Malediven (Anreise & Tag 1)
20 dicembre 2025, Maldive ⋅ 🌧 26 °C
Was haben wir in den letzten 80 Tagen für Abenteuer erlebt! Von Blutegeln zerbissen durch einen Dschungelfluss kämpfen, Wanderungen über Vulkane und in dunkle Höhlen sowie der Kampf mit den Gezeiten, um nur ein paar zu nennen. Wer hätte gedacht, dass das größte Abenteuer auf den Malediven auf uns wartet.
Los ging es aber noch in Singapur, wo wir schon um halb 3 Uhr nachts zum Flughafen aufbrachen und den Flieger nach Kuala Lumpur nahmen. Schon hier waren die Nerven nach einem wackligen Flug mit einigen Turbulenzen angespannt. Nach zwei Stunden Aufenthalt saßen wir bereits im Flieger nach Male, als plötzlich der Name „Michaela Bühler“ ausgerufen wurde mit der Bitte, dass sie sich bitte sofort bei den Flugbegleitern melden solle. Die Panik war ihr das erste Mal an diesem Tag ins Gesicht geschrieben, als sie aus dem Flugzeug begleitet wurde. Aber was war los? Anscheinend vibrierte es in ihrem Rucksack und das Sicherheitspersonal wurde nervös. Witzigerweise handelte es sich dabei um meinen Rucksack, in welchem sich wohl meine elektrische Zahnbürste selbstständig gemacht haben musste. Wurde dann aber recht früh geklärt und Michaela und mein Rucksack durften mitfliegen. Bei dem wackligen Flug, auf dem wir schon kurz davor waren Abschiedsnachrichten zu verfassen, wäre es auch nicht so schlimm gewesen. Wir kamen aber gut in Male an und wer dachte, es würde noch schlimmer werden, hat mal sowas von ins Schwarze getroffen.
Als wir in der Eingangshalle nach mehrmaligem Fragen die Frau gefunden haben, die unseren Bootstransfer auf die Insel Maafushi organisieren sollte, sah das schon sehr unorganisiert aus. Nicht nur, weil die Frau gerade eine Pizza in sich hinein katapultierte. Aber irgendwie schafften wir es nach einer weiteren wilden Stunde irgendwie auf das Speedboot, was in der Folge für die schlimmsten 50 Minuten von Michaelas Leben sorgte (ihre Aussage). Das Ding schoss durch den Ozean und wir wurden bei jeder Welle über die Sitzflächen geschleudert. In den Augen von Michaela konnte ich neben den ersten Tränen die reine Todesangst sehen. Und auch ich bereute, dass ich mir am Flughafen noch einen Schokomuffin gegönnt hatte. Als wir endlich ankamen und im Hotel waren, war auf dem Stimmungsbarometer jetzt nichts Euphorisches mehr abzulesen. Waren dann noch Abendessen und sind um 18 Uhr schlafen gegangen, weil der Tag sehr anstrengend war.
Heute startete ein neuer Tag und ausgeschlafen war die Stimmung gleich viel besser. Obwohl wir mit gestern wohl die einzigen beiden Regentage mitbekommen, die im Dezember auf den Malediven vorkommen können. Trotzdem waren wir schon im Meer und haben die Strandbars durchprobiert. Zusätzlich wurde viel gespielt und das ganze (bisher) ohne Streitigkeiten.
Morgen freuen wir uns auf einen weiteren konfusen Reisetag, in welchem sogar ein Wasserflugzeug mitspielen wird. Da werde ich mit der Todesangst zu kämpfen haben.Leggi altro










