• 3.6 Kadiköy bei Nacht

    20. juni, Tyrkiet ⋅ 🌙 22 °C

    Als es dunkel wurde, liefen wir noch einmal durch Kadıköy. Tagsüber hatten wir das Viertel schon gemocht, doch am Abend erwachte es erst richtig zum Leben. Überall saßen Menschen draußen, Musik lag in der Luft und trotzdem fühlte sich alles viel entspannter an als in den touristischen Vierteln auf der europäischen Seite.

    Zum Abschluss des Tages gingen wir noch ins Leyla Kitchen, ein kleines Restaurant, das für seine frische vegetarische Küche bekannt ist. Leider waren wir etwas zu spät dran. Viele Gerichte waren bereits ausverkauft. Die Mitarbeiter waren unglaublich freundlich und stellten uns kurzerhand einen gemischten Teller aus den noch vorhandenen Speisen zusammen. Dazu gab es noch eine leckere Rote-Bete-Suppe.

    Geschmeckt hat alles hervorragend. Ein bisschen schade war es trotzdem, weil wir die wunderschönen, üppigen Teller aus den Fotorezessionen kannten und davon leider nicht mehr viel übrig war. Andererseits zeigt das natürlich auch, dass dort frisch gekocht wird und am Ende des Tages möglichst wenig weggeworfen wird. Etwas, das wir als Foodsharing-Fans natürlich sehr sympathisch finden.

    Auf dem Rückweg zur Marmaray kamen wir noch mit einem jungen Piloten ins Gespräch, der ursprünglich aus den Niederlanden stammt und inzwischen für Turkish Airlines fliegt. Es war eines dieser zufälligen Reisegespräche, die man nie plant und an die man sich trotzdem erinnert.

    Am Ende standen wieder rund zehn Kilometer auf der Uhr. Für viele wahrscheinlich ganz normal. Für uns war das nach den schlafarmen Nächten allerdings völlig ausreichend. Trotzdem war dieser Tag einer unserer bisherigen Favoriten. Kadıköy und besonders Moda haben uns mit ihrer entspannten, kreativen und authentischen Atmosphäre wirklich begeistert.

    Zurück in unserer Unterkunft wollten wir eigentlich noch das Fußballspiel verfolgen. Daraus wurde allerdings nichts mehr. Kaum lagen wir im Bett, waren wir eingeschlafen.
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