren nicht brauchbar gewesen, die hatten wir zurückgeschickt.
Die Brille wurde von mir auch gleich mal getestet, ob sie eh nicht anläuft.
Wir hatten noch einen längeren Weg zum Flughafen, ca. 1,5 h und unser Mittagessen nahmen wir auf einem großen Parkplatz ein. Hier dürfte gerade ein Baseball-Schüler-Match stattgefunden haben, den viele Autos parkten hier auf dem riesigen Rasengelände.
Danach brachte mich Alex mit den Bikekartons und unseren Packtaschen zum Flughafen.
Er ließ mich aussteigen und wir verluden alles auf das kleinen Flughafen - Transportwagerl.
Während ich am Flughafen die nächsten 3-4 Stunden mich mit der November und Dezember-Buchhaltung herumschlug, fuhr Alex zu unserem Storage-Parking ca. 20 Minuten vom Flughafen entfernt.
Dort verpackte er Kohbi. Die Solaranlage am Dach wurde mit Plywood-Platten geschützt, die Bordbatterie abgehängt, die Wassertanks ausgelassen und die neue Plane über unserem Van festgezurrt. Kohbi sah aus wie ein Christo-Kunstwerk.
Unsere letzten Essensvorräte schenkte er Gianni, dem Hausbesorger des Van-Parkplatzes, der sich mächtig darüber gefreut hat.
Danach brachte ihn ein Uber-Taxi zur mir zum Flughafen.
Als Alex kam, war ich mit der Buchhaltung fertig. Leider hatte ich in meinem Arbeitseifer vergessen, den PC ab den Strom anzuschließen, weshalb dieser nur leer war als Alex nun seine Buchhaltung darauf beginnen wollte.
Aber die Zeit war kapp und wir mussten zum Check In. Eine nette ältere Dame, Samantha, war sehr freundlich und hilfbereit und nahm unseren Check-In vor.
Hier stellte sich heraus, das wir unbedingt noch einen Rückflug vorweisen mussten, sonst dürften wir nicht in Neuseeland einreisen.
Also unterbrachen wir unseren Check-In und Alex buchte für uns beide den Rückflug am 09.03.2026 aus Queenstown. Danach machte uns Samantha den Check-In für NZ fertig.
Unsere Bikekartons brachten wir noch zum Großgepäck-Check-In. Dann gings schon durch die Sicherheitskontrolle und weiter zum Abflug-Gate.
Unmittelbar nach unserer Ankunft wurde das Gate auch schon geöffnet und hier kam es zu einem unschönen Erlebnis.
Ich stellte mich also in die Reihe und als ich dran kam fragte mich die Dame vom Bodenpersonal etwas in schnellem austalischstem Englisch.
Ich verstand Nüsse! Was fragte mich die Dame? Ich sah sie fragend an. Zwei mal wiederholte sie den Satz und ich wusste noch immer nicht
was sie von mir wollte. Sie ließ mich aus der Reihe heraustreten und fragte wiederholt in harschem Ton. Es war schon sehr sehr spät, ich war müde und mein Englisch ist eben nur Schul - Englisch und leider haben sich die Damen allesamt nicht wirklich bemüht auf ausländische Touristen einzugehen und mir es in vieleicht verständlicheren und langsameren Worten zu erklären.
Alex, der gerade abgefertigt worden war, eilte mir zur Hilfe.
Ich erklärte ihr das ich ihr Englisch nicht verstehen würde. Sie fragte mich wiederholt, natürlich auf Austral-Englisch, ob mir bewusst ist, was es bedeutet in der Notfallreihe zu sitzen,wie Alex mir dann später übersetzte.
Alex mischte sich ein und wollte für mich antworten, denn er hatte sie ja verstanden. Das ließ sie aber nicht zu. Ich versuchte instinktiv nun langsam den Weg zur Gate-Türe zu gehen.
Meine Handlung war für die rotblonde Dame nicht die von ihr gewünschte Reaktion und dann diskutierte sie mit Alex noch mehrere Minuten und buchte dann unsere fixen Sitzplätze von der fußfreien Reihe in die 20. Reihe um.
Ich hätte nämlich antworten sollen, das ich weiß was in einer Notfallsituation zu tun ist und ich den Anweisungen des Flugpersonals folgen und mit Hilfe leisten sollte.
Alex war nun leicht angepisst, denn eigentlich wollte er sich dort vorne ausstrecken und schlafen, denn unsere Abflugszeit war 23 Uhr 55 und wir sollten in Auckland um 5h 30 Ortszeit ankommen.
Im Klartext also 3,5 h Flugzeit plus 2 h Zeitverschiebung für uns Schlaf, den wir morgen dringend brauchen würden.
Nun mussten wir also eingeengt in der 20. Reihe Platz nehmen. Von meiner Seite aus war einfach danach nicht mehr an Schlaf zu denken. Fühlte ich mich doch unverstanden und nicht sehr nett behandelt.
Alex schlief tief wie ein Baby hatte er mir dann erzählt. Kein Wunder mit Schlafbrille und Oropax.
Ich schaute in der Zwischenzeit durch das Flugzeitfenster in den von Sternen funkelnden Nachtimmel, durchsetzt von kleinen weißen Wölkchen und einer Sternschnuppe, die bei mir vorbei zischte.Read more
Melbourne - Koomba Park
Jan 5–12 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C
Montag, 05.01. 2026 bis Montag 12.01.2026
Die Nacht haben wir ganz gut hier auf dem Rastplatz verbracht. Noch ein bißchen Yoga, Frühstücksporridge und Abwasch und dann haben wir noch ca. 250 Kilometer bis Melbourne.
Es geht zum Award RV Superstore. Dort holen wir unseren neuen Kühlschrank ab.
Wir haben auch einen Standplatz gefunden, welcher gleich rechts neben dem Baumarkt Bunnings lag. So konnten wir gegebenen Falls auch noch wichtiges besorgen das wir zum Umbauen brauchten.
Als erstes musste der alte Kühlschrank ausgeräumt werden. Die Lebensmittel packte ich in 2 Ikea Säcke und stellte sie in den Schatten eines Baumes. Dann baute Alex das Teil aus, packte den neuen Thetford aus den Kartons und kürzte das Kästchen, damit er unter das Regal passte.
Alex montierte wieder mal mit der Schnell-Manier. Das heißt er liest die Anleitung nicht genau, und beim Türanschlagwechsel musste ich ihn zurückhalten, weil ein Federschrauben nicht vollkommen in ein Loch hineinpasste. Er wollte es aufbohren.
Er kriegt sich dann in der Geschwindigkeit wieder ein, pempert alles so zusammen wie es ihm richtig vorkommt und dann passiert das Vorhersehbare: Der Kühlschrank leuchtet blinkend rot und funktioniert nicht.
Telefonate mit der Hotline, mit dem Award RV Superstore und ich sah wie Alex schon die Nerven weghaut. Ok! Ich schaute dann mal auf You Tube und da war des Rätsels Lösung. Es gehörte nicht die Türe um 180° gedreht sondern die Deckplatte der Front des Kühlschrankes und der Griff gewechselt auf die andere Seite, dann schließt auch der Kühlschrank mit Magnet und gibt das Signal zum Kühlen.
Alex folgte den Anweisungen am Video und nun fügte sich alles in eines. Der Kühlschrank funktionierte, wir brauchten keinen zurückgeben und hatten inklusive der provisorischen Befestigung den Tag bis fast 20h rumgebracht.
Ich bin so stolz auf meinen Schatz, der uns bis am Abend einen funktionierenden Kühlschrank in unseren Van gezaubert hat. Wir haben wieder was Kaltes zu trinken und unsere Lebensmittel wurden wieder gekühlt. “Herrlich!”
Wir fuhren wieder zurück zu unserem Schlafstellplatz im Koomba-Park, und brachten unseren alten Dometic zum Eisenhändler, wo er noch eine Sonder-Verabschiedung von Alex bekam.
Wir waren froh und fertig zugleich, denn ganz Australien und wir zwei hatten gerade eine Hitzewelle durchzustehen und wir arbeiten bei 38° im und ums Auto herum.
Fertig stiegen wir in unser Bett und schliefen sehr rasch ein.
Der 2. Umbautag brach an. Wir machten unsere Yogaroutine, frühstückten und fuhren danach wieder zu unserem Parkplatz beim Cricket-Sportplatz neben dem Bunnings-Baumarkt.
Heute schnitt ich die Seitenwände für den Kühlschrank zu und malte sie weiß an. Ein paar Anpassungen musste ich noch vornehmen. Auch die Türe oberhalb des Kühlschrankes musste ich abschneiden, die Bänder versetzen und die Kanten neu malen.
Auch eine neue Abdeckplatte brauchten wir. Diese setzten wir diesmals oberhalb der Belüftungsschlitze in eine dafür vorgesehene schwarze Eisenschiene mit Nut ein. Nun konnte der Kühlschrank von hinten die warme Luft nach vorne abgeben.
Alex kümmerte sich indessen um die statischen Befestigungen für den schweren großen Kühlschrank,setzte Eisenösen an die vorgesehenen möglichen Punkte direkt am Kühlschrank und befestigte ihn mit Zerrgurten an den Ösen der Karosserie.
Die Temperaturen waren nochmals um ca. 2 Grad höher als gestern, und die Farbe trocknete irrsinnig schnell. Dazwischen machte ich uns Salat und natürlich den Abwasch.
Wieder arbeiteten wir bis fast 20 h, fuhren anschließend zurück zu unserem Koomba Park.
Wir waren mit den Umbauarbeiten nahezu fertig, nur mehr ein paar Kleinigkeiten waren noch zu tun.
Alex hatte uns auch schon einen Flug nach Neuseeland gebucht. Am Dienstag, den 13.01. gegen Mitternacht würden wir also in Auckland ankommen.
Wir hatten uns schon in Sydney Radkartons besorgt, die die ganze Zeit unseren Platz im Kohbi ziemlich einengten.
Ebenso hatten wir die Genehmigung der Border Force per Mail bekommen. Wir durften ausreisen. Auch AAA, der australische ADAC hatte die Verlängerung unseres CDP erteilt.
Alles kam sozusagen in unsere Gasse.
Nur ich hatte eine Wunde, die, genau wo sich die Pobacken treffen, seit 2-3 Tagen nicht zuheilte. Das machte mir zunehmend Sorgen, denn ich sollte ja bald eine Radtour mit cal 3000 km antreten.
So kontaktierten wir am Mittwoch noch ein paar Proktologen, und ich bekam einen Termin im Knox Privat Hospital am Donnerstag um 10h
So fing als der heißeste Tag seit langem hier in Melbourne bei 20° Lufttemperatur um 5h früh an.Yoga, Frühstücken,Abwasch,dann ins Knox Hospital
Während Alex noch unser altes CDP zur Verlängerung an den AAA zur Post brachte, hatte ich meine Untersuchung. Ok, also ist alles nicht so schlimm. So sollte ich mich schonen und bekam gleich 2 Cremen, die ich auch zum Radfahren verwenden sollte. Die Temperaturen kletterten in die Höhe.
Wir starteten mit dem Trip ins Einkaufszentrum zum Lebensmittel aufstocken. Gegenüber lag die Coin Laundry und während ich die Waschtrommeln befüllte und danach die Trockner startete, fuhr Alex zu Bunnings, um einen dicken Wasserschlauch zu kaufen und auf der Toilette noch unsere Wasserbestände aufzufüllen.
Danach ging es in die Autowaschanlage. Mit dem Hochdruckreiniger wuschen wir die Bikes und unsere Satteltaschen. Zum Mittagessen wurde von mir ein schneller Salat im Kohbi hergerichtet, während Alex unsere sauberen Räder wieder in der Garage verstaute.
Inzwischen war die Temperatur auf 43 Grad gestiegen. Wir waren richtig froh, in Kohbi einzusteigen und unsere Klimaanlage auf 18 Grad heruntergedreht zu haben.
Und da die Hitze wirklich schlimm auszuhalten war, es in Neuseeland auch keinen YO CHI laut Recherche Alex geben würde, wurde noch der nächste Frozen Yoghurt Laden von uns angesteuert.
Decatlon, eine Sportgeschäftskette, die es fast überall auf der Welt gibt und deren Produkte
wir kennen und schätzen, war der nächste Stopp. Raus aus dem kühlen Auto, rein in die Backofenhitze die über dem Parkplatz lag und in das akklimatisierte Sportgeschäft. Ich bekam noch eine lange Sporthose zum Radfahren und wir kauften noch einen Rückspiegel nach, der beim Waschen der Räder kaputt gegangen war.
Also ein proppenvoller Tag sozusagen.
Unseren Schlafplatz wählten wir 10 Minuten entfernt, nah am Decatlon Sportgeschäft, da wir in der Hitze nicht mehr eine Stunde durch die Stadt fahren wollten.
Am Rande eines kleines Parkes stellten wir Kohbi ab und waren von der Hitze ziemlich geschlaucht, es kam ein wenig Wind auf und es regnete ein paar Tropfen.
Die Hitze ließ nun endlich nach und morgen sollte es um mindestens 15° kühler sein.
Der Freitagmorgen begann mit einer Runde Yoga, darauf folgte unser Frühstück. Während ich unseren Abwasch erledigte, beantragte Alex unsere Einreiseerlaubnis für Neuseeland. Die NZeTA wurde bei mir schon nach einer Stunde genehmigt. Nur die von Alex war noch ausstehend.
Auch heute stand uns wieder ein arbeitsreicher Tag ins Haus und da wir hier in diesem kleinen Park zu wenig Platz hatten, fuhren wir zurück in den Koomba Park.
Während Alex die Räder zerlegte und gleich in die beiden Radkartons einpackte, montierte ich noch die neu zugeschnittene Türe über dem Kühlschrank.
Alles was wir zum Zelten in Neuseeland brauchen würden, wurde von ihm sorgfältig geprüft und nach immer wieder neu adaptierter Packliste in die Kartons eingepackt.
Der Karton von Alex wog 28,2 kg und meiner 24,2 kg.
Unser Aufgabegepäck inkl. Radkartons und je 2 Biketaschen darf inklusive Handgepäck (8kg) also 47 kg haben. Das werden wir schaffen!
Gegen Abend verstauten wir einen Bikekarton in der Garage, den anderen in unserem Wohnraum in der Dusche.
Geschafft huschten wir bei einbrechender Dunkelheit in unser Hochbett.Read more
… auf nach Melbourne!
January 4 in Australia ⋅ ☁️ 27 °C
Sonntag,04.01.2026
Sonntag früh machten wir einen wunderschönen Sonnenaufgangs-Lauf am See entlang.
Ich liebe diese frühen Stunden, wo die Landschaft sich in ihrem schönsten Licht zeigt. Der Morgendunst am Wasser schwebt, und die Enten geruhsam und ungestört ihre Runden am glatten See ziehen.
Danach gabs noch eine erfrischende Dusche für uns beide, zwischen den Kohbi-Türen, blickgeschützt, versteht sich, um ja kein öffentliches Ärgernis zu erregen.
Frühstücken und Abwaschen und alles sicher verstauen.
Wir hatten noch 680 Kilometer nach Melbourne zu bewältigen und so machten wir uns auf den Weg.
Es lief gut, ich fuhr, während Alex mit seinem PC auf dem Schoß noch ein paar Bestellungen bei Amazon machte und in Melbourne zu einem Amazon Locker schicken lies. Auch Flüge nach Auckland suchte er heraus. Schlafplätze und das Bauhaus Bunnings wurden ebenso herausgesucht und gespeichert.
Ja, so haben wir immer was sehr Wichtiges zu tun, um rasch und gut an unser Ziel zu gelangen.
Und Alex ist im Recherchieren Meister! Er ist auch ein phantastischer Mail-Schreiber, geordnet, freundlich und gezielt findet er E Mail-Adressen und schreibt enorm empathische Mails an die Leute, die wichtig für unser Vorankommen sind.
Nachdem wir auf der Autobahn nochmals vollgetankt hatten, auch die AD-Blue Anzeige leuchtete wieder mal auf und Kohbi brauchte wieder mal ein Stamperl von dem blauen Zeug waren auch wir vom Fahren und Recherchieren müde und nahmen den nächst besten Autobahn-Rast-Platz. Mit Toilette und schönen Graffitis.Read more
Molonglo River / Canberra
January 2 in Australia ⋅ ☀️ 17 °C
Freitag 02.01.2025 bis bis Sonntag 04.01.2025
Wir hatten einen wunderbaren Platz hier gefunden. Es gab Toiletten, die jeden Tag morgens aufgesperrt und abends wieder zugesperrt wurden. Ein Kanu-Aufbewahrungs-Schuppen wurde meist früh morgens von einigen Kanuten aufgesucht, oder Autos mit Kanus beladen, parkten hier neben uns und ließen ihre Gefährte zu Wasser.
Da wir sowieso immer um 5 Uhr aufstanden, störte uns dies gar nicht. Alex hatte inzwischen herausgefunden, dass unser Dometic - Kühlschrank irreparabel war, weil bei einer Kühlleitung ein Riß war und hier Dampf entwichen ist. Das war sogar zu sehen gewesen.
Wahrscheinlich könnte auch ein Einbaufehler diesen Schaden verursacht haben, meinte Alex.
Hier war nun auch die beste Zeit, um vieles zu recherchieren. Vor allem unseren neuen Kühlschrank. Wir fanden auch einen, der fast dieselben Maße hatte: Er war nur höher als der andere. Es war ein hin und her, online zu bestellen, aber dann an welche Adresse? Oder hätte eine Firma etwas lagernd?
Wir fragten auch Fran und Denis, ihr Bruder in Conowa, mit dem wir dann sogar telefonieren konnten, hätte uns die Lieferung angenommen. So hilfsbereit unsere lieben Australier. Aber eben mit 2-3 Tage Lieferzeit und Kosten.
Es dauerte etwas, aber Alex fand schließlich einen Anbieter, der den ausgesuchten Kühlschrank auf Lager hatte, und mit Rückbestätigung konnten wir ihn am Montag abholen. Dieser Mailverkehr auch am Wochenende war nur möglich, weil hier in Australien auch am Wochenende der Handel offen hält. Toller Dienst am Kunden, da man wirklich zu fast jeder Zeit jemanden erreicht und Dinge sofort erledigen kann, ohne 2 Tage warten zu müssen bevor das Wochenende endlich vorbeigeht.
Aber Freitagvormittag nach einem guten Porridge mit Früchten und getanem Abwasch machten wir uns auf den Weg in die Bibliothek von Canberra. Diese lag ca. 20 Gehminuten von einem kostenfreien Parkplatz entfernt, den wir gerne nutzten.
Auf dem Weg dorthin sieht man dann auch lustige Dinge, wie zum Beispiel einen Kletterer, der auf der 250 cm hohen Mauer der Bibliothek seine Tour klettert. Na, jedem das seine.
Die Bibliothek war mit freier Mitgliedschaft zu nutzen. Alle Bücher konnten digital ausgesucht werden und nach ca. 1 Stunde konnte man sie beim Personal abholen. Oder man konnte sich am PC digital sich durch alle gespeicherten Journale und Hochglanzmagazine zappen. Herrlich entspannend war das für mich.
Alex hatte wieder spannende Bücher von Mollison über Permakultur gefunden, sich die Bücher bringen lassen und die für ihn wichtigen Kapitel eingescannt.
Mittagessen gingen wir in das wirklich sehr gute kleine Cafe im Haus. Bis zum Torschluss um 17h blieben wir in der Bibliothek. Diese 7 Stunden in der Bibliothek waren für uns beide ein Hochgenuss.
Dann ging es über die Brücke zurück zum Parkplatz, einkaufen und dann weiter zu unserem Schlaf-Stellplatz.
Samstag wurde noch Yoga gemacht, Flüge recherchiert, und Alex kontaktierte wiederholt den AAA, Australien Automotiv Association, der sogenannte australische ÖAMTC, oder deutsche ADAC. Diese Vereinigung musste nämlich unser CPD verlängern, das am 04.03.2026 ausläuft. Außerdem brauchten wir auch noch die Erlaubnis der australischen Border Force, dass wir Australien für 3 Monate verlassen dürfen, um nach Neuseeland zu fliegen und Kohbi im Land zu lassen.
Hier ist auch das Gesetz so, dass wir selbst, also in diesem Fall ich, mindestens so lange in Australien mich aufgehalten habe, wie wir unseren Van nun gut gesichert parken werden.
Diese Zeitspanne muss gleich sein.Read more
“Guter Anfang 2026?”
January 1 in Australia ⋅ ☁️ 12 °C
Donnerstag, 01.01.2026
Tagwache wie immer um 5 h.
Ich rief meine Kinder in Österreich an, denen ich ja 10 Stunden voraus war, und so war ich auf jeden Fall zeitgerecht dran. Wir wünschten uns gegenseitig ein gutes, neues Jahr und ich hatte doch ziemlich Heimweh in diesen Momenten.
Heute nieselte es ein wenig, doch beim Laufen war das egal. Heute liefen wir auf den Schotterwegen in den Wald hinein.
Mal saß ein Känguruh auf der Straße oder ein toter stinkender Wombat lag aufgequollen am Straßenrand.
Ja, man erlebt hier am Ende der Welt schon seltsam anmutende Dinge.
Donauwalzer war auf der nassen Erde auch nicht möglich, so blieb auch mein gewünschter Neujahrs-Donau-Walzer auf der Strecke. Alex hatte dies sicherlich gar nichts ausgemacht.
Einen richtigen Schreck bekamen wir, als wir bemerkten, daß unser Kühlschrank immer wärmer wurde. Er kühlte überhaupt nicht mehr. Nur das Gefrierfach hielt die Kälte.
Nun gut, das hieß wieder mal recherchieren, ob und wie wir in Melbourne an einen neuen Kühlschrank kamen. Das machte Alex während der Fahrt am Beifahrersitz.
Da wir schon länger keine Sehenswürdigkeiten besucht hatten, war das National Museum of Australia unsere nächste Station.
Das Nationalmuseum liegt direkt am Wasser in der Mitte der Stadt und ist auch ein Architekturjuwel. Es ist kostenfreier Eintritt und ein riesiger Parkplatz ist ebenso vorhanden.
Die Geschichte Australiens ist sehr schön präsentiert und anhand von einzelnen detaillierten Stories sehr lebendig präsentiert. Die Aborigines kommen nicht zu kurz, und die Wahrheit über Vertreibung und Abwertung wird ungeschönt erzählt.
Wir waren beeindruckt und haben nun einen tieferen Blick in die Geschichte Australiens gemacht.
So hatten wir noch einen sehr interessanten ersten Tag im neuen Jahr.
Wir suchten uns auf Park4Night noch einen netten Stellplatz am Molonglo River, gingen vorher noch einkaufen und freuten uns auf eine ruhige Nacht.Read more
… ein ruhiger Jahreswechsel
December 31, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C
Mittwoch, 31.12.2025
Der letzte Tag des ereignisreichen Jahres 2025 war angebrochen und bei uns hieß das nicht ausschlafen, sondern losstarten in den Tag, wie mein liebster Ehemann gerne immer sagt. Heute war mal wieder Laufen auf dem Programm. Und so ging es eine Runde in der Vorstadt von Sydney, durch die engen Sträßchen mit den alten putzigen Häusern, die teilweise sehr romantisch hergerichtet waren oder total vernachlässigt dem Verfall entgegen strebten. Wir trödelten ein wenignst herum, frühstückten und dann besuchten uns noch Markus und Vanessa, das deutsche Pärchen vom Crooked Creek Campsite. Die wollten sich heute in Sydney einen schönen Tag machen und den Jahreswechsel mit dem Feuerwerk der New Harbour Bridge feiern.
Wir fuhren nach unserem Wiedersehen mit dem Zug nochmals in die Stadt, denn wir wollten noch in die Bibliothek und sehen, was es Wissenswertes auf dem Gebiet der Permakultur geben würde.
Als wir in der tollen Haupt- Bibliothek von Sydney ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass sie alle Bücher nur online hätten und wir Mitglied werden müssten.
Voll enttäuscht beschlossen wir, zu unserem Parkplatz zurückzufahren, dort Mittag zu essen und uns schon auf den Weg nach Canberra zu machen.
Wir machten noch eine Wasserstelle in unserer Nähe aus, wir haben sie in Park4Night gefunden. Sie befand sich im Stadtteil Moorebank und war an der Hausmauer einer sichtbar
stillgelegten Firma montiert. Ein schlichter normaler Wasserhahn. Ich stieg aus und probierte, das Wasser lief. Super, und meinen Geschmackstest hatte es auch bestanden.
Alex konnte einfach die Kupplung anstecken und dann hieß es Wasser marsch! Während das Wasser in den Tank sprudelte, montierte Alex noch einen neuen Überlauf - Schlauch, der sollte ab nun verhindern, dass beim Überlaufen das Wasser nicht in den Van lief sonder zurück zum Einfüllstutzen.
Auch Duschsack und Trainingskanister für die Squats von Alex waren nun wieder voll.
Das ist wie immer ein sehr befriedigendes Gefühl.
Wir wechselten uns beim Fahren ab und um ca. 17 h machten wir Halt bei einem Autobahn-Rast-Platz fast mitten im Wald und etwas weiter weg von der lauten Autobahn.
Irgendwie ging der Silvesterabend ohne großes Trara an uns vorbei.
… und so schliefen wir einfach in das neue Jahr 2026 hinein.Read more
Sydneys Sehenswürdigkeiten
December 30, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 22 °C
Dienstag, 30.12.2025
Die Wiese zum Yoga machen am nächsten Morgen war ok. Dennoch kamen hier viele Autos herauf, und die Besitzer meist mit 1-2 Hunden hier ihre Runden drehen. Also viel unruhiger als auf dem unteren Parkplatz, auf den wir wieder wechseln wollten.
Wir machten Büroarbeit und Mittagessen und dann hinein nach Sydney.
Wir fuhren mit der Bahn in die Stadt. Zuerst 20 Minuten zu Fuß, dann 40 Minuten mit dem Zug. Perfekt. Tickets kauft man einfach mit der Kreditkarte. Zum Entwerter halten und schon hat man bezahlt. Sehr praktisch und unkompliziert wird es abgebucht. Auch Ausgecheckt wird wieder mit der Kreditkarte.
Unsere 1. Station war ein YO CHI - Eisladen. Nachdem wir hier selber unser köstliches Eis mit allen Zutaten selber zusammenstellen können, ist dies nun besonders Alexˋs Lieblings-Eis-Geschäft.
Danach wanderten wir zum Fluss hinunter. Von weitem begrüßte uns die berühmte Sydney Harbour Bridge. Eine Stahlbogenbrücke, eines der Wahrzeichen von Sydney, 1932 eröffnet und ist 134m hoch. Sie ist mit 52.800 Tonnen Stahl eine der schwersten und weitesten Bogenbrücken der Welt. Auf ihr befinden sich 8 Fahrstreifen, 2 Bahngleise,2 Straßenbahngleise, 1 Fuß- und 1 Radweg. Die Durchfahrtshöhe für Schiffe beträgt 54 m.
Das Opernhaus von Sydney liegt ebenfalls gleich daneben.
Seine weißen Segel-Dächer glänzten in der Nachmittagssonne. Das Opernhaus geht auf einen Entwurf des dänischen Architekten Jörn Utzon zurück.Nach 14jähriger Bauzeit wurde es 1973 von Elisabeth II, der damaligen Königin Australiens eröffnet.
Die 1,1 Millionen weiß glänzenden Keramikfliesen wurden in Schweden produziert und nach Sydney verschifft. Diese spezielle Dach ist selbstreinigend und wurde noch nie geputzt.
Sehr imposant und beeindruckend steht diese Gebäude hier am Hafen.
Hier war einfach wahnsinnig viel los. Ein Vorgeschmack auf die morgigen Sylvesterfeierlichkeiten, die mit einem riesigen Feuerwerk einher gingen.
Um dem Trubel zu entkommen steuerten wir den Botanischen Garten an, der sich an das Opernhaus anschloß.
Hier war es etwas ruhiger, wir spazierten durch den Park, und ich wollte unbedingt auf Mrs. ElizabethMcquarie´s Sessel Platz nehmen. Dieser lag ganz vorne an der Spitze der Halbinsel, war von Sträflingen um 1810 in den Sandstein geschnitzt worden.
Es war der beliebte Ausblick der Frau von Governeur Macquarie, um die aus England ankommenden Schiffe im Hafen zu sehen.
Es war schon ein erhebendes Gefühl, dort Platz zu nehmen und ebenfalls den Blick über die Bucht von Sydney schweifen zu lassen.
Da die Sonne schon am untergehen war, wurde es nun rasch recht frisch. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Zug.
Inzwischen waren wir uns sicher, dass wir den Silvesterabend nicht hier bei den Menschenmassen feiern wollten.
Morgen vormittag sollten wir auch nochmal mit Matthias und Vanessa zusammentreffen, die auch auf dem Weg nach Sydney waren.
angebrochen
Es wurde eine ruhige und relativ frische Nacht.Read more
Hello Sydney!
December 29, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 15 °C
Montag, 29.12.2025
Wir hatten eine ruhige Nacht. Wir waren die einzigen, die um 5h früh auf dem riesigen Parkplatz standen. Die Sonne ging auf und der blaue Himmel war mit einigen Wolken bestückt. Heute stand Laufen auf dem Programm. Oder besser gesagt: “Entdecken”.
Für mich ist das die Zeit, wo ich die Gegend erkunden kann, mir die Häuser ansehe, und versuche die Baustile, die ich schon gesehen hatte,zu vergleichen.
Sydney ist eine riesige Stadt mit ca. 5.5 Millionen Einwohnern. Daher ist Platz Mangelware, und so nehmen auch die Häuschen, hier wo wir nun stehen, sehr wenig Platz ein. Garten gibt es fast gar keinen. Aber die Häuser sehen gemütlich, klein und romantisch aus. Viele sind mehr als 120 Jahre alt. Ikea hat hier ganz in unserer Nähe ein Möbelhaus hingebaut, sie sind identisch mit unseren in Österreich. Dennoch gibt es hier ein Head Office, und dies ist ein altes Gebäude,eine Weinkellerei, die größte, die es damals in Australien gab, aus den 50er Jahren, die Ikea revitalisiert hatte.
Gestern ging uns auch unsere Gasflasche aus, und heute stand somit nach unserem Frühstück, ein Einkaufstag auf dem Programm.
Eine Tankstelle, die wir als erstes anfuhren, nahm unsere Gasflasche nicht zurück. Es war eine andere Firma. Der Inhaber schickte uns zu Bunnings. Dort bekamen wir unsere Gasflasche und konnten nun sogar 8,5 statt der kleineren Flasche mit 4,9 Gas nehmen. Eine große und eine kleinere australische Gas-Flasche passen in unseren Gaskasten hinein.
Danach gings zu Decatlon, für Alex ein Hemd und eine Hose für unseren Neuseeland-Trip, und auch ich bekam eine lange Hiking-Hose ebenso mit vielen Zipptaschen wie Alex.
Auf dem Parkplatz gab's dann mal Mittagessen und danach ging ich noch bei Ikea ein paar Besorgungen machen. Kleiderhaken, Kluppen und Deckel für unser PVC-Geschirr und natürlich war auch ein köstlicher Kuchen mit Kaffee für mich dabei.
Alex hatte sich noch ein Eis bei Ikea gekauft und war dann zu Kohbi zurückgekehrt.
Dann gings wieder zurück zu unserem Schlafplatz. Jedoch eine Etage höher, denn ganz nah war Alex beim Laufen ein weiterer Parkplatz aufgefallen,dieser lag auf einem kleinen Hügel, man konnte den Flughafen sehen, und auch die Autobahn hatte hier eine Abfahrtsschleife.
Doch diese Nacht war ziemlich unruhig. Gegen ca.3 Uhr morgens drehte ein Auto eine Formel-1 Runde auf unserem Platz.Read more
Newcastle und Koala Ruppert
December 28, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 21 °C
Sonntag, 28.12.2025
Wir wachten gut ausgeschlafen auf und die Wiese war perfekt für unsere tägliche Morgenroutine mit Yoga. Danach gabs Frühstück und Abwaschen.
Da wir in Newcastle vorbeikamen und es dort einen kleinen Tierpark gab, der kostenfrei zugänglich war, blieben wir dort stehen, um uns die Füße zu vertreten.
Es war nur ein kleiner Tierpark, aber die Attraktion war ohne Zweifel der Koala Ruppert.
Eine Rangerin, die im Gehege mit Ruppert spielte, hat uns viel über das Leben der Koalas erzählt. Es war total interessant.
Koalas gehören in Australien zu einer sehr bedrohten Tierart. Ihr Lebensraum im Südosten und Osten Australiens wird immer kleiner. Sie verspeisen 1 kg von Eukalyptusblätter, wobei sie sehr wählerisch bei der Art ihrer Eukalyptusbäume sind.Von den 800 verschiedenen Arten essen Koalas nur 50 spezielle Eukalyptusarten. Koalas schlafen bis zu 18 Stunden pro Tag. Baby-Koalas sind so klein wie eine Larve, wenn sie auf die Welt kommen und wachsen 6 Monate im Beutel der Mutter auf. Die nächsten 6 Monate verbringen sie auf dem Rücken ihrer Mamas.
Es wird geschätzt, dass es nur mehr etwa 50.000 Koalas gibt. Die größten Gefahren sind Buschfeuer und Abholzung des Lebensraumes für diese kleinen,äußerst putzigen Tierchen.
Nächste Station war Sydney, wir fanden einen Stellplatz auf Park4night in der Nähe des Flughafens und in der Nähe des Amazon Lockers, denn Alex hatte noch ein paar wichtige Dinge von Amazon bestellt. Dieser war ganz in der Nähe eines riesigen Sportplatzes.
Hier gab es auch Toiletten und vor allem keine Schilder, dass man hier nicht parken darf.Read more
Ebor Falls und Strandfeeling
December 28, 2025 in Australia ⋅ 🌬 21 °C
Samstag, 27.12.2025
Unsere 1. Station waren die Ebor Falls. In Kaskaden fällt das Wasser in vielen Stufen in das vom Fluss ausgebildete Tal hinein.
Während ich mit Alex die gut gepflegten Wege entlang wandere, entdecke ich immer wieder neue Blumenarten, deren Formen und Farben mich begeistern.
Unsere Reise führte uns zurück an die Küste, und statt die Autobahn weiter im Landesinneren zu nehmen, kurvten wir die längere Streckenführung am Meer entlang.
Bei einem Parkplatz im Booti Booti Nationalpark blieb ich stehen. Alex wollte diesmal nicht mitgehen und legte ein Schlafpäuschen am Beifahrersitz ein.
Ich schlendern durch den Sand hinunter ans Meer.
Wow, wie schön,wie naturbelassen war es hier. Die türkisblauen durchscheinenden Wellen schlugen mit weißen Schaumkronen an den fast weißen Sandstrand. Ich setzte mich auf einen Baumstamm unter den Schatten eines Baumes. Niemand außer mir war hier. Einsamkeit pur. Schönheit pur.
Nach 20 Minuten Strandfeeling für mich allein marschierte ich die Anhöhe zu Kohbi hinauf und wir setzten die Fahrt fort.
Alex hatte sich inzwischen bei einem Power Nap gut erholt und wir tauschten nun die Plätze.
Bald erreichten wir wieder den Highway und da es schon Abend wurde, fanden wir eine Rest Area etwas weiter weg von der stark befahrenen Straße.
Ein kostenloser Stellplatz, und eine Wiese fürs Morgen - Yoga, was wollten wir mehr.
Nach und nach bevölkterte sich der große Stellplatz, viele Reisende übernachteten in ihren Autos oder auch in ihren Wohnwagen. In Australien ist das hier eine ganz normale Art, lange Strecken gut ausgeschlafen zu bewältigen.Read more
Waterfall - Way
December 26, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 16 °C
Es war bewölkt, als wir aufwachten, und heute würden wir einen Erkundungslauf durch Glenn Innes machen. Jeder natürlich in seinem Tempo, und es lief auch jeder von uns dorthin wo er wollte. Ich wollte mir die wunderschönen alten Gebäude ansehen. Und da gab es einiges an alten Gebäuden in dieser kleinen netten Stadt, die mir sehr gut gefielen.
Unsere beiden Österreicher waren am nächsten Morgen nach einer Dusche und einer schnellen Verabschiedung schon wieder weitergefahren. Wir machten noch ein gemütliches Frühstück und ich konnte mir unter der wunderbaren warmen, kostenlosen Dusche wieder mal die Haare waschen. Dass die moderne, neue Dusche mit lauter, fast ausnahmslos toten braunen Käfern bevölkert war, störte mich nur geringfügig. Ich duschte sie alle Richtung Eingangstüre und meine rosa Crocs hab ich beim Duschen auf jeden Fall nicht ausgezogen.
Auch hatten wir wieder mal eine kleine Auseinandersetzung. Ich hatte in unser Abwaschwasser Spülmittel hineingegeben, ein Tropfen zu viel vielleicht.
Da Alex sehr umweltbewusst leben will, will er auch kein “Gift essen” - so hat er mir das gegenüber argumentiert. Ich würde ihn also somit “vergiften”.
Ich will einfach nur sauberes Geschirr, kann aber aufgrund von Wasserknappheit unser Geschirr nicht abspülen. Es wird eben abgetrocknet. Und ich bin natürlich traditionell behaftet und habe mein ganzes Geschirr immer mit Geschirrspülmittel abgewaschen.
Quintessenz des Streits war, um die Wogen wieder zu glätten,versprochen habe, nun ohne Seife abzuwaschen.
Alex nutzte die Gelegenheit noch seine Wäsche zu waschen. Ich schloß mich ihm später an. Da wir aber danach weiterfahren wollten, mussten wir die Wäsche im Van drinnen zum Trocknen aufhängen.
Nach ca. 1 h Fahrzeit rief schon wieder unser Mittagessen nach uns, und so blieben wir kurzerhand in einem kleinen idyllischen Ort gleich am Straßenrand stehen und begannen zu kochen. Alex hängte die noch immer naße Wäsche im riesigen Baum neben dem Gehsteig in die herunterhängenden Äste. Das sah so witzig aus! Ein Passant kam vorbei, und duckte sich unter der rasch trocknenden Wäsche vorbei, die im Wind nun rasch trocken wurde.
Unser nächster Stop waren die Wollomombi Falls. Diese Landschaft hier ist wirklich außergewöhnlich schön. Mitten im fruchtbaren Landschaftsplateau stürzt der Chandler River fast 260 m hinunter ins Mcleay Valley.
Das Wetter empfanden wir zum ersten Mal als richtig kühl, und wir trugen unsere windundurchlässigen Jacken nun richtig gerne. Wir wanderten die kurzen Trails, die nicht länger als 30 bis 60 Minuten waren oben an der Plateaukante entlang. Immer wieder gab es spektakuläre Aussichtspunkte, die richtig in die Luft ragten. So hatte man schöne Ausblicke auf die Wasserfälle, die grünen Pools, die sich am Grund der Schlucht gebildet hatten.
Australien überrascht uns immer wieder mit einer neuen Art von Landschaft.
Neben den Wasserfällen gab es wieder einen Campingplatz, beim Durchfahren war gerade noch ein Platz frei. Alex buchte ihn über die Webseite. Das ist wirklich äußerst praktisch und unkompliziert.
Wir hätten sogar noch ein Lagerfeuer machen können, auf unserem Stellplatz wäre sogar Holz vorhanden gewesen. Doch es war uns einfach zu frisch draußen und so huschten wir in unser gemütliches Hochbett.Read more
Granitpyramide und Stonehenge
December 25, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C
Donnerstag, 25.12.2025
Der Weihnachtsmorgen 2025 startete mit der Tagwache um 5h. Ja, Alex kannte da keine Gnade und wenn ich mich zu lange in unserem Hochbett aufhielt, dann meinte er, ich sei wie die beiden alten Nörgler aus der Muppet Show, die alles immer runter machen.
Also gut, dann eine Yoga-Einheit, aber diesmal mit Zuschauern! Unzählige Kangaroos saßen um uns herum und schauten uns in aller Ruhe zu.
Dann gefrühstückt, und dann noch bei Tanja in ihrem Glamping-Zelt vorbeischauen. Bald saßen wir bei ihr am Tisch und viele Tips für die Reise wurden von uns ehrfürchtig notiert.
Tanja war eine richtige Fundgrube für Reisetipps. Sie zeigte uns ihre neuesten Camping-Errungenschaften, wie eine Duschkabine, die direkt am Auto außen montiert war und ein faltbares Sonnendach auf 2 Seiten des Autos.
Kurz darauf kam auch eine Kanadierin dazu, die viel redete, aber nichts sagte. Vieles wurde von ihr zerredet und ihr Heimatland, in das wir nach Australien weiterreisen würden, kam dabei gar nicht gut weg.
Die Lust, ihr zuzuhören, verging uns sehr bald. Wir verabschiedeten uns herzlich von Tanja, und machten uns auf den Weg zur Pyramide. Ein riesiger pyramidenförmiger Granitberg mit einer ca. 45° Steigung im obersten Bereich des Trails. Tanja hatte uns schon gewarnt, dass die Besteigung nicht ganz einfach sein würde. Und das war sie tatsächlich nicht. Es war immens steil und einige Stellen waren so exponiert, dass man bei einem Sturz sich weder irgendwo festhalten konnte noch sah, wo man vielleicht aufschlagen würde.
Wir schafften es, die steilen Felsen hinauf zu klettern und wurden oben mit einem herrlichen 360° Rundumblick belohnt. Den steilen Felsen hinunter zu gehen war die noch größere Herausforderung als hinauf. Alex ging immer, mich schützend vor mir. Als wir die gefährlichsten Stellen passiert hatten und wieder unten angekommen waren, spürten wir unsere Oberschenkel ganz schön. Gutes Training für die Radtour durch Neuseeland.
Nachdem wir unbeschadet unseren Kohbi wieder erreicht hatten, machten wir uns auf in den Süden. In Glen Innes hatten wir bei den Standing Stones einen Stellplatz auserkoren.
Wir konnten dort noch die letzten Sonnenstrahlen auf der Wiese genießen, ganz nah an der Felsenformation, die Stonehenge nachahmte.
Die Vorfahren der Einwohner von Glenn Innes waren Schotten, Iren oder aus Wales. Sie hatten sogar ihr eigenes in hellblau und beige gehaltenes Schottenkaro entworfen. Einmal im Jahr gab es am letzten Wochenende im Mai ein 4-tägiges Keltenfest.
Sogar das Schwert von König Artus steckte hier in einem Felsen. Mein Versuch es zu ziehen scheiterte kläglich.
Hier gabs auch Toiletten und eine kostenlose Dusche. Die würden wir morgen gleich mal ausprobieren.
Als wir von unserem Wiesen - Ausflug zurück kamen, stand ein anderer Camper neben uns. Es war ein österreichisches Ehepaar aus Steyr, Albert und Inge, er aus Wien. Wir luden sie noch zu einem Plausch in unseren Van ein. Nach netten, aber ermüdenden etwas einseitigen Gesprächen, gähnte Alex ein paar Mal und so löste sich unser 1. Österreicher-Treffen hier in Australien auf.Read more
Weihnachten im Giraween-National Park
December 24, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 20 °C
Mittwoch, 24.12.2025
Nach einer ruhigen Nacht wieder mal um 5h Tagwache. Auch an Weihnachten war Alex unerbittlich. Sobald ich länger als 5 Minuten nach dem Wachwerden noch im Hochbett herumrollte, wurde mein Ehemann schon ungeduldig.
Ok, also Bett machen, runterklettern, Teetrinken und dann auf die Yogamatte.
Wir hatten bewölkten Himmel, und ein kühler Wind zwang uns zu langärmeligen Sweatern mit Kapuze und Socken beim Yoga.
Danach gabs Weihnachtsfrühstück. Ich hatte die Apfel-Zimt-Schnecken gestern schon vorbereitet, diese schob ich vor dem Yoga in das Backrohr. Alex bereitete die Vanillesauce zu.
Als alles fertig war, wurden die Schnecken genüsslich von uns verspeist.
Nun gings auch schon zur Morgenwanderung. Wir wollten die Junction (Vereinigung von 2 Flüssen) besuchen. Eine 2 h Wanderung, im Flusstal, über große Granitfelsen mit vielen Wasserbecken. Ein sehr schöner Trail und keine Leute hier unterwegs heute.
Zum Mittagessen waren wir dann wieder zurück bei Kohbi. Wir verfeinerten das Rotkraut noch mit Rotwein, und die Linsen-Pilz Leibchen wanderten in das Backrohr. Die erste Charge Kartoffelnködel wanderte ins siedende Wasser, bei der zweiten Fuhre machte ich den Teig mit Maisstärke noch etwas fester.
So ein Festessen, fast wie zu Hause. Alex hatte inzwischen auch noch uns sein Schokoladen Eis in der Eismaschine zubereitet.
Nach so vielen Köstlichkeiten mussten wir unbedingt noch eine Wanderung am Nachmittag einschieben. Wir gingen den Trail zur Sphinx und zum Turtle Rock. Nochmals 2 Stunden durch den Eukalyptuswald durch die ganzen Steinformationen. Das war schon sehr beeindruckend.
Wieder einmal wurde der Himmel schwarz beim Retourweg und es begann zu regnen. Auf einmal redete uns eine Frau an, sie saß wie eine Aborigine-Frau unter einem überhängenden Felsen und wartete auf das Ende des Regens. Wir plauderten fast eine ganze Stunde mit ihr, wir im Nieselregen auf der Felsplatte stehend und sie unter ihrem Felsendach. Es war lustig und erheiternd und so verabredeten wir, dass wenn sie unten bei unserem Van vorbeikommen würde, sie einfach mal einen Sprung bei uns reinschaute.
Das tat sie dann auch. Wir luden Tanja auf einen Tee ein und verbrachten eine gute Zeit miteinander. Der Abend brach an und Tanja machte sich auf den Weg zu ihrem Zelt, etwas weiter unterhalb von uns. Wir würden auf jeden Fall morgen bei ihr vorbeischauen.
Wir machten noch ein paar WhatsApp Videos mit unseren Lieben auf der anderen Seite der Erde und ich ging mit ein wenig Wehmut im Herzen an diesem Weihnachtsabend ins Bett.
Ja, ich musste zugeben, es fehlte mir, sie alle zu drücken und ihnen nahe zu sein.
Gott sei Dank, kann man mit Video telefonieren und sie wenigstens sehen und hören, welche neuen Geschichten es in ihrem Leben gibt.Read more
Boonoo Boonoo und Giraween National Par
December 23, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 23 °C
Dienstag, 23.12.2025
Nach dem Aufstehen gabs noch eine Runde Yoga im Gras neben unserem Van, während rund um uns in aller Ruhe die Kängurus ihr Grasfrühstück knabberten.
Danach machten auch wir unsere Frühstückspause, und bereiteten schon einiges für unser morgiges Weihnachtsessen zu. Ich machte den Teig und die Fülle für unsere veganen Apfel-Zimt-Schnecken und Alex machte sich an den Teig für die Kartoffelknödel, schnitt das Rotkraut und kochte Linsen und Pilze für unsere Leibchen.
Dann war auch schon wieder Zeit zum Mittagessen. Es gab Salat mit Tofu.
Nach dem Abwasch ging es dann endlich los. Auf dem Weg zum Giraween National Park gab es sogar eine Schokolaterie. Dort mussten wir einfach stehen bleiben.
Wir kauften etwas Schokolade ein, und Alex entlockte dem Besitzer eine Zutat für seine Schokolade, nämlich Sonnenblumen-Lecithin. Damit sollte die Schoko noch feiner werden.
Eine vegane heiße Schokolade genehmigten wir uns auch noch. Wir tranken sie auf der Veranda, vor der etliche Papageien sich Futter holten. So prächtige Vögel, und so farbenfroh. Danach gings endlich weiter.
Der Weg in den Giraween Nationalpark war eine Schotterstraße. Sehr hügelig. Wir blieben an einem Aussichtspunkt stehen, um uns einen schönen Wasserpool anzusehen, wo anscheinend Schnabeltiere zu sehen gewesen wären.
Wir sahen kein einziges. Doch die Oberfläche war so glatt, daß sich der Eukalyptus Wald ganz klar darin spiegelte.
Wir erreichten unseren Campingplatz, Alex zahlte, und gleich darauf machten wir uns auf den Weg, wir hatten ja heute nur gefölltert und uns gar nicht bewegt. So marschierten wir los. Inzwischen waren dunkle Wolken aufgezogen, und es donnerte leicht. Ok, wir ignorierten das Wetter und liefen weiter. Aus dem Nieseln wurde ein Starkregen, und unsere Wanderlust versiegte vollkommen. Wir drehten um.
Und nach 15 Minuten erreichten wir nass bis auf die Haut unseren trockenen Kohbi. Welche Wohltat, wie schön, bei Gewitterregen in ein trockenes Zuhause zurückkehren zu können.
Wir machten es sich gemütlich und chillten in unserem Hochbett.
Morgen war Weihnachten, und es war das 2. Weihnachten weg von zu Hause, nicht in Österreich, nicht mit unseren Lieben zusammen feiern. Nur wir zwei.
Der fast leere Campingplatz versprach eine ruhige Nacht.Read more
Bold Rock National Park
December 22, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 28 °C
Montag, 22.12.2025
Montag früh stand noch Laufen auf unserem Programm, danach packten wir uns zusammen und verließen die Campsite, die seit Freitag lauter neue Camper bekommen hatte. Es wurde uns hier einfach zu voll.
Wir steuerten nun Tenterfield an. Dort gab es eine Bäckerei, bei der wir zuallererst einkehren. 2 Laib Brot wurden im Kohbi verstaut.
Danach gings zu Coles, im Supermarkt kaufte ich mal nur die Dinge die wir fürs Frühstück brauchten. Sobald ich diese bezahlt hatte, gings zurück zu Kohbi, wo wir begannen, das frische Brot zu schneiden Porridge und das Obst zu schneiden.
Nach einem zufriedenstellenden Frühstück, kauft es sich dann auch gleich entspannter ein. Erste Station war der Bioladen. Tolle Produkte wechselten den Besitzer. Danach kaufte ich den offenen Rest im Coles Supermarkt ein.
Die nächste Station war die Wasserfüllstation in Tenterfield. Zuerst fuhren wir hin, um zu schauen, welchen Adapter wir brauchen würden. Diesen kauften wir dann im 2. Baumarkt in Tenterfield, fuhren zurück und füllten unseren Tank an. Da wir noch altes gefiltertes Wasser aus dem Crooked Creek drinnen hatten, waren wir rasch voll. Alex überlegte nicht lange und ließ den ganzen Tank nochmals aus. Bald war er vollkommen leer und nun konnte das gute Trinkwasser in den Tank. Solche Trinkwasser-Zapfstellen gibt es in fast jeder größeren Stadt. Die Bezahlung geht sogar per Kreditcarte bargeldlos.
Dann ging es zum Bold Rock Nationalpark. Die Wanderung im Nationalpark dauerte ca. 2 Stunden und wir streiften am Anfang durch den Wald, bis wir etwas höher zu imposanten Granitformationen kamen. Sehr beeindruckende riesige Granitkugeln waren hier von der Witterung, Wind und Wasser gebildet worden. Am Gipfel, der eigentlich eine glatte Granitfläche war, konnte man das Farbenspiel erkennen, welches Wasser und Gestein ausgebildet hatten.
Die Straßen in den Nationalparks sind teilweise asphaltiert oder gute Schotterstraßen. Meist wurde kurz vor den besonderen Natur-Szenerien ein Campingplatz gebaut. Mit Toiletten, aber ohne Dusche und Trinkwasser, auch Mistkübel gibt es keine, man muss seinen Mist meist wieder aus dem Nationalpark mit hinaus nehmen.
Die australische Regierung hat sich hier wirklich etwas angetan, um diese tollen Gebiete zu schützen und auch für die Menschen zugänglich zu machen.
Oft gibt es genaue Infotafeln mit diversen Trail-Möglichkeiten. Alles sehr gut beschrieben, der Trail wie auch die Natur ringsherum.
Wir genossen die Wanderung und die Schönheit der Landschaft sehr, gut, dass Denis und Fran uns diesen Nationalpark so ans Herz gelegt haben.
Wir verbrachten eine ruhige Nacht hier und zahlten dafür online ca. $ 29 AUD.Read more
5 Tage Freiheit am Crooked Creek
December 20, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 30 °C
Mittwoch, 17.12. bis Sonntag, 21.12.2025
So ruhige Tage sind einfach Balsam für unsere Seelen. Diese grüne Wiese im Eukalyptuswald und der kleine Crooked Creek haben uns so gut gefallen.
Frühmorgens stand Yoga oder Laufen auf unserem Programm. Die Wiese war einfach wirklich ideal für unsere Yoga-Einheit. Danach ein gutes Frühstück und an unseren Projekten weiterarbeiten. Ganz chillig, dazwischen mal Abkühlung im Bach.
Alex verbrachte einige Zeit damit, uns mit veganem Eis zu verwöhnen. Mal gab es Schokoladeeis und mal Vanille. Es war einfach nur köstlich! Ich versuchte mich an veganen Energieballs, gefüllt mit Mandeln oder mit salted Peanutbutter. Diese waren voll einfach zu machen und wahnsinnig gut.
Ich machte mir auch einen Spaß und entwarf mit KI ein Logo für unsere vegane Eiscreme.
Ich finde es sehr gut gelungen und könnte auch in der Zukunft mal verwendet werden.
Wir haben Papageien bewundert, 2 x sahen wir ein Känguruh über die Wiese hüpfen. Ein kleiner blauer Vogel hielt sich auch immer in unserer Nähe auf.
Besonders schön waren die Abende, wo wir aus dem Wald ganze Holzstämme zu unserem Feuerplatz geschleppt haben. Dreimal haben wir uns Lagerfeuer gemacht und sind bis in die Dunkelheit sitzen geblieben und haben die funkelnden Sterne über uns betrachtet.
Samstag haben wir Bekanntschaft mit Matthias und Vanessa gemacht. Sie hat es auch hier an den Crooked Creek verschlagen. Ein junges deutsches Pärchen, auf Work und Travel Tour mit einem kleinen weißen Bus, den sie sich hier in Australien gekauft haben.
Wir saßen am Lagerfeuer zusammen und haben uns gut unterhalten.
Als wir also so gemütlich am Lagerfeuer saßen, krabbelte etwas in meinem Haaransatz im Nacken. Ich wußte sofort, das ist ein Zeck. Mit vereinten Kräften von Alex und Vanessa konnte das Tierchen entfernt werden. Es war wirklich eine Challenge! Es konnte nämlich zuerst nur der Körper gezogen werden. Der Kopf blieb leider stecken. Vanessa schaffte es dann, mir den Kopf des kleinen Biestes auch rauszuziehen.
Phh, war ich froh! Am nächsten Tag hatte ich dort einen roten Punkt, der jedoch bald verging.
Die beiden verließen die Campsite am nächsten Tag. Wir verabschiedeten uns noch herzlich voneinander, vielleicht sieht man ja wieder, denn wir wollten alle nach Süden. Vielleicht Sylvester zu feiern?
Nachdem jedoch dieses Attentat am Bondi Beach in Sydney kurz zuvor passiert war, und dort wahrscheinlich auch wenige Stellplätze waren, ist dieses Ziel für uns noch nicht so klar.
Wir wollten zuerst noch zum Bold Rock National Park, wegen der tollen Felsformationen, und so blieben wir also bis Montag früh.Read more
… eine fahrende Gelateria
December 16, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 22 °C
Dienstag, 16.12.2025
Nach einer sehr ruhigen und angenehmen Nacht auf dem Parkplatz kehrten wir zur Morgenroutine zurück. Wir machten Yoga am Gehsteig. Das Wetter war angenehm kühl und der Himmel zeigte sich bedeckt.
In aller Ruhe machten wir Frühstück und dann ging Alex das Projekt “Vegane Eiscreme” an.
Aus Sojamilch,Banane, Schoko Pulver, Datteln, Honig,Cashewsˆ mixte er in unserem Super-Power-Mixer eine cremige Sauce.
Zuerst testen wir unsere kleine Cuisinart Maschine. Füllte alles ein und ich verankerte die Maschine in einer Kiste am Boden und sicherte sie mit einem Spanngummi in unseren Bodenösen und Alex steckte sie mit einem Adapterstecker an unsere Konverter-Steckdose.
So gesichert, machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Casino. Erste Station war das Postamt, wo wir die Amazon-Retouren aufgeben wollten. Da wir aber erst vor Ort die Retoure bei Amazon eingaben, war dies im System der Post noch nicht ersichtlich. Erst in einer Stunde würde es aufscheinen.
So ließ ich Alex am Parkplatz von Aldi aussteigen und er ging von dort aus zu Fuß zu seiner Verabredung in der Zahnarztpraxis. Inzwischen stockte ich bei Aldi unsere Vorräte auf.
Alex war bald zurück, mit einer neuen Zahnfüllung und ohne Loch. Er bezahlte $ 220 AUD und schickte die Rechnung sofort bei unserer Welt-Krankenversicherung per App ein.
Da es schon Mittagszeit war und wir einen ruhigen Platz bevorzugten, ging es zurück zum Rail-Trail Parkplatz.
Heute gabs bei mir Risotto mit Pilzen und Kohlsprossen und bei Alex wurde der Reis gegen die Linsen ausgetauscht. Salat gibt es bei uns sowieso immer.
Da die Eiscreme noch nicht die gewünschte Konsistenz erreicht hatte, kam nun unsere neue Mistral-Eismaschine ins Spiel. Alex füllte die Masse um, wir verankerten die Maschine auf unserem Fußboden wie vorher und fuhren dann los in Richtung Bold Rock National Park, der ca. 2 Stunden entfernt im Westen lag.
Nach 30 Minuten wurde die Maschine langsamer. Ein Zeichen, daß die Masse fester wurde. Wir blieben am Straßenrand stehen und schauten in den Behälter. Schöne cremige Schokoeismasse wartete auf unsere Verkostung.
Wir dekorierten unser Schokoeis mit Himbeeren und zelebrierten diesen Erfolg unserer veganen Eisproduktion.
Während wir nun wieder Richtung Nationalpark fuhren, diskutierten wir über die diversen Sorten, Zutaten und Herstellungsverfahren - KOHBI Ice Cream entsteht unterwegs - in unserem Van, mit Pflanzen, Liebe und dem Wunsch, uns ein kleines Stück Glück zu schenken.
Aber nicht nur Eiscreme macht uns glücklich, sondern auch ein wunderschöner Stellplatz in der Natur, wo wir ein wenig Einsamkeit, Waldluft, Tiergeräusche und Muße für unsere Projekte entwickeln können.
Und so fuhren wir die hügelige Straße entlang, immer den Blick auf irgendeine Seitenstraße geheftet, wo wir heute übernachten könnten.
Die erste Gelegenheit war enttäuschend und wir kehrten wieder um.
Aber die zweite war ein regelrechter VAN-MAGIC-PLACE.
Eine steile Schotterstraße hinunter in den Wald, dann eine wunderschöne große Wiese mit 2 ebenen Terrassen und einem Bach und rundherum Wald.
Schöner konnten wir es nicht treffen.
Hier bleiben wir mal bis uns die Vorräte ausgehen.Read more
Rail Trail von Casino nach Lismore
December 15, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 31 °C
Montag, 15.12.2025
Unser Stellplatz über der Straße war nicht so entspannend und leise, wie wir gedacht hatten.
Die ganze Nacht war der Verkehr nicht abgerissen und wir waren beide in der Nacht öfter aufgewacht.
Doch die Athmosphäre am nächsten Morgen war ein wahres Highlight.
Der orange gefärbte Himmel kündigte die Sonne an. Rosa angestrahlte Wolken standen über uns und zwischen den Hügeln und Feldern, breitete sich der weiche weisse Morgennebel über die tieferen Täler aus.
Ich konnte mich von dem Anblick gar nicht losreisen. Die Hektik breitete sich auf unseren 8 Quadratmetern aus.
Wir machten Kohbi startklar und fuhren den kleinen Hügel hinunter auf die Straße. Nach einer halben Stunde Fahrzeit erreichten wir den Parkplatz in Casino, wo der Rail Trail startete.
Während Alex die Räder aus der Garage lud und alles zusammen baute, bereitete ich unser Frühstück und auch das Mittagessen vor. Alles fand Platz in unseren Rad-Packtaschen. Alex lud wie immer mehr in seine hinein, er war mindestens 5 Kilo schwerer als meine.Den Trainingseffekt wolle er nicht missen, meinte er.
Ich war doch ein wenig skeptisch nach der gestrigen Wanderung, die ich so sehr in meinen Beinen gespürt hatte. Denn unsere Strecke war heute nicht ohne. 57 Kilometer waren zu bewältigen.
Die Zahnärztin hatte Alex auch schon ein Email zurückgeschrieben, dass er am Dienstag um 10:30 in ihrer Praxis erwartet wurde. Also war auch dieses Problem schon mal gelöst.
Wir bestiegen unsere Reiseräder und los ging es. Nach dem ersten Kilometer Asphalt mündete dieser in eine Schotterstraße. Aber ich tat mir heute unendlich leicht. Gemütlich ging es durch die Weiden dahin, ab und an radelten wir durch beschattete Wäldchen. Nach einer ausgiebigen Frühstückspause im Schatten gings über den einzigen steilen Abstieg Richtung Lennox Head. Alex fuhr anscheinend fast mühelos den Berg hoch. Ich musste absteigen und das schwere Rad schieben. Einfach zu steil. Da kam mir mein liebster Ehemann schon entgegen, nahm mein Rad und fuhr das letzte steile Stück hinauf. Bald darauf erreichten wir den Endpunkt Lismore mit dem schönen alten Bahnhofsgebäude. Ich kaufte mir in der Bäckerei ein Stück Kuchen und Alex ein großes Mars bei Seven Eleven. Unsere Belohnung fürs Strampeln sozusagen.
Alex schickte mich schon vor, um einen Platz fürs Mittagessen ausfindig zu machen. Nach fast 7 Kilometer, wo ich nichts Schattiges gefunden hatte, musste aber jetzt ganz schnell einer her, denn die Diva in Alex hatte schon unglaublichen Hunger.
So schlug ich den nächsten schattigen Platz direkt neben dem Radweg mit mannshohem Gras vor. Unsere Diva willigte ein. Kurz darauf ließen wir uns unser Mittagessen im weichen Gras Bett gut schmecken.
Der Tag war ziemlich heiß, und an den Zwischenstationen am Trail mit WC und Waschbecken, benäßten wir unsere Hemden mit Wasser, um abzukühlen. Am Rückweg hatten wir Gott sei Dank Rückenwind, und so überwanden wir den steilen Anstieg zurück in derselben Manier wie zuvor.
Bald waren wir auch zurück am Parkplatz, und hatten auch noch fast den ganzen Nachmittag zur Verfügung. Alex zerlegte die Räder und räumte sie in die Garage, während ich die Packtaschen ausräumte.
Danach gönnten wir uns auf dem leeren Parkplatz zwischen Kohbis Hecktüren eine herrliche Dusche und beschlossen, die Nacht hier stehen zu bleiben, da es keine Verbotsschilder gab, die das Campen hier verbieten würde.
Ein Auto mit Allrad und Trailer (Wohnwagen) fuhr gegen Abend noch auf unseren Parkplatz.
Wir genossen das Gekreische der weißen Kakadus in den hohen Bäumen, die aufgeregt hin und her flogen, sich auch auf den Hochspannungsseilen niederließen und auf einmal total witzig sich nach vorne fallen ließen und dann kopfüber am Seil hingen und mit den Flügeln schlugen und dann sich damit wieder in die Normalposition bugsierten. Das sind schon lustige Vögel mit furchtbarem Gekreische.
Wir chillten noch ein wenig und gingen dann müde von unserer Tour bald ins Bett.Read more






























































































































































































































































































































