• Michael Grimm
  • Michael Grimm

From West to East

Während meines Work & Travel Jahres in Kanada werde ich das Land von der Westküste bis zur Ostküste durchqueren. Read more
  • Trip start
    April 5, 2018
  • Kelowna

    April 8, 2018 in Canada ⋅ ☁️ 10 °C

    Kurz nachdem ich Williams Lake verließ sah ich noch Nachwirkungen der verheerenden Waldbrände vom letzten Sommer. Mein Weg führte mich über den Gold Rush Trail durch die verschiedenen Mile Houses, welche allesamt Ortschaften waren, wo man denken konnte, dort wäre immer noch das 19. Jahrhundert präsent. Schließlich durchquerte ich das Gold Country und dann bat mir ein alter Freund aus Kelowna an, bei ihm zu übernachten, sodass ich den ganzen Weg bis dahin abgerissen habe. So da bin ich nun wieder im Okanagan Valley.Read more

  • Nelson

    April 10, 2018 in Canada ⋅ 🌧 6 °C

    Nachdem mir mein alter fellow Arthur die Gelegenheit gegeben hat, zwei Nächte bei ihm zu bleiben und ich mein Bike abgeholt hab, ging es dann heute weiter nach Nelson. Diese beschauliche Kleinstadt in den Westkootenays hatte ich bereits letztes Jahr besucht und mich sofort in den Flair verliebt.Read more

  • Fernie

    April 11, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 5 °C

    Mein Weg führte mich dann heute morgen weiter erstmal Richtung Süden über Creston, knapp an der Grenze zur USA, bis es dann wieder nach oben in das Nordöstlich gelegene Fernie ging. Dieser Ort bildet die östliche Grenze des Kootenay Gebirges.Read more

  • Swift Current

    April 12, 2018 in Canada ⋅ ☁️ -1 °C

    Nach einer Nacht auf dem doch etwas überteuerten Campground in Fernie, setze ich meinen Weg Richtung Alberta weiter fort. Zuvor musste ich allerdings der hiesigen CrossFit Box einen Besuch abstatten.
    Nach der Sporteinheit und ein paar Lebensmittel Einkäufen, ging es dann über den Crowsnest Pass und den Crowsnest Highway nach Alberta, dem Wild Rose Country. Ich fuhr solange auf diesem Highway bis er in Medicine Hat zum Highway 1, dem Trans Canada Highway wurde. Erst wollte ich an dem Tag eigentlich nur bis dahin fahren, aber die Gas City, wie sie von den Einheimischen genannt wird, war so unansehnlich, dass ich mich entschied noch rund 200km weiter nach Swift Current, was bereits in der nächsten Provinz, Saskatchewan liegt, zu fahren. Ich habe also an einem Tag Alberta von West nach Ost, durchquert.
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  • Regina

    April 13, 2018 in Canada ⋅ ☁️ -3 °C

    Heute ging es, nachdem ich auf einen Campground übernachtet habe, welcher noch zu hatte und es über die Nacht Eisregen gab, weiter auf dem Highway 1. Ich wusste diesmal von vornherein, dass ich lediglich bis in das ca. 200km entfernte Regina, welches zugleich die Hauptstadt von Saskatchewan ist, wollte.
    Auf meinem letzten Road Trip im Oktober war ich hier schon einmal und daher wusste ich auch welchen Campground ich ansteuern musste. Unterwegs machte ich in Moose Jaw halt. In dieser Kleinstadt soll damals der berüchtigte Al Capone Alkoholschmuggel betrieben haben. Es gibt auch ein Museum, was Führungen unter der Stadt anbietet.
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  • Brandon

    April 14, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 0 °C

    Nachdem ich heute morgen nochmal eine CrossFit Einheit bei CrossFit Regina eingelegt habe, ging es dann auch weiter Richtung Winnipeg. Am morgen war es so windig, dass sich die -2°C mindestens wie -10°C angefühlt haben. Wegen der Kälte konnte ich auch nur bis 05:30Uhr schlafen. Wind ist nicht selten in den Prärie Provinzen, Alberta, Saskatchewan und Manitoba. Im Norden der 3 Provinzen kann es im Winter mit windshield, wie es die Einheimischen nennen, auch schon mal bis -60°C werden.
    Wie auch immer, der Wind bereitete mir etwas Sorgen, da ich Angst hatte, dass meine Dachkonstruktion dem selbigem nicht gewachsen sein könnte und mein Bike mitten auf Kanadas größtem Highway sprichwörtlich, die Flatter macht.
    Aber schlussendlich war alles gut gegangen und ich bin gut in Brandon, Manitoba angekommen.
    Im übrigen habe ich wieder eine Zeitzone durchfahren. Der Zeitunterschied nach Hause beträgt jetzt nur noch 7 Stunden.
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  • Winnipeg alias Winterpeg

    April 15, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 3 °C

    Nach einer sehr ungemütlichen Nacht auf dem Campground in Brandon, bin ich erstmal zu A&W gefahren um Wi-Fi zu haben. Ich hab dann spontan nach einem Airbnb geschaut und auch gleich ein passendes gefunden. Die Abwicklung klappte hervorragend und dann machte ich mich auch schon auf den Weg nach Winnipeg. Nach knapp 2h kam ich bei meinen Gastgebern an und diese begrüßten mich auch recht freundlich. Ich entschied mich dafür, 2 Nächte zu bleiben, um ein wenig von der Stadt sehen zu können. Den ersten Abend verbrachte ich mal wieder damit, eine Brauerei zu besichtigen und dabei das Spiel des einheimischen Eishockey Teams, der Jets zu verfolgen. Am nächsten Tag besuchte ich dann das Einkaufsviertel The Forks und den Zoo im Assiniboine Park, eines der Wahrzeichen der Stadt.Read more

  • Gimli & Hecla Island

    April 17, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 5 °C

    Heute hieß es für mich den Spuren der Wikinger zu folgen. Nördlich von Winnipeg gelegen, am gleichnamigen Lake und dessen Südwestseite nämlich, gibt es ein Gebiet was sich New Iceland nennt. Im Jahre 1875 ereignete sich auf Island einer der schlimmsten Vulkanausbüche, ihrer Geschichte und so zog es tausende Isländer gen Westen, wo sie schließlich in Kanada landeten. Über die Hudson Bay gelangten sie nach Manitoba und siedelten sich am Südwestufer des Lake Winnipeg an.
    Gimli ist eine nette Kleinstadt wo in einem kleinen Museum und mit einer Wikingerstatue dem Ereignissen von damals gedacht wird. Ich bin dem Highway 8 weiter gefahren bis zum Hecla Provincial Park. Überall an der Straße kann man Schilder mit isländischen Familiennamen lesen. Der komplette See, welcher zu den 10 größten Seen der Erde gehört ( Länge=436km, Wasseroberfläche=24000 Quadratkilometer), friert im Winter zu!
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  • Kenora

    April 18, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 8 °C

    Die Nacht verbrachte ich direkt am See auf einen gemütlichen Picknick Platz und konnte einen wunderschönen Sonnenaufgang genießen. Danach machte ich mich wieder auf den Rückweg nach Winnipeg, um wieder auf den Trans Canada Highway zu gelangen, welcher mich schließlich in die nächste Provinz, Ontario führen sollte. In knapp 2 Wochen habe ich es gerade mal in die Mitte dieses rießiegen Landes geschafft. Natürlich würde es ohne Zwischenstopps nicht solange dauern, aber ich bin ja nicht in Eile. Kurz vor der Grenze von Manitoba und Ontario war es sehr interessant zu sehen, wie sich die Prärie doch langsam in Wälder, Felsen und Seen verwandelt hat. Dieses Land ist so abwechslungsreich, wenn man es nicht selbst erlebt hat, kann man das gar nicht glauben.Read more

  • Thunder Bay

    April 19, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 13 °C

    Der Morgen begann mal wieder ungemütlich kalt im Auto auf einer “Raststätte“ im Nirgendwo zwischen Kenora und der nächstgrößeren Stadt Dryden.
    Ja ich bin gestern nach dem Abendessen noch 2h weitergefahren und hab dann angehalten weil es schon dunkel und ich müde wurde.
    Wie auch immer, ich wachte auf als es noch dunkel wurde und fuhr dann die gut 40km nach Dryden, wo ich an einer Tankstelle dann auch mal in den “Genuss“ einer Truckerdusche kam.
    Nach zwei Tagen ohne war das schon recht genial.
    Danach ging es weiter in's 300km entfernte Thunder Bay, wo ich ungefähr 50km vorher wiedermal eine Zeitzone durchfahren habe. Es war dann plötzlich eine Stunde später und der Unterschied zu Deutschland beträgt “nur noch“ 6h.
    Kurz vor Thunder Bay schaute ich mir dann noch die Kakabeka Falls an.
    An meinem Etappenziel angekommen suchte ich dann auch eine CrossFit Box auf und bestritt ein Workout.
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  • Den Lake Superior entlang 1.Tag

    April 20, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich entschied mich die Nacht im Auto direkt vor der CrossFit Box zu verbringen. Ich hatte die Erlaubnis vom Besitzer und es war schon spät, deswegen hatte ich auch keine Lust noch großartig einen Schlafplatz zu suchen. Es ergaben sich daraus noch weitere Vorteile. Ich konnte das Hauseigene WLAN nutzen und war am nächsten morgen gleich bereit für das Morgen Workout.
    Nach dem Frühstück in einem finnischen Restaurant, machte ich mich auf den Weg um den größten süßwasser See unseres Planeten zu umfahren.
    Ungefähr in der Mitte des Sees verläuft die Grenze zur U.S.A. mit den Bundesstaaten Minnesota, Wisconsin und Michigan. Der See hat eine Fläche von 82000 Quadratkilometern und die Umrundung auf der kanadischen Seite, bis zur nächst größeren Stadt im Süden (Sault Ste. Marie), dauert ungefähr 8h oder 702km!!!
    Diese enorme Strecke will ich natürlich nicht am Stück bewältigen (bin ja nicht auf der Flucht) und den ein oder anderen Stopp einlegen. So zum Beispiel gleich am Ausgang von Thunder Bay an der Terry Fox Gedächtnisstätte. Terry Fox war ein junger Mann, der früh eine verheerende Krebsdiagnose bekam und den bereits im Alter von 18 Jahren ein Beim amputiert werden musste. Er entschied zu Gunsten der Krebsforschung einen “Marathon“ von St. John's Neufundland bis an die Westküste nach Britisch Kolumbien zu wagen.
    Auf Grund immenser Anstrengungen und seiner Krankheit, musste er jedoch vor den Toren Thunder Bay's aufgeben.
    Den zweiten Stopp legte ich im Sleeping Giant Provincial Park ein. Dieser trägt seinen Namen da seine Form auf der Karte wie ein schlafender Riese aussehen soll. Meiner Meinung nach braucht man, um das zu erkennen zwar ein wenig Phantasie, aber nun ja. Dieser Park ist wunderschön und es führt sogar eine asphaltierte Straße bis zur Spitze der Halbinsel.
    Nach der Mittagspause machte ich mich wieder auf den Highway Richtige Richtung Osten und wollte mir die längste Hängebrücke Kanadas anschauen. Diese hatte jedoch noch geschlossen, wie so viele Touristenattraktionen und Campgrounds zu dieser Zeit im Jahr.
    Zurück auf dem Highway verließ ich ihn auch bald drauf wieder, um an einem Fischladen anzuhalten und mich mit frischen Räucherfisch einzudecken.
    Dieser war von einer finnischen Einwanderin geführt.
    Die Region Thunder Bay zählt ungefähr 15000 finnisch stämmige Einwohner. Wieder ein Beispiel der Vielseitigkeit dieses Landes.
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  • Den Lake Superior entlang 2. Tag

    April 21, 2018 in Canada ⋅ 🌙 0 °C

    Nachdem ich am Vortag noch bis nach Nipigon gefahren bin und eine sehr gut ausgestattete Petro Tankstelle gefunden hatte, wo ich dann auch die Nacht verbrachte. Ich konnte Wäsche waschen und trocknen, in der Lounge abhängen und NHL Play-offs gucken und auch noch eine Dusche genießen.
    Da fiel die Entscheidung, da zu bleiben echt nicht schwer.
    Am Morgen machte ich mich dann auf den Weg um den mächtigen See herum, welcher mich durch kleine Dörfer wie Terrace Bay, Marathon, White River und Wawa führte. In White River hat im übrigen Winnie Pooh seinen Ursprung.
    Anfang des 20. Jahrhunderts kam ein Trapper (Fallensteller) mit einem verwaisten Schwarzbären Jungen in die “Stadt“ und der Veteran Harry Colebourn fande den Bären so süß, dass er ihn den Trapper abkaufte und mit in seine Heimat Großbritannien nahm. Harry wurde zum Dienst in Frankreich eingezogen und überließ den Bär den Londoner Zoo.
    Er wurde sofort zum Publikumsmagneten und zum Liebling vom Sohn des Schriftstellers A.A. Milne.
    Dieser schrieb Geschichten über seinen Sohn und den Bären, den er Winnie the Pooh nannte und später erwarb Disney die Rechte an den Geschichten.
    Wie auch immer. Ich machte heute sehr viele Kilometer, auch weil ich nicht viel anhalten und mir Sachen angucken konnte. Da in Ontario zu dieser Zeit im Jahr noch alle Parks geschlossen haben.
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  • Sault Ste. Marie

    April 22, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 15 °C

    Ich entschied mich schließlich in einem Motel ca. 50km vor der nächsten großen Stadt Sault Ste. Marie, kurz “Soo“, abzusteigen.
    Es war eine Wohltat, mal wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können.
    Am nächsten Tag war mein Ziel dann die Stadt Sault Ste. Marie, welche ein ehemaliger Französischer Handelsposten war, daher auch der Name.
    Des weiteren ist sie auch das Eingangstor zur U.S.A. und dem Bundesstaat Michigan.
    Ich besuchte das Bushplane Heritage Museum, welches einen sehr guten Einblick in die Arbeit der Buschpiloten bzw. Feuerwehr Männer im nördlichen Ontario bietet. Im Norden gibt es nämlich keine Straßen mehr und man kann den Bereich bis zur Hudson Bay nur noch mit dem Flugzeug, Zug oder Kanu erreichen.
    Es wurde auch ein sehr interessanter Film über die Arbeit der Feuerwehrleute und Piloten gezeigt.
    Der Norden wird jedes Jahr von verheerenden Waldbränden heimgesucht.

    Danach habe ich mir noch die Schleuse im Kanal angeschaut. Diese erlaubt den Übergang von Schiffen vom Lake Heron in den Lake Superior.
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  • North Bay

    April 23, 2018 in Canada ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich bin gestern noch ungefähr 1,5h weiter Richtung Osten gefahren, um dann einen geeigneten Schlafplatz in einem kleinen Dorf zu finden.

    Tags darauf bin ich fast nur gefahren und habe in Sudbury eine kleine CrossFit Einheit eingelegt.
    In North Bay angekommen besuchte ich als erstes die Brewery wo es lecker Craft Beer gab und unterhielt mich mit dem Personal, was mir einen guten Tipp für einen guten Frisör gab. Den Besten der Stadt um genauer zu sein.
    Nun gut, es gab schließlich nicht soviel zu sehen in dieser Stadt außer eine nette Waterfront.
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  • Algonquin Provincial Park

    April 24, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 8 °C

    Die Nacht verbrachte ich mal wieder in einem Motel in North Bay, weil der dazugehörige Campground mal wieder noch nicht auf hatte.
    Am nächsten Morgen machte ich mich nach einem Besuch beim besten Barber (Frisör) der Stadt, auf den Weg zum größten Provincial Park in Ontario.
    Der Park existiert bereits seit 1893 und ist damit einer der ältesten in ganz Kanada. Er war zugleich der erste Provincial Park Kanadas.
    Von North Bay musste ich ca. 120km gen Süden fahren, um dorthin zu gelangen.
    Durch den Park führt der Highway 60. Es gibt ein West gate und ein East gate. Die Entfernung zwischen beiden Toren beträgt 56km, wobei jeder einzelne Kilometer ausgeschildert ist.
    Der Park bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten und ist berühmt für seine Kanurouten. Insgesamt beläuft sich das Netzt für beides über 2000km!!!
    Nur leider war der Winter dieses Jahr besonders lang und die Seen sind noch nicht befahrbar, sodass mit wieder mal nur der Sitzen am Lagerfeuer blieb.
    Immerhin, denn das habe ich auch lange nicht mehr gemacht.
    Die Stellplätze waren fast alle noch mit Schnee überzogen oder teilweise durchnässt.
    Ich fand schließlich einen recht guten und teilte ihn mir mit einer Spanierin, die vergeblich nach einem trockenen Platz suchte. Ich sprach sie an und unterbreitete ihr den Vorschlag den Platz zu teilen.
    Denn die 45$ für eine Nacht, ohne Wi-Fi erschienen mir auch ein wenig zu hoch gegriffen. Naja es gab wenigstens vernünftige Duschen.
    Nun denn ich bereite das Abendmahl auf meinem Gaskocher zu und wir ließen den Abend gemütlich am Feuer ausklingen.
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  • Ottawa

    April 25, 2018 in Canada ⋅ 🌧 11 °C

    In der Nacht hatte es angefangen zu regnen und um es vorwegzunehmen, es hat den Tag auch nicht aufgehört.
    Deshalb habe ich mich dafür entschieden nach dem Frühstück und dem Besuch des Visitor Centers im Algonquin Park, weiter Richtung Ottawa zu fahren.
    Man hätte bei dem aufgeweichten Boden eh keinen hike (Wanderung) machen können.
    Bis Ottawa waren es noch ungefähr 200km.
    Ottawa ist Kanadas Hauptstadt und sehr europäisch geprägt. Die Gebäude sind auf einmal massiv aus Stein, anstatt aus OSB (oriented strand board) Platten und Holz verkleidet.
    Ottawas berühmteste Sehenswürdigkeit ist wohl der Rideau Canal, welcher die Städte Ottawa und Kingston miteinander verbindet. Er wurde anfang des 19. Jahrhunderts erbaut um eine zuverlässige Kommunikations- und Nachschubroute, zwischen den beiden Städten zu ermöglichen. Der Kanal ist 202km lang und überwindet von Ottawa aus einen Höhenunterschied von über 84m, bevor er wieder 49m zum Lake Ontario abfällt.
    Es war wie gesagt den ganzen Tag sehr regnerisch, aber ich habe mir zumindest den Wachwechsel am War memorial Denkmal angeschaut.
    Die erste Nacht hab ich in einem Hostel verbracht (das erste mal seitdem ich in Kanada bin), aber in einem Einzelzimmer.
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  • Montréal

    April 27, 2018 in Canada ⋅ ☁️ 10 °C

    Den nächsten Morgen habe ich mir einen besonderen Ort zum frühstücken raus gesucht.
    2009 kehrte der damalige US Präsident, Obama in der Boulangerie Moulin de Provence ein.
    Er aß damals Cookies und prompt machten die Nordamerikaner einen Hit aus ihren Keksen und nennen diese jetzt Obama Cookies.
    Naja, danach machte ich mich dann auf den Weg nach Montréal, der mit rund 3,4 Mio. Einwohner, größten Stadt der Provinz Québec, in welcher ich mich nach überfahren der Brücke in Ottawa bereits befand.

    Nach nur knapp 2h Fahrt hatte ich auch schon den Vorort Terrebonne erreicht, wo ich mir einen Campground ausgesucht hatte. Dieser war glücklicherweise mal nicht geschlossen.
    Ich entschied mich erst am darauffolgenden Tag nach Downtown Montréal zu fahren, da es bereits Nachmittags war.
    Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauerte nämlich auch fast anderthalb Stunden.
    Die Stadt und die Region drumherum ist schon sehr französisch geprägt, wie auch die ganze Provinz und es gibt auch fast keine englische Übersetzung mehr an Schildern usw. Aber wenigstens sprechen viele Leute noch Englisch, sodass man nicht ganz so dumm da steht.
    Nach der Fahrt mit Bus und Métro, wie die U-Bahn in Frankreich und auch hier heißt, habe ich in einem angesagten Bistro des Stadtteils Vieux Montréal(altes Montréal) gefrühstückt, um danach gestärkt diesen Stadtteil zu Fuß zu erkunden.
    Ich war am alten Hafen, am Rathaus und an der bekannten Kirche Notre Dame.
    Im Anschluss entschied ich mich den Berg der Stadt, den Mont Royal zu “erklimmen“.
    Diese überaus schöne Grünanlagen ist der Stolz der Stadt und ein Paradies für Radfahrer und Läufer.
    Nachdem ich zu diesem Zeitpunkt schon über 15000 Schritte absolviert hatte, hatte ich mich entschieden eine kleine Stärkung zu mir zu nehmen, in Form eines alkoholischen Kaltgetränkes und suchte mal wieder eine Mikrobrauerei(Brasserie)auf.
    Hatte ich mir an dem Tag wenigstens verdient.
    So gegen 18.00Uhr hatte ich dann den Kanal voll und machte mich mit dem Bus zurück nach Terrebonne.
    Natürlich musste ich ein paar mal umsteigen und da die Busfahrer in dieser Stadt nicht die pünktlichsten sind, hatte ich dann einen Anschlussbus verpasst.
    Naja nach etwas Suchen im Internet nach der nächsten Verbindung, war ich dann auch 2h Stunden später als geplant am Campground.
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  • Zwischen Montréal und Québec

    April 29, 2018 in Canada ⋅ 🌧 5 °C

    Nach dem gestrigen recht beinlastigen Tag war es heute an der Zeit die Großstadt wieder zu verlassen und weiter zu ziehen. Davon mal abgesehen, dass ich es eh nicht lange in Großstädten aushalte, wollte ich heute wieder ein bisschen voran kommen. Ich habe ja schließlich noch 4 Provinzen vor mir.
    Noch ein bisschen was zur größten Provinz Kanadas. Québec ist ungefähr 4,5 mal größer als Deutschland und die einzige frankophone Provinz.
    Das heißt hier ließen sich früher die französischen Entdecker/ Pelzhändler nieder. Es gingen zwar auch noch welche weiter Richtung Westen nach Ontario, aber der Großteil von ihnen blieb in Québec. Es wird fast ausschließlich nur französisch gesprochen, was es einem als Reisenden doch sehr schwer macht, wenn man des Französischem nicht mächtig ist.
    Die Einwohner nennen sich selber Québecois bzw. ihr Französisch. Dieses unterscheidet sich nämlich mit unter sehr vom Europäischem. Ähnlich wie unsere Nachbarn die Franzmänner sind auch die Québecois sehr stolz auf ihre Sprache und halten es nicht für nötig eine andere Sprache zu lernen. Ich habe sogar schon von Québecois gehört, die ich in B.C. oder Alberta getroffen habe, dass manche Regionen in der Provinz gar kein Englisch in der Schule anbieten.
    Was ich überhaupt nicht verstehen kann, denn schließlich leben sie in einem Land was zum Großteil nur Englisch spricht, bzw. sehr multikulturell veranlagt ist, wo auch noch genug andere Sprachen gesprochen werden. Naja kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es in der Geschichte der Provinz schon zweimal zu einer Abstimmung kam, sich vom übrigen Kanada abzuspalten und sein eigener Staat zu werden.

    Wie auch immer, ich fuhr heute noch ca. 200km und suchte mir dann in dem kleinen Ort Donnacona ein Platz zum schlafen.
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  • Québec City & île d'Orléans

    April 30, 2018 in Canada ⋅ 🌧 3 °C

    Heute stand die Hauptstadt der Provinz Québec City auf dem Programm.
    Aber zuvor lag noch eine Zuckerhütte (cabane à sucre) auf dem Weg. Den Tipp hatte ich damals in Tofino von einer Arbeitskollegin erhalten. Sie kam aus der Gegend und ich hatte ihr erzählt, dass ich in meinem Jahr auf jeden Fall mal so etwas besuchen möchte. Eine Zuckerhütte ist eine Einrichtung wo die Kanadier ihren Ahornsirup herstellen und dann allerhand Produkte, nicht nur Sirup, darin verkaufen.
    Kurz vor der Einfahrt zu dem Grundstück jedoch, deutete eine Schranke an, dass wohl geschlossen war.
    Vielleicht war es auch etwas zu früh am Tage, dachte ich und fuhr weiter nach Québec.
    Dort angekommen, suchte ich mir in der Nähe des Hafens einen Parkplatz und ging dann in den Marché du Vieux Port, um mich mit frischen Lebensmitteln einzudecken.
    Ich bin dann noch ein wenig in der Altstadt rum gelaufen. Québec ist mit über 400 Jahren, die älteste Stadt in ganz Nordamerika und nach Mexiko City die einzige Stadt auf dem Kontinent, die noch mit Steinmauern umrandet ist.
    Nach dem Mittagessen ging ich dann wieder zum Auto und fuhr weiter zur île d'Orléans. Die Insel ist 35km lang und durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Auf ihr führt eine Straße um die ganze Insel. Der Hauptgrund meines Besuches war natürlich eine Zuckerhütte, welche ich unbedingt noch sehen wollte. Hier sollte es 4 davon geben, aber davon war nur noch eine auf und darin fand wie ein Dorffest statt. Es spielte eine Dame, gehobenen Alters am Keyboard lustige Musik und der Rentnerverein tanzte dazu. Ich dachte mir, wo war ich denn hier gelandet. Aber es war auch irgendwie lustig. Naja ich fragte den Mann an der Verkaufstheke, ob hier jemand Englisch spricht und prombt stellte er die Frage per Mikrofon an das geschätze Publikum.
    Ein Mann kam und erklärte mir, dass die Saison zu Ende wäre und es keine Führungen oder ähnliches mehr gibt. Der Winter war einfach zu kalt und deswegen war die Saison dieses Jahr schon ein paar Wochen früher zu Ende. Die optimalen Temperaturen für die Ernte seien nämlich um die null Grad bis -5.
    Da war ich natürlich sehr enttäuscht und verließ den Saal wieder. Ich wollte die Insel wieder verlassen und weiter nach Osten fahren, da sah ich plötzlich ein Schild, worauf stand: Ciderie ouvert= Apfelweinproduktionsstätte hat auf.
    Cider ist nämlich eine weitere Spezialität dieser Region, speziell der Eiswein. Da dachte ich, das kann es noch nicht gewesen sein hier auf dieser verschlafenen Insel und machte ein Tasting.
    Schließlich entschied ich mich für einen leckeren Eiswein. Die Verkäuferin war so nett und konnte wenigstens Englisch, da musste ich ihr einfach diesen Gefallen tun.
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  • Die Halbinsel Gaspésie 1. Tag

    May 1, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 4 °C

    Der nächste Tag führte mich über den Transcanada Highway und den Highway 132 zur Gaspésie Halbinsel.
    Man hat in Québec City die Wahl zwischen dem Weg im Norden oder den Transcanada im Süden.
    Da die Provinz ab dieser Region quasi geteilt ist, durch den St. Lorenz Strom und der Weg in die Maritimen Provinzen, New Brunswick, P.E.I., Nova Scotia und Neufundland & Labrador durch den Süden führt, musste ich ja sowieso dort lang. Man könnte auch im Norden weiter fahren und dann über Labrador fahren, aber das ist ein beträchtlicher Umweg und die Straßen sollen da auch nicht so gut sein, wenn es überhaupt welche gibt. Québec erstreckt sich bis hoch zu Hudson Bay wo es dann nur noch ein paar kleine Dörfer der Inuit (Eskimos) gibt.
    Wie auch immer, es hat mal wieder fast die ganze Nacht geregnet und das Frühstück am Auto war einmal mehr alles andere als gemütlich.
    Die gesamte Tour um die Halbinsel herum beläuft sich auf 885km und ist eine wunderschöne Route direkt am St. Lorenz Strom, welcher mit der Zeit immer größer und zu einem Golf wird. Am Anfang nach Québec City sieht man noch die andere Seit mit dem Festland und mit der Zeit sieht man nicht's als Wasser am Horizont.
    Die erste Etappe führte mich nach Rimouski, wo es endlich mal wieder eine Bank meiner Filiale gab und ich Geld abheben konnte. Denn weder die CIBC, noch die Bank of Nova Scotia sind in Québec weit verbreitet. Der Weg führte mich über Mont Joli, wo ich doch noch eine geöffnete Zuckerhütte fand, über Matane bis nach Saint Félicité. Hier nahm ich mir mal wieder ein Hostel, denn ich wollte nicht wieder lange nach einem geöffneten Campground suchen.
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  • Die Gaspésie 2. Tag

    May 2, 2018, Gulf of Saint Lawrence ⋅ ☁️ 7 °C

    Der heutige Tag hatte erst wieder grau angefangen und pünktlich als ich losgefahren bin, kam die Sonne raus.
    Der Streckenabschnitt zwischen Matane und Gaspé ist einfach wunderschön. Man fährt fast die ganze Zeit am Meer entlang und hat Probleme sich auf die Straße zu konzentrieren, bei der Aussicht.
    Die Straße ist wie eine Achterbahn, es geht auf und ab, teilweise sogar mit 17% Neigung.
    Ich kam wieder an zwei Parks vorbei, welche wieder einmal noch geschlossen waren.
    Naja wenigstens habe ich in 10 Monaten Kanada meine Elche 3-4 gesehen. Die sind seelenruhig auf der Hauptstraße lang gelaufen.
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  • Die Gaspésie 3. Tag

    May 3, 2018 in Canada ⋅ ☀️ 2 °C

    Die letzte Etappe der Halbinsel führte mich durch Percé mit dem berühmten Fels der Mitten im Meer rausragt und ein Loch hat. Er trägt den Namen Rocher Percé. Vom ihm lösen sich jedes Jahr um die 150000t Gesteinsbrocken!
    Daneben liegt die kleine Insel Bonaventure, bekannt für eine der größten Population von Basstölpel auf unseren Planeten. Etwa 104000 Exemplare leben auf dieser Insel, welche man im Sommer auch leicht mit einem Boot besichtigen kann.
    Ich war mal wieder zu früh dort. Die Sommersaison fängt erst im Juni an.
    Dann ging es weiter die Küste entlang durch kleine Fischerdörfer, welche überall frischen Fisch angeboten haben. Man konnte auch die Fischkutter auf dem Meer sehen.
    Am Ende bin ich dann in der nächsten Provinz, New Brunswick inklusive neuer Zeitzone, gelandet.
    Der Unterschied zu Deutschland beträgt nun nur noch 5 Stunden.
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