The World In A Jar

Hiking enthusiasist, OCR-runner and fulltime Nerd.
Living in: Wangerland, Germany
  • Day21

    Muxia (ca 428,3km)

    April 20 in Spain

    Es ist geschafft. Nach etwa drei Wochen auf den Straßen und Wegen Asturiens und Galizien haben wir unseren finalen Zielort in Muxia erreicht.

    Die Strecke war gefühlt kaum beschwerlich, obwohl die letzten 30km, viel Sonne und wenig Einkehrmöglichkeiten nochmal viel von uns verlangt haben (dass ein freundlicher, galicischer Bauer darauf bestand uns auf seinem Anhänger ein Stück mitzunehmen, zählt natürlich nicht...).

    Das Wasser war am Ende trotzdem alle und wir nach Ankunft in der Herberge doch recht erschöpft. Muxia als Ort hat dafür jedoch auf so viele Weisen entschädigt, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll. Der Fischerort hat so viel Charakter, eine unbeschreiblich schöne und raue Küste und eine der besten Kirchen, die ich auf dem gesamten Weg sehen durfte.

    Ich könnte hier vermutlich noch so viel Zeit verbringen - und werde das sicherlich auch, ein andermal. Wenn die Füsse sich erholt haben und der nächste Camino vor der Tür steht.

    Für uns geht es morgen ersteinmal mit dem Bus wieder zurück nach Santiago, wo wir die letzten Tage bis zur Abreise noch einmal im Hotel verbringen. Etwas Luxus am Ende darf dann auch sein. Was ein Ritt! Wir sehen uns in der Heimat.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day20

    Wir verlassen Cee durch den malerischen Ort Corcubion und erreichen bereits nach kurzer Zeit und stetigem Wechsel von Wald und Schotterpisten den Strand von Fisterra, der Stadt am Ende der Welt.

    Dort war es so früh morgens noch unbelebt und man hatte den wunderschönen Strand für sich - das Wasser war noch eiskalt, was nach der Wanderung, wenn auch deutlich kürzer als sonst, wohltuend war. Unser Weg in die Stadt führte dann auch noch lange am Strand vorbei.

    Da wir schon früh in Fisterra angekommen waren, gab es ausnahmsweise mal etwas anderes als Bocadillos zum Mittag und wir konnten ganz entspannt die restlichen Kilometer stadtauswärts zum Kap von Finisterre zurücklegen.

    Am einstigen Ende der Welt war es einfach nur beeindruckend. Ich glaube, ich hätte mich dort noch Stunden aufhalten können. Alleine schon, dass das Wetter, je nachdem auf welcher Seite der Klippen man stand, anders war, war überwältigend.

    Am Ende des Tages zahlen wir jedoch den Tribut unserer Touren: Wir sind bereits seit kurz nach sechs in der Herberge und erholen uns. Vor allem auch, weil morgen die letzte Etappe nach Muxia auf uns wartet, die mit knapp 30km und nur einer Bar auf der Mitte der Strecke auch kein Zuckerschlecken wird!
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  • Day19

    Cee (ca 382,5km)

    April 18 in Spain

    In Cee machen wir unseren letzten Stopp bis wir Kap Finisterre erreichen. Wir haben einige Pilger gesehen, welche die letzten 10-15km noch weitergehen, wir haben uns aber entschieden, dass wir uns morgen etwas Zeit für Finisterre nehmen wollen und dafür gerne einen Tag opfern.

    Der Weg nach Cee führte größtenteils über hügeliges Gelände, war aber sehr angenehm zu laufen. Aus der Ferne erhielt man stellenweise einen Blick aufs Meer und es fühlt sich irgendwie gut an, die Berge zugunsten des Meeres langsam aufmachen zu sehen.Read more

  • Day18

    Olveira (ca 362,4km)

    April 17 in Spain

    Wir arbeiten uns langsam die Etappenpyramide herunter und hatten mit 26km schon eine passable Länge vor uns. Seltsamerweise musste aber jemand einen Scherzkeks für die Streckenführung engagiert haben, da man offenbar innerhalb des letzten Jahres eine Reihe ebener Strecken gesperrt und die Wegführung dafür über Berge geleitet hat. Toll... Nicht!

    Trotzdem pilgerten wir recht entspannt bis nach Olveira und kamen wieder in einer guten Herberge unter. Da wir uns so viel Zeit ließen und auch in der einen oder anderen Bar einkehrten, dachten wir auch nicht, besonders schnell gewesen zu sein. Wie sich herausstellte, waren wir das aber irgendwie doch, weil nach uns noch Dutzende weiterer Pilger hier einkehrten.

    Unsere Mitstreiter vom Vorabend trafen wir auf dem Weg ebenfalls gelegentlich, wobei sich unsere Wege dann am Ende doch trennten, insbesondere weil einige auch die Strecke nach Muxia noch gehen wollten. Dort zieht es uns ja erst nach Finisterre hin.
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  • Day17

    Piaxe / Pena (ca 337,6km)

    April 16 in Spain

    Unsere erste Etappe in Richtung Westen Maß direkt Mal etwa 30km, war aber vom Geläuf her deutlich angenehmer als die ostwärtige Route nach Santiago hinein. Wir hatten die Stadt schnell verlassen und tigerten über Hügel und kleinere Berge, bis wir in Piaxe ankamen.

    Dort kamen wir in einer netten, kleinen Herberge unter, die von einem Ehepaar betrieben wird und wo alles durch die Hospitaleros selbst gemacht wird - selbst das Essen kocht die Frau des Hauses selbst.

    So kam es auch, dass wir dann mit zwei Italienern, einer Spanierin und weiteren drei Deutschen am Abendtisch saßen und uns bewirten ließen. Der Hospitalero duldete im Übrigen keine Abstinenz: Mein Versuch, nur Wasser zu trinken, wurde mit Sorge begegnet. Als ich mehrfach versicherte, dass WIRKLICH, ABSOLUT und IN ECHT alles 'muy bien' ist, gab er sich zunächst zufrieden, war aber dann erst wirklich beruhigt, als ich auch Wein trank. Der Hospitalero war damit auch nicht geizig und stellte immer weitere Flaschen auf den Tisch und auch beim Essen wurde immer wieder mit mütterlich/väterlicher Penetranz gefragt, ob noch was Nächtebracht werden soll.

    In jedem Fall amüsierten wir uns köstlich, lachten, tranken und hatten einen sehr ausgelassenen Start in unsere Tour nach Kap Finisterre.
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  • Day15

    Die letzten beiden Tage verbrachten wir ebenfalls in Santiago. Strategen wie wir sind, holten wir so auch unsere Credencial oder auch Compostela im Pilgerbüro erst am zweiten Tag ab, da wir so lange Schlangen umgehen wollten. Und die Taktik zahlte sich aus: Um kurz nach neun waren unsere Pilgerpässe überprüft und die begehrten Urkunden ausgestellt. Und weil wir zu den ersten Zehn gehörten, bekamen wir noch ein Gratis-Mittagessen in einem Nobelrestaurant geschenkt. Dieser Brauch geht tatsächlich auf eine alte Tradition zurück: Damals beherbergte das Restaurant/Hotel eine Pilgerherberge und die ersten Zehn Pilger, die seinerzeit eintrafen, durften ihre Mahlzeit in den besseren Räumen der Bediensteten einnehmen - also dort wo heute das Hotel ist.

    Die illustre Gesellschaft bestand aus uns, drei Deutschen, einer Amerikanerin, zwei Australierinnen und drei Koreanern. Was anfangs etwas seltsam war, stellte sich als bemerkenswerte und total lustige Gesellschaft heraus und am Ende waren wir alle traurig als das extrem gute Essen dann vorbei war. Besonders 'old Mr. Kwon', 'young Mr. Kwon' und 'Jindo' werde ich lange nicht vergessen.

    Den Rest der zwei Tage verbrachten wir vor allem damit die Bars und Shops der Altstadt abzugrasen, bis es dann wieder auf die Straße gehen sollte. Schließlich wartet das Ende der Welt ja noch auf uns.
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  • Day14

    Die letzte Etappe war noch einmal ein Kraftakt. Gar nicht Mal wegen des stellenweise durchwachsenen Wetters, sondern weil man am Ende einfach nur ankommen wollte. Die Strecke füllte sich zusehends mit 'Pilgern', die man mit Bussen zur jeweiligen Tagesetappe gefahren hatte, Schulklassen und sonstigen Personen, die den Weg nach Santiago eher als rein touristisches Erlebnis wählten.

    Müll am Wegesrand, Klassenfahrt Feeling und Dosenbiermentalität kontrastierten stark zu dem Weg der sonst eher davon geprägt war, etwas über das Land und die Leute zu lernen und den Weg als solchen zu schätzen.

    Leider war der Weg nach Santiago in die Altstadt auch sehr .... städtisch, vorbei an Hauptverkehrsstraßen und verfallenen Gebäuden. Glücklicherweise entschädigt die Altstadt von Santiago, quasi einer Stadt in der Stadt, für alles.

    Aufgrund der Beschwerlichkeit des Weges, entschlossen wir uns allerdings, nur noch den Weg am Kathedralen Vorplatz zu beenden, die Zimmer zu beziehen und Tapas essen zu gehen. Für den Rest würden wir dann am Samstag Zeit haben. Endlich angekommen!
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  • Day13

    A Salceda (ca 280,9km)

    April 12 in Spain

    Santiago de Compostela ist endlich in greifbarer Reichweite und wir machen unseren letzten Zwischenstopp vor dem weltbekannten Wallfahrtsort.

    Ziel unserer Reise war heute der kleine Ort namens A Salceda, in dem es ausser zwei Herbergen und ein paar Bars nicht viel gibt. Ist aber auch nicht schlimm, da die Infrastruktur mittlerweile so gut ist, dass man alle paar Kilometer eine Bar findet und ich somit von meinen Vorräten (aktuell 1 Apfel, 3 Mandarinen und noch 1L Wasser) nichts mehr angerührt habe.

    Morgen erwartet uns eine Strecke zwischen 26 und 30 Kilometern, bis das Ziel des Jakobsweges vorerst erreicht ist. Natürlich nur vorerst, denn nach ein paar Ruhetagen geht es dann weiter nach Finisterre und Muxia, wo man im Mittelalter das westliche Ende der Welt vermutet hat, bevor man von den anderen Kontinenten wusste.

    Santiago, wir kommen!
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  • Day12

    Melide (ca 264,7km)

    April 11 in Spain

    Das Wetter machte uns auf unserem Weg nach Melide erneut einen Strich durch die Rechnung. Während es nicht nur nass und regnerisch war und man somit kaum eine sinnvolle Möglichkeit zur Rast hatte (erste Bar ab Kilometer 15 oder so...), stapften wir tapfer durch den Regen und auch Nebel, der einige schön gespenstische Bilder der kommunalen Friedhöfe und einsamer Bergstrecken erlaubte.

    In Melide angekommen, kamen wir in der öffentlichen Herberge unter, haben einen herrlich leckeren Burger gefüttert und uns noch die Kirche in Melide angesehen (Iglesias del San Pedro). Kaum zu glauben, dass es nur noch zwei, maximal drei Etappen bis nach Santiago sind!Read more

  • Day11

    Schweren Herzens verließen wir Lugo und machten uns auf den Weg nach Ponte Ferreira. Seit Lugo sind auch deutlich mehr Pilger auf der Strecke, was auch daran liegt, dass die letzten 100km mindestens erledigt werden müssen, um eine Credencial, ein Zeugnis über das erfolgreiche Absolvieren des Jakobsweges, erhalten zu können.

    Dadurch, dass wir uns vormittags noch lange in Lugo aufhielten, dauerte die Strecke, obwohl wenig anspruchsvoll, noch recht lange und am Ende merkten wir auch unsere Füsse wieder extrem. Gleichzeitig war das Wetter wieder sehr wechselhaft mit einem leider sehr hohen Anteil an Regen. Am Ende kamen wir in einer schönen Herberge in Ponte Ferreira unter. Am Paeillia Essen beteiligen wir uns dann nicht mehr, da die Füsse etwas Schonung brauchten. Morgen dann glücklicherweise nur 20km nach Melide!Read more

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