July - August 2018
  • Day15

    Fliegen mit Avianca ^^

    August 4, 2018, South Pacific Ocean ⋅ ☁️ 22 °C

    Unglaublich aber wahr, nach einem langen Hin und Her am Flughafen in Quito unter Beachtung aller Einreisebestimmungen für Galapagos hatte die Dame am Checkin wohl so viel Mitleid mit mir, dass ich gerade erster Klasse fliege 😱
    Hat sie mir nicht mal gesagt, nur, dass sie meinen Platz geändert hat.
    So viel Beinfreiheit, dass ich mit den Füßen kaum am Boden ankomme, Getränke im GLAS, sobald ich sitze, gefällt mir 💓💓💓
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  • Day13

    zurück nach Lima

    August 2, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Was für ein Gegensatz. Allen aus der Gruppe ging es ziemlich gleich. Nach all den Tagen der Aufregung und des Stresses diese Entspannung im Amazonas erleben zu dürfen, war nicht nur ein Privileg, sondern auch ein klein wenig Fluch. Absolute Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten der Natur, dazu ständig Schläfchen in der Hängematte.
    Lima ist der denkbar krasseste Kontrast dagegen. Viel bleibt vom Tag nicht übrig, da die meiste Zeit für die Reise und den Flug draufgeht.
    Also erlebe ich die Stadt das erste Mal richtig bei Nacht oder zumindest im Dunkeln.
    Durch den Kulturschock fühle ich mich hier heute nicht wirklich wohl. Eine Freundin empfiehlt mir den Katzenpark, ein Park inmitten in der Stadt, in welchem sehr viele Katzen sein sollen. Also gehe ich hin, zumindest riecht es extrem nach Katzen. Die Tiere selber sind allerdings ziemlich gestresst vom Tag und ziehen sich lieber auf die Wiesen zurück. Der Park selbst ist recht klein, was in einer Großstadt wahrscheinlich auch normal ist.

    Also gehe ich weiter. Meine Eindrücke:

    - an den befahrenen Hauptstraßen ist es am wärmsten, denn die Abgase geben ganz schön viel Wärme ab.
    - die Gehwege sind extrem eng, weswegen man auch keine Fahrradfahrer sieht. Skateboards sind hier anscheinend die Fahrräder, für die, die es können ^^
    - an jeder Ecke sind Copyshops / Druckereien, ein noch sehr großes Business. Anscheinend ist ein eigener Drucker wirklich ein Luxusgut hier.
    - Schach ist ein Gesellschaftsspiel, was gern in der Öffentlichkeit gespielt wird. Es gibt viele Schachtische und Schachspieler. Anscheinend setzt man sich einfach an einen Schachtisch und wartet, bis sich ein passender Mitspieler hinzu gesellt, ob man ihn vorher kennt oder nicht.
    - Der Stadtteil, in dem ich mich befinde gilt als sicher. Was sich dadurch ausdrückt, dass überall Gitter vor den Fenstern sind und überall Sicherheitskräfte und Wachpersonal und Polizei. Allerdings scheinen die nicht wirklich viel zu tun zu haben, sie stehen einfach nur herum und sehen gut aus. So richtig verstehen tue ich das ganze nicht, denn ich kenne Wachpersonal in Zusammenhang mit Kriminalität oder Kriminalitätsgefahr. Möchte nicht wissen, wie es in den anderen Vierteln aussieht, oder was wäre, wenn diese ganzen Sicherheitsvorrichtung hier nicht wären.
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  • Day12

    Dschungelspaziergang und Monkey Island

    August 1, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 22 °C

    Der Tag beginnt früh mit einem ca 5-stündigen, aber entspannten Spaziergang durch den Dschungel.
    Doch zuvor mache ich Bekanntschaft mit dem Frühstücks-Besucher-Vogel, der anscheinend jeden Tag ins Restaurant läuft, sobald jemand die Tür offen lässt ^^ Keine Ahnung, was für eine Gattung, aber er ist witzig.
    Im Urwald dann alles andere entdecken. Der Guide ist wirklich spitze. Er lächelt die ganze Zeit und freut sich ehrlich über jede Kleinigkeit, die er entdeckt oder die wir entdecken.
    Leere Termitennester, eins sieht aus wie ein Gesicht, werden gern neu gemietet, von Vögeln oder Schlangen.
    In jedem Spinnennest stochert er herum, damit am Ende auch jeder ein Video von den fetten Taranteln hat ^^. Ich entdecke das Nest der “Bird eating spider“, die wohl tatsächlich Spatzen fressen soll. Es ist wirklich ein ziemlich fettes Vieh, aber die Vorstellung, wie diese Spinne an Vögel gelangen soll, ist mir trotzdem fremd.
    Ich fühle mich die ganze Zeit wie Alice im Wunderland, viel zu klein für die Umgebung. Alles ist überdimensional groß, von den Bäumen und Blättern bis zu den Insekten.
    Im Urwald entdecke ich ein riesiges Schneckenhaus, einer Wasserschnecke, ein Relikt aus der erst vor kurzem beendeten Regenzeit. Im Wasser zeigt uns der Guide dann ein lebendes Exemplar.
    Verschiedene Pilzsorten, von denen selbst der Guide nicht weiß, ob sie essbar sind oder nicht. Sein Indiz ist immer, wenn die Affen was essen, oder die Moskitos, dann ist alles gut. Ansonsten sind sie wahrscheinlich giftig.
    Nach dem ersten Besuch haben wir erstmal einige Zeit Pause, die ich schlafend in der Hängematte verbringe. Kaum dass ich mich hineingelegt habe, fallen mir auch schon die Augen zu, eine wahnsinnig tiefe Entspannung nach der Hektik letzten Tage.
    Am späten Nachmittag geht es dann noch schnell rüber zur gegenüberliegenden Affeninsel. Der Guide hat einen Sack voller Bananen dabei, damit auf jeden Fall Affen zu sehen sind. Die Insel ist allein schon landschaftlich wunderschön, eine Art Dünengebiet, was aber mit Bäumen bewachsen ist. Ich kann mir schwer vorstellen wie es hier in der Regenzeit aussehen muss. Die Affen sind natürlich ein ganz besonderes Spektakel, sie kennen es, regelmäßig Bananen zu bekommen und sind einigermaßen an Menschen gewöhnt. Trotzdem sind sie wilde Tiere und lassen sich nicht streicheln oder anfassen. Wir dürfen sie füttern, ihnen Bananenstücke hinhalten, welche sie mit den Händen von uns nehmen. 💓
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  • Day11

    Ankunft Amazonas Dschungel

    July 31, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachmittags Ankunft in der Lodge, die wirklich sehr natürlich in die Umgebung eingepasst wurde. Wie gut, zeigt sich in den Bäumen auf dem Gelände:
    Bunte Webervögel haben sich hier eingenistet, laut Guide ohne Fütterung durch das Personal.
    Ihr Gesang ist meine Begrüßung, ein unwirkliches Geräusch, unbeschreiblich... zuerst denke ich an kaputte Elektroleitungen, später vielleicht an einen Roboter-Kuckuck ^^
    Danach der erste Dschungelspaziergang auf der Suche nach Kaimanen, Faultieren und prähistorischen Vögeln.
    Ich lerne die vielfältigen natürlichen Kooperationen der einzelnen Arten kennen und bekomme eine wahnsinnige Ehrfurcht vor der Natur. Fast alles ist miteinander verbunden. Alles regelt sich von selbst.
    Die Webervögel z.B. kooperieren oft mit Wespen, deren Nester gut getarnt zwischen den Vogelnestern hängen. Werden die Vögel z.B. durch Falken angegriffen, verteidigen sie die Wespen.
    Auf dem Weg zu den Kaimanen kommen wir überraschenderweise auch an roten Brüllaffen vorbei. Der Guide ist ganz aus dem Häuschen, denn normalerweise sind die nicht zu sehen. Sobald wir uns von ihnen entfernen, ist ein Dröhnen in der Luft, ähnlich dem von Flugzeugen. Das Geräusch erzeugen ca. zwei von ihnen mit ihren Kehlen 😱
    Schließlich am Sumpf bei den Kaimanen angekommen, sind die erste Attraktion die wunderschönen prähistorischen Vögel.
    Da für alles die Kamera zu langsam bzw. die Entfernung zu groß war, beschubse ich ein kleines bisschen mit Google Bildern 😳
    Letztlich sehen wir auch einen kleinen Kaiman, welcher von einem Guide mit einem Stock-Trick herbeigerufen wird. Kaimane sind in der Trockenzeit zur Not auch Kannibalen, aber sogar die großen Kaimane können von Jaguaren angegriffen und getötet werden.
    Im Sumpf sollen aber nebendem noch prähistorische Fische, unter anderem mit Gift in Nadeln auf ihrer Haut. Und ziemlich fiese Blutegel.
    Von außen betrachtet wirkt alles so friedlich, dass die Vorstellungen der ganzen Gefahren unwirklich erscheint.
    Nach dem Abendessen gibt es eine nächtliche Bootsfahrt unter dem klaren südlichen Sternenhimmel und der ohne Probleme erkennbaren Milchstraße.
    Niemand im Boot hat je etwas schöneres oder mehr Sterne gesehen in fast vollkommener Dunkelheit.
    In kurzer Zeit sehe ich drei Sternschnuppen und habe das erste Mal seit langem wieder Ehrfurcht vor dem All, in dem wir leben.
    Im Ruhe gleiten wir zurück zur Lodge, während der Guide mit seiner Taschenlampe in die Uferböschungen leuchtet und wir auf rote Augen achten. Es können Kaimane sein, Schlangen, Jaguare oder Vögel. Meist sind es aber Kaimane ^^
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  • Day11

    Puerto Maldonado

    July 31, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 26 °C

    Warme Luft, Wellblechhütten, ein Bus ohne Fenster, so stelle ich mir Afrika vor.
    Kurz nach dem Flughafen noch der frische Geruch nach Grün, stinkt es doch schnell wieder nach Abgasen und verbranntem Müll.
    Bis die Boote fahren, haben wir noch Zeit, sogar noch ein letztes Mal WLAN ^^
    Zum Zeitvertreib besuchen wir den lokalen Markt und werden tatsächlich von Einheimischen begutachtet. Zumindest in dieser Stadt sind Touristen anscheinend noch nicht ganz alltäglich.
    Der Markt ist riesig, es stinkt nach billiger Plastikware, und so sieht es auch aus. Buntes Treiben, Frauen die aus Cocablättern lesen, Kinder, die auf der Straße entlaust werden... es gibt nichts, was es nichts gibt.
    Die meisten Leute sprechen Quechua, aber es gibt auch viel Zuzug aus anderen Gebieten. Diesmal nicht wegen der Touristen, sondern dem Fluss und dem verbotenen Gold Mining. Leider wird das oft mit dem Trennmittel Quecksilber gefördert, die Reste landen im Fluss, deswegen waren aus dem Flugzeug auch einige kahle Stellen im Urwald zu sehen, die eigentlich nicht da sein sollte.
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  • Day10

    Cusco letzter Tag

    July 30, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 22 °C

    Der letzte Tag in Cusco, bevor es in den Amazonas Dschungel geht, wo es weder WLAN, noch Strom gibt. Naja, Strom gibt es doch, aber nur zwischen 17 Uhr und 20 Uhr.
    In meinem Kombiticket sind noch unheimlich viele Museen enthalten, am Ende schaffe ich nur drei, glaube aber, das reicht auch.
    Die Geschichte Perus ist sehr interessant , aber was die Museen daraus machen hält sich in Grenzen. Was alle gemeinsam haben, ist dass man keine Fotos machen darf, was die Anzahl der Bilder beschränkt. Und in den Museen herrscht die christliche Kolonialisierung vor.
    Inka oder Prä-Inka Geschichte? Fehlanzeige.
    Im Museum zeitgenössischer Kunst gibt es Bilder zu sehen, wie man sie auch auf der Straße kaufen kann. Alles in allem halte ich mich lieber selber auf der Straße auf und beobachte die Leute und das Tagesgeschehen.
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  • Day9

    Saqsaywaman, Q'enqo

    July 29, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 19 °C

    Wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Cusco neben Ollantaytambo ist Saqsaywaman, was sich “Sexywoman“ ausspricht. Alte Höhlen, z.T. eher in den Naturstein eingearbeitet sind wirklich beeindruckend. Für mich an diesem Tag noch viel schöner ist allerdings zu sehen, wie Kinder und Familien diese friedvolle Gegend mit Leben erfüllen. Der Weg ist von vielen picknickenden Familien geprägt, die Ball spielen, Drachen steigen lassen oder in zermoniellen Öfen Kartoffeln grillen anlässlich des Jahrestages der Unabhängigkeit.
    Q'enqo als letzte Station für mich nicht weiter interessant, die Natur ist schöner ^^ Auf dem Rückweg noch schnell ein Foto vom weißen Christus, perfekter Tag zu Ende ^^
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  • Day9

    Tambomachay, Puka Pukara

    July 29, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute wird das Kombiticket abgearbeitet.
    Eintritt frei für alle möglichen Museen und Ausgrabungsstätten.
    Der Plan: mit dem Bus den Berg 6 km hoch fahren und dann 4 Ausgrabungsstätten bergab zu Fuß abgrasen. Spazierengehen mit Trümmerschau ^^
    Die Busverbindung ist schon mal super, für 1 Sol und 80 Centimos (etwa 50 Cent) komme ich schnell und sicher oben ans Ziel.
    Den Anfang macht Tambomachay, ein wunderschöner Kontrast zum gestrigen Touristenrummel. Ganz friedlich, wie ein Naturpark ist dieser alte Ruheplatz der Inkas. Kaum Touristen, klare Luft, wirklich erholsam. Ein paar alte Steine sind zu sehen, der Rest ist Natur pur, man kann laufen so weit man mag.
    Das mache ich auch, in den entlegenen Ecken findet sich dann leider doch wieder entsorgter Müll, also drehe ich um.
    Und lande über ein Bergdorf später wieder an der Hauptstraße, direkt am Eingang zu Puka Pukara, ein paar weitere Inka-Relikte, die mich aber nach allem was ich gesehen habe, nicht mehr sonderlich beeindrucken.
    Also folge ich der Hauptstraße zu einer der größeren Attraktionen der Gegend, Saqsaywaman.
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  • Day8

    Rainbow Mountain

    July 28, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 6 °C

    Todestrip zum Regenbogenberg, anders lässt es sich nicht zusammenfassen. Leider, denn die Landschaft ist wirklich wunderschön.
    3 Stunden Hinfahrt, vorbei an fast unberührter Natur, Lamas, sogar ein Chinchilla war kurz zu sehen.
    Danach geht es los.
    Ca. 5 solcher Rainbow-Mountains gibt es weltweit, seit gut 2 Jahren ist der hiesige Berg dank globaler Erwärmung zumindest manchmal schneefrei und die Peruaner schmieden das Eisen, solange es heiß ist.
    Das, was ich für den Inka-Trail zum Machu Picchu befürchtet habe, wird hier Realität. Massentourismus und keine Rücksicht auf Verluste.
    Keuchend überhole ich zwei nette Spanier, die mir etwas “Pisco“, den peruanischen Wodka einflößen, und den brauche ich auch.
    In 5.000 m Höhe werden wir wie die Alpakas 5,5 km den Berg hinauf getrieben, Zeitvorgabe für 600 m Steigung gut 2 Stunden. Wer es nicht schafft, muss eben umdrehen oder ein Pferd nehmen, beide Alternativen sind unangenehm, ich entscheide mich schließlich zum Ende hin für das keuchende Pferd und kriege Gewissensbisse, denn wirklich Pause bekommen die Tiere nicht.
    Am Gipfel angekommen gibt es Touristen-Kloppe um den besten Platz, bei 1000 bis 2000 Besuchern am Tag kein Wunder.
    Abwärts dann traue ich mich endlich, bei dem Militärmarsch auch mal Fotos zu machen, aber nur ein paar, denn wieder ist die Zeit knapp und meine Kräfte und vor allem der Atem verlassen mich doch schnell und ich möchte mich nicht wie viele andere am Wegesrand übergeben.
    Meinem Guide wäre das wahrscheinlich lieber, denn er drängelt mich permanent, obwohl ich kein Wasser mehr habe und der Busfahrer fährt los, kaum dass ich mit einem Bein im Bus bin...
    Glück im Unglück - eine Woche zuvor lagen auf dem Weg zum Berg (und auf dem Berg natürlich) 30 cm Schnee, die Touren werden trotzdem durchgeführt, auch wenn die Touristen zusammenbrechen und auf der Hälfte des Weges umkehren müssen.
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