• San Pedro de Atacama (Tag 5 & 6)

    23 gennaio, Cile ⋅ ☀️ 20 °C

    Allerlei ist wieder passiert! Starten wir mit dem gestrigen Tag, an dem wir uns endlich mal wieder sportlich betätigen wollten. Am Vortag hatten wir auf der langen Autofahrt einen Padel Court am Straßenrand gesehen, für welchen wir gleich für gestern einen Termin vereinbart hatten. War alles bisschen wild organisiert, aber am Ende standen wir um 11 Uhr vormittags mit vollem Equipment auf dem Court und konnten sogar über eine Box unsere Musik abspielen. Vermutlich hat dort noch nie jemand zu James Blunt Padel gespielt, aber einmal ist immer das erste Mal. Hat richtig Spaß gemacht, aber nach einer Stunde in der Mittagssonne hat es uns dann auch gereicht. Als wir zahlen wollten, meinte der zuständige Mitarbeiter, dass er erst das Kartenlesegerät laden müsse und bat uns zum Warten ein Bier an. Ich bin mir sicher, dass ich zweimal abgelehnt habe und Michaela gleich Nein sagte, aber irgendwie standen plötzlich zwei eiskalte Corona vor uns. Blöde Sprachbarrieren! Naja, so war ich gezwungen, die beiden zu trinken und fand es eigentlich gar nicht so schlimm. Nach dreißig Minuten waren beide leer, das Kartenlesegerät war immer noch nicht funktionsfähig und ich hatte leichte Probleme mit dem Sprachsystem. So blieb uns nichts anderes übrig als für morgen nochmal einen Court zu reservieren, um danach alles bar zu zahlen.
    Als wir wieder im Hostel waren, zogen sehr dunkle Gewitterwolken auf. Aufgrund dessen bat ich Michaela, die Hängematte unter dem höchsten Baum auf dem Gelände zu verlassen und würde mich im Nachgang bescheiden als Lebensretter bezeichnen, denn 15 Minuten später schlug der Blitz mal ordentlich ein. Okay, glaube nicht in den Baum direkt, sondern im Hostel selber, aber die Story ist so besser. Ich persönlich bin so erschrocken, dass ich erstmal aus meiner Hängematte geflogen bin. Der Strom war auf alle Fälle mal komplett weg und sollte so schnell auch nicht wieder kommen. Nachdem das Wetter etwas besser wurde, wollten wir noch fix in die Stadt fahren, um etwas zum Kochen zu kaufen. Leider stand die Stadt aber unter Wasser und alle Zugangsstraßen waren gesperrt. So mussten wir bei uns ums Eck in einem kleinen Laden, der auch keinen Strom mehr hatte, das Nötigste einkaufen und dank des Gas-Herds nicht hungrig ins Bett.
    Heute Früh war der Strom sowie das warme Wasser noch nicht zurück, weshalb wir uns recht flott auf den Weg gemacht haben weitere Lagunen (Lagunas Escondidas de Baltinache) zu besuchen. Wir wollten noch einmal im Wasser schweben, weshalb wir eine wählten, in der man schwimmen durfte. Der Weg dorthin war zwar besser als gedacht, trotzdem sahen wir zwei Autos, an denen man aufgrund eines Platten den Reifen wechseln musste. Wir beten inständig, dass uns zwei geborenen KfZ-Handwerkern das nicht passiert. Heute zumindest mal nicht und wir hatten eine tolle Zeit bei und vor allem in der Lagune. Am Nachmittag haben wir dann erstmal das Comeback des Stroms und Wassers genossen und lassen den Abend jetzt gemütlich ausklingen.
    Leggi altro