- Geziyi göster
- Yapılacaklar listesine ekleYapılacaklar listesinden çıkar
- Paylaş
- Gün 37
- 27 Kasım 2024 Çarşamba 10:31
- ☁️ 22 °C
- Yükseklik: 1.583 m
KolombiyaSan Bénito6°15’4” N 75°37’21” W
Medellin Tag 1/1: Comuna 13

Die Comuna 13 begann als illegale Siedlung aus Holz und Blech wie viele Stadtteile Südamerikas ( Barios oder Favelas) . Kein Strom, kein Wasser, keine Kanalisation.
Nach und nach wuchsen diese Stadtteile, aus Holz wurden Backsteine, und das Gesetz besagt, wer in Kolumbien elf Jahre auf einem Stück Land lebt ohne vertrieben zu werden, dem gehört es. So wurden viele dieser Siedlungen normale Stadtteile und bekamen Strom usw.
Die ursprünglichen Bewohner waren in Fall der Comuna 13 hauptsächlich Landbewohnern die von Drogenbanden, den Narcos, aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Doch die Probleme des Viertels waren mit der Anerkennung als Stadtteil nicht vorbei. Gelegen an einer Hauptroute des Drogenhandels hatten lange vor der Anerkennung die FARC Guerrillas, die einzigen, die ein wenig Hilfe boten, im Barrio die Macht ( und den Drogenhandel) übernommen.
Als mit dem Tod Pablo Escobars, des größten Drogenbosses Kolumbiens Kapazitäten frei wurden wollte man die FARC aus der Comuna 13 herausbekommen. Damit wurde das Viertel auf Jahrzente zum Gefährlichsten Ort Medellins, vielleicht sogar Kolumbiens.
Armee gegen Farc, Farc gegen "verdächtige Zivilisten" z.B. solche die irgendwann den verpflichtenden Wehrdienst abgeleitet hatten.
Die Armee holte rechtsgerichtete Paramilitärs zur Hilfe (ursprünglich von reichen Kolumbianern ins Leben gerufen die auf eigene Faust für mehr Sicherheit sorgen, und das große Problem der Entführungen durch die Farc lösen wollten)
Die Paramilitärs bekamen eine Kopfprämie, es war also sehr verführerisch für sie so viele angebliche Terroristen zu töten wie möglich. Wieder litt die Zivilbevölkerung.
Nach Jahren des Terrors und Hinrichtungen, erst durch die Farc und dann die von der Regierung unterstützen Paramilitär (meist auf dem Basketball Platz den man vom ganzen Viertel aus sehen konnte), zogen die Paramilitärs ab und Gangs übernahmen das Viertel und kämpften um die Macht.
Die Rettung kam unerwartet. Barrios wurden meist auf schwer zugänglichen Land an steilen Hängen gebaut. Man fing unten an und wer neu dazu kam baute oben an. In den 2000ern war das Viertel mittlerweile offiziell, hatte aber kaum Straßen und die Bewohner "ganz oben" mussten teilweise 700 Treppenstufen überwinden um nach Hause zu kommen (häufig mit Einkäufen oder sogar Möbeln).
So beschloss die Regierung, auch um die Bevölkerung positiv für sich einzunehmen hier die längste Rolltreppe der Welt zu bauen.
Diese wurde sehr schnell zur Touristenattraktion und stelllte das Viertel auf den Kopf! Die Touristen brachten Einnahmequellen und die Bevölkerung ( und die Gangs) nutzen diese. Allen war klar dass man nur profitieren konnte wenn Ruhe und Frieden herrscht. So sorgen jetzt die Bewohner, Polizisten und Gangs dafür( jeder für sich) das die Touristen nicht bestohlen oder bedroht werden, und sicher ihr Geld in der Comuna lassen können. Um das Viertel noch interessanter zu machen wurde wie schon in Bogota viel auf Street Art gesetzt.
Wenn sich wenige Jahre vorher die Taxifahrer sich noch geweigert hätten nur in die Nähe des Viertels zu fahren ist es nun die Hauptattraktion Medellins
Für meinen Geschmack schon wieder ein wenig zu viel, aber das ist ja sehr schnell so.
Auch die Familie unseres Guides hat all das miterlebt. Leben in Holzhütten, verlorene Familienmitglieder und Terror. Mittlerweile geht es ihnen ganz gut, auch weil die Tante des Guides Teil eines Patenschaftprojekts war und ein kanadisches Paar ihre Schule und ein wenig mehr finanziert hat, so dass sie ein kleines Restaurant eröffnen konnte. Unser Guide konnte an einer kostenlosen Schule mit Freiwilligen Lehrern aus der ganzen Welt Englisch lernen und so sein kleines Unternehmen gründen.
So kann Entwicklungszusammenarbeit funktionieren.
Danach ging es im krassen Kontrast in das erstaunlich grüne Edelviertel El Poblado flanieren und ein wenig Fussball schauen. Das bekommt einen eigenen reinen Fotofootprint.Okumaya devam et
GezginWenn ich's nicht besser wüsste würde ich vermuten der Mann ist Geschichtslehrer. Danke für die schöne Zusammenfassung 😆
Gezgin😅😘