• Dem Himmel so nah: Zion & Bryce

    Oct 26–29, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 11 °C

    Nach unserem sanften Einstieg in die Welt der roten Steine, wurden wir im Zion Nationalpark direkt von den Canyons und der Natur generell umgehauen. Im Los hatten wir ein begehrtes Zugangsticket für den (zu) beliebten Wanderweg Angels Landing ergattert und machten uns also gaaanz früh morgens auf den Weg, um im vorgegebenen Zeitfenster am Ausgangspunkt der Wanderung zu sein. Ab dem Visitor Center geht es nur noch mit Shuttle Bussen in den Canyon, der nur aus einer Zufahrtsstraße besteht. Und dann ging es aus dem schönen Tal, in dem es sehr grün (und herbstlich gelb vom Laub) ist in einem stetig steilen Anstieg die steilen Wände des Canyons hoch. Den letzten Kilometer, der nur für Ticketinhaber freigegeben ist, klettert man auf dem Bergkamm steil bergauf und kann (und sollte) sich an Stahlketten festhalten, da es rechts und links 500m nach unten geht. Das lässt einige nicht ganz schwindelfreie Wanderer hyperventilieren. Oben angekommen ist die Aussicht genial in drei Richtungen über den Canyon und hinter einem nur der schmale Grat.

    Nach der tollen Wanderung war es uns aber noch nicht genug: wir fuhren mit dem Shuttle weiter bis zum Ende des Canyons, von wo aus viele Leute (ausgestattet vom örtlichen Verleihservice) mit Neoprenschuhen und Wathose in "The Narrows", das Immer enger werdende Flussbett des Canyons, starten. Darauf hatten wir keine Lust und gingen kurzerhand mit unseren Wanderschuhen ins Wasser, womit wir immerhin ein paar hundert Meter flussaufwärts kamen, bis zu der Stelle, wo der Fluss auf einmal 1,5m tief wurde....das war uns dann in dem kalten Quellwasser doch zu viel und wir machten kehrt und genossen im Abendlicht noch die Durchfahrt durch den Nationalpark in Richtung Osten, bevor wir uns beim wildcampen die verdiente (Außen)Dusche holten.

    Am nächsten Tag ging es dann weiter in Richtung Bryce Canyon, der vor allem mit gut zugänglichen Klippen mit Aussicht auf die Hoodoos (Steinsäulen) aufwarten kann. Das passte uns ganz gut in den Kram, da unsere Beine eh etwas schwer waren und so wanderten wir nur entlang der Kante an verschiedenen Aussichtspunkten, bevor es auf dem schönen Highway 12 weiter ging und wir am Rande eines Canyons (diesmal im Tal) einen schönen und einsamen Platz für die Nacht fanden.

    Leider sind seit diesem Zeitpunkt die Temperaturen abends so kalt, dass wir auf ein abendliches Grillen und Lagerfeuer draußen verzichten und es uns lieber in Wolke gemütlich machen. Kann aber (abgesehen von der Jahreszeit) hier auch noch zusätzlich an der Tatsache liegen, dass wir uns immer zwischen 1500 und 2000m Höhe befinden.
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