Palūšė
Jun 13–15 in Lithuania ⋅ 🌧 13 °C
Heute Nacht nur Dauerregen! Die Wiese auf dem Campingplatz war ziemlich nass und Herbert hatte Angst, dass wir nicht vom Platz kommen. Aber es ging dann doch einfacher als gedacht. Dafür war die 2,5 km lange Schotterstraße so weich wie Schmierseife und am Straßenrand tiefe Pfützen. Aber wir haben es geschafft! Die Wolken hingen so tief, dass sie sich in den Bäumen links und rechts der Straße verfangen haben. Hinter Kraslava hörte der Dauerregen dann auf.
Wir haben dann bei trübem Nieselwetter eine Stadtrundfahrt durch Daugavpils gemacht, weil das für unser Navi die kürzeste Strecke war. Die russische Prägung und der sozialistische Einfluss ist in dieser zweitgrößten Stadt Lettlands überall zu spüren. Einige alte Gebäude aus der Zarenzeit sind renoviert, aber insgesamt macht Daugavpils einen heruntergekommenen Eindruck. Mich hätte die Zarenfestung gereizt, aber wir sind weitergefahren.
Kurz vor Zarasai haben wir die Grenze nach Litauen erreicht. Zarasai scheint touristisch recht attraktiv zu sein, jedenfalls liefen einige offensichtliche Touris dort herum. Auf dem See gibt es eine riesige Wasserfontäne, außerdem hat der Ort eine schöne Kirche und das Gebäude mit Bibliothek und Museum kann sich auch sehen lassen.
Unser Ziel ist der Campingplatz in Paluše im Nationalpark Aukštaitija. Der Nationalpark gilt als der schönste in Litauen. Wir mieten uns hier für zwei Nächte ein und hoffen, dass wir morgen bei einigermaßen trockenem Wetter eine Radtour machen können.
Nachdem wir den Platz bezogen hatten, sind wir in das kleine Dorf hinuntergegangen. Hier gibt es eine Holzkirche, die in Litauen einzigartig ist. Die St. Joseph Kirche wurde um 1750 aus Kiefernholz und nur mit der Axt ohne einen einzigen Nagel errichtet. Der achteckige Glockenturm steht separat und erinnert an die Wehrtürme alter litauischer Schlösser. Das ganze Ensemble ist einzigartig und als Architekturdenkmal geschützt. Auch von innen ist sie beeindruckend mit ihren drei Rokoko-Altären. Bei Renovierungsarbeiten hat man 2022 historische Malereien entdeckt und in Teilen freigelegt.
Anschließend haben wir bei Sonnenschein den Lušiai See erkundet. Das Wetter hat sich tatsächlich gebessert, zumindest so lange, bis der nächste Schauer kommt.
Der Nationalpark wird auch als das Land der Berge, Seen und Wälder bezeichnet. Das werden wir morgen mit dem Rad bei einer Tour um den See austesten.Read more



























Ihr macht eine echt tolle Tour und das wohl ohne Zeitdruck, nur so bekommt man was mit und ist kein echter Touri. Sehr gut 👍👍👍 [Andreas]
Traveler❤️