Michael Grimm

Joined April 2018Living in: Remda-Teichel, Deutschland
  • Day48

    St. John's

    May 22, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 5 °C

    Als ich ankam, nutze ich gleich mal wieder die Gelegenheit, mich sportlich zu betätigen und suchte eine der lediglich 3 CrossFit Boxen auf Neufundland auf.
    Im Anschluss fuhr ich zu Jordan, einem ehemaligen Arbeitskollegen aus Tofino, dem Anfang meiner Reise im letzten Sommer.
    Er bot mir ein Schlafplatz an, für die Zeit die ich hier in der Stadt bin. Er hatte damals schon gesagt, ich solle doch nach Neufundland kommen, da es einmalig auf dieser Insel sei. Er hatte Recht. Es gefällt mir hier sehr gut und St. John's ist keine der typischen hässlichen Großstädte. Es gibt keine Wolkenkratzer, keine Straßenbahn oder sonst irgendein nerviges Zeug, was mich so an Großstädten stört.
    Naja mit gerade mal etwas über 100000 Einwohnern ist sie ja auch nicht so riesig, aber es reicht um die Hauptstadt der Insel zu sein. Und es leben hier ein fünftel der gesamten Bevölkerung Neufundland & Labradors zusammen.

    Die Stadt wurde auf einem Hügel erbaut und hat deshalb, ähnlich wie San Francisco in den USA, immer wieder steile Passagen, die es zu erklimmen gilt.
    Weiterhin besitzt sie einen Naturhafen, früher war dies der bedeutendste Hafen in ganz Nordamerika und der größte Umschlagplatz für Kabeljau auf der ganzen Welt. Dann gibt es noch die typischen bunten Häuser und das kleine Dorf Quidi Vidi, was zur Stadt gehört.
    Hier wird Neufundlands bestes Bier gebraut aus Wasser von Eisbergen, die hier im Sommer zahlreich an der Küste vorbei ziehen. Es soll hier sogar schon mal ein Eisbär auf einem Eisberg mit angekommen sein. Der arme Teufel wurde dann von Tierschützern beteubt und wieder in den hohen Norden Labradors geflogen.
    Ja am ersten Abend besuchte ich natürlich ein Irisches Pub, welche es hier sehr viele gibt, da St. John's als Hochburg von irischen Einwanderern gilt.
    Am Ende des Abend wurde ich dann auch noch gescreecht. Das Screeching ist eine lustige Tradition hier in der Stadt. Fremde Menschen werden gefragt ob sie von hier sind und ob sie eine der vielen Dialekte, die es auf der Insel gibt sprechen. Naja und wenn nicht wird man geprüft, indem man verschiedene Redewendungen nachsprechen und am Ende noch einen Kabeljau küssen muss. Man bekommt eine Urkunde und kann sich dann als Neufundländer fühlen.
    Am zweiten Tag war ich dann in Quidi Vidi und besuchte Mallard Cottage, was das älteste Haus Nordamerikas ist. Es wurde im frühen 19. Jahrhundert von einer französischen Auswanderer Familie, den Mallards erbaut und bis heute erhalten. Jedoch dient es heute als Restaurant, welches sehr gute Speißen anbietet.
    Bevor ich dann wieder den Weg Richtung Westen zur Fähre angetreten hatte, bin ich noch schnell am Cape Spear gewesen. Das ist der östlichste Punkt auf Nordamerikanischen Boden und somit auch das symbolische Ende meiner Reise von der Westküste quer durch das zweitgrößte Land der Erde, an dessen Ostküste. Angefangen habe ich vor rund 11 Monaten in Tofino, am fast westlichsten Punkt und kann es gar nicht richtig glauben, dass ich tatsächlich dieses riesige Land durchquert habe. Hinter mir liegen an die 12500km, 9 von 13 Provinzen habe ich gesehen, wobei ich in den nächsten zwei Wochen noch nach Prince Edward Island fahren werde. Dann habe ich 10 Provinzen gesehen. Die anderen 3, welche im Norden liegen hebe ich mir für andere Urlaube auf, denn schließlich will ich eines Tages noch den Yukon River mit dem Kanu befahren.
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  • Day47

    Bonavista Peninsula

    May 21, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 6 °C

    Die Bonavista Halbinsel ist dafür bekannt, weil hier der berühmte italienische Seefahrer Giovanni Caboto alias John Cabot, 1497 zum ersten mal Nordamerikanischen Boden betrat.
    Die Halbinsel, sowie die gleichnamige Stadt trägt ihren Namen deshalb weil Cabot, Oh buona vista (oh schöne Aussicht) gerufen haben soll.

    Ich verließ den Transcanada, um mal wieder eine sehr schlechte Nebenstraße fahren zu müssen um den Ort Bonavista zu sehen. Am Ende habe ich in Elliston wenigstens ein Wahrzeichen Neufundlands zu Gesicht bekommen, den Papageientaucher. In Elliston gibt es einen Aussichtspunkt wo man diese lustigen Gesellen, eine Mischung aus Pinguin und Papagei, zu sehen bekommt. Die Klippen in diesem Gebiet sind einfach atemberaubend.
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  • Day45

    Terra Nova Nationalpark

    May 19, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 12 °C

    Dieser Nationalpark ist viel kleiner als sein berühmter Bruder Gros Morne, aber nicht minder schöner.
    Da an diesem Wochenende langes Feiertagswochenende war und die Kanadier den Victoria Day feiern waren sichtlich mehr Menschen auf den Straßen und auch im Nationalpark unterwegs.
    Ich verbrachte hier zwei Tage auf dem größeren von zwei Campgrounds. Aber auch nur weil der kleinere und schönere erst im Juni aufmacht.
    Ich bin aber trotzdem mal dahin gefahren, weil im Campground nämlich einer der besten Wanderwege im Park startet. Der Malady Head Trail führt über 2,5 km teil sehr steiniges und wurzliges Terain zu einem der schönsten Aussichtspunkte im Park.
    Ich hatte Glück mit dem Wetter, denn am Nachmittag begann es dann zu regnen.
    Es gibt im Park auch die Möglichkeit ein Kajak auszuleihen und entweder in den beiden Meerengen, oder den beiden großen Teichen zu paddeln.

    Am Montag machte ich mich dann auf zur Bonavista Halbinsel.
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  • Day44

    Gander

    May 18, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 4 °C

    Mein nächster Zwischenstopp vor dem nächsten Nationalpark war Gander.
    Gander ist die drittgrößte Stadt auf Neufundland und für Freunde der Luftfahrt besonders interessant.
    Es gibt hier das Nordatlantische Luftfahrtmuseum und eine Luftfahrschule, wo man den Flugschein erwerben kann.
    Ich hab die Möglichkeit genutzt, um mich mit ein paar Lebensmitteln für die nächsten Tage im Nationalpark einzudecken.
    Auf dem Weg zum Terra Nova habe ich mich dann am nächsten morgen gemacht.
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  • Day43

    Twillingate

    May 17, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 6 °C

    Mein Weg Richtung Osten führte mich als nächstes in die kleine Ortschaft Twillingate.
    Twillingate liegt direkt am Meer im Norden Neufundlands und ist von vielen kleinen Inseln umgeben. Des weiteren ist der Ort für Eisberge bekannt. Diese kommen jedes Jahr im Sommer von der Arktis und Grönland hier her angespült und sind zum Teil an die 10000 Jahre alt.
    Die Küstenstraße wird auch Iceberg Alley genannt.
    Wale sind hier von Mai bis Oktober auch zu beobachten.
    Ich habe einen kleinen Spaziergang an dem Kliff am Ende der Halbinsel gemacht, aber leider keine Wale gesehen.
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  • Day42

    Deer Lake

    May 16, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 1 °C

    Heute war nicht viel passiert. Ich bin den ganzen Weg der Northern Peninsula wieder hinunter bis nach Deer Lake gefahren.
    Unterwegs habe ich noch zahlreiche dieser Karibus gesehen. Ich war jedoch sehr froh keine nähere Bekanntschaft mit ihnen oder Elchen gemacht zu haben. Denn beide Tiere standen schon mal sehr nah am Straßenrand, deshalb ich sehr vorsichtig gefahren bin. Das Fahren in der Nacht habe ich auch vermieden.

    In Deer Lake hat man die Möglichkeit weiter nach Osten, Richtung St. John's zu fahren.
    Diesen Weg fuhr ich dann auch weiter. Es gibt nämlich noch eine Menge zu entdecken auf dieser schönen Insel.
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  • Day41

    L' Anse aux Meadows

    May 15, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 6 °C

    Nach dem Frühstück ging es gerade aus weiter Richtung Norden. Der Gros Morne hat zwar noch viel mehr zu bieten, als dass man nur einen Tag dort verbringt, aber ich wollte erstmal an den nördlichsten Punkt von Neufundland. Der Weg nach Süden und Osten der Insel würde mich eh wieder auf der gleichen Straße durch den Gros Morne bringen. Da im Park mal wieder noch nicht alle Einrichtungen auf haben, würde ich so ein wenig Zeit ins Land gehen lassen.
    Ich könnte ja zu einem späteren Zeitpunkt nochmal dorthin zurückkehren.
    Nach ungefähr 4h Fahrt habe ich dann auch endlich den Punkt erreicht, an dem Leif Eriksson mit seinen Männern aus Skandinavien über Grönland den neuen Kontinent entdeckt haben.
    Die Wikinger waren nämlich ca. 500 Jahre vor Christoph Kolumbus die ersten Europäer die den neuen Kontinent betraten.
    In L' Anse aux Meadows fanden 1968 Archäologen Hinweise auf eine Wikingersiedlung welche dann von Parks Kanada rekonstruiert wurde und nun eine National Historic Site darstellt.
    Die Gegend da oben ist sehr karg und der Boreale Nadelwald, den es auf ganz Neufundland gibt, geht über zu Tundra.
    Tundra gibt es dann in ganz Labrador, wo ich auch noch mit der Fähre hinfahren könnte, aber die Temperaturen waren mir hier oben für mitte Mai schon unangenehm genug.
    Außerdem gibt es in Labrador nur eine Handvoll Straßen und die sind bestimmt in keinem besonders gutem Zustand.
    Obwohl die Aussicht Eisbären zu begegnen mich schon interessiert hätte.
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  • Day40

    Gros Morne Nationalpark

    May 14, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 14 °C

    Ich setzte meinem Weg weiter nach Norden fort, denn mein Ziel war auf der Northern Peninsula der Ort an dem vor über 1000 Jahren die Wikinger zum ersten mal nordamerikanischen Boden betraten, L' Anse aux Meadows.
    Doch davor lagen noch über 400km Straße, größtenteils direkt entlang der Küste.
    Und es kam natürlich einer der schönsten Nationalparks Kanadas, der Gros Morne.
    Auf Höhe der Ortschaft Deer Lake beginnt die Straße Richtung Norden, welche wie sollte es auch anders sein, den Namen Viking Trail trägt.
    Der Abschnitt durch den Gros Morne ist besonders gefährlich, da dies der Lebensraum von Elchen (Moose) ist. Es kommt jedes Jahr zu Unfällen mit diesen majestätischen Tieren. Wenn solch ein Koloss vor einem auftaucht sollte man lieber in den Graben fahren, wurde mir von einem Einheimischen gesagt.
    Da seien die Überlebenschancen höher.
    Zum Abendessen gab es frisch gefangene Krabbe, welche ich mir noch schnell in Corner Brook geholt habe.
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  • Day39

    Corner Brook

    May 13, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 3 °C

    Na einer sehr ungemütlichen Nacht auf der Fähre, schlafen im Sitzen fetzt nunmal nicht, fuhr ich nach dem Muttertagsanruf gleich weiter Richtung Norden nach Corner Brook, Neufundland.
    Diese kleine Stadt, an einem Dreieck, nach Norden, Westen und Süden gelegen, ist die zweitwichtigste Stadt auf Neufundland.
    Obwohl nur knapp 20000 Einwohner hält die Papierfabrik hier einen hohen Stellenwert für die gesamte Provinz.
    Neufundland hat nach Nova Scotia auf einmal wieder Berge und Seen en masse.
    Es ist das Land der Engländer und Iren, welche hier hauptsächlich übersiedelten.
    Im Osten in dem Gebiet der Hauptstadt, St. John's sollen um die 60 verschiedene Dialekte existieren.
    Da bin ich ja mal gespannt wie weit ich mit meinem Englisch kommen werde.
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  • Day38

    North Sydney

    May 12, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 7 °C

    Am nächsten Morgen hab ich mit Thomas dem Brennermeister noch einen Kaffee getrunken und bin dann weiter Richtung Osten gefahren.
    Mein Weg führte mich nach Cape Breton wo der Fähre nach Neufundland abfährt.
    Die Fähre fährt zweimal am Tag, einmal um die Mittagszeit und einmal 23.45Uhr.
    Ich entschied mich in der Nacht überzusetzen, da ich nicht vorher nochmal irgendwo schlafen müsste und ich dann den ganzen nächsten Tag hatte, um mich erstmal zurecht zu finden.
    Die Überfahrt dauert ungefähr 7 Stunden.
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