• Torres del Paine (Tag 1)

    3 gennaio, Cile ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute ging das große Abenteuer los, jedoch hatten wir gestern Abend noch unser erstes kleines Abenteuer. Wir wussten schon, dass wir im Hostel unsere großen Rucksäcke während der Wanderung lagern dürfen, fragten dann aber gestern Abend erst nach, wie das so abläuft. Die Dame zeigte uns große Boxen und meinte, dass wir die mit unseren Zahlenschlössern zuschließen müssen. Klar - ich hab eigentlich immer ein Zahlenschloss dabei. So eilten wir nochmal in die Stadt und fanden tatsächlich jemanden, der uns zwei Schlösser verkaufen konnte. Wir haben zwar nicht mehr kapiert, wie man eine eigene Zahlenkombination hinterlegt, aber denke niemand probiert bei unseren beiden Boxen den Code 0-0-0. Könnte also sicher sein.
    Zurück zum heutigen Tag! Bereits um 7 Uhr wurden wir mit zwei Busfahrten in den Nationalpark gebracht. Da überall vor der großen Kälte gewarnt wurde, hatten wir alle möglichen Schichten an. Tatsächlich fanden wir aber sonnige und windstille 25 Grad vor. Deshalb mussten wir alle Schichten wieder ausziehen und irgendwie in den überfüllten Rucksäcken unterbringen. War aber auch gleich die Bestätigung, dass alles Platz hat und wir gut gepackt haben könnten. Danach holten wir noch unser Lunchpaket ab, liefen dreimal verwirrt im Kreis und waren dann auf der Route, der wir die nächsten acht Tage folgen dürfen. Es war wunderschön und anstrengend zugleich, da der schwere Rucksack nicht wirklich gewohnt war. Nach 15 Kilometern kamen wir an unserem ersten Camp (Camp Serón) an. Hier bekamen wir unser Zelt zugewiesen und haben den restlichen Nachmittag in der Sonne genossen. Hatten auch einen netten Austausch mit einer Holländerin, die uns erzählte, dass sie hoch nervös war, da unser Track erst am 01.01. wieder freigegeben wurde. Naja, davon haben wir mal überhaupt nichts mitbekommen. Gott sei Dank hatte die gute Frau auch Mücken Spray dabei, weil wir ohne das völlig verstochen werden würden.
    Ansonsten genießen wir den Campingplatz Alltag, vor allem die angespannte Situation der sanitären Anlagen beschäftigt mich sehr. Zwei Toiletten für ca. 50 Gäste sehe ich persönlich als Zumutung an. Aber sonst alles super! Hatten ein richtig leckeres Abendessen und am Nachmittag die Chance coole Leute von verschiedenen Kontinenten kennenzulernen. Ein amerikanisches Trio hat uns noch ein neues Kartenspiel „Bullshit“ gezeigt, was Michaela auch gleich gewonnen hat. Somit muss der Spielname wohl sehr gut passen. Zusätzlich wurde am Nachmittag noch unser „Neuseeland Roadtrip Song“ lautstark am Campingplatz gespielt - gutes Omen für die nächsten Tage!

    P.S.: Sorry für verspätetes Hochladen, aber haben nur jeden zweiten oder dritten Tag Internet.
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