• Wanderung zum & im Gorropu Canyon

    March 19 in Italy ⋅ 🌙 7 °C

    Für heute haben wir die Wanderung zum und in den Gorropu Canyon geplant, aber als wir wach werden ist der Himmel total bedeckt. Aber gegen 9 Uhr sehen wir am Ende des Tals die ersten blauen Lücken zwischen den Wolken und so beschließen wir schon mal zum Parkplatz für den Start der Wanderung zu fahren. Gegen 10 Uhr kommen wir dort an und unterwegs haben wir schon gesehen, dass die Wolken immer weiter abziehen. Also packen wir alles zusammen und gegen 10:30 Uhr wandern wir los Richtung Schlucht. Der Weg geht immer wieder bergauf und bergab und bietet tolle Ausblicke auf die riesigen Wände aus Karstgestein, die immer näher kommen. Größtenteils laufen wir durch den Wald der deutliche Anzeichen der hiesigen Wildschweine zeigt, aber zu sehen bekommen wir (zum Glück 🤔) keine.
    An der Schlucht angekommen machen wir erstmal eine kurze Mittagspause in der Sonne und genießen bereits die sich hier zeigende Faszination des Canyons.
    Weiter geht es dann in die Schlucht, nicht ohne das wir beim „Guard“ unseren Eintrittspreis zu entrichten. Wir sind erstaunt dass wirklich jemand zu dieser Jahreszeit am Eingang zum Canyon, an einem Campingtisch, sitzt und die 6 € pP Eintrittsgebühr kassiert. Er erklärt uns noch dass der grün markierte Weg der einfachste ist, der gelbe dann etwas anspruchsvoller und der rote dann zur Alpin/Kletterroute wird. Frohgemuts machen wir uns auf den Weg und die Kletterei fängt auch sogleich an.
    Die ersten Meter geht’s noch recht einfach über Schotter und etwas größere Steine, aber je tiefer wir in den Canyon vordringen, desto größer werden die Brocken und ab & an ist beim Überwinden der steinernen Barrieren Hilfestellung angesagt. Aber mit vereinten Kräften schaffen wir es bis zum ersten roten Marker 💪 - hier ist dann aber auch Schluss mit lustig. Hier am Ende des „gelben“ Streckenabschnitts stehen wir unterhalb einer 500 m hohen Wand und die Breite des Canyons ist hier an der schmalsten Stelle nur 4 m breit…. Italiens tiefster Canyon lässt uns ehrfürchtig in die Höhe und auf die gewaltige Pracht der aufragenden Wände schauen…. Wahrlich ein grandioser Ort!!
    Der Rückweg geht, wie meist, schneller voran. Wahrscheinlich sind auch einige Steine nicht nur vom Wasser so glatt gewaschen… rutschende Wandererhintern waren hier bestimmt auch nicht ganz unbeteiligt 😉🤣.
    Unbeschadet erreichen wir wieder den Eingang der Schlucht und zurück geht’s zu unseren Campern… die 2 Std. ziehen sich und je näher wir dem Parkplatz kommen, desto müder fühlen wir uns…!
    Laut Handgelenks-Tracker sind wir heute 17 km gelaufen, waren 7 Std. unterwegs und haben 710 Hm überwunden - nicht so schlecht.
    Jedenfalls fühlt es sich gut an auf der Trittstufe zu sitzen und die Wanderschuhe auszuziehen. Zur Übernachtung sind wir wieder auf den gleichen Platz gefahren wie gestern und haben das Glück, die Sonne gerade noch hinter den Gipfeln der Supramonte untergehen zu sehen - was für ein gelungener Abschluss eines perfekten Tages.
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