• "Eigentlicher" Ruhetag

    June 25 in Switzerland ⋅ ⛅ 29 °C

    Für heute steht nochmal ein Platzwechsel an, nachdem es uns vor 2 Jahren in Grindelwald so gut gefallen hat. Und nachdem es gestern bei der Hitze und Sonne doch wieder recht anstrengend war, woll(t)en wir den Tag ruhig angehen lassen.
    Wir frühstücken noch schön gemütlich in Wilderswil bevor wir Dusty nochmal Ver- und Entsorgen und fahren dann die paar km weiter nach Grindelwald. Der Campingplatz gefällt uns immer noch sehr gut. Es ist eher eine große Wiese ohne Parzellen und der Betreiber ist sehr nett und hat uns oder Dusty 🤔 sogar wieder erkannt.
    Wir finden ein schönes Plätzchen, bringen direkt das Tarp an und hatten eigentlich vor eine gemütliche Wanderung bzw. Spaziergang zu einem Wasserfall in Lauterbrunnen zu machen. Nachdem es aber dann doch schon fast Mittag ist, entscheiden wir uns um und fahren stattdessen mit dem Bus in Grindelwald zur Pfingstegg und wollen gemütlich die 1,5 Std runter zum Hotel Wetterhorn laufen.
    Naja, das war der Plan, aber als wir sehen, dass man in die andere Richtung evt. einen Blick auf den Schreckhorngletscher werfen kann, ist der Plan schnell über den Haufen geschmissen und wir gehen natürlich erstmal in entgegengesetzte Richtung 😉. Nach gut einer dreiviertel Stunde bergan werden wir auch mit einem tollen Ausblick belohnt - von einer Kehre aus haben wir einen super Ausblick auf den oberen Teil der Schlucht und die Reste des Gletschers im Hintergrund. Leider ist es aufgrund der Hitze (wahrscheinlich wieder >30°C) etwas diesig, aber das Bild das sich einen hier bietet ist schon Klasse. Idealerweise gibt es auch noch eine kleine Bank im Schatten eines Überhangs die besser für unsere Mittagspause nicht stehen könnte. Nachdem der Proviant verputzt und Alles wieder verstaut ist, geht‘s erstmal wieder zurück zum Ausgangspunkt und zum eigentlichen Startpunkt unserer Tour die wir eigentlich machen wollten 😉.
    Der Weg runter zum Hotel Wetterhorn ist bei weitem nicht so spektakulär, aber dafür verläuft ein Teil im Wald und den dortigen Schatten nehmen wir gerne in Kauf. Unterwegs geht‘s auch noch durch einen kurzen Stollen…. mit einem willkommenen Temperatursturz von mindestens 20°C… was für eine Wohltat 👍.
    Die restliche Strecke ist leicht zu gehen, aber als wir beim Hotel ankommen brauchen wir erst einmal Flüssigkeit und was passt besser dazu als ein Stück Rharbarber- & Kirschkuchen mit Rahm 😋.
    Gerade noch rechtzeitig bevor der Regen anfängt, mittlerweile hat sich vor & über dem Eiger eine ganz schön große, dunkle Gewitter-Wolke aufgetürmt, sitzen wir im Bus 'gen Grindelwald.
    Noch denken wir uns nichts Böses…. aber spätestens als wir bei Dusty ankommen registrieren wird das es hier wohl etwas stärker geregnet haben musste… jedenfalls hängt das Tarp schlaff herunter, Stühle liegen auf dem Boden, die Stangen des Tarps unterm Auto. Wie sich herausstellt hat unser Nachbar reagiert und die Stühle und Stangen, als es so gestürmt hat, gesichert.
    Er meinte das es ganz plötzlich dunkel wurde und zu regnen und zu stürmen anfing.
    Und da das Tarp wohl hin&her flatterte, hat er kurzerhand gesichert was zu sichern ging - geht doch nichts über mitdenkende Camping Nachbarn - in diesem Falle: Thank you Mate, that‘s highly appreciated.
    Aber das Gewitter hatte sein Pulver bzw. seine Energie noch nicht ganz verschossen…
    wir hatten es uns gerade gemütlich gemacht, als es wieder dunkler wurde und leicht zu Donnern anfing…. Wer schon mal ein Gewitter in den Bergen mitgemacht hat weiß: da braut sich was zusammen und so war es auch! Kurze Zeit später fing es an zu regnen das man die Hand nicht mehr vor Augen sah! Nicht weiter dramatisch und für uns aus dem trockenen Wagen heraus gut zu beobachten…. für den Mietcamper neben uns sah das schon ganz anders aus. Bei dem standen alle 4 Dachfenster komplett offen und von den Mietern tauchte vorerst keiner auf… erst als der Regen längst abgezogen war, trudelten Vater & Söhne auf - nahmen das Desaster in Augenschein und mit einem „Seems it’s not too bad”, packten sie das Stromkabel ein und fuhren davon - wohin auch immer, jedenfalls immer noch mit offenen Dachluken 😳. Dafür haben wir nun nur noch 20 Grad und werden heute Nacht sicherlich mal wieder gut schlafen 😴
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