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Roadtrip Marokko und Spanien

Wir starten unseren Roadtrip mit einer 30-tägigen Camper-Reise durch Marokko und danach fahren wir nach und nach Andalusien ab.
🇲🇦🇪🇸
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  • Zwischenstopp im Agdz

    3.–4. dec. 2025, Marokko ☀️ 7 °C

    Unser nächstes Ziel Ait Benhaddou ist zu weit entfernt und deshalb fuhren wir heute mit 3 Stunden etwa die Hälfte der Strecke nach Agdz.

    Pünktlich zum Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg, der uns nochmal über Zagora führte. Dort kauften wir uns nach den 1,5 Stunden Fahrt einen frisch gepresstem Orangensaft. Daran könnte ich mich wirklich gewöhnen und vor allem zwei große Becher für 3€.

    Nach Zagora hat sich die Landschaft schlagartig verändert. Es wurde durch die vielen Palmen auf ein Mal viel grüner.

    Am späten Vormittag haben wir unseren Campingplatz erreicht und den Tag für Wäsche waschen, einkaufen und a bissal sporteln genutzt.

    Wir sind hier auf knapp 1.000 Meten Höhe und am 5. Dezember ist Vollmond. Schon die letzten Tage scheint der Mond sehr hell und heute noch etwas mehr.
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  • Ait Ben Haddou

    4.–5. dec. 2025, Marokko ☀️ 5 °C

    Ait Ben Haddou liegt auf etwa 1400 Metern Höhe am Fuße des hohen Atlas und auf den haben wir heute Morgen das erste Mal einen Blick werfen können. Zum Glück gab es auf der neu ausgebauten Straße zum ersten Mal Viewpoints, so dass wir anhalten und die Aussicht bewundern konnten. Die kure Strecke heute war sowohl zum Fahren als auch mit dem traumhaften Ausblick, einer der schönsten die wir bisher gefahren sind.

    Ait Ben Haddou ist bekannt dafür, dass seit den 60er Jahren dort Filme gedreht wurden, unter anderem auch Gladiator und Game of Thrones.

    Am Campingplatz angekommen machten wir uns gleich auf den Weg hinauf und hatten eine sehr schöne Weitsicht.

    Nach dem Essen nutzen wir das schöne Abendlicht und gingen noch mal zur Kasbah, aber diesmal auf den Hügel daneben. So konnten wir die Kasbah und auch die gezuckerten Berge im Licht der untergehenden Sonne bestaunen.
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  • Dades Schlucht

    5.–6. dec. 2025, Marokko ☀️ 13 °C

    Wir ziehen weiter ins Landesinnere, heute in die Dades Schlucht im Atlasgebirge.

    Geprägt ist die Landschaft von steilen Felsformationen und Wasser. In der Tat sahen wir heute unseren ersten kleinen fließenden Fluss und nicht nur kilometerlange trockene Flussbetten.

    Von unserem Campingplatz aus konnten wir in einen Canyon wandern und uns die steilen Felsen aus der Nähe ansehen und bissal hoch kraxeln.

    Jeden Tag staunen wir aufs Neue, wenn sich die Landschaft wieder komplett verändert und sind schon gespannt, was der morgige Tag für uns bereit hält.
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  • Traumstraße in die Todra-Schlucht

    6. december 2025, Marokko ☁️ 13 °C

    Heute war der Weg das Ziel. Über viele Passstraßen ging es stetig nach oben auf knapp 2900 Meter. Pünktlichkeit zum Nikolaus fuhren wir auch durch den ersten Schnee und -4.5 °.

    Es waren nur 180 km, aber durch die vielen Kurven und zum Teil schlechten Straßenverhältnisse brauchten wir über 4,5 Stunden.
    Uns wurde jedoch kein bisschen langweilig, weil die Landschaft um uns rum so sensationell schön war und wir aus dem Staunen nicht mehr rauskamen.

    Was für eine tolle Strecke! Die schönste, die wir bisher gefahren sind.
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  • Wanderung in und um die Todra Schlucht

    7.–8. dec. 2025, Marokko ☀️ 13 °C

    Nachdem wir gestern fast den ganzen Tag im Auto gesessen sind, nutzten wir den fahrfreien Tag heute für eine ausgiebige Wanderung durch die Todra Schlucht.

    Direkt vom Campingplatz marschierten wir am Fluss und durch die angelegten Obst- und Gemüseanlgen in die Todra Schlucht. Diese ist zu Fuß noch beeindruckender als mit dem Auto.

    Am Ende der Schlucht stiegen wir dann stetig bergauf, durch eine sagenhafte Landschaft. Ab und an mussten wir Esel- und Pferdetransporten ausweichen. Wir fragten uns wo die Leute wohl herkommen, bis wir weiter oben eine kleine Nomadensiedlung entdeckten, wo die Menschen unter einfachsten Bedingungen leben. Für uns unvorstellbar.

    Die Landschaft heute hat uns wieder so in ihren Bann gezogen. Wir sind sehr oft stehen geblieben und haben die Bilder auf uns wirken lassen und natürlich fotografiert und gefilmt. Dadurch kamen wir deutlich langsamer voran als gedacht.

    Zurück im Tal wären es noch 4 km bis zum Campingplatz gewesen und wir entschieden diese mit dem Taxi zu fahren.

    Zum Glück ist hier in Marokko das "Per-Anhalter-Fahren" ein gängiges Verkehrsmittel, denn so brauchten wir kein Taxi sondern wurden auf der Ladefläche eines PickUp's mitgenommen. Was für eine Gaudi 😄
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  • Erg Chebbi

    8. december 2025, Marokko ⛅ 19 °C

    Die Fahrt heute war eher unspektakulär, dafür das Ziel umso mehr. Wir sind in unserer 2. Wüste, der Erg Cebbi angekommen.

    Davor haben wir in Rissani noch eine Wüstenpizza gegessen und zumindest ich mich mit einem traditionellen Tuch eingekleidet.

    Der Campingplatz ist eine freie Fläche bei einem
    Hotel direkt an den Sanddünen. Der Sonnenuntergang zauberte ein perfektes Licht und da es in der Wüste ziemlich frisch wird am Abend, waren wir froh, uns am Lagerfeuer zu wärmen.

    Als es dunkel wurde strahlten die Sterne, um die Wette!
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  • Durch die Wüste auf 4 Rädern und 4 Beine

    9. december 2025, Marokko ☀️ 12 °C

    Um 10 Uhr hieß es rauf auf die Quads und ab damit durch die Wüste. Wir fuhren heute zum ersten Mal
    mit einem Quad und es hat sooooo viel Spaß gemacht. 1 Stunde lang die Dünen rauf, runter, wieder rauf und wieder runter.

    Am Abend waren dann die Dromedare dran und wir ritten zum Sonnenuntergang in die Wüste.
    Es ist tatsächlich eine echte Kunst beim Aufstehen und wieder Hinlegen des Dromedars nicht runterzufallen. Für unseren Geschmack war das Hinlegen schwieriger, da das überraschend schnell geht, wenn das Dromedar die Vorderbeine einklappt.
    Dennoch auch am Abend ein absolutes Highlight, vor allem der Sonnenuntergang in der Erg Chebbi.

    Das waren heute zwei außergewöhnliche Erlebnisse, die wir so schnell nicht vergessen werden.
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  • Plan B über den Hohen Atlas

    10. december 2025, Marokko ☁️ 5 °C

    Bei sensationellem Licht starteten wir heute Morgen unseren Weg so langsam Richtung Norden. Eigentlich war noch eine Nacht Aufenthalt im Ziz-Tal geplant, aber die Wetterbedingungen ließen uns befürchten, dass die Passstraße morgen wegen Schnee gesperrt ist. So nahmen wir die 400 km für heute als Fahrtag in Kauf und wollten zumindest über den Pass bis nach Azrou fahren.

    Auch wenn der Himmel immer grauer wurde, war der Schneefall erst für heute Abend gemeldet und so waren wir guter Dinge rechtzeitig über den Pass fahren zu können.

    Dem war leider nicht so, denn die Passstraße wurde (wir vermuten vorsorglich) schon heute Nachmittag gesperrt. Guter Rat war teuer, bis wir den Hinweis auf die Ausweichroute bekommen haben. So hatten wir statt 75 km noch mal 130 km vor uns und stehen jetzt Mitten im Nirgendwo ca. 80 km vor Fes, das wir wahrscheinlich morgen anfahren.
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  • Königsstadt Fès

    11.–13. dec. 2025, Marokko ☀️ 16 °C

    Die letzten beiden Tage haben wir in Fés verbracht, die älteste und angeblich schönste der 4 Königsstädte und auch ehemalige Hauptstadt Marokkos.

    Die Medina besteht aus 250 eigenen Viertel und hat 10.000 kleine enge Gassen. Wir haben gelernt wie man eine Sackgasse von einer durchgehenden Straße unterscheiden kann und uns doch in dem Labyrinth verloren.

    Zum Glück gibt es neben den Abzockern, die einen komplett falsch und in irgendeinen Laden (noch tiefer hinein) führen auch freundliche Menschen, die uns rausgeholfen haben.

    Unser Highlight in Fés war der Besuch der alten Koranschule aus dem 14. Jahrhundert. Ein wunderschönes Bauwerk mit Mosaiken und filigranen Holzarbeiteb. Ein Ort der Ruhe und und Erholung in Mitten des ganzen Trubels.
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  • Stippvisite in Meknès

    13.–14. dec. 2025, Marokko ☁️ 11 °C

    Auch Meknés ist eine Königsstadt, mit nur 60.000 Einwohnern jedoch sehr klein.

    Sie liegt jedoch perfekt auf dem Rückweg nach Tanger Med, so dass ein Halt dort fast schon obligatorisch ist. Das Regenwetter war zwar nicht sehr einladend für einen Stadtbummel, aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten waren auch schnell abgelaufen.

    In der Nähe von Meknés liegt die römische Ausgrabungsstätte Volubilis und dort hat sich der Stadtgründer angeblich die Säulen für das Eingangstor Bab Mansour "ausgeliehen".

    Zum Schluss schlenderten wir noch mal durch die Markthalle und dann ging es 3 Stunden weiter Richtung Chefchaouén, unser morgiger und letzter Halt und Marokko.
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  • Chefchaouen - die blaue Stadt

    14. december 2025, Marokko ☁️ 12 °C

    Unser letzter Halt in Marokko ist die blaue Stadt Chefchaouen im Rifgebirge. Die Häuser sind in unterschiedlichen Blautönen gestrichen und leuchten in der Sonne um die Wette. Es gibt viele Geschichten, weshalb die Häuser blau gestrichen sind. Die Variante für Touristen ist, dass die blaue Farbe das Böse und Mücken abhalten soll.
    Die eher sachliche Version ist, dass ein Einwohner sein Haus blau angestrichen hat und das bei den Touristen gut ankam und nach und nach immer mehr Häuser blau gestrichen wurden.
    Egal was stimmt, es ist schön anzuschauen.

    Jetzt sind wir schon auf dem Weg nach Tanger Med und schauen mal, mit welcher Fähre wir zurück nach Spanien reisen.

    Wir verabschieden uns von einem wunderschönen Land, mit seiner Vielfältigkeit, den freundlichen Menschen und all seinen Gegensätzen und nehmen viele schöne Erinnerungen und Erlebnisse mit nach Hause.
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  • Campingplatz La Rosaleda

    15.–21. dec. 2025, Spanien ☁️ 15 °C

    Am Montag sind wir hier am Campingplatz in Conil de la Frontera an der Costa de Luz angekommen.

    Wir haben ziemlich viel Sand und Dreck aus Marokko mitgebracht und es war dringend Saubermachen (innen wie außen) und Wäsche waschen angesagt. Auch wenn unser Auto gar nicht so groß ist, hat das Putzen sehr sehr lange gedauert. Sand ist wie Wasser und findet den Weg in die kleinste Lücke. So vergingen die ersten Tage wie im Flug.

    Von Conil aus kann man gut radeln und wandern und so bleiben wir hier ein paar Tage und gleichen langsam unsere Bewegungsbilanz wieder aus.
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  • Conil de la Fontera

    15.–21. dec. 2025, Spanien ☁️ 16 °C

    Am Montag sind wir hier am Campingplatz "La Rosaleda" in Conil an der Costa de la Luz angekommen. Wir haben jede Menge Sand und Dreck aus Marokko mitgebracht und Beides musste dringend weg... also hieß es die ersten Tage Wäsche waschen und unseren Cosmo innen wie außen putzen.

    Jetzt bleiben wir erst mal hier und schnaufen nach der vielen Reiserei ein paar Tage durch. Die Region eignet sich bestens zum Wandern und Radfahren und darauf freuen wir uns schon.
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  • Radausflug nach Vejer de la Frontera

    18. december 2025, Spanien ☁️ 16 °C

    Wir haben den Tipp bekommen, dass Vejer de la Frontera eines der schönsten weißen Dörfer hier in der Region ist. Zum Glück gab es bei Komoot eine Fahrrad-Rundtour dorthin.

    Auch wenn das Örtchen etwas verschlafen wirkt, hat sich die Anstrengung hinauf auf alle Fälle gelohnt. Was ein kleiner, wundervoller und liebevoll gestalteter Ort (so ordentlich sind wir das aus Marokko gar nicht mehr gewöhnt 🙈).

    Zurück am Campingplatz war das erste Mal ausreichend Zeit für Siesta und einen Aperol Spritz in der Sonne.
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  • Bummel durch Conil

    19. december 2025, Spanien ☁️ 15 °C

    Die letzten beiden Tage haben wir uns die Umgebung angesehen und heute war Conil selbst dran. Auch ein kleines schmuckes Örtchen mit einem riesigen Strand (lang wie breit).

    Es war allerdings kein Strandwetter und an vielen Stellen war er auch unter Wasser, so dass wir ihn uns nur aus der Weite angeschaut haben.

    Auch einen Mini-Weihnachtsmarkt haben wir entdeckt. Allerdings gab es keinen Glühwein, sonst hätten wir tatsächlich einen getrunken. Das Wetter hätte es hergegeben.

    Dafür kamen wir auf dem Rückweg an einer kleinen Bar vorbei, in der die Spanier ihr "Hoch die Hände, Wochenende-Bier" tranken. Auch wenn wir als Bayern deutliche größere Gläser gewöhnt sind, hat so ein Caña für zwischendurch und unter Einheimischen schon was.
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  • Cabo de Trafalgar

    20. december 2025, Spanien 🌬 15 °C

    Am Kap Trafalger fand 1805 die legendäre Seeschlacht statt, in welcher Lord Nelson die Spanier vernichtend geschlagen hat und ihmn gleichzeitig das Leben kostete. Dafür wurde ihm auch die Statue am Trafalger Square in London errichtet.

    Auf dieses geschichtliche Ereignis wird nur mit einer Mini-Tafel hingewiesen, mit dem Vermerk, dass 5.000 Soldaten dort ihr Leben verloren haben. Aus spanischer Sicht sogar verständlich....

    Wir sind bis auf 2 km mit dem Fahrrad rangefahren und den Rest über den schönen Sandstrand, den Leuchtturm und das Kap immer im Blick, hinspaziert.

    Der Leuchtturm selbst könnte mal wieder etwas weiße Farbe vertragen, das Fleckchen Erde auf dem er steht, ist dafür ein echtes Highlight.

    Es war ziemlich windig und im einen Moment war der Himmel dunkel und bedrohlich und im anderen wieder hellblau. Zwischen den beiden Bildern von der gleichen Seite liegen ungefähr 10 Minuten.
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  • Cádiz

    22. december 2025, Spanien ⛅ 9 °C

    Cádiz gilt als die älteste Stadt Europas und liegt auf einer Halbinsel. Unsere Erkundungstour begannen wir am Hafen, wo wir unseren Cosmo sicher parken und auch übernachten konnten, und umrundeten die Halbinsel bis zur Kathedrale bevor wir uns durch die Innenstadt treiben ließen.

    Im Mercado Central gönnten wir uns eine kurze Verschnaufpause. Rouwen mit einem Bier und ich mit dem britischen Aperitif "Croft Twist", bestehend aus Holunderblüte, Minze und Lemon. Also eine abgewandelte Form eines Hugos.

    Nach einem frühen Abendessen gingen wir zurück zum Camper, denn am Abend wollten wir die Stadt nochmal im Glanz der Weihnachtslichter sehen. Hier sind die Spanier deutlich prachtvoller und ausschweifender unterwegs als wir in Deutschland.

    Cádiz hat uns sowohl bei Tag als auch am Abend richtig gut gefallen und wir kommen sicherlich irgendwann mal wieder. Vielleicht auch, wenn es a bissal wärmer ist.
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  • Sherry-Christmas

    23.–25. dec. 2025, Spanien 🌧 13 °C

    Wenn man in Jerez de la Frontera ist, muss man Sherry probieren. Der Sherry kommt von hier und mit der Bodega Fundador ist hier auch die älteste Bodega Spaniens (seit 1730) angesiedelt.

    Unser Sherry-Christmas ging gestern Abend mit einer geführten Shery-und-Tapas-Tour los. Zum einen lernten wir viel über die Region und natürlich auch über Sherry und zum anderen führte uns Rose in typische Tabancos, eine Mischung aus Kiosk und Kneipe. Zudem produziert jede Tabanco auch ihren eigenen Sherry und Vermuth.

    Wir probierten Fino, der trockenste aller Sherrys, Amontillado, schon etwas milder und Morenita, einen sehr süßen Sherry. Dazu passend der Poyoya-Käse, hier aus der Region. Eine Mischung aus Ziegen- und Schafskäse. Wir hatten uns in Cadiz davon schon ein Stück gekauft, ein absolutes Geschmackserlebnis!

    In der letzten Tabanco finden regelmäßig Flamenco-Shows statt und so konnten wir bei Käse und Sherry auch noch Flamenco pur erleben.

    Wir zogen dann selbst noch ein bisschen durch die Tabancos, tranken dann aber Bier statt Sherry. So ganz unser Geschmack ist der Sherry nicht.

    Dennoch hatten wir für heute noch eine Führung mit Getränkeprobe durch die Bodega Fundador gebucht. Wirklich beeindruckend, wie der Sherry in den Holzfässern gelagert wird und wie auch der unterschiedliche Sherry entsteht. In der Bodega wird seit 150 Jahren auch Brandy hergestellt und der Brandy wird in den ehemaligen Sherry-Fässern gelagert und erhält dadurch seinen besonderen Geschmack. So wurde uns das zumindest erzählt.

    Bei der Sherry- und Brandyprobe bekamen wir den absoluten Kassen- und Exportschlager der Bodega zum Probieren. Das ist Harveys Bristol Cream, was wohl auch das Lieblingsgetränk der Queen war.

    Mich hat der Geschmack an Vermuth erinnert und daher fand ich den auf Eis eigentlich ganz gut. Rouwen bleibt beim Sherry-Nein.

    Beim Brandy hatten wir Glück, denn wir bekamen einen Cocktail bestehend aus Brandy, Grapefruit-Tonic und Limette und das war mal wirklich lecker. Das Rezept und der Brandy gehen mit nach Hause 😊
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  • Die Kathedrale von Sevilla

    25.–27. dec. 2025, Spanien ☀️ 14 °C

    Wir waren letztes Jahr schon mal in Sevilla, als wir vom Regen Portugals in die andalusische Sonne geflüchtet sind. Sevilla hat uns richtig gut gefallen, nur konnten wir aufgrund unseres kurzfristigen Ausflugs keine Tickets für die Kathedrale ergattern.

    Da Sevilla eh auf unserer Route Richtung Córdoba liegt, buchten wir dieses Mal im Voraus Tickets und freuten uns sehr darauf.

    Die Kathedrale zählt zu den größten Kirchen der Welt und ist 145 m lang, 82 m breit und im Mittelschiff 42 m hoch.

    Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert auf den Überresten einer arabischer Moschee gebaut und der heutige Glockenturm war das Minarett.

    Beim Raufgehen haben wir uns gewundert, dass es Rampen zum Hochgehen und keine Treppenstufen gibt. Wir dachten, dass sei extra für die Touristen nachträglich eingebaut worden. Falsch gedacht... Lt. Internet wurden die 2,50 breiten Rampen damals schon gebaut, damit man den Glockenturm
    per Pferd erklimmen und so schneller wichtige Informationen verbreiten konnte. Ganz schön clever 😉

    Auf alle Fälle hat sich der Besuch gelohnt, denn die Kathedrale ist wirklich imposant und ein beeindruckendes Bauwerk, Vom Glockenturm hat man einen tollen Ausblick auf Sevilla.
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  • Wunderschönes Córdoba

    27.–29. dec. 2025, Spanien ☁️ 14 °C

    Unser nächster Haltepunkt war Córdoba. Eigentlich wollten wir noch weiter in zwei Nationalparks, aber der anhaltende Regen macht Wanderungen gerade echt schwierig. So waren wir früher in Córdoba als geplant.

    Die Stadt hat wirklich eine ganz eigenen Charme und hat uns bisher am besten gefallen. Die "La Mezquita", die Kathedrale ist enorm und auch wenn wir sie dieses Mal nicht von innen besucht haben, sind äußerlich noch die Zeichen der ehemaligen Moschee erkennbar.

    Wir ließen uns durch die Gassen treiben und so sehe ich die Puente Romano und die Kathedrale auch im
    Licht der Abendsonne oder beleuchtet fotografiert hätte, hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gestern Abend hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und die Straßen standen so schnell unter Wasser, dass wir nur noch einigermaßen trocken zurück in den Camper wollten.

    Dafür sind wir dann heute Vormittag noch mal los, da wir gestern gar nicht die Chance hatten, alles zu sehen. Heute auch nicht, aber a bissal mehr war es schon...

    Gestern haben wir zum ersten Mal "salmorejo andaluz", eine Tomatencreme mit Knoblauch, probiert und für zwischendurch mit einem Bier, eine Pause wert.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir zu einer anderen Jahreszeit mit besserem Wetter Córdoba nochmals einen Besuch abstatten.
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  • Costa del Sol - und jetzt???

    28.–29. dec. 2025, Spanien ☀️ 13 °C

    Das Wandern in den Nationalparks im Norden ist gerade wegen des Regens nicht möglich und so entschieden wir uns erst mal wieder an die Costa del Sol zu fahren. Was wir bei unser Idee spontan zu Reisen und auf Sicht zu entscheiden vergessen hatten, sind die spanischen Ferien.

    Es sieht so aus, als sind alle Campingplätze und auch Stellplätze belegt und wir wissen im Moment nicht wohin weiter. Wir sind schon ein paar Tage ohne Landstrom unterwegs und brauchen demnächst dringend einen Stellplatz mit Strom.

    Jetzt sind wir erst ma in Rincón de la Victoria, nahe Málaga gestrandet und schauen morgen wie es weitergeht.

    Um den Kopf ein bisschen frei zu bekommen und nicht nur zu Grübeln, sind wir vorher noch ein bisschen an der Strandpromenade entlang gelaufen und an einer Strandbar mit Live-Musik vorbei gekommen.
    Ein schöner Abschluss für einen etwas komplizierten Tag.

    Mal sehen , wie es ab morgen mit uns weitergeht...
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  • Fahrpause an der Costa del Sol

    29. dec. 2025 – 2. jan. 2026, Spanien ☀️ 15 °C

    Zum Glück haben wir relativ schnell einen Campingplatz gefunden. Wir haben bis Freitag gebucht, da unser Auto Strom brauchte, unsere Wäsche mal wieder gewaschen werden musste und Silvester vor der Tür stand.

    Der Platz liegt direkt am Meer und gleich am ersten Abend hat Mutter Natur mal wieder gezeigt, was sie kann und einen traumhaften Sonnenuntergang gezaubert.

    Wir radelten in das nahe gelegene Torre del Mar, mit Blick auf die schneebedeckten Ausläufer der Sierra Nevada, bummelten dort ein bisschen und verbrachten ein gemütliches Silvester in unserem Camper mit 3-Gänge-Menü. Das Highlight war unser Nachtisch: Pfannkuchen mit Nutella 😋

    Wir haben viel Zeit in die weitere Reiseplanung investiert und mal sehen, ob unsere Routenplanung dieses Mal so klappt, wie wir uns das ausgedacht haben....
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  • Roquetas de Mar

    2.–3. jan., Spanien ☁️ 11 °C

    Heute lagen 2 Stunden Fahrt vor uns und deshalb wollten wir früh los, um den Tag so gut es geht zu nutzen. Für das frühe Aufstehen wurden wir mit einem traumhaften Morgenrot belohnt.

    Heute stand Roquetas de Mar auf dem Programm. Die Stadt selbst hat gar nicht so viel zu bieten, aber der Strand erstreckt sich über viele Kilometer entlang und wird von einer weitläufigen Promenade begleitet. Das hieß für uns heute ausgiebig in Wassernähe zu spazieren und zu flanieren.

    Von hier hat man schon einen ersten Blick auf das Cabo de gata, unser Ziel für morgen.

    Der Himmel war heute Abend bewölkt und wenn auch nicht so herrlich wie heute Morgen, war auch der Sonnenuntergang schön anzusehen.
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  • Cabo de Gata

    3.–4. jan., Spanien ☁️ 17 °C

    Der Naturpark Cabo de Gata besticht auf der einen Seite durch seine Felsenlandschaft und auf der anderen wohl mit traumhaften Stränden. Da sich die Wetterprognose mit 17° und Sonnenschein nicht bewahrheitet hat, entschieden wir uns für die raue Seite.

    Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang am Meer entlang und links von uns lagen die Salinen und das Vogelschutzgebiet.

    Direkt vor unserer Nase war das Salz aus den Salinen aufgeschüttet, so viel Salz auf einem Haufen hatten wir noch nie gesehen.

    Auf dem Rückweg beobachteten wir die Flamingos und fanden eine Gruppe bunter Tauben. Mit uns waren auch Spanier ganz fasziniert und fragten sich wie wir, wo die wohl herkommen...? Im nächsten Ort hatten wir die Antwort, denn dort gab es einen Taubenverein und die haben ihre Tauben scheinbar angemalt 🤷‍♀️

    Zum Leuchtturm konnten wir leider nicht laufen, also fuhren wir heute die kurze Passstraße hin, damit wir ihn wenigstens gesehen haben.

    Das Wetter in Andalusien meint es nicht sehr gut mit uns. Die nächsten beiden Tage soll es wieder nur in Strömen regnen und da es schon alles so nass ist, sind auch die Spazierwege in den Naturparks überschwemmt und schlammig. Deshalb machen wir uns schon jetzt auf weiter Richtung Norden und nutzen die beiden Regentage, um langsam nach Valencia zu fahren. Wir hoffen sehr, dass es ab Dienstag für unser Sightseeing dort wirklich trocken ist.
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