Patzula'-Öxlajuj No'j
July 17, 2024 in Guatemala ⋅ ☁️ 25 °C
Wir hatten erst überlegt, die 3 Stunden zu dem Dorf zu laufen, die Managerin des Hotels kannte jemanden, der jemanden kannte, der uns abholen und wieder zurückbringen würde. Also haben wir uns irgendwie überreden lassen das zu tun.
Fast 2 Stunden später war der Typ dann endlich da und hat uns zur Schule gefahren. Er hat ein paar Bemerkungen gemacht, wo ich dachte, dass ist echt nicht cool. Ich wäre lieber gelaufen, als mit dem Typ zu fahren 😅🙈
Dann waren wir an der Schule, der Anfang war etwas unbeholfen. Ich hatte gar keine Ahnung von irgendwas 😂😅 Lucas kannte immerhin die Namen und hatte die Geschichten seiner Eltern. Wir haben Juan kennengelernt, der war damals noch ein Kind, und seine Mutter Encarnacion, sowie seine Schwester, Frau, Sohn und Nichte.
Juan hat uns die Schule gezeigt, seine Familie hat diese vor einigen Jahrzehnten auf ihrem Grundstück gebaut, um den Kindern in der Umgebung den Schulweg von 2 Stunden zu ersparen. Lucas Eltern haben in dieser Schule 8 Monate auf freiwilligen Basis unterrichtet.
Heute ist die Schule für die Verhältnisse groß. Es gibt mehrere Gebäude und einen Sportplatz. Als wir ankamen, haben wir Schüler gesehen, die ohne Aufsichtsperson sauber gemacht haben. Da hat niemand gejammert, bei uns würden die Eltern wahrscheinlich sagen, dass das die Aufgabe der Putzkräfte ist.
Nach der Führung gab es Frühstück mit Hafergetränk. Die waren so unglaublich freundlich und ich hab mich etwas peinlich berührt gefühlt, da sie uns so herzlich willkommen geheißen haben und Rührei mit Bohnen gemacht haben und uns eigentlich gar nicht kennen.
Nach dem Essen ging es eine Runde spazieren, wir haben die Kirche besucht, eine neue wird gerade gebaut, sind zum Fluss gelaufen und dabei hat Juan uns Geschichten von Lucas Eltern erzählt.
Wir wurden zum Abendessen eingeladen und es wurde ein Huhn extra dafür geschlachtet und ausgenommen. Das Waschbecken System war übrigen der Hammer. In der Motte ist ein größeres stecken, in dem immer Wasser ist. Am Rand gibt es kleinere mit einem Abfluss. So kann man das Wasser aus der Mitte nehmen und Sachen in den kleineren spülen.
Gekocht wurde auf einem alten Herd, der mit Feuer geheizt wurde. Und es gab die beste Hühnersuppe! Unglaublich wie lecker die war. Schön mit Kartoffeln, Nudeln, Tomaten und Zwiebeln 🤤
Es ist so unglaublich toll zu sehen, wie herzlich und offen Menschen sein können, die sonst nicht viel haben. Es war eine wunderschöne Erfahrung. Es hat mich ein bisschen an Zypern erinnert. Der festgetretene Erdboden, die Zimmer, die alle draußen sind und die Hühner die überall rumliefen.
Ich glaube, für Lucas war es noch eine andere Erfahrung, an dem Ort zu sein, an dem seine Eltern einige Zeit ihres Lebens verbracht haben, damals noch ohne fließend Wasser oder Strom, und die Geschichten zu hören. Obwohl es solange her ist, haben sie eine prägende Erinnerung hinterlassen, alle Leute im Dorf, die wir getroffen haben, konnten sich noch an die beiden erinnern 🥰
Nach dem Abendessen haben sie uns dann noch zum Hotel gefahren und alle sind mitgekommen.
Zum Glück konnten wir die Hühner, die sie uns mitgeben wollten, dankend ablehnen, Lucas hat erzählt, dass er gerne in Ecuador, wo er bald anfängt Englisch zu unterrichten, Hühner halten möchte 😂🐥
Das war ein unbeschreiblich schöner Tag ❤️Read more




















