• Kap Kolka

    May 25–26 in Latvia ⋅ 🌬 12 °C

    Schließlich sind wir am Kap Kolka angekommen. Im Kreisverkehr links abbiegen, dann erreicht man einen Schotterparkplatz. Hier kann man kostenlos stehen. Fährt man dagegen geradeaus, erreicht man den asphaltierten Parkplatz, der gebührenpflichtig sein soll.
    Wir haben zunächst an den Strand geschaut. Dort haben wir den alten Leuchtturm Kap Kolka entdeckt, der draußen auf einer künstlichen Insel vor Untiefen gewarnt hat. Heute ist er ein technisches Kulturdenkmal.
    Anschließend sind wir auf den Aussichtsturm hochgekraxelt. Aus Holz errichtet dürfen maximal 15 Leute da hoch und ab 6 m/s Wind (ca. 12 Knoten) darf er nicht mehr betreten werden. Auf jeden Fall hat es da oben ganz ordentlich geschwankt. Wir hatten 16 Knoten Grundwind…
    Der Aufstieg lohnt nicht unbedingt, außer jede Menge Kiefernwipfel gab es nix zu sehen. Man hätte wohl verschiedene Raub- und Wasservögel sehen können, aber wir haben sie nicht entdeckt.
    Nach einer kurzen Kaffeepause sind wir dann am Strand zum Kap gelaufen. Auf dem Weg dorthin tauchten plötzlich kleine Fasshäuschen auf. Die kann man mieten und werden vom Campingplatz bei Kolka betrieben. Toller Blick auf die Ostsee!
    Das wirkt schon sehr urig mit den alten toten Bäumen am Strand. Am Kap selbst kommen unspektakulär die Ostsee und die Rigaer Bucht zusammen. Allerdings herrscht dort wohl starke Strömung, weshalb das Baden verboten ist.
    Zu sehen sind auch zwei Installationen: Ein hängender Stein in einem Stamm und eine Art Torbogen aus drei großen Steinen sind ein Monument für die auf See gebliebenen Seeleute, Fischer und Reisenden. Das Monument wurde vom lettischen Bildhauer Grits Burvis geschaffen und 2002 eingeweiht.
    Wir werden heute auf dem Schotterplatz übernachten und sind hier nicht allein. Morgen geht es dann weiter nach Riga.
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