• Hoch hinaus

    July 22, 2024 in San Marino ⋅ ⛅ 27 °C

    Spektakulär von einem Gewitter mit Hagel geweckt wurden und trotzdem den morgendlichen Blick aus dem Bett direkt aufs Meer genossen. 😍 Heute nicht lange Zeit zum Ausschlafen sondern gleich antreten zum Frühstück. Typisch italienisch - süß, süß, süß - so ganz meins, nicht. Checkout im Hotel war fix erledigt und es konnte also direkt gen San Marino gestartet werden.🚙 Zunächst schoben wir uns in der Blechkarawane in Richtung Rimini, aber glücklichweise rechnete Googlemaps dann eine schnellere Route und es ging über einsame Landstraßen in den Zwergstaat. Schon aus weiter Entfernung nicht zu übersehen, der herausragende Felsklotz in der umliegenden Landschaft. Wir verzichteten auf die Bergauffahrt mit der Seilbahn und kurvten lieber die Serpentinen mit dem kleinen Blauen nach oben. Logistisch sehr gut gelöst ist im Übrigen die Parkplatzsituation in San Marino. Entweder man parkt ganz unten und fährt mit der Seilbahn nach oben oder man wird sein Auto im mehrstöckigen, direkt an und in den Berg gebauten, Parkhaus los. Hier konnte man wieder die heroischen Parkkünste einiger Deutscher erleben. In Normalfall wird jeder Platz akribisch zum Parken genutzt, außer vom deutschen Vorzeigetouristen, der zum einfachen Ein- und Aussteigen, gleich zwei Parkplätze in Anspruch nimmt.🙄
    San Marino zählt, nach BIP betrachtet, zu den reichsten Ländern der Welt. Ein Großteil wird dabei natürlich mit dem Tourismus verdient. Rund zwei Millionen Touristen besuchen jedes Jahr den kleinen Staat. Und natürlich ist damit auch alles für den Tourismus ausgelegt. Durch das zollfreie Einkaufen reihen sich Parfüm-, Taschen-, Souvenir- Klamotten- und auch Waffenläden (meist natürlich nur Messer und etliche Anscheinswaffen) aneinander.
    Unser Weg führte uns ganz nach oben hinauf, auf den höchsten Punkt von San Marino. Vom Festungsturm Nr. 1 hat man einen fantastischen Blick über die Umgebung und auf San Marino selbst. Sah schon spektakulär aus, als auch noch eine Gewitterfront aufzog.
    Am Palazzo Pubblico sahen wir dann auch noch das amtierende Staatsoberhaupt samt seines Dienstaudis (RSM 001). Aber kein Wunder, denn hier tummeln sich auf wenigen Meter der Regierungssitz, der Parlamentssitz und sämtliche Ministerien. Zum Abschluss besuchten wir noch das Museum Della Tortura (Foltermuseum) und waren ganz schön erschüttert welche Grausamkeiten sich die Mächtigen und vor allem im Namen der Kirche einfallen ließen.
    Nach den wunderschönen Stunden in San Marino hieß es dann aber erstmal Kilometer machen, denn die nächste Nacht war in Bologna gebucht. Das Navi verkündete schon einige heftige Staus auf der Strecke. Maps geleitete uns aber sicher auf diversen Umleitungen durch die italienische Provinz ans Ziel. Und so kamen wir sogar zu einem kurzen Zwischenhalt in Imola (Formel 1 Rennstrecke vom ehemaligen "Großen Preis von San Marino und Ort des tötlichen Unfalls von Ayrton Senna), wenn auch nur zum Getränkevorrat auffüllen. Das Hotel war in Bologna schnell gefunden, so dass noch genug für ein italienische Abendbrot war. Rushhour gepaart mit Baustellen und spontanen Straßensperrungen durch die Carabinieri machten die Autofahrt zum Essen zu einem echten italienischen Erlebnis. Manchmal vielleicht etwas chaotisch aber trotzdem passiert gefühlt viel weniger als in Deutschland, weil hier nicht jeder bis zum letzten stur auf seinem eventuellen Recht beharrt.
    Fazit des Tages: Genialer Tag und den nächsten Länderpunkt gemacht.😎
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