• Fröhlicher Friedhof - Stinkendes Wasser

    21 settembre 2023, Romania ⋅ ☀️ 23 °C

    Durch die kurze Nacht, aufgrund der Fliegeralarm-Sirenen in der Ukraine, nehmen wir uns für heute nicht so viel vor.

    Zuerst starten wir mit der Besichtigung des Klosters Peri Sapanta. Der Priester hat um 08:00 Uhr das Tor zum Klostergelände geöffnet. Pepe bleibt im Bimobil 😉. Da war doch was 🙈.

    Es ist schon beeindruckend, wie aufwändig die Klöster hergerichtet werden. Ein riesiges Grundstück, sehr viele Pflanzen und Blumen. Die Gebäude alle in einem sehr guten Zustand. Nur schade, dass wir das weltweit höchste Eichenholzbauwerk nicht von innen betrachten können. Bislang waren die Klöster und Kirchen i.d.R. immer geöffnet.

    Wenige Kilometer von Kloster Peri befindet sich der fröhliche Friedhof von Sapanta. Diesen wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Friedhof ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. GEO-TV hat exklusiv in einer 360°-Reportage darüber berichtet. 

    Dass der Friedhof eine hohe touristische Anziehungskraft besitzt, erkennt man, je näher man dem Friedhof kommt. 

    Zunächst fällt von weitem die bunte Kirchturmspitze auf. Dann sieht man die ersten Verkaufsstellen. Einheimische bieten traditionelle Mode und rumänische Leckereien an. 

    Wir stellen unser Bimobil auf dem Parkplatz, direkt neben der griechisch-katholischen Holzkirche ab. Der kurze Abstecher in die Kirche lässt die Handschrift der katholischen Kirche deutlich erkennen.  

    Wir gehen weiter und konzentrieren uns auf den fröhlichen Friedhof. Auf dem Weg dorthin sehen wir uns die Angebote der einheimischen Verkäufer aus nächster Nähe an. 

    Nein, wir kaufen nichts 😁

    Am Friedhof angekommen haben wir Glück. Heute ist kein Massenandrang. Es geht relativ gesittet zu. Kein dichtes Gedränge. Die Menschen sind gelassen und nehmen gegenseitig Rücksicht. 

    Den fröhlichen Friedhof zeichnen die bunten "Grabsteine" aus, die keine sind. Da Holz als  Material zum Einsatz kommt. Auf den ca. 800 Holzkreuzen sind teils Fotos und Bilder und aufwendige als auch farbenfrohe Schnitzereien der Verstorbenen auf der Vorder- und Rückseite angebracht, welche über das Leben der Verstorbenen berichten. Verse auf den Holzstelen erzählen positives ebenso wie negatives über die Person. Diese individuellen Holzkreuze sind in der Tat etwas besonderes und sehenswert. 

    Das die Kirche aufgrund von Malerarbeiten nicht besichtigt werden konnte, war nicht weiter tragisch.

    Nachmittags fahren wir auf einen der beiden Camperstellplätze in Sapanta.
    Unsere Vorfreude auf das Duschen wird leider getrübt. Zunächst muss ich feststellen, dass das Duschwasser sehr unangenehm stinkt. Anschließend bestätigt Manuela den Gestank.
    Als Konsequenz daraus beschließen wir vom Betreiber, das Geld zurückzuverlangen und den Campingplatz sofort zu verlassen. Das Gespräch mit dem Betreiber verläuft unkompliziert. Er kann den Geruch nachempfinden und entschuldigt sich für die Umstände. Eine Erklärung dafür hat er nicht. Insbesondere, da der Campingplatz erst kürzlich eröffnet wurde.

    Wie dem auch sei, gut dass es noch einen weiteren Campingplatz ganz in der Nähe gibt.

    Dort angekommen, lassen wir uns von einem bekannten Pärchen aus den Niederlanden ( die beiden hatten wir zuvor auf einem Campingplatz kennengelernt und uns sehr gut verstanden ) bestätigen, dass die sanitären Einrichtungen dort in Ordnung sind und wir mit ruhigem Gewissens bleiben können.

    Ende gut, alles gut 👍
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