• Punta Arenas (Anreise & Tag 1)

    29 dicembre 2025, Cile ⋅ 🌧 12 °C

    Wir sind in Chile angekommen und was sich bei der Überschrift mit „Anreise“ so normal anhört, erstreckte sich über 48 Stunden. Der erste Flug nach Istanbul war zwar ganz easy, da wir uns aber geographisch vom finalen Ziel eher entfernten nicht unbedingt psychologisch wertvoll. Für den nächsten 19 Std. Flug über Sao Paulo nach Santiago wurde uns sogar kurz ein Upgrade in die Business Class in Aussicht gestellt. War dann aber wie üblich irgendwo hinten im Eck. Vom Zwischenstopp in Sao Paulo erfuhren wir übrigens auch erst in Istanbul. Um es abzukürzen, es war eigentlich voll okay, aber trotzdem komplett anstrengend.
    Dann waren wir also endlich in Chile, aber wer dachte, dass wir die Thrombose Socken schon ausziehen konnten, kennt unsere selbstzerstörerische Reiseplanung nicht. Eine weitere neunstündige Wartezeit sahen wir bei der Buchung wohl als sinnvoll an, nachdem es mit dem letzten Flug in den Süden nach Punta Arenas ging. Der Ausblick aus dem Flieger war zu diesem Zeitpunkt emotional sehr wichtig, denn nach 48 Stunden ohne ordentlichen Schlaf (trotz des neuen Nackenhörnchen Testsieger von Michaela) waren die Nerven ganz schön am Ende. Vom Flughafen ging es mit einem blinkenden Weihnachts-Uber endlich ins Hostel. Heute konnten wir leider nicht wirklich viel Schlaf nachholen, da mittags bereits unser Boot auf die Isla Magdalena abfuhr, wo wir Magellan Pinguine besuchen wollten. Hätten den Treffpunkt fast verpasst, weil unser Hostel Besitzer uns unbedingt selber fahren wollte und uns davor noch eine kleine Stadttour gab. Wirklich unglaublich netter Mann mit dem wir bestmöglich via Google Übersetzer kommunizieren. Das gilt übrigens für alle Einheimischen, die wir bisher getroffen haben. Selbst am Flughafen wären wir mit Englisch und ohne spanische Übersetzung aufgeschmissen gewesen.
    Auf der Schiffsfahrt zur Insel konnten wir sogar ein paar Delfine und Robben sehen. Doch die Hauptattraktion waren natürlich die Pinguine. Zuckersüß einfach!
    Nach einer Stunde mussten wir wieder auf das Boot und hier wurden wir schon vorgewarnt, dass die Bootsfahrt etwas wackliger werden könnte. Nach 15 Minuten saßen wir dann auch getrennt. Ich drinnen auf unseren Plätzen und Michaela draußen bei den Kotzenden (wichtig: bei Michaela blieb es eine Vorsichtsmaßnahme). Diese Vorsichtsmaßnahme hätte ich im Nachgang mehreren empfohlen, dann wäre nicht der halbe Innenraum verkotzt worden. Wir waren also beide froh wieder an Land zu sein und ließen uns nach einem Abendessen von Fabián (Hostel Eigentümer) abholen. Er wollte uns dann unbedingt noch in einen Laden fahren, um Getränke zu kaufen, mit welchen wir auf Neujahr anstoßen können. In diesem Sinne natürlich auch ein gutes neues Jahr in die Heimat!
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