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Wolke in Nordamerika

Sabbathalbjahr-Reise mit VW T3 Syncro durch Kanada, dann über die Westküste der USA nach Mexiko Read more
  • Trip start
    June 26, 2024
  • Anlieferung nach Hamburg

    Jun 28–29, 2024 in Germany ⋅ ☀️ 23 °C

    Früher als geplant ging es bei warmen Wetter nach Hamburg...Auf einer deutschen Autobahn wünscht man sich schon manchmal eine Klimaanlage, da erhoffen wir uns in den USA oder Kanada mehr Roadtrip-Feeling mit offenen Fenstern und weniger Verkehr.
    Kurz vor Buxtehude kam es, wie es kommen musste: ein Sommergewitter, dessen Ausläufer uns bis zur Abgabe des Fahrzeugs begleitet haben.
    Gut, dass wir kurz vor Bremen noch für eine Autowäsche gehalten hatten 🙈.

    So waren wir eine gute Stunde vor Abgabeschluss am Unikai im Hafen Hamburg. Hier ging es dann schnell: Wartemarke ziehen, eine Minute später wurden wir schon aufgerufen, Papiere checken und dann ein paar Minuten auf Einfahrt warten.
    Währenddessen mussten wir den Bulli noch schiffstauglich machen:
    Alles verstauen, Wassertanks leeren, Gasflasche leeren und persönliche Sachen herausnehmen....das alles im strömendem Regen (Hamburg lässt grüßen ☔️).
    Dann ging es für Hendrik mit Warnweste in die Einreihung ins RoRo-Terminal.
    Bon voyage, Wolke! Wir hoffen, dich in 2,5 Wochen wohlbehalten wiederzusehen!
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  • Oh, Canada

    July 17, 2024 in Canada ⋅ 🌙 20 °C

    Nach einem langen Tag und einem Zwischenstop in Reykjavik sitzen wir nun im Bus vom Flughafen in die Innenstadt. Der Landeanflug war schon beeindruckend und jetzt riecht es bei hoher Luftfeuchtigkeit nach Nadelwald. Welcome und bienvenue!Read more

  • Halifax

    Jul 18–19, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Tag in Halifax war sehr ereignisreich. Es ging nach einem Bagelfrühstück mit Kaffeetassen nach amerikanischen Maßstäben (3 Espresso) im Wired Monk Café erst zum Logistikzentrum, um die Papiere für Wolke abzuholen , dann zum Zoll, um die Papiere stempeln zu lassen und dann zum Hafen. Dort durften wir mittags Wolke in Empfang nehmen, 1A in Schuss. Sogar die Weinflasche, die wir in Hamburg vergessen haben, herauszunehmen, hat die Überfahrt über den Atlantik überlebt. Nach dem ersten Einkauf bei Walmart und dem Gasauffüllen ging es raus aus Halifax und ab in Richtung Küste. Auf dem Campingplatz, an dem wir einen ruhigen Platz mit Strom bekamen, ging es dann diennächsten 5 Stunden an die Installation von allem, was so im Wagen lag. Voilà, im letzten Video seht ihr die fertige Wolke, sieht aus wie ein richtiger Overlander :)Read more

  • Leuchtturmidylle in Peggy's Cove

    Jul 19–20, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 17 °C

    Richtiges Nova Scotia Feeling haben wir auf der Fahrt über die Halbinsel hin zu Peggy's Cove bekommen. Wunderschöne Buchten mit kristallklarem Wasser...nicht nur beim Joggen heute morgen haben wir die schönen Anwesen mit Blick aufs Meer bewundert. Und die Sonne macht auch mit...seit heute ist das Urlaubsgefühl bei uns angekommen. Jetzt wird erstmal ein Gang runtergeschaltet....Read more

  • Wildcampen oder weggeschwemmt werden?

    Jul 19–20, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach unserer ersten Nacht direkt am Strand sind wir immer noch etwas ungläubig, dass man hier in Kanada einfach überall auf Crownland übernachten darf...immer, wenn ein Auto oder ein Spaziergänger kommt, erwarten wir, dass uns jemand wegschicken will oder unfreundlich ist, stattdessen werden wir immer sehr nett gegrüßt und in ein kurzes Gespräch verwickelt. Es gibt viele Komplimente für Wolke, Fragen über unser Kennzeichen oder unsere Reiseroute und am häufigsten die Frage, welches Baujahr der Wagen hat (very american)...insgesamt sind die Kanadier bisher einfach alle sehr nett.
    So haben wir bei bestem Wetter einen schönen Tag am wilden Strand im Norden von Nova Scotia verbracht und nur in der Nacht ein bisschen gebibbert, ob wir uns wirklich weit genug oben am Strand hingestellt haben, da wir hier im Mina's Bassin (Teil der Bay of Fundy) stehen, wo es den höchsten Tidenhub der Welt gibt (heute Nacht 13m).
    Wir sind noch hier, hat also geklappt :)
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  • Sexier than expected...New Brunswick

    Jul 20–22, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Wenn man "Neu Braunschweig" hört, kommen einem nicht direkt tolle Bolder vom wilden Kanada in den Kopf...bei uns war da eher Leere und naja, Braunschweig...
    Umso schöner war es, in den letzten zwei Tagen wirklich schöne Orte des "drive thru states" zu erkunden, allem voran die Gegend um die Bay of Fundy mit den touristischen Hopewell Rocks, durch die man bei Ebbe laufen kann, während sie bei Flut meterhoch umspült werden.
    Nach einer Nacht direkt an der Steilküste (anscheinend inmitten einer Wolke, während überall sonst klarer Himmel war), ging es heute in den Fundy Nationalpark und auf eine kleine Wanderung entlang des "Third Vault Falls Trail" zu den höchsten Wasserfällen der Region. Sehr schön waren Weg und Ziel, wobei man die Höhe der Wasserfälle in Island eher belächeln würde.
    Unser Highlight des Tages war jedoch die zum Park gehörige Recreation Area mit blitzblanken Duschen und einer Küche mit heißem Wasser zum Spülen...Alles kostenfrei. Es sind die kleinen Dinge im Leben :)
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  • Bienvenue au Québec

    Jul 22–25, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 16 °C

    Während in Richtung Québec alles immer französischer und die Autofahrer etwas gestresster werden, lässt die Natur hier keinesfalls etwas zu Wünschen übrig. Nachdem wir vor 2 Tagen mit der Fähre den Sankt-Lorenz-Strom überquert haben, sind wir inzwischen an einem wunderschönen Campingplatz bei Grandes-Bergeronnes nördlich der Walhauptstadt Tadoussac und haben entschieden, noch eine Nacht dranzuhängen. Es ist fast surreal, dass wir vor unserem Van sitzen und im Wasser vor uns Delfine nach Nahrung suchen und zwischendurch immer mal wieder Minkwale und Belugas vorbeiziehen. Achja, und Robben gibt es auch...
    Nachts hört man bis auf das gelegentliche schwere Luftholen eines Wals nur die Stille, obwohl der Campingplatz tagsüber gerade gut bevölkert ist, auch von Tagesausflüglern. Wir haben wohl einen der besten Stellplätze erwischt von der Aussicht her (Nr 74) und genießen die Zeit mit Wale beobachten, Lesen, am Bulli basteln, Reise planen (wer macht wohl was?), sonnen & mit unseren Nachbarn reden, die uns am Lagerfeuer dann in die Geheimnisse von S'mores und neufundländischem Rum eingeführt haben.
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  • Discovering Québec City

    Jul 25–26, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    In den letzten Tagen überschlagen sich bei uns die unterschiedlichsten Eindrücke. Nach der Fahrt den Sankt-Lorenz-Strom entlang gelangten wir nach Québec City mit seiner schönen Altstadt (1600 irgendwas gegründet). Das wissen leider auch viele anderen Touristen, so mussten wir uns einen Weg durch die Massen von der Unter- in die Oberstadt schlängeln, vorbei am Château Frontenac, dem am häufigsten fotografierten Hotel der Welt. Um den Massen zu entkommen, schlugen wir einen Weg hinter der Zitadelle ein und machten, anstatt uns kurz ein Café zu suchen (wie geplant), eine einstündige Tour entlang der Stadtmauer. Auf einer großen Wiese konnten wir noch entspannt dem Soundcheck für ein Festival beiwohnen und nach einem leckeren Essen bei einem Bretonen und einem Abschlussgetränk in einer Brasserie flüchteten wir nach 5 Stunden wieder aus der eigentlich schönen Stadt. Uns fiel beim Besuch der Stadt auf, dass wir seit unserer Ankunft zum ersten Mal deutsche Stimmen hörten; der richtige Osten Kanadas ist wohl bei deutschen Touristen nicht so beliebt...Read more

  • Back to Nature: Parc N.de la Mauricie

    Jul 26–27, 2024 in Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Zur Entspannung ging es in einen wunderschönen Nationalpark zwischen Québec und Montréal, den Parc National de la Mauricie. Dort haben wir trotz der Hauptsaison spontan den letzten Platz auf dem wunderschönen Campground am Lac Wapizagonke bekommen und den Rest des Tages in der Hängematte gechillt, im See gebadet, mal wieder gegrillt und ein ein großes Campfire gemacht.
    Am Morgen ging es dann in einem Kajak auf den See, wir mussten auf dem 5km langen Weg zu einem Strand, von dem aus eine Wasserfall-Wanderweg startete, einige Biberdämme überqueren (inkl Aussteigen und Biber-Sichtung) und auch der Wanderweg enttäuschte nicht...wären da nicht die vielen Mücken gewesen. Wir waren leider nicht so gut vorbereitet wie die Kanadier und hatten uns zwar morgens mit Mückenspray eingesprüht, dies war aber über die Kanutour dann wieder weg und es war wenig entspannt, die 9km entlangzuwandern und dauernd von Mücken attackiert zu werden. Am schönen Wasserfall hatten wir zum Glück Pausen von den Mücken und wurden auch so mit sehr schönen Ausblicken belohnt.
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  • Und wieder in die Stadt: Montréal

    Jul 27–29, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 28 °C

    Einen Besuch Montreals konnten wir uns auf unserer Strecke nicht entgehen lassen, obwohl die meisten Leute uns eher Québec als Stadt empfohlen haben. Zum Start können wir sagen, dass uns Montréal besser gefallen hat, einfach, weil wir mehr in die umliegenden Viertel gekommen sind. Als wir nachmittags ankamen, parkten wir Wolke im Viertel "Little Italy" am Straßenrand, was auch unser Nachtquartier werden sollte. Wir erkundeten das Viertel zu Fuß und gingen lecker italienisch essen, bevor wir eine etwas stickige Nacht im Camper verbrachten. Da es früh heiß wurde, gingen wir dort lecker Frühstücken und schafften es nach etlichen Anläufen uns die lokalen "Bixi"-Räder zu leihen, für die es viele Stationen in der Stadt gibt. Und ab ging es. Was gibt es besseres als eine so große Stadt per Rad zu erkunden? Wir kamen durch die unterschiedlichsten Viertel, eins geprägt durch jüdische Einwohner, viele mit interessanten Häuserfronten und kamen irgendwann zum Mont Royal, wo wir dann unsere Räder abstellten und uns zu Fuß auf den Berggipfel machten, um die schöne Aussicht über die 2-Millionenstadt zu genießen. Von da aus ging es durch das Univiertel und durch Downtown mit den vielen Wolkenkratzern weiter mit dem Rad bis zum Alten Hafen. Dort hatten sich wieder die meisten anderen Touristen versammelt und wir genossen nach einem Gang durch die Altstadt ein leckeres verspätetes Mittagessen, bevor wir uns mit der Métro wieder zum Bulli aufmachten. Wegen der >30°C machten wir uns schnell wieder auf raus aus der Stadt und nahmen die Gelegenheit wahr, ein kanadisches Pärchen, Benoît und Stéphanie, die wir letzte Woche kennengelernt haben, 1 Stunde nördlich von Montréal auf dem Land zu besuchen. Diese luden wir uns ein, auf ihrem wunderschönen Grundstück zu übernachten. Seitdem genießen wir die Stille, den Wald, die schöne Veranda und Garten, einen morgendlichen Kaffee im Whirlpool und sehr schöne Gespräche mit supernetten Menschen. Zudem kann ich mit den 2 Katzen, der Hündin und den Hühnern meine Tiervermissungen etwas stillen. Hendrik hingegen nutzt die Zeit, um mit Benoît über die Volkswagen zu fachsimpeln.Read more

  • Ottawa: entspannte& verkannte Hauptstadt

    Jul 29–Aug 1, 2024 in Canada ⋅ ☁️ 27 °C

    Für Ottawa wählten wir einen kostenfreien Campspot, der uns mal wieder von Reisebekanntschaften empfohlen wurde: direkt am Lac Lemeau und mit dem Bus 20 Min von der City entfernt.
    Der See ist beliebt bei Einheimischen zum SUP oder Kayakfahren, Baden und Sport treiben und so genossen wir am ersten Tag einfach die Idylle zwischen Wildgänsen, Eichhörnchen und Waschbären.
    Gestern zog es uns dann nach einer Joggingrunde um den See mit anschließender Abkühlung im See in die Stadt zur Erkundung des Parliament Hills mit seinen beeindruckenden Gebäuden und anschließend zum Byward Market, über den wir einfach flanierten und uns einen "Beavertail", eine kanadische Leckerei, gönnen, bevor wir den drückend heißen Tag wieder am See beschlossen.
    Heute wurde es dann noch ganz kulturell: einen Einblick in die kanadische Geschichte holten wir uns im Canadian Museum of History. Es zeigt die Geschichte des Landes von den ersten Menschen dort (First Nation) über die Besiedelung von Franzosen und Briten bis zur heutigen Unabhängigkeit.
    Zuvor ging es aber noch unserer Schmutzwäsche an den Leim: 5 Waschladungen wurden es im Laundromat/der buanderie, damit unsere Schränke jetzt wieder mit frischer Wäsche gefüllt und das Bett frisch bezogen ist.
    Final zog es uns heute abend aus Ottawa heraus und ins Ottawa Valley (also am Fluss Ottawa) in die schöne Kleinstadt Arnprior, wo wir in der Marina und am Beach den Abend beschlossen
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  • Algonquin Park & Muskoka District

    Aug 1–4, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 29 °C

    Unsere Reise Richtung Westen geht weiter. Nach 3 Großstädten Quebec, Montreal und Ottawa verbringen wir nun wieder mehr Zeit in Kanadas Natur und den Provincial Parks.

    Im Algonquin Provincial Parc verbringen wir 2 Nächte auf dem Campingplatz. Tagsüber erkunden wir die Ufer des Canoelake mit zwei SUPs. Vorbei an kleinen Holzhütten mit Bootsstegen und der Umrundung dicht bewaldeter kleinen Inseln verbringen wir so ein paar schöne Stunden auf dem Wasser. Da die Mietgebühren für die Wassererkundungen ziemlich ins Geld schlagen überlegen wir uns, selbst etwas zu kaufen. Leider kommt die kanadische Transportvariante (Kanu auf dem Dachträger) aber aufgrund von Platz und Gewicht nicht in Frage. Somit tendieren wir zu einem aufblasbaren SUP, das wir zu zweit benutzen könnten.

    Die Stimmung, v.a. bei Henrike ist mittelmäßig: durch die Sorgen um die Beherbergung der beiden Kater zuhause kann man sich der schönen Natur nicht so sehr erfreuen. Daher gibt es auch nur wenige Fotos.

    Sehen tun wir jedoch viele Tiere, von einer Bärenbegegnung (hier gibt es Schwarzbären) wurden wir noch verschont, wobei so von weitem wäre es ja schon cool...
    Stattdessen kreuzen unseren Weg eine Hirschkuh mit Kalb, das noch ziemlich spät vor Wolke über die Straße rannte und allerlei kleinere Tiere. Am häufigsten sieht man auf der Straße Waschbären, allerdings tote; es erinnert an die vielen überfahrenen Wallabes (Kleinkängurus) in Australien.
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  • Um Lake Huron: Killarney & Manitoulin

    Aug 4–7, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Killarney Provincial Park gilt als echte Perle Kanadas. Hier fügen sich zu den allgegenwärtigen Bäumen und Seen noch Felsen in die wunderschöne Landschaft ein. Nach 2 Wanderungen im Gebiet können wir nur zustimmen!
    Zudem sind die Infocenter in den Parks wirklich super, gut ausgestattet (Starlink sei dank können wir mit Deutschland kommunizieren) und nettes Personal. Abends haben wir an einem interessanten Vortrag zu "Sagas of Killarney" teilgenommen und viel über vergangene, aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfahren.
    Nach einem Abend an einem wunderschönen Wildcamp-Spot direkt am Fluss ging es weiter nach Manitoulin Island, die Insel im Lake Huron, die sehr geprägt ist von den Siedlungen der First Nations dort.
    Hier haben wir 2 Nächte direkt am See auf einer Mini-Insel (Goat Island) verbracht, das schöne Wetter genossen, ein bisschen die Insel erkundet und es einfach mal ruhiger angehen lassen...

    Wir haben mittlerweile bereits 3000 km zurückgelegt. Bis zum Pazifik wären also „nur“ noch 4000km auf direktem Weg....aber den nehmen wir ja nicht....
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  • Pancake Bay & Lake Superior P. Park

    Aug 10–13, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 15 °C

    Lake Superior...schon wieder ein großer See? Es ist schon mehr als das:
    Seit wir Sault Saint Marie an der U- amerikanischen Grenze zu Michigan verlassen haben (mit Abstand größter Ort mit 78000 Menschen) werden die Straßen leerer, es kommen uns v.a. Trucks, Pick-ups und ein paar große RVs (Wohnmobile) entgegen und wir verbringen den Abend in einem local Pub mit Northern Lights Bier und Burgern, wo sich anscheinend die gesamte Nachbarschaft trifft (wer Virgin River auf Netflix gesehen hat: Jack's Bar), bevor wir unsere Nachtstätte am See beziehen.

    Morgens geht es weiter: Am Straßenrand mehren sich die gelben und lilanen alpinen Wildblumen, der Wind wird kühler, der Baumbestand borealer, v.a. kommen viele Tannen hinzu und die Wälder auf der hügeligen Ebene sind durchbrochen von dunklen, spiegelglatten Seen oder steinigen Flussläufen...so fahren wir unsere Kilometer und machen Stops an der wunderschönen Pancake Bay, wo der Lake Superior so türkis ist, wie das karibische Meer und wir, nachdem wir Blueberry Pancakes zubereitet haben, erstmal baden gehen und am schönen Sandstrand chillen.
    Die örtliche Dusche wird auch genutzt (nach 3 Tagen nicht unnötig) und noch ein bisschen Wäsche per Hand durchgespült.
    Weiter geht es in Richtung Lake Superior Provincial Park, der auch mit wunderschönen Buchten und schönen Wanderwegen aufwarten kann, bis es abends in Richtung White River geht, der Ort, wo die Winnie Puh Geschichte ihren Ausgang nahm, 100 km in jede Richtung zu jedem größeren Ort, wo man dann hinfährt, um seinen Supermarkteinkauf zu machen. Gut, dass wir noch was im Kühlschrank haben und uns an einem See in der Nähe etwas leckeres zum Abendessen zaubern können :)

    Hendriks Schuhe, die bei einer Spülwasser-Holaktion im See auch einmal durchgewaschen wurden, wollten zum Trocknen etwas länger alleine an einem Parkplatz bleiben, jedoch ist es uns dann doch irgendwann aufgefallen und wir haben die schöne Strecke auch nochmal von der anderen Seite befahren.

    Hier in der Region sehen wir auch zum ersten Mal abgeschlossene Grenzen von First Nations Reservaten, bisher waren alle First Nations Gebiete eher offene Gemeinden.
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  • Hattie Cove - where dreams come true

    Aug 11–14, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 19 °C

    Ein Stop beim Hattie Cove Campground im Nationalpark Pukaskwa hatten wir schon vor unsere Reise geplant - allein schon wegen des Namens. :)
    Und es hat sich gelohnt: der Campingplatz war der bisher beste auf dieser Reise, sodass wir hier 3 Nächte verbrachten und nochmal mehr runterkamen.

    Hier im Pukaskwa (puck-a-saw wird er ausgesprochen) Nationalpark gibt es tolle Natur, schöne Wälder und Buchten.
    Wir erkundeten die Gegend erst mit ein paar kleinen Walks in der Nähe und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang in der Bucht direkt in der Nähe.

    Aber das eigentliche Highlight kam unerwartet in der Nacht: Polarlichter.
    Wir saßen um 23h noch an den Resten unseres glimmenden Lagerfeuers unter dem klaren Sternenhimmel (Sternschnuppen inklusive), als der Himmel auf einmal hell wurde und sich rötlich und dann v.a. grünlich verfärbte...was für ein Schauspiel!
    Schon lange ein Traum auf der Bucketlist und nun unerwartet erlebt. So saßen wir noch eine weitere Stunde draußen und genossen, was die Natur für uns bereithielt.

    Wir sind so richtig angekommen auf der Reise. Es ist schön, sich Zeit nehmen zu können für Sonnenuntergänge, Sonnenaufgänge, Lagerfeuer etc. Und auch fürs Lesen in der Hängematte, Abkühlen im See, eine Runde Yoga...

    Am Montag gab es dann noch eine Backcountry- Erfahrung. Wir wanderten den ersten Abschnitt des Coastal Trails, der tief in den Nationalpark führt bis zu einer Hängebrücke über die Schlucht des White River. Es ging an Buchten entlang und tiefer in den (luftfeuchten) Wald, auf und ab über viele Wurzeln und Felsen über 18km und 400 Höhenmeter, wobei man wirklich bei jedem Schritt konzentriert sein musste. Bei Wiederkehr belohnten wir uns deshalb mit einem leckeren Grillabend und einem weiteren tollen Sonnenuntergang.
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  • Kilometer machen in the ❤️ of Canada

    Aug 16–18, 2024 in Canada ⋅ ☁️ 22 °C

    Einmal Hattie Cove hinter uns gelassen, fing der Roadtrip erst richtig an. In den bis dahin fast 4 Wochen hatten wir so viele schöne Orte entdeckt und kleine Umwege gemacht, dass wir noch nicht ganz so weit auf unserem Weg quer durch Kanada gekommen waren, wie gewollt (v.a. mit Blick auf unseren einzigen "Termin" in den 2 Monaten: die Fähre von der Nordgrenze Kanadas am Pazifik nach Vancouver Island, die wir für den 3.9. gebucht haben).
    Deshalb ging es auf den Highway und mit schönen Stops z.b. zum Ouimet Canyon (naja, ganz ohne kleine Umwege geht es nicht :)) nach Thunder Bay, die erste richtige Stadt nach einiger Zeit in der Natur.
    Hier wartete auch noch ein besonderer Treat auf uns: unser SUP, was extra von Montreal hier in den UPS Store geschickt wurde (ohne kanadische Adresse ist das garnicht mal so easy - aber Hendrik kennt sich mit Paketbestellungen ja aus :))

    Ein Abend in der lokalen Bierbrauerei inkl. Übernachtung direkt vor der Tür und ein richtiges amerikanisches Frühstück war die Gönnung, bevor wir dem Lake Superior den Rücken kehrten und uns auf die nächsten 700km machten in Richtung Winnipeg.
    Hier warteten noch ein paar schöne Wasserfälle, noch ein paar gewundene Straßen Ontarios, der Sprung über die Zeitzonengrenze und die schöne Kolonialstadt Kenora, die aber bei dem Regenwetter (erster Regentag der Reise) auch nicht sooo sehr lockte, erkundet zu werden.

    In Richtung Manitoba wurde der Highway dann immer schnurgerader und die Aussicht öder, sodass wir dann abends froh waren, in Winnipeg anzukommen und ganz unprätentiös auf einem Walmart Parkplatz übernachteten, immerhin mit leckerem indischem Essen im Bauch.
    Uns fällt hier auch auf, dass der Anteil der indischstämmigen Bevölkerung im Landesinneren extrem zunimmt , da fühlt sich Hendrik ja fast wieder wie in Kalkutta. Das Essen war auf jeden Fall authentisch!

    Den Morgen starteten wir mit einer Schwimmrunde im Hallenbad (Hintergedanke:mal wieder duschen) und erkundeten dann zu Fuß das Zentrum Winnipegs und den französischen Stadtteil Saint -Boniface. Abschließend ging es ins wirklich tolle Museum für Menschenrechte. Insgesamt gefiel uns Winnipeg wesentlich besser als erwartet und wir kehrten Winnipeg sehr zufrieden den Rücken - für die nächsten 561km geradeaus...
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  • 26h Saskatche-whaaat?

    Aug 16–17, 2024 in Canada ⋅ 🌙 18 °C

    Wir scheinen in Kanadas „fly-over-land“ angekommen zu sein, denn außer riesigen Feldern und vereinzelte Erdölbohrungen gibt es hier wenig Spannendes zu sehen. Hendrik fühlt sich aber ausgesprochen wohl, denn das platte Land erinnert etwas an seine Heimat.

    Und schon zum zweiten Mal in drei Tagen stellt sich unsere Uhr um: wir sind zwar noch nicht in der neuen Zeitzone, aber Saskatchewan hat keine Sommerzeit...also eine Stunde mehr zum Strecke machen...

    Neben uns und parallel zum Highway verläuft die Bahnstrecke auf der wir immer wieder scheinbar endlos lange Güterzüge sehen. Sie sind so schwer, dass eine Lok noch ausreicht und wir teilweise bis zu 3 Triebwagen beobachtet haben.

    Wir übernachten an einem Stausee umgeben von Weizenfeldern und Kuhweiden. Der Sonnenuntergang am See kann sich blicken lassen und ein paar Rehe sagen auch hallo.

    Je weiter wir nach Westen kommen, desto mehr klart der vorher vom Rauch der Waldbrände vernebelte Himmel auf und Saskatchewan wird etwas hügeliger. Erste Vorboten der Rocky Mountains?
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  • Falsch abgebogen& auf dem Mond gelandet?

    Aug 18–20, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 31 °C

    Weiter ging es Richtung Sonnenuntergang und schwups, da waren wir schon in Alberta, dem vorletzten Bundesstaat unseres Kanadabesuchs.
    Auf der anderen Seite der imaginären Grenze wurden wir erstmal durch ein Karibu begrüßt, ein richtiges sogar, das die Dämmerung zum grasen nutzte.
    Wir fuhren (gefühlt) nur noch ein paar Kilometer bis in den Ort Medicine Hat und begossen dann unser 1-monatiges Reisejubiläum mit ein paar Drinks.

    Am nächsten Tag ging es dann unter gleißender Sonne weiter und Alberta ähnelte eine Zeit lang all dem, was wir die 2 Tage vorher gesehen hatten (Felder, Kühe, Erdölpumpen)...bis...sich auf einmal ein etwas unwirklich wirkendes, zerklüftetes Tal vor uns auftat. Wir fuhren direkt in eine Mischung von Death Valley Jurassic Park rein...kein guter Zeitpunkt, vergessen zu haben, zu tanken.Hilfe!
    In diesen sogenannten Badlands befindet sich der Dinosaur Provinicial Park, die größte Ausgrabungsstätte von Dinosaurierknochen in Kanada.
    Vor dem Visitor Center wurden wir erstmal von einer Bull-Snake begrüßt, das ließ Freude aufkommen...

    Bevor wir uns auf eine Wanderung aufmachten, wurden wir durch die Hitze erstmal in die Knie gezwungen...zu einer wohlverdienten Siesta.
    Nachmittags machten wir uns dann doch auf und wanderten durch die Mondlandschaft, in der uns viele Tiere (diesmal nur Grillen) begegneten und bestaunten 2 an ihrem Fundort ausgestellte Skelette von großen Sauriern.
    Abends im Camp waren wir dann wieder nicht ganz allein, kaum war die Sonne untergegangen, begrüßten Koyoten in unserer Nähe mit lautem Geheul die Nacht und wir verzogen uns nach dem obligatorischen Lagerfeuer lieber in den Van.

    Obwohl wir die Abgeschiedenheit des Ortes und unseres Campspots durchaus schätzten, ergriffen wir am nächsten Vormittag aufgrund der heißen 🔥 Temperaturen und der vielen Fliegen (u.a. Sandflies) und Mücken die Flucht und nehmen nebst wirklich einer ganz unkanadisch wirkenden Erfahrung auch seeehr viele juckende Stiche mit.
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  • Postkartenmotive in Banff und Yoho

    Aug 23–28, 2024 in Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    Angekommen im beliebtesten Reiseziel Kanadas werden wir erstmal erschlagen von der Mischung aus den beeindruckenden Rocky Mountains und den türkisen Gletscherseen...und von der Masse an Touristen.
    Bisher sind wir immer gut durchgekommen ohne jegliche Reservierung o.Ä. trotz Hochsaison und Ferienzeit (die jetzt auch in Kanada vorbei ist), aber das hatte hier ein schnelles Ende.

    Wir bekamen nämlich direkt am ersten Abend keinen Platz zum Campen mehr (in Nationalparks darf man nicht wildcampen) und erfuhren auch hier, dass man die meisten Sights wie Seen etc. nur mit einem Shuttle besuchen kann, das wir natürlich auch nicht gebucht hatten...zudem ist es ggf. dieses Jahr noch voller, da wegen der Waldbrände im Nachbarnationalpark Jasper alle Touristen nur Banff besuchen...
    So blieb uns nichts anderes übrig, als uns erstmal bei Parks Canada zu registrieren und möglichst alles für die nächsten 3 Tage vorzubuchen (d.h. überall noch nach ein paar last Minute Plätzen zu suchen) und nach einem entspannten Nachmittag und Abend in Banff wieder raus aus dem Nationalpark in Richtung Canmore zu fahren und uns dort mit 10 weiteren glücklosen Campern auf einen kleinen Parkplatz nahe der Bahnschienen zu stellen.

    Neuer Tag, neuer Versuch (diesmal mit Campingplatz): wir erkundeten die Umgebung um Banff herum und fuhren entlang des Bow Valley Parkways, als wir unsere erste Wildlife Sichtung hier hatten: ein Wolf trottete entlang des Seitenstreifens. Da wurde einem direkt wieder noch mehr bewusst, wie sehr wir uns in ihrem Habitat aufhalten.

    Angekommen spazierten wir bei gemäßigtem Regen entlang des Johnston Canyons zu sehr schönen Wasserfällen, bevor wir den Abend entspannt mit Grillen und einem kleinen Spaziergang zu den nächsten Duschen (25 Minuten) zu Ende gehen ließen.

    Am nächsten Tag ging es erstmal weiter in den Yoho Nationalpark, der in direkter Nähe liegt (dort gab es einen nicht reservierbaren Campingplatz, juhu). Der kleinere Park beeindruckte uns mit tollen Aussichten entlang der Yoho Valley Road, an deren Ende die Takkakaw Falls liegen (der höchste Wasserfall Kanada) und mit dem Emerald Lake. Da beide Orte jeweils voll mit anderen Touris waren, hielten wir uns nicht allzu lang auf und bereiteten abends lieber fleißig Brote für den nächsten Tag vor.
    Da sollte nämlich die Tageswanderung um den Lake Louise folgen.
    Früh ging es los und dann mit dem Shuttle zum Lake Louise, von da aus schnell durch die Menschenmassen, die nur für die Fotos am Seeufer gekommen sind und den Berg hoch. Da man ca. 1 Stunde stetig bergauf gehen muss, um allein am 1. Punkt der Rundwanderung, dem Mirrorlake anzukommen und es dann einen weiteren Anstieg zum Lake Agnes bedurfte, dünnten auf dem Weg die Menge an Menschen schon aus, traf sich dann wieder bei der wunderschönen Aussicht vom Lake Agnes. Nach einer Essenspause ging es weiter am Lake Agnes entlang bis hin zum steilen Anstieg auf den Big Beehive, den großen Berg zwischen Lake Louise& Lake Agnes. Oben angekommen mussten wir erstmal eine Mittagspause einlegen und die grandiose Aussicht dabei genießen.
    Schließlich ging es weiter, diesmal steil bergab, da jedoch für viele die Tagestour oben geendet hatte, war auf einmal wesentlich weniger los. Wir liefen durch Wälder und Wiesen bis in die Moräne der Gletscher hinein, die schließlich im Lake Louise mündet, jedoch ging es für uns wieder bergauf bis zum zweiten Teashouse, von dem aus man tolle Blicke auf die Gletscher hat. Dort machten wir kehrt und es ging fast im Laufschritt die fast 7 km zum Lake Louise zurück, da wir um 16 Uhr das Shuttle bekommen mussten...um 10 vor 4 waren wir schließlich am Parkplatz und konnten uns sogar noch unsere leeren Trinkgefäße auffüllen, bevor es in Richtung Lake Moraine weiterging.
    Dieser war von der Ansicht fast noch spektakulärer als der Lake Louise, jedoch kam nicht dasselbe tolle Gefühl auf, wie bei der Wanderung, da wir dort wieder von vielen Menschen umgeben waren.
    Nach über 17 Kilometern und 800 Höhenmetern Wanderung hatten wir uns die Dusche zum Abschluss redlich verdient.

    Wir fahren mit dem Gefühl weg, dass wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten "abgehakt" und tolle Landschaften gesehen haben, jedoch freuen wir uns auch sehr darauf, wieder in etwas weniger touristisch durchstrukturierte Gegenden zu kommen...
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  • Auf & abseits des Icefield Parkways

    Aug 24–26, 2024 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Gesagt, getan. Den Campspot für die nächsten 2 Nächte hatten wir schon lange als Pin bei Google Maps markiert, er war uns auch von unterschiedlichen Reisenden (unter anderem 2 Kanadier,die hier einen Monat als freiwillige Feuerwehrleute bei den Waldbränden geholfen hatten) empfohlen worden. Er befindet sich nämlich nur 10km östlich vom Ausgang des Nationalparks am Saskatchewan River Crossing, der einzigen Tankstelle auf dem 263km langen Icefields Parkway und ist trotzdem sehr abgeschieden.

    So fuhren wir mit ein paar obligatorischen und auch sehenswerten Fotostops dort hin und widmeten uns neben dem Entspannen in der Hängematte und lesen wichtigen Dingen wie Holzhacken und Lagerfeuer machen.
    Auch die Drohne durfte ein paar mal ausfliegen (strengstens verboten in den Nationalparks). Zum Waschen (Geschirr & Körper) ging es zum/ in den eiskalten Fluss.

    Nach 2 Nächten ging es weiter entlang des Parkways und weiter zwischen den Berggipfeln zu den Gletschern. Eins der beliebtesten Touristenziele ist das Columbia Icefield, auf das man sogar mit Bussen 🚌 drauffahren kann...ehrlicherweise hat sich uns die Faszination der Tatsache in einem Bus aufs Eis zu fahren nicht ganz erschlossen, die Gletscher angeschaut haben wir uns aber gerne, bevor es weiter in Richtung Jasper ging.
    Hier änderte sich die Landschaft nach einiger Zeit in dramatischer Weise, da hier innerhalb des letzten Monats ein Großteil der Wälder des Nationalparks durch Waldbrände zerstört wurde. Man durfte auf der Strecke nicht anhalten, aber wir waren schon froh, durchfahren zu dürfen, die Straße war nämlich bis zwei Tage zuvor gesperrt gewesen und wir hatten uns schon auf einen ca. 4 stündigen Umweg gefasst gemacht...

    Nebst den vielen abgebrannten Bäumen sahen wir in der Nähe des Ortes Jasper auch einige abgebrannte Lodges, wo nur noch der steinerne Schornstein in der Asche stand und auch vor den Pförtnerhäuschen des Nationalparks hatten die Feuer nicht Halt gemacht. Insgesamt war es sowohl beeindruckend als auch beklemmend, die direkten Auswirkungen solcher verheerenden Brände zu sehen.
    Da kamen leichte Erinnerungen an die Buschbrände in Australien 2019 auf, wobei wir hier ja "nur" die Effekte sahen, es hatte nämlich auch in der letzten Woche viel geregnet und so waren die Feuer glücklicherweise unter Kontrolle bekommen worden.
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  • Welcome to BC: der Yellowhead Highway

    August 26, 2024 in Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach Jasper gab es wieder nur eine Richtung: gen Westen. Der Yellowhead Highway ist nach einem berühmten, blonden Pelzhändler benannt, der, wie viele andere, auf dem Weg nach Handelspartnern und Möglichkeiten, Geld zu machen, Richtung Westen gereist ist. Auf dessen Spuren fahren wir durchs zentrale British Columbia, eine Strecke, die bei sonstigen Urlaubstouren allenfalls gestreift wird. Die größte Stadt ist Prince Rupert und nach den Rocky Mountains fahren wir hier eher wieder durch hügelige, etwas langweiligere Gebiete, die dann aber erst von Seen (Fraser Lake) und später von schönen Flüssen, teilweise mit Canyons abgelöst werden, je näher wir den Coastal Mountains kommen.
    In Telkwa beobachten wir etliche Fliegenfischer, in der Provinzhauptstadt Smithers lernen wir beim Abendessen in einem Pub (die meisten Rsstaurants sehen von außen richtig verramscht aus, sind dann aber proppenvoll und recht gemütlich) eine vor 30 Jahren ausgewanderte Deutsche kennen, die uns weiteres zur Region erklärt.
    Richtig schön wird es nochmal am Skeena River, der in Richtung Mündung etliche Zuflüsse und Wasserfälle aus den Gebirgen hat, die uns extrem an Island erinnern...bei der Erinnerung hilft auch das Regenswetter, welches uns, passend zu den wunderschönen gemäßigten Regenwäldern hier eingeholt hat und die Berge in einen "mystischen" Nebel tunkt.
    Außer 2 Schwarzbären, die den Highway kreuzen, ist ansonsten nicht viel los.
    Für die letzte Nacht vor unserem Ziel Prince Rupert biegen wir nochmal vom Highway ab auf einee 15km Schotterpiste, die zu einem Holzfällerbetrieb gehört. Unser Ziel: eine Bootsrampe, die das Ende eines riesigen Fjords markiert: unser erstes Beschnuppern der Pazifikluft....Haben wir tatsächlich das zweitgrößte Land der Erde von Ost nach West komplett durchquert?
    Es ist wahr: am nächsten morgen, als der Regen sich verzogen hat und die Feuchtigkeit aus den Wäldern aufsteigt, schnuppern wir salzige Luft und nähern uns dem Wasser. Zu weit INS Wasser wollen wir nicht, da sehen wir riesige Quallen, die auch den Walen und Robben hier als Nahrung dienen. Letztere sehen wir auf unserer kleineren Paddelrunde, die Wale verirren sich wohl nicht ganz ans Ende des Fjords. AUF dem Wasser können wir jedoch die wunderschöne Natur ungestört genießen. Zu weit wollen wir uns nicht von Wolke entfernen, wir müssen die Gezeiten im Auge behalten, die uns schneller einholen, als uns lieb ist. Nach 2 Mal Umparken auf höheres Gelände genießen wir den Rest des sonnigen Nachmittags hier ganz alleine (mit Ausnahme eines Fischers, der hierher zurückkehrt und sein Boot aus dem Wasser holt).
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  • Auf nach ALASKA

    Aug 29–31, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 9 °C

    Eine etwas verrückte Idee, entstanden durch ein Gespräch mit einem Österreicher, der in der Nähe von uns wildcampte und gerade die Panamericana mit seinem Landrover fährt: macht doch einen kleinen Umweg und schnuppert ein bisschen Nordluft...das hieß für uns: ab nach Alaska.
    Und wir sagen: diese 450km Umweg haben sich gelohnt!
    Nach einer Fahrt ins Hinterland (immer die Tankanzeige im Auge behalten), erneut an schönen Gletschern vorbei und in einem Tal zwischen den Bergen ging es erst nach Stewart, das kanadische Tor nach Alaska und ein ehemaliger Minenort. Nach einem quasi nicht existierenden Grenzübergang hatten wir nur noch ein Ziel: den Salmon Creek. Hier wandern Millionen von Lachse bei Geschlechtsreife aus dem Pazifik wieder den Fluss hinauf, um hier zu Laichen und auch zu Sterben. Bei manchen kommt der Tod etwas verfrüht, denn das seichte Wasser ist eine wunderbare Gelegenheit für Bären, an leichte Beute zu kommen.

    Daher wurde in einem kleinen Sicherheitsabstand auch eine etwas erhöhte Holzplattform gebaut, um das Spektakel aus nächster Nähe beobachten zu können. Bei unserem ersten Besuch hatten wir noch kein Glück, wir sind halt nicht im Zoo und wenn gerade kein Bär hungrig ist, kann man nur die lebenden und toten Lachse im Bach treiben sehen und sich an Greifvögeln wie dem Weißkopfseeadler oder Falken trösten.
    Als wir am Abend zurückkamen fand sich jedoch ein Grizzly nach einem Mittagsschläfchen am Fluss ein und machte sich auf die Suche nach einem leckeren Abendessen.
    Es war zum einen atemberaubend, ein solches Raubtier in seinem natürlichen Lebensraum aus nächster Nähe betrachten zu können, zum anderen war es aber auch etwas schrecklich, die Jagd und das Verspeisen der Lachse so in seiner Gänze mitzubekommen.
    Die Grizzlys mögen nämlich am Liebsten die Eier, die sich im Bauch der weiblichen Lachse befinden, im Notfall geben sie sich aber auch mit dem Gehirn der männlichen Lachse ab.
    So war es nicht selten, dass der Grizzly einen Lachs zu fassen bekam, dann nach kurzem aber wieder losließ (roch wohl nicht lecker genug) oder dann, wenn er einen Leckerbissen an Land zog, nur den Bauch des Fisches aufschlitzte und die Eier ausleckte. Dann ließ er den Fisch, der noch „munter“ zappelte, links liegen und es machten sich die Möwen über ihn her, während sich das Wasser um ihn langsam rot färbte. Grausame, aber echte Natur, unglaublich, dass wir so etwas mit anschauen durften.
    Wir kehrten am nächsten Tag wieder und hatten sogar Glück, noch einen größeren Grizzly bei derselben „Jagd“ beobachten zu können.

    Aber unser Ausflug bestand nicht nur aus Bär-Gucken. Wir fuhren weiter 25km über eine Schotterpiste ins Gebirge und staunten nicht schlecht, den eindrucksvollen Salmon Glacier in ganzer Größe bestaunen zu können. Hier kommt wohl das Süßwasser für den Salmon Creek her. Extrem eindrucksvoll war der Gletscher, das Gebirge und auch wieder die Einsamkeit, in der man sich schnell befand.
    Lustigerweise sah man bei den wenigen Autos, die wir trafen, sehr viele ausländische Kennzeichen und hierbei schon wieder viele deutsche…anscheinend ist der Abstecher nach Alaska v.a. für Deutsche ein Muss. Dabei trafen wir sogar auf andere VW T3 Syncro Verrückte, mit denen wir auch eine Stunde quatschten und Expertise austauschten.

    Nach einer eingängigen Befragung am Grenzübergang nach Kanada durften wir wieder einreisen und machten uns auf die letzte Etappe unserer Tour Richtung Westen, nach Prince Rupert.
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