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- Day 63
- Monday, August 28, 2023 at 12:11 PM
- ☀️ 28 °C
- Altitude: Sea level
Ägäisches Meer36°23’31” N 27°48’44” E
Rhodos ist das Ziel

Heute stand der Wecker wieder auf 6:30 Uhr, aber den brauchten wir nicht. Um viertel nach sechs war ich munter und es ging raus aus den Federn. Die Nacht war nicht sehr angenehm, Doris hat schlecht geschlafen, da ein unangenehmer Schwell in der Bucht stand. Im Moment läuft in der Nacht auch nurmehr der Ventilator. Da die Sonne doch schon um Einiges tiefer steht, reicht im Moment der Strom nicht für die AC. Die Nachttemperaturen liegen aber immer noch um die 27°C.
Kurz nach sieben ging es dann los. Anfangs war noch wenig Wind, aber noch ordentlich Schwell, so daß wir ganz schön schaukelten. Das Segelboot vor uns warf es richtig hin und her. Als dann langsam der Wind kam, zogen wir den Gennaker hoch. Wir hatten nur kurz Spaß, dann schlief der Wind wieder ein. Erst als wir aus der Landabdeckung von Tilos raus kamen, nahm der Wind wieder zu. Gemächliches Segeln war angesagt, das verschaffte mir die Zeit, mich um den defekten neuen Backofen zu kümmern. Der Fehler war ja eingegrenzt. Es sollte sich um einen Fehler rund um das Thermostat handeln. Im Backofen Auseinanderbauen war ich ja schon geübt, also kein Problem. Auf den ersten Blick schien alles in Ordnung. Die Stecker saßen fest. Als ich aber den kleinen Ministecker rauszog, sah ich das Problem: der eine Stift saß nicht da, wo er sitzen sollte und war außerdem verbogen. Ich musste den Ofen noch weiter auseinandernehmen, um an die kleine Buchse ran zu kommen. Den Stift gerade gebogen, Stecker richtig drauf gesetzt, alles wieder zusammengebaut und voilà, der Ofen lief. Operation erfolgreich.
Der Tag ist gerettet und so können wir nun das Segeln wieder genießen. Gerade segeln wir an der Insel Symi vorbei. Der Wind weht von hinten mit 15 Ktn und wir fahren um die 5 Ktn, was will man mehr. Umso mehr wir uns dem östlichen Kap von Rhodos nähern , um so mehr nimmt der Wind zu. Bei 23 Ktn nehme ich den Gennaker rein und die Genua geht raus. Wir haben auch so noch gut 6 Ktn Speed. Als wir vorm Fährhafen vorbeisegeln macht gerade eine große Fähre los und kommt zügig genau auf uns zu. Ich zögere erst kurz, eigentlich habe ich Vorfahrt, drehe aber dann doch bei. Sicher die richtige Entscheidung, denn die Fähre macht keine Anstalten, mir auszuweichen.
Der Wind nimmt unterdessen immer weiter zu und wir machen mit gereffter Genua sieben Ktn Fahrt, aber nicht lange, denn es nähert sich die Bucht, wo wir vor Anker gehen wollen, um noch einen Einkauf zu erledigen. Und was sehen wir da, eine Helia ohne Namen. Das kann nur Martin sein, ein Freund, denn wir in Lakki kennengelernt haben. Er ist gern etwas inkognito unterwegs. Und richtig, Martin kam auch gleich mit dem Dinghi vorbei, um uns zu begrüßen. Wir sind schnell zu Fuß Einkaufen gegangen, obwohl Martin uns auch die Schlüssel für sein Auto angeboten hat. Eine böse Seglerkrankheit ist wirklich, dass die Beinmuskulatur verkümmert. Man muss sich kontinuierlich zwingen, regelmäßig größere Strecken zu laufen.
Abends gab es Kalbsbraten mit Gnocchi. Sehr lecker….! Danach kam Martin noch auf einen Drink vorbei. Leider musste er uns dann ganz plötzlich verlassen, seine Helia entfernte sich immer mehr. Durch den starken Wind hielt sein Anker nicht mehr und so musste er erst einmal umankern.Read more