• Etappe nach Santander & seine Hürden

    4 maggio, Francia ⋅ 🌧 16 °C

    Der Tag begann ungewohnt früh. Noch vor dem Weckerklingeln standen wir auf, um die restlichen Sachen zu packen. Ein kurzer Blick nach draußen zeigte eine Regenpause: Unsere Chance. Also haben wir schnell das Auto im Trockenen beladen, bevor der nächste Schauer einsetzen konnte.

    Kurz vor der Weiterfahrt kam eine unerwartete Hürde, wird sonst langweilig. 😂: Tobi hatte am Vortag aufgeschnappt, dass wir ein spezielles Warnschild für Fahrräder in Spanien benötigen. Natürlich waren wir darauf nicht vorbereitet. Also hielten wir spontan in einem kleinen Laden an, in dem wir ohnehin nach einer Fahrradabdeckung suchen wollten. Einen passenden Schutz gab es nicht, dafür aber das besagte Schild.
    Preis: Stolze 25 Euro. 💶 😱🙄 Zähneknirschend nahmen wir es erst einmal mit.

    Mit dem Gefühl, dass das günstiger gehen müsste, fuhren wir weiter zu Decathlon. Die Hoffnung doch noch eine brauchbare Fahrradabdeckung zu finden. Leider erfolglos. Dafür entdeckten wir dasselbe Warnschild… für angeblich 8 Euro. Unsere Entscheidung stand fest, das günstige Schild kaufen und das teure zurückgeben. An der Kasse dann die nächste Überraschung: 14 Euro. Nach einigem Hin und Her und längerer Wartezeit wurde der Preis schließlich tatsächlich auf 8 Euro korrigiert. Das war quasi unser Highlight des Tages 😂😎

    Währenddessen hatte der Regen längst wieder eingesetzt und zwar kräftig. Fotos von der Aktion - Fehlanzeige. Es ging nur noch darum, alles schnell zu erledigen und irgendwie trocken zu bleiben. Unter dem Dach einer Tankstelle montierten wir schließlich das Schild mit Kabelbindern am Fahrradträger. Zusätzlich versuchten wir, die Räder notdürftig mit Plastiktüten vor weiterer Nässe zu schützen, eine eher provisorische Lösung, die uns nicht wirklich überzeugte. 😩

    Die Stimmung war entsprechend gedrückt. 🥹Zwischen Regen, Improvisation und unnötigem Aufwand fühlte sich der Tag mehr nach Durchhalten als nach Reisen an. Der Gedanke, einfach umzudrehen, lag zeitweise durchaus in der Luft.

    Als wir schließlich weiterfuhren, kamen so viele Mautstationen. Gefühlt im Minutentakt zahlten wir Gebühren, mal 3 Euro hier, mal ein paar Euro dort. Besonders rund um den Grenzbereich zwischen Frankreich und Spanien summierte sich das schnell und trübte die Laune zusätzlich.

    Rückblickend fühlte es sich an, als hätten wir den ganzen Tag vor allem eines getan, organisiert, improvisiert und bezahlt. Reminder: Vielleicht doch mal wieder ein All-IN Urlaub?
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