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- Day 66
- Thursday, August 31, 2023 at 7:46 AM
- ☀️ 25 °C
- Altitude: Sea level
Ägäisches Meer36°33’21” N 27°47’2” E
Die Anthony Quinn Bucht auf Rhodos

Vorgestern früh ankerten wir nach dem Frühstück erstmal um in die Faliraki Bucht. Dort nahmen wir um elf unsere Bekannten aus Leipzig, Lydia und Daniel samt Hündchen an Bord. Sie wollten so gern mal die Vitila kennenlernen. Sie waren noch nie auf einem größeren Segelboot. So bestaunten sie die gut durchdachte technische Ausrüstung, die doch einigen Komfort an Bord ermöglicht, und stellten viele interessierte Fragen. Auch die Nutzung der Stauräume bis in den kleinsten Winkel beeindruckte sie sehr.
Noch vor unserer „privaten Roomtour“ gab ich Lydia eine Tablette Stugeron. Sie hatte nämlich kürzlich auf den Malediven auf einem Schnorcheltrip die Seekrankheit von ihrer unangenehmsten Seite kennengelernt und hatte deswegen etwas Angst vor den Reaktionen ihres Körpers heute. Wir gaben den Mägen ein wenig zu tun - ganz leerer Magen fördert die Seeübelkeit - in Form von Tomate/ Mozarella mit selbstgemachtem Basilikum Pesto vom bordeigenen Kräutergarten und etwas Honigmelone mit Parmaschinken. Auch sollte man bei diesen Temperaturen auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Zu diesem Zeitpunkt stand hier aber erstmal nur Wasser zu Gebote 💦…
Vor dem Segelstart musste Daniel noch ein paar „stunning Photos“ von seiner Freundin schießen… sie wusste nicht, ob sie später noch dazu fähig sein würde….😜.
Dann hieß es Anker auf, und wir segelten eine gute Stunde an Rhodos entlang. Der Wind war frisch, um die 20 ktn. und blies von der Seite, das ist angenehmes Segeln. Zudem war wenig Seegang. Die beiden Gäste vertrugen alles gut, entspannten immer mehr und hatten sichtlich Spaß an dieser Art der Fortbewegung.
Nach zwei Wenden, wobei auch Daniel mal seine Muskeln an der Winschbedienung testen durfte, bogen wir in die berühmte „Antony Quinn Bay“ ein. Hier hatte der Schauspieler vor vielen Jahren in dem Film „die Kanonen von Navarone“ die Hauptrolle gespielt. Er verliebte sich in Rhodos und speziell in diese Bucht mit den einzelnen verstreuten Felsen am sandigen Strand und dem glasklaren türkisfarbenen Wasser. Griechenland soll ihm daraufhin sogar die Bucht geschenkt haben (sie wurde aber später wieder entzogen). Bis heute blieb der Name und die Schönheit der Bucht.
Nachdem Louis, das mitgeführte Hundchen, kurz an Land zum Gassigehen gebracht worden war, genossen wir alle das Schwimmen in dem tollen 27 Grad warmen Nass. Daniel zog sogar ein paar Bahnen mit der Schnorchelausrüstung.
Danach gabs den verdienten Kaffee mit mitgebrachten leckeren Muffins und selbstgebackenen Zimtschnecken.
Daniel sagte:“ich saß glaube ich noch nie mit so schönem Ausblick beim Kaffeetrinken“.
Auf dem Rückweg in die Faliraki Bucht, wo sich das Hotel der beiden befindet, hatten wir sogar noch etwas mehr Wind, 6-7 Beaufort. Aber alle fühlten sich super wohl und ließen sich den Wind durch die Haare wehen.
Als der Anker gefallen war und die Sonne schon allmählich hinter den Bergen verschwand, wurde nochmal im flatternden Hosenanzug für die Erinnerungen gepost…. Einen Ventilator mussten wir hierfür nicht aufstellen…😂.
Ich gab in der Zwischenzeit die letzten Zutaten in den Nudelsalat. Dann schaltete Uwe schon den Gasgrill an, und 4 Steaks und 4 Hähnchenschenkel verbreiteten bald einen leckeren Bratenduft… was durfte da nicht fehlen? Richtig! Ein Aperol Spritz für die Damen und ein Bier oder Gin Tonic für die Herren.
Nach einem sehr unterhaltsamen Tag mit schönem Segeln brachte Uwe unsere Gäste dann gegen halb zwölf mit dem Dinghi rüber zu ihrem Hotel.
Der gestrige Tag bestand dann in einer längeren Segeltour von 48 sm nach Symi, der Klosterinsel. Bei Gegenwind war Kreuzen angesagt. Bei zusätzlich ziemlich hohem Wellengang schepperte und schlug unser tapferer Katamaran schon ordentlich in die Wellentäler und wieder hinauf. Nach 8 Stunden hatte man dann auch irgendwie erstmal genug davon 🤯. Man liegt hier in dieser Bucht zwar sehr geschützt, und das Klostergebäude und die alte Windmühle sind malerisch wie eh und je. Aber das Wasser war erwartungsgemäß eher leicht trüb, und das gefällt uns weniger hier. Am nächsten, also heutigen, Tag streben wir in die Richtung der Insel Kos. Dort kommen am 2.9. unsere Freunde aus Graupa, André, Sylke mit Tochter Elli an.Read more