• Einfahrt in die Kaldera von Santorini
    Blick auf Oia auf dem BergkammDie Kreuzfahrtschiffe parken in der KalderaDie roten Felsen von SantoriniOiaOiaOia, das PostkartenmotivGassen von OiaDie Kirche von OiaSantorini im Rundumblick... am anderen Ende waren die Gassen leerer...😄Blick von Spitze Santorini auf den kleinen HafenRuine von OiaIm Restaurant Lotza in OiaUnterwegs in FiraIrish Pub "Murphy's" in FiraAlte Festung AkrotiriKirche in Akrotiri

    Santorini - Augen zu und durch…..!?

    September 11, 2023, Ägäisches Meer ⋅ 🌬 23 °C

    Am 11.9., ein sonniger Montag, lichtete sich der Anker schon am frühen Vormittag, denn wir hatten uns vorgenommen, es bis zur Vulkaninsel Santorini zu schaffen. Der Wind blies frisch, und die kräftigen Wellen gaben uns von fast achtern ziemlichen Speed. Wir setzten nur die Genua, um aber trotzdem 9 ktn Fahrt bei bis zu 28 ktn Windstärke zu machen.

    Am Nachmittag segelten wir schon in die Kaldera unserer Zielinsel ein. Santorini ist ein fast ringförmiges Eiland, dessen Landmasse der obere Rand eines vom Meer gefluteten Vulkans bildet. Durch einen Vulkanausbruch im 16. Jahrhundert v. Chr. wurde die heutige zerklüftete Landschaft der Insel geformt. Die weissen würfelförmigen Häuser der beiden Hauptorte Oia und Fira liegen malerisch auf die Bergkämme der Steilküste hingestreckt.
    In der Kaldera war der Wellengang etwas geringer, und wir glitten mit dem Segelboot entspannt und staunend an den schwarzen, gelegentlich weissen und oft roten Klippen vorbei. Drei vor Anker liegende Kreuzfahrtschiffe ließen eine Ahnung davon aufkommen, was uns bei unserer Besichtigung am nächsten Tag erwarten würde. Wir stoppten schließlich außerhalb der Kaldera mit Blick auf die berühmten „roten Felsen“ und den „roten Strand“.
    Am nächsten Morgen ankerten wir um in eine der nächsten, auch sehr belebten Buchten. Wir konnten das Dinghi am Steg des Restaurants „the Dolphins“ festmachen. Hierher wurde auch unser Leihwagen für diesen Tag geliefert.

    Damit starteten wir gleich nach Oia durch, ein Traumziel, das weltweit Touristenherzen höher schlagen läßt….. Als wir die Gassen des Ortes betraten, waren wir entsprechend auch auf das Schlimmste gefasst. Und tatsächlich, in dichter Reihe drängten sich die Menschentrauben auf dem Höhenweg des Ortes entlang von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Menschen aus aller Herren Länder waren unterwegs, und ihre Sprachen mischten sich in friedlicher Weise. Das war für mich das Eindrucksvolle, wie ohne politische Einflüsse unterschiedlichste Menschen sich an gleichen Dingen erfreuen und respektvoll miteinander umgehen.
    Man konnte natürlich beobachten, wie reihum gegenseitigdie Hochkant-Aufnahmen für die fällige Instagram-Story geschossen wurden. Zugegeben, auch selbst wollte man sehr gerne vor den weissen Kubushäusern, typisch für die Architektur der Kykladen, mit den eingestreuten blauen Kuppeldächern fotografiert werden. Unsere Freunde waren vorher schon zweimal auf Santorini gewesen. Die beim ersten Mal erlebte Begeisterung für das Plätzchen wollte jedoch nicht mehr so Recht aufkommen. Aber da wir uns ohne Termindruck Zeit lassen konnten, erreichten sie mit uns an diesem Tag ein paar neue Punkte, z.B. die Windmühlen.
    Zur Erfrischung und nötigen Erholung kehrten wir in das Restaurant Lotza mit atemberaubendem Blick auf die Dächer und die Kaldera ein. Es war allerdings recht teuer und mit „Speisezwang“. Das war aber schon beim Betreten der Terrasse gesagt worden. Ein Tzatziki kostete 8 Euro, ein Thunfischsalat 15 Euro, und einen gebackenen Käse im Blätterteig gab für 13 Euro. Nun ja, wenn man schon mal zu den Glücklichen zählt, die hierher kommen…. Lecker wars allemal.
    Ein weiterer sehr bekannter Ort, Fira, war eher enttäuschend. Schöne Boutiquen luden zwar zum Shoppen ein, aber die Gassen erreichen nicht den Flair von Oia. Wir fanden zu unserem Erstaunen in Fira allerdings ein „Irish Pub“, genannt „Murphy‘s“. Voller Vorfreude auf das gleichnamige Bier vom Fass gingen wir hinein. Auch da wurden wir enttäuscht. Das Murphy‘s Bier gabs nur auf den Plakaten, und auch vom Guinness erfrischten uns nur einige mühsam hervorgekramte Flaschen. Noch dazu völlig überteuert. Aber die Innendekoration und der irische Besitzer waren authentisch.

    Um etwas vom Touristenstrom wegzukommen fuhren wir noch nach Akrotiri. Da waren wir zwar fast allein unterwegs zur alten Festung hoch, wo es sehr windig war. Aber sonst hat der Ort auch nicht so viel zu bieten. Müde ließen wir uns am Ende von unserem Dinghi zurück an Bord bringen. Bei einem Grillabend mit Thüringer Bratwürsten und abschliessendem Ouzo liessen wir den Tag nochmal Revue passieren. Die Touristenmassen sind wahrscheinlich mitten in der Hauptsaison noch wesentlich größer, aber wir waren uns einig, dass einmal Santorini reicht und wir alle beschaulichere und ursprünglichere griechische Inseln und Orte bevorzugen.
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